#04 Rosemarie

Sonya Schönberger

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© Christof Zwiener

06.september 2014 premiere
07.+13.+14.+20.+21.september 2014
05.+06.+12.+13.+19.+20.september 2015

externer spielort:
volkspark prenzlauer berg /
eingang hohenschönhauser str. – judith-auer-str. /
10369 berlin-lichtenberg

Menschen, die den Zweiten Weltkrieg in Deutschland erlebt haben, sind zentraler Teil dieser Arbeit. Um zu verstehen, wer meine Generation ist, warum wir sind, wie wir sind, und in was für einem Land wir leben, erschien es der bildenden Künstlerin Sonya Schönberger essenziell, sich mit der Generation der Großeltern auseinanderzusetzen.
Die Erzählungen dieser Menschen sind Zeugnisse von radikaler Subjektivität. Sie gewähren einen individuellen und facettenreichen Einblick in die damalige Zeit, die Moralvorstellungen und ein Denken, das aus heutiger Sicht häufig schwer nachvollziehbar erscheint, aber für das Verständnis der eigenen Gegenwart notwendig erscheint und bis heute Einfluss auf unser Leben hat. In Rosemarie – benannt nach einer der Gesprächspartnerinnen – bleiben Erinnerung und Erfahrungen über die reine Dokumentation der Archivierung hinaus lebendig. Während eines gemeinsamen Spaziergangs im Volkspark Prenzlauer Berg, wo nach 1945 der Schutt vom Alexanderplatz zu einem Trümmerberg zusammengekarrt wurde, um buchstäblich Gras über das Geschehene wachsen zu lassen, begeht der Zuschauer jeweils in einer Eins-zu-Eins-Situation mit einem der Darsteller die Kulisse der Erzählungen. Ein neues Hinhören entsteht, eine andere Ebene von Wahrnehmung und Verstehen wird eröffnet.

Mit der Inszenierung Rosemarie erweitert die bildende Künstlerin Sonya Schönberger ihr Schaffen über die performativen Darstellungsformen in ihren Filmen und Installationen hinaus um die theatralen Möglichkeiten.

mit julia bihl / dela dabulamanzi / hendrik flacke / christoph glaubacker / julian hackenberg / kai wido meyer / lisa scheibner / melanie schmidli / urs stämpfli / mariel jana supka / marco wittorf konzept / regie sonya schönberger künstlerische assistenz johanna malchow dramaturgie franziska seeberg assistenz annekathrin walther / lena reinhold kommunikation k3 berlin

eine produktion von sonya schönberger in kooperation mit dem ballhaus ost
gefördert durch den regierenden bürgermeister von berlin – senatskanzlei – kulturelle angelegenheiten

Senat


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