#147 Fatrasien

Ein Unsinnswelttheater in sieben Akten von Das Helmi & Gästen








© David Baltzer (1,2) / Brian Morrow (3,4)

03.+04.+05.februar 2017
jeweils 20:00 uhr

15.dezember 2016 premiere
16.+17.+18.+21.+22.dezember 2016

15 / 10 EURO
KARTEN

Ja, und dann fragst du mich, / was schaust du am liebsten an / und ich sage Naturfilme, / weil man da sehen kann, / wie schön die Welt ist / und was die Tiere tun, / wohin die Vögel zieh’n, / wenn es kalt wird in Berlin. (Funny van Dannen)

Als Kind stellt man sich alles vor, das man nur vom Hören und Sagen kennt. Darum hat ein Kind viel mehr Bilder im Kopf. (Ronja, 7 Jahre, Hellersdorf)

Mit Fatrasien zielt Das Helmi aufs große Ganze und baut in Bildern und größenwahnsinnigen Installationen Stück für Stück die Welt nach, oder vielmehr: an den Vorstellungen von Welt herum. Als Pseudoprotagonisten begeben sich zwei männlich-weiß-heterosexuelle Alpha-Künstler alten Schlags – der Coffee-Table-Book-Fotograf Sebastião Salgado und der sensible Arthaus-Dokumentarfilmer Wim Wenders – auf die Traumpfade des kollektiven Bildermülls, machen sich auf die Suche nach dem wahren Kunstwerk und dem Sinn des Lebens und geraten dabei immer tiefer in eine immer seltsamer sich verdrehende Welt- und Kunstgeschichte, die sich zeitlupenartig vor ihnen entfaltet.
Da die Reise einer magischen Logik folgt, gibt es unter anderem zu bestaunen: Picasso und Michelangelo, die eigentlich Michelle Angelo heißt, eine duftende Wiese mit übergroßen blauen Pferden und nackten Reitern, Josephine Baker, Glawogger, Hieronymus Boscha, Hersteller von Pornoheften (unsere Freunde sind entsetzt!) und Knausgård, den Norweger, der ein gigantisches Literaturselfie errichtet hat, einen Kinderchor, den schnalzenden Gesang der Emojis und das Stöhnen der Seeelefanten. Umrahmt von einer abstrakten orchestralen gemütlich quirligen von einer Komponistin live produzierten Musik werden die starren Gesetze von Zeit und Raum aufgehoben, Gegenstände, Tiere und Menschen vollführen einen grotesken Reigen. Lyrisches und Zartes findet sich neben Derbem und Obszönem…

Installation / Skulpturen / Performance / Tanz / Komposition / Regie / Technik / Bühne / Dramaturgie / Produktionsleitung OKKA HUNGERBÜHLER / JANET ROTHE / FELIX LOYCKE / FLORIAN LOYCKE / BRIAN MORROW / DASNIYA SOMMER / EMIR TEBATEBAI / BURKART ELLINGHAUS / JOHANNA OLAUSSON / MARCEL BUGIEL / CORA FROST / EHRLICHE ARBEIT – FREIES KULTURBÜRO

EINE PRODUKTION VON DAS HELMI IN KOOPERATION MIT DEM BALLHAUS OST
GEFÖRDERT DURCH DEN HAUPTSTADTKULTURFONDS



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