Hattinger Protokolle 1 & 2

Kristina Kreis

20.juni 2014 wiederaufnahme+premiere
21.+22.juni 2014

Mit den Hattinger Protokollen begibt sich Kristina Kreis mit ihren Tänzerinnen auf eine Forschungsreise durch die Geschichte des arbeitenden Körpers und fragt, was wir mit unserer heutigen Arbeitswelt gegenüber der unserer Eltern gewonnen haben. Mehr Freiheit, mehr Selbstverwirklichung? Das Glück, den Körper bewusster erfahren zu können, oder die Notwendigkeit, ihn selbst zu drillen?
Geht es im ersten Teil der Hattinger Protokolle vorrangig um die Arbeitswelt der Elterngeneration, reflektieren die Tänzer- und Performerinnen Angelika Thiele und Lea Kalinna im 2. Teil ihre eigene Arbeitssituation im Hier und Jetzt, vor und während der Aufführung und setzen sich dabei mit Erzählungen der verschiedenen Generationen, Interviews aus Vergangenheit und Gegenwart auseinander.
Der Umgang mit ihrem Körper als Arbeitsinstrument gerät dabei unter das Vergrößerungsglas der Live-Video-Kamera, deren Bilder sich mit den Aufnahmen von verlassenen Industrielandschaften überlagern. Blaue Flecken, knackende Füße und knirschende Knie begleiten die Tänzerinnen, während sie für das Publikum arbeiten. Das Erinnern des Bewegungsmaterials und die Übersetzung in den Körper kennt kein Ende und bedarf der Arbeit an sich selbst unter der ständigen Beobachtung durch die Zuschauer. Während auf der Bühne die Körper zu dampfen beginnen, zeigen Projektionen Bilder verlassener Stahlwerke, in denen die Väter schwitzten.

Tanz / Performance LEA KALINNA / KRISTINA KREIS / ANGELIKA THIELE Konzept KRISTINA KREIS / DR. STEFFEN STADTHAUS Choreografie / Video KRISTINA KREIS Dramaturgie LEA KALINNA / KRISTINA KREIS / DR. STEFFEN STADTHAUS Audio- / Videotechnik DENNIS TILLMANN Management / Choreographische Assistenz FRIEDERIKE ERHART

EINE KOPRODUKTION VON KRISTINA KREIS UND ADA – STUDIO & BÜHNE FÜR ZEITGENÖSSISCHEN TANZ IN KOOPERATION MIT DEM BALLHAUS OST
GEFÖRDERT DURCH DIE KUNSTSTIFTUNG NRW UND DAS BEZIRKSAMT PANKOW, AMT FÜR WEITERBILDUNG UND KULTUR – FACHBEREICH KUNST UND KULTUR



↑ Back To Top ↑