Fr

13.2.

15:00 - 22:00
Bühnenbildklasse UdK Berlin

Sa

14.2.

15:00 - 22:00
Bühnenbildklasse UdK Berlin

Mo

16.2.

18:30
Ballhaus Est. 2006

Do

19.2.

20:00
Núria Frías Corrius

Fr

20.2.

20:00
Núria Frías Corrius

Sa

21.2.

14:00 - 17:00
Theaterscoutings Berlin

Sa

21.2.

20:00
Núria Frías Corrius

So

22.2.

18:00
Núria Frías Corrius

Do

26.2.

20:00 (auf englisch)
Carlos Franke

Do

26.2.

21:30
Arnita Jaunsubrēna (almost good productions)

Fr

27.2.

20:00 (auf deutsch)
Carlos Franke

Fr

27.2.

21:30
Arnita Jaunsubrēna (almost good productions)

Sa

28.2.

20:00
Marlene Helling

So

1.3.

20:00
Marlene Helling

Mo

2.3.

Do

5.3.

20:00
Magic Dyke*

Fr

6.3.

20:00
Magic Dyke*

Sa

7.3.

20:00
Magic Dyke*

Do

12.3.

20:00 Premiere
UNBEHAUN

Fr

13.3.

So

15.3.

18:00
UNBEHAUN

Sa

21.3.

20:00 Konzert
YETZE Casino Nights #1

Do

26.3.

20:00 Wiederaufnahme
Ayat Najafi und Arta Atelier Kollektiv

Fr

27.3.

Sa

28.3.

So

29.3.

Queerer Kinoabend

Wir laden euch herzlich zu unserem QUEER ARE THE PEOPLE DEMO Fundraiser ein. Das Ballhaus Ost wird zum Kino und zeigt queere Filme. Und wie bei jedem guten Filmabend gibt es nicht nur Drinks & frisches Popcorn, sondern auch das cuteste queere Publikum der Stadt. Kommt vorbei, lernt die organisierenden Projekte kennen, verbindet euch und uns. P R O G R A M M Nicky Miller »Pink Lips«Nicky Miller »Twisted Distinction«Diashi, Carlos Marin »The Darkroom Confessions«Lasse Långström »Robert Frank«Silicone Pussy » You’re not a Regular: A Porn made for Almans« Pause Harvey Rabbit »Slowdance«Lasse Långström »The Lesbian Alien Darkroom Fisting Operetta in Venus«ONCE WE WERE ISLANDS »Cecól Cor Nan«ONCE WE WERE ISLANDS »Siart Cessoi«Ar Gogo a.k.a Óscar González »osai, sinárra, ioidar«Ethan Allison Folk »Soup Frog« PauseQuentin Worthington »Memorias Reveladas«Adrien Clanché »Le Feu s’allume«Marie Kühn »Sorbet auf Trümmern«Merle Zurawski »Happy ever after« Eintritt gegen Spende, alle Einnahmen unterstützen die Demo.

QUEER ARE THE PEOPLE!

Queer Neighbourhood Asc. Pankow SAVE THE DATE: AUGUST 31 Es ist an der Zeit, sich zu verbünden, zusammenzustehen und die Kraft unserer Community zu feiern. Angesichts des weltweiten Anstiegs von Queerphobie und der jüngsten Angriffe auf das Tipsy Bear rufen wir zu queerer Sichtbarkeit auf den Straßen von #prenzlauerberg auf, um die queere Szene, künstlerische Institutionen und Verbündete aus der Nachbarschaft miteinander zu vereinen. Dieses Zusammenkommen ist eine Antwort auf faschistische Angriffe auf unsere Räume und den Rückgang administrativer Unterstützung und Solidarität. Diese Versammlung wird von zahlreichen queeren Projekten organisiert, die gemeinsam die »Queer Neighborhood Association Pankow« bilden, um die Präsenz der queeren Community und der queeren Projekte in Pankow und Berlin zu bestärken und sich gegen die zunehmende Feindseligkeit zu wehren. Mit Unterstützung des Tipsy Bear, des Ballhaus Ost, des Tuntenhauses, der Brunnenstr. 6/7 und der Volksbühne laden wir euch zu einem großen Demonstrationstag voller Musik, Performances, Reden & queerer Solidarität ein. Treffpunkt ab 13:00 vor der VolksbühneDemonstration mit Stopps vor der Brunnenstr. 6/7 und vor dem TuntenhausAnkunft um 19:00 vor dem Tipsy Bear mit Show und After-Party

