#108 Die Erfindung der Gertraud Stock

vorschlag:hammer






© Paula Reissig

30.+31.märz / 01.april 2017
jeweils 18:00+21:00 uhr

20.mai 2016 premiere
21.+22.mai 2016

15 / 10 EURO
KARTEN

Die Erfindung der Gertraud Stock ist eine Arbeit über Lebenszeit, Identität, Zustände des Alt-Seins und die Erfindung des Lebens einer alten Dame. Was kann es bedeutet haben, in den vergangenen 80 Jahren eine Frau gewesen zu sein und heute alt zu leben?
In einer installativen Anordnung entwirft vorschlag:hammer einen Abend über die heute 84jährige Gertraud Stock. Anhand von Interviews, Fotos und autobiographischen Aufzeichnungen entsteht ein Leben: Welche Rollen hat Gertraud Stock im Lauf dieses Lebens eingenommen, welche Identitäten spielen jetzt, rückwirkend, eine Rolle? Wer kann sie gewesen sein, wie kann sie entscheiden, wer sie jetzt, mit 84, sein will? Welche Erzählungen werden wiederholt, welche ausgelassen? Und wie kann sie das Alt-Sein als defizitäre Kategorie auflösen?
Mit Gertraud Stock (er)finden vorschlag:hammer eine Figur, deren Erfahrungen und Erlebnisse nicht-linear inszeniert und verfolgt werden. Wir werden Gertraud Stock als das kennenlernen, was sie von sich preisgibt und als diejenige, zu der wir sie machen. Es ist unklar, wie verlässlich sie als Autobiographin arbeitet und wie reißerisch wir als Ghostwriter dieser Biographie vorgehen. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie Zeit und Erinnerung Biographie strukturieren. Wie können diese Strukturen aufgelöst und wie kann aus dem Alt-Sein der besondere Zustand hervorgehoben werden, möglichst viel erfahren zu haben und dabei potentiell möglichst viel gewesen zu sein?

Das freie Theaterkollektiv vorschlag:hammer gründete sich 2009 und ist Teil des Netzwerks cobratheater.cobra. Die Inszenierung Vom Schlachten des gemästeten Lamms und vom Aufrüsten der Aufrechten wurde 2010 mit den Jurypreisen des Körber Studio Junge Regie und des 100° Berlin ausgezeichnet. Tears in Heaven, produziert am Ballhaus Ost, gewann 2013 den Jurypreis des Best OFF – Festival Freier Theater Niedersachsen. 2012/13 und 2013/14 war vorschlag:hammer im Rahmen des Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes Artist in Residence am Düsseldorfer Schauspielhaus. Die hier entstandene Arbeit Mori no kokyu wurde eingeladen zu Favoriten 2014.

von und mit KRISTOFER GUDMUNDSSON / GESINE HOHMANN / STEPHAN STOCK / OLIVIA WENZEL Bühne THOMAS GIGER Assistenz EVA HINTERMAIER Produktionsleitung RABEA GRAND

EINE PRODUKTION VON VORSCHLAG:HAMMER IN KOOPERATION MIT DEM BALLHAUS OST, DEM RINGLOKSCHUPPEN RUHR UND DEM ROXY BIRSFELDEN
GEFÖRDERT DURCH DEN HAUPTSTADTKULTURFONDS, DAS MINISTERIUM FÜR FAMILIE, KINDER, JUGEND, KULTUR UND SPORT DES LANDES NORDRHEIN-WESTFALEN, DEN FACHAUSSCHUSS TANZ UND THEATER DER KANTONE BASEL-STADT UND BASEL-LANDSCHAFT UND DIE KUNSTSTIFTUNG NRW
DIE WIEDERAUFNAHME 2017 WIRD GEFÖRDERT DURCH DIE BERLINER SENATSVERWALTUNG FÜR KULTUR UND EUROPA















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