#203 Empire of Oil – Part 1: A Research in 360°

Costa Compagnie



© Stefan Haehnel

Premiere 23. November 2017
24. | 25. November
jeweils 20.00 Uhr

15 | 10 Euro
Karten

Betrachtet man die Konsequenzen für Millionen von Kriegsopfern und Geflüchteten wird schnell deutlich, dass die Vorherrschaft und der Zugriff auf die Ressource Öl nach wie vor einen der Hauptgründe für Krieg und kompromisslose Interessenspolitik darstellt. Gleichzeitig ist auch unser unmittelbarer Alltag durch die Verwertung von Öl essentiell bestimmt. Öl ist alles – trotz Klimawandel und alternativen Energien.
In Empire of Oil hat sich Costa Compagnie die substantielle Befragung des für uns alles entscheidenden Rohstoffs zur Aufgabe gemacht: Das mehrteilige Projekt kreist um den Themenkomplex Öl und betrachtet dazu die zwei gegensätzlichen Länder Norwegen und Irak. Das skandinavische Land ist einer der wichtigsten Öl- und Gaslieferanten Deutschlands, während der Nordirak – kurz vor einer kurdischen Unabhängigkeit – als Stützpunkt der Bundeswehr im alliierten Kampf gegen den IS dient. Aus dem vor Ort u.a. mit einer 360°-Kamera gefilmten Material entwickelt die Gruppe zwischen November 2017 und Mai 2018 drei intermediale Performances und einen Virtual-Reality-Film. Bietet der allmächtige Rohstoff das Potential für eine vermeintliche sozialstaatliche Utopie wie in Norwegen oder befördert er einen nicht endenden Kriegszustand wie im Irak? Was sind die Erfahrungen der Öl-Produzent*innen und Arbeiter*innen vor Ort?
Die Costa Compagnie verhandelt diese Fragen zwischen Dokumentation und Abstraktion und baut für den ersten Teil im November einen 360°-Videospace im Ballhaus Ost. Im Februar 2018 baut der zweite Teil mit einer textbasierten Performance und einem Fokus auf Virtual Reality darauf auf und im Mai schließt eine Tanz-Performance die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit dem globalpolitischen Brennpunkt ab.

Costa Compagnie aus Berlin und Hamburg wurde von Felix Meyer-Christian als offene Kollaboration interdisziplinär arbeitender Künstler*innen gegründet. Die Arbeiten vereinen dokumentarische, performative und choreographische Methoden und fokussieren sich dabei auf globale Transformationsprozesse und die Frage nach dem Menschen darin.

von und mit Costa Compagnie

Eine Produktion von Costa Compagnie in Kooperation mit dem Ballhaus Ost. Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa, spartenoffene Förderung. Mit freundlicher Unterstützung durch das Goethe Institut Erbil, Irak.





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