#22 Grillen im Kopf

Loiudice / De Salvo / Cavaccini

03.dezember 2014 premiere
05.+06.+07.dezember 2014
25.+26.+27.september 2015

„Sie sind Künstler? Oh schön!… Und was machen Sie beruflich?“

Für das Künstler-Dasein gibt es keine Anerkennung, es ist kein ordentlicher Beruf und in keinster Weise rentabel, es sind nichts als Grillen im Kopf. Er hat es nun eingesehen und sich bereits für den chirurgischen Eingriff angemeldet, um die Grillen in seinem Kopf entfernen zu lassen, um sie auszumerzen.
Ein Schauspieler setzt sich in einer einstündigen Performance mittels Sprache, Körper und Bewegung mit der Entfremdung des kreativen Seins auseinander. Das gesprochene Wort und die performative Handlung stehen separat voneinander und symbolisieren das Auseinanderdriften der künstlerischen Existenz und gleichzeitigen Notwendigkeit einer wirtschaftlichen Absicherung.
Welche Berechtigung hat die künstlerische Arbeit angesichts des ernüchternden globalisierten Arbeitsmarkts, wo Produkt, Gewinn und Maximierung an erster Stelle stehen? Wie viel freier und zugänglicher Gestaltungsraum bleibt in der sogenannten new liberal economy für kreative Berufe und künstlerische Arbeit? Muss einer neoliberalen Welt notwendiger denn je eine Ästhetik des Widerstands, eine Ästhetik des Aufstands (Hans-Thies Lehmann) entgegen gesetzt werden? Und ist das nicht allererste Aufgabe jeder künstlerischen Arbeit?

Der in Italien preisgekrönte Text L’Orologio è Rotto von der in Berlin lebenden italienischen Autorin Nora Cavaccini wird zweisprachig mit Illustrationen von Daniele Roccaro aktuell beim Verlag Caratteri Mobili veröffentlicht.

in italienischer und deutscher sprache

mit carlo loiudice konzept / regie elettra de salvo off-stimme amor schumacher regieassistenz giulia maninetti licht / ton eva gutierrez alonso / elena Arcidiacono

eine produktion von loiudice / de salvo / cavaccini in kooperation mit dem istituto italiano di cultura berlin und dem ballhaus ost



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