Fatzer – eine Zeremonie

nach Bertolt Brecht / Wenzel & Naumann

03.juli 2014 premiere
05.+06.juli 2014

In einem zukünftigen Staat vollziehen am Vorabend wichtiger politischer Versammlungen vier Priesterinnen eine Zeremonie. Diese bringt den Gründungsmythos der fiktiven Gesellschaft, die Geschichte des Johann Fatzer, in ritueller Form zur Aufführung: Fatzer desertierte aus dem Ersten Weltkrieg und wartete in Mülheim mit drei anderen auf den Aufstand. Doch gefährdete er die Solidarität der Gruppe durch seinen Egoismus, indem er Kaumanns Frau verführte und alle verriet.
Im Zentrum der Zeremonie um den Fatzer-Mythos stehen die sexuelle Selbstbestimmung – also das Verhältnis von Frau Kaumann und Fatzer – sowie die Opferung Fatzers.
Die Aufführung geht bei ihrer Fassung des Fatzer-Fragments von den Chören aus und stellt die Musikalität der Sprache in den Mittelpunkt. Die rituell-liturgische Situation lädt ein, die Grenzen von Kollektivität in Verhältnissen von Einzelnen und Gemeinschaft, von Sexualität und Krieg, von Chor und Gegenchor zu erkunden.
Vier Schauspielerinnen übernehmen die Rollen von Priesterinnen, von Chören und Gegenchören, sie erzählen und zeigen die Geschichte des Egoisten Johann Fatzer als Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten gesellschaftlicher Veränderung und ihrem Verhältnis zum Krieg.

mit DELA DABULAMANZI / JOHANNA DIEKMEYER / JOSEPHINE FABIAN / KATHARINA NESYTOWA Regie JOHANNES WENZEL Dramaturgie MATTHIAS NAUMANN Chorleitung CHRISTINE GROSS Bühne / Kostüme ALEXANDER MARTYNOW Ausstattungsmitarbeit MARIJA SKARA / MARIE ZWINZSCHER Regieassistenz MARIE ZWINZSCHER Technische Leitung VOLKER M. SCHMIDT Produktionsleitung TINA PFURR / BALLHAUS OST

EINE PRODUKTION VON WENZEL & NAUMANN IN KOPRODUKTION MIT DEM RINGLOKSCHUPPEN MÜLHEIM AN DER RUHR UND DEM BALLHAUS OST
GEFÖRDERT DURCH DIE KUNSTSTIFTUNG NRW UND DAS BEZIRKSAMT BERLIN PANKOW, AMT FÜR WEITERBILDUNG UND KULTUR – FACHBEREICH KUNST UND KULTUR



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