#169 Betongold

Buchpräsentation und Lesung / Katrin Rothe


© Katrin Rothe

12.mai 2017
20:00 uhr

5 / 3 EURO
KARTEN

Katrin Rothe wohnt in Berlin-Mitte in einem bezahlbaren Altbau zur Miete, als ihr eines Sommertages eine Modernisierungsankündigung ins Haus flattert. Ein Investor hat das Haus gekauft. Er scheint bereit, alle Register zu ziehen, um die Mieter aus dem Haus zu treiben und die geplante Luxussanierung und Umwandlung in Eigentumswohnungen durchzuführen. Die Hausbewohner beschließen zu bleiben und für ihre Wohnungen zu kämpfen. Die Regisseurin und Autorin erzählt in ihrem preisgekrönten Dokumentarfilm Betongold (arte, 2013) sehr persönlich und hochspannend die Geschichte einer skrupellosen Entmietung – und die ihrer eigenen Politisierung. Denn schnell bemerkt sie, dass sie Teil eines großen Verdrängungsprozesses ist, der in vielen Städten stattfindet.
In dem gerade erschienenen Buch Betongold. Wie der Immobilienhype durch mein Wohnzimmer marschierte hat Katrin Rothe nun das Tagebuch aus dieser Zeit veröffentlicht. Im zweiten Teil des Buchs gibt die Grimme-Preisträgerin in Glossarform Hinweise und Erklärungen zu wichtigen Schlagworten. Ein Mieterratgeber und eine spannende Geschichte – geht das zusammen? Unbedingt! Viele der Fragen, die Betroffene Katrin Rothe in den letzten Jahren immer wieder stellten, werden anschaulich beantwortet.

Schauspielerin Tina Pfurr liest und Andrej Holm, der das Nachwort des Buchs geschrieben hat, legt aktuelle Zahlen und Fakten zu Gentrifizierung und Wohnungspolitik auf den Tisch. Diese Geschichte ist kein Einzelfall. In Berlin wird weiterhin fleißig modernisiert und entmietet. Und was bedeutet das für betroffene Mieter? Was tut die Stadt aktuell? Was könnte, was müsste sie tun? Gibt der neue rot-rot-grüne Senat Anlass zur Hoffnung?

Lesung TINA PFURR / KATRIN ROTHE / ANDREJ HOLM Live-Musik STELLAR

EINE VERANSTALTUNG DES CH. LINKS VERLAGS IN KOOPERATION MIT DEM BALLHAUS OST
DAS BUCH IST ENTSTANDEN IN KOOPERATION MIT DEM RBB BERLIN-BRANDENBURG MIT UNTERSTÜTZUNG DES BERLINER MIETERVEREINS E.V. UND DER ROSA-LUXEMBURG-STIFTUNG









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