#107 The Erotism

Marie Golüke



© Thomas Rusch

13.mai 2016 premiere
14.+15.mai 2016

Erotik wird in der Regel mit Sexualität und Pornographie in Verbindung gebracht. Medial werden wir mit sexualisierten Bildern überschwemmt, Intimität wird beleuchtet, verhört und seziert. Die vermeintliche Offenheit kaschiert die nach wie vor bestehende große Unsicherheit und auch das Unwissen in Bezug auf Sexualität und Erotik. Eigene Phantasien finden kaum Raum, sich zu entwickeln.
Doch was ist Erotik eigentlich und welche Rolle spielt sie? Marie Golüke versucht dieser Frage in ihrer installativen Performance The Erotism nachzugehen und erstellt eine erotische Momentaufnahme aus intellektuellen, medialen und vor allem persönlichen und individuellen Sichtweisen. Als ein Paradox aus Schönheit und Zerstörung wird Erotik in erster Linie als eine innere Erfahrung verstanden, die zuerst bei sich selbst gesucht werden muss, bevor sie mit anderen geteilt werden kann.
Die Zuschauer werden gebeten, in Abendgarderobe zu erscheinen, um eine dem Abend entsprechende Atmosphäre zu kreieren. Im Anschluss an die Performance gibt es die Möglichkeit, zu einem Gespräch mit der Performerin zum Thema Erotik und deren Zuschreibungen.

Marie Golüke studierte Theaterwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Performance Studies an der Universität Hamburg. Ihren inhaltlichen Schwerpunkt legt sie vermehrt auf die Erforschung von Erotik und Sexualität in Verbindung mit Philosophie, Kunst und Kultur. Sie beschäftigt sich mit der Darstellung von Erotik, Sexualität und BDSM auf der Bühne. Unter anderem arbeitete sie zu diesen Themenfeldern mit Felix Ruckert und RP Kahl und modelt seit Jahren leidenschaftlich gerne für die künstlerische Aktfotographie.

von und mit MARIE GOLÜKE Video 1 NADJA ROTHKIRCH / JESUS FERNÁNDEZ DE CASTRO Video 2 RP KAHL Technische Umsetzung JULIAN HERRFURTH

EINE PRODUKTION VON MARIE GOLÜKE IN KOOPERATION MIT DEM BALLHAUS OST



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