The Listening Biennial

Zur dritten Ausgabe bringt »The Listening Biennial« eine internationale Gruppe von Künstler*innen mit klanglichen, visuellen und performativen Arbeiten für ein einwöchiges Programm des kollektiven Zuhörens zusammen. Ziel ist es, experimentelle und regenerierende Praktiken zu fördern. »The Listening Biennial« bietet einen gastfreundlichen, partizipativen Raum für tiefes Durchatmen, langsames Sprechen – und für ein Mit-Zuhören auf die lebendige Materie unseres Planeten.Die Veranstaltung umfasst Klangarbeiten und künstlerische Installationen im gesamten Gebäude des Ballhaus Ost, eine informelle Gesprächsreihe unter Bäumen sowie ein Abendprogramm mit Live-Performances und experimentellen Klängen. Das Publikum ist eingeladen zu einer Hörreise voller poetischer Stimmen, Geschichten, Geräusche und Lieder.Insbesondere engagiert sich »The Listening Biennial« für den Aufbau einer verstärkten Zuhörkultur, die radikale Offenheit und mitfühlendes Handeln fördert. The Listening Biennial ist ein künstlerisches Forschungsprojekt, das sich mit dem Zuhören als kreativer, kritischer Fähigkeit befasst. Es besteht aus einem Netzwerk von Partnerinstitutionen und Kulturstätten auf der ganzen Welt, die sich für eine stärkere Kultur und Praxis des Zuhörens einsetzen. P R O G R A M M Ausstellung:Mi 3.9. – So 7.9. 13:00 – 18:00 (Freier Eintritt) Talks & Conversations:Do 4.9. – Sa 6.9. 18:00 – 19:30 (Freier Eintritt) Live Performances:Doors 19:30 / Start 20:00 Mi 3.9.: Siegmar Zacharias, Mariana CarvalhoDo 4.9.: Stefan Roigk, Brandon LaBelle, Isuru Kumarasinghe & Sara MikolaiFr 5.9.: Lílian Campesato, Agustín Genoud, Kirstin BurckhardtSa 6.9.: Miguel Buenrostro, Yara Mekawei, Ola Zielińska Installationen: Mario Asef, Max Bloching, Tatiana Fiodorova, Helen Hine, Annette le Fort, Nicole L’Huillier, Silvia Maglioni / Graeme Thomson, Israel Martínez, Oficina de Autonomia, ~pes (Elizabeth Gallón Droste & Pablo Torres Gómez) Audio works: Florence Cats/Lilja María Ásmundsdóttir (Belgium/Iceland), Rachel S. Y. Chen (Singapore), Kaur Chimuk (India), Čhoakkeladd (Kashmir), Mariana Pinto Coelho Dias (Portugal), MycoDyke (India), Hear & Found (Thailand), Shwe Wutt Hmon (Myanmar), Lynn Nandar Htoo (Myanmar), Lagos Sound Artists Collective (Nigeria), Okui Lala, Ana Estrada, Nasrikah (Malaysia/ Australia/Indonesia), Nicole L’Huillier (Chile/Germany), Chong Li-chuan (Singapore), Subash Thebe Limbu (Nepal), Elena Lucca (Argentina), Imaad Majeed (Sri Lanka), Yara Mekawei (Egypt), Graciela Muñoz (Chile), Jacqueline Nova (Belgium/Colombia), Lujáne Vaqar Pagganwala (Pakistan), Amanda Piña (Austria/México), Ruhail Qaisar (Ladakh), Superlative Futures – Wong Zihao & Diancong Liu (Singapore), Irazema H. Vera (Peru), Valentina Villarroel (Chile), YIM Sui Fong (Hong Kong), zeropowercut (Patna, India). Kuratiert von: Mario Asef, Brandon LaBelle, Alecia Neo, Soledad Garcia Saavedra, Suvani Suri

How to work with Ballhaus Ost

Wir laden herzlich zum Info-Zoom: Ozi Ozar, Anne Brammen und Daniel Schrader stellen das Ballhaus Ost und Kooperationsmöglichkeiten im Hinblick auf die kommende Antragsfristen beim Hauptstadtkulturfonds (1.10.) und dem Bezirksamt Pankow (15.10.) vor. Wir bitten um Anmeldung bis 10.9. an info@ballhausost.de. Hinweise für Künstler*innen gibt es außerdem hier.

