#191 Outposts of Resistance

Sebastian Hirn / Lisa Hörstmann






© Florian Schilling

21.oktober 2017
20:00 uhr

13 / 8 EURO

KARTEN

Outposts of Resistance ist eine dokumentarische Arbeit über Ursachen und Auswirkungen des Irakkriegs von 2003. In einer Mischung aus Videoinstallation und Performance wird anhand von Interview- und Filmmaterial die Aktion Human Shields untersucht, mit der eine internationale Gruppe von Friedensaktivisten die Invasion in den Irak verhindern wollte.
Das Rechercheprojekt untersucht Möglichkeiten zivilgesellschaftlichen Engagements sowie die Bedeutung und Auswirkungen westlicher Einmischung.
Kurz vor Kriegsausbruch 2003 brachen Friedensaktivisten in drei Doppeldeckerbussen von London Richtung Bagdad auf. Ihr Ziel war es, möglichst viele Menschen im Irak als menschliche Schutzschilde zu versammeln. Sie gingen davon aus, dass die US-geführten Streitkräfte vor einer Bombardierung zurückschrecken würden. Die Bilder von westlichen Kriegstoten hätten einen Aufschrei in der eigenen Bevölkerung erzeugt. Die Aktivisten kritisierten die ungleiche Wertigkeit von Leben und machten sie sich gleichzeitig zu Nutze. Die Aktion wurde von dem Kamerateam Sarah und Florian Schilling begleitet. Zwölf Jahre nach der Invasion interviewten Lisa Hörstmann und Sebastian Hirn erneut Teilnehmer der Aktion, Exiliraker und arabische Experten.
Mit zeitlichem Abstand erscheint die Aktion extrem widersprüchlich. Auf fast exemplarische Weise werden Grenzen aktiver, politischer Einmischung sichtbar. In der Verwendung bildhafter Symbolik, der Rekrutierung des archaischen bzw. religiösen Opfergedankens als Mittel des politischen Kampfes wird die Aktion zeichenhaft.

IN ENGLISCHER UND DEUTSCHER SPRACHE / PERFORMANCE IN ENGLISH AND GERMAN

EINE PRODUKTION VON SEBASTIAN HIRN UND LISA HÖRSTMANN
GEFÖRDERT DURCH DAS KULTURREFERAT DER LANDESHAUPTSTADT MÜNCHEN UND DIE ERWIN UND GISELA VON STEINER-STIFTUNG





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