#66 Je nachdem was passiert, passiert was

Mila Burghardt





05.+06.november 2015

Ein Text steht im Raum. Nicht allein. Das Ich zerfällt als ungehobeltes Leitmotiv, stellt rohe Fragen und rottet sich zusammen zum störrischen Kollektiv. Eine performative Erforschung im und über das Wechsel-, Zusammen- und Gegenspiel von Bewusstsein, Kontrolle und Selbstbestimmung. Wie viel Ich bleibt beim Versuch der gesellschaftlichen Anforderung nach permanenter Selbstverwirklichung gerecht zu werden und was macht man eigentlich mit dem Ich, das schon da war, bevor man es verwirklicht hat?
Mila Burghardt baut in ihrer neuen Performance einen Raum, um ihn direkt wieder zu dekonstruieren mit Fragen, die neue Räume sind und verstörend schönen Bildern, hinter denen man Türen vermutet.
Mit einem intergenerativen Chor aus Darstellern im Alter zwischen 21 und 75 Jahren, zeigt Je nachdem was passiert, passiert was verschiedene Wege und Perspektiven von Wirklichkeitskonstruktion, die immer wieder durch die Einheitssprache neuronaler Impulse zersetzt werden. Das Hirn, Denkorgan, solange es mit dem menschlichen Körper verbunden ist, ist gleichermaßen Bestandteil und Hindernis bei der Befragung der eigenen Identität anhand verschiedener Koordinaten: Vielfalt, Hierarchie, Hülle, Moral, Wirtschaftsfaktor, Motivation und Manipulation. Ein Ich beginnt zu rotieren. Je nachdem was passiert…

von und mit MILA BURGHARDT / WILHELM GERNHARDT / KARLA HENNERSDORF / CARLA KLAMM / GALA MONTERO / MAHFAM NOZHAT SHOAR / KATHARINA OLT / FELICITAS VAJNA / REINHOLD WEBER regie / text / raum / video mila burghardt

eine produktion von mila burghardt in kooperation mit landungsbrücken frankfurt und dem ballhaus ost
gefördert durch die STADT FRANKFURT AM MAIN – DEZERNAT KULTUR UND WISSENSCHAFT und WISSENSCHAFTSSTADT DARMSTADT
mit freundlicher unterstützung durch die BAUHAUS-UNIVERSITÄT WEIMAR, die AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN UND LITERATUR MAINZ UND HUNDERTMARK AUTOSERVICE



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