ICH & ICH & ICH [WIR]

Antonia Baehr »Hallo Du!« 2025 / UABryan Eubanks »The Permanent Computer« 2025 / UARolando Hernández Guzmán »Amoxohtoca II« 2025 / UAPauline Oliveros »Portraits of Maulwerker« 2008, neue Version 2025 / UA Die Verantwortlichkeiten und Freiheiten in offenen Prozessen, der Einfluss des eigenen Verhaltens auf die musikalische Dynamik des Ganzen und die sich darin spiegelnden gesellschaftlichen Prozesse thematisieren die Kompositionen des Programms ICH & ICH & ICH [WIR], der neuen Ausgabe der erfolgreichen Reihe maulwerker performing music im Ballhaus Ost.Derart interaktive Musik, die die Teilhabe der Ausführenden an der Kreation der Werke zur Bedingung hat, kann nur gelingen, wenn sich die Beteiligten einbringen und wirklich zeigen. So entsteht nicht nur ein kollektiver Ausdruck, sondern auch ein Portrait der Gruppe. Maulwerker, Kollektiv für Vokalexperimente, das Elemente der Performancekunst, intermedialen Kunst und Choreografie in seine Musik integriert. Am 14.9. findet im Anschluss an die Aufführung ein Publikumsgespräch statt . Moderation: Ariane Jeßulat, Gäste: Antonia Baehr, Bryan Eubanks, Christian Kesten. In englischer Sprache.

Sportfest reloaded

Dienstag 16.9.18:00-19:30 Thaiboxen | Muay Thai (Janne Kummer)Mittwoch 17.9.18:00-19:30 Queer Functional Training (Philisha Kay)20:00-21:30 Musical Dance Mix Workout (Mathilda Kleo Colada)Donnerstag 18.9.17:00-21:00 PLAY BadmintonFreitag 19.9.17:00-21:00 PLAY TischtennisSamstag 20.9.13:00-18:00 Völkerball Turnier FÄLLT AUS Teilnahme kostenlos. Anmeldung unter sport@ballhausost.de The undisciplined fighter: Kampfsport als Instrument der Traumaarbeit mit Janne Kummer erforscht das Potenzial von Empowerment durch kollektive körperliche Bewegung, wobei Kampfsportarten als Ausgangspunkt für Experimente und Überschreitungen verschiedener Formen der Bewegungserforschung dienen. Alle Körper und Fitnessniveaus sind willkommen, keine Erfahrung im Kampfsport notwendig.Access Infos: in deutscher und englischer Lautsprache, für FLINTA*s Softer Hards. Queeres Functional Training mit Philisha Kay erweitert das funktionelle Training durch künstlerische und forschungsbasierte Auseinandersetzungen mit Bodybuilding. Unterschiedliche Eigengewichtsübungen aus dem Bereich Calisthenics und Krafttraining werden mit theoretischen Impulsen und experimentellen, kreativen Reflexionen kombiniert.Access Infos: in englischer Lautsprache, für FLINTA*s Musical Dance Mix Workout mit Mathilda Kleo Colada ist ein energiegeladenes Tanz-Workout, bei dem du die Möglichkeit hast, dich für gut eine Stunde wie ein Broadway-Star zu fühlen. MDMW ist eine Mischung aus verschiedenen Tanzstilen und einem Gruppen-Fitness-Workout. Für die Teilnahme sind keine Vorkenntnisse erforderlich.Access Infos: in englischer Lautsprache, für FLINTA*s Für PLAY Badminton wird im Sportsaal das Netz gespannt. Der Court markiert. Die Federbälle bereitgestellt. 60 Minuten Zeitslots, buchbar für jede*n.(Feld stündlich buchbar zwischen 17:00 und 21:00.)Access Infos: für alle Altersgruppen Bei PLAY Tischtennis stehen die Platten bereit und in Tischtennisclub-Geräuschkulisse könnt ihr stundenweise eure Platten buchen, euren Topspin trainieren, gemischtes Doppel üben oder einfach nur spielen wie im Park (ohne Wind).(Platten stündlich buchbar zwischen 17:00 und 21:00.)Access Infos: für alle Altersgruppen

SECOND SEASON

1925 feiert »Der Fröhliche Weinberg« Premiere – im selben Jahr, in dem Adolf Hitlers Hassschrift »Mein Kampf« erscheint. Der Theaterautor Carl Zuckmayer besingt in seinem Lustspiel die deutsche Gemütlichkeit, erwähnt die faschistische Gefahr jedoch kaum. »Damals glaubten wir noch, sie aus vollem Halse weglachen zu können – bis es eines Tages nichts mehr zu lachen gab«, stellt er 1961 fest. Genau 100 Jahre später nimmt das Performancekollektiv Boys* in Sync, Carl Zuckmayers deutsche Weinberg-Idylle zum Anlass, um über das Theater und die Lust am Lachen nachzudenken. Während sich an vielen Orten der Welt, rechte Regierungen an die Macht schwingen, produzieren die Künstler*innen aus Polen, Schweden, Norwegen und Deutschland ihr ganz eigenes, »internationales Lustspiel«: In SECOND SEASON beleuchten sie mit Ernsthaftigkeit und queerem Vergnügen, welche Geschichten wir im Theater erzählen – und warum das nie egal ist… Die Berliner Vorstellung ist Teil der »BOYS* IN SYNC Going Home Tour«: Einen Monat lang, reisen die Künstler*innen mit ihrer Erzählperformance durch fünf verschiedene Europäische Länder. Dieses Projekt wird gefördert von Performing Arts Hub Norway, Arts and Culture Norway, Nordic Culture Point und Kulturstöd Göteborg. BOYS* IN SYNC  ist ein Performancekollektiv mit Mitgliedern aus Deutschland, Norwegen, Polen, Südafrika, Schweden und Dänemark. Ihre Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld zwischen queerer Körperpraxis, Popästhetik und dokumentarischer Performance.Ständige Mitglieder sind die Puppenspielerin Ragni Halle, die Schauspieler:innen Livia Hiselius und Jay Tebogo Fiskerstrand, der Musiker Gregers Hansen, der Tänzer Jakob Krog und der Regisseur Simon David Zeller. Die Gruppe wurde seit 2019 u. a. zum Fringe Festival Edinburgh, Fast Forward Festival Dresden, Performing Arts Festival Berlin, Frie Felts Festival Kopenhagen und den Autor:innentheatertagen Berlin eingeladen. Zuletzt waren Boys* in Sync mit ZAPFENSTREICH im Ballhaus Ost. www.boysinsync.com

Seedling

Wir ziehen den Kult-Science-Fiction-Roman aus unserer hinteren Hosentasche und beginnen zu lesen. Die Geschichte beginnt – Schlangen und Narben. Briefe einer Ausreißerin. Studiennotizen und Coverversionen. Ein Volkslied in einer neuen Sprache. Ein Happy End, und wir schließen das Buch.Wir versuchen es erneut – ein Tonstudio in Nashville. Ein Antiquariat. Ein Busbahnhof, eine Zwischenstation, eine Samenbank. Die Scala und der Jeong. Ein weiteres Ende.Noch einmal – ein Raumschiff, angetrieben von Sehnsucht. Eine Hülle, die unsere Seelen offenbart. Ein Wald, der zu einem anderen Wald singt. Flut.Noch einmal …?Was tun wir, wenn uns das Happy End nicht glücklich macht? / Was tun wir mit einer Utopie, die von Geistern heimgesucht wird? / Woher wissen wir, wann die Geschichte endet? »Seedling«, ein neues Bühnenwerk von ONCE WE WERE ISLANDS, navigiert durch ein Multiversum auf der Suche nach Schönheit und Sinn in dem endlosen Kreislauf unseres queeren Lebens. Es ist das neunte Kapitel des zweijährigen Kunstprojekts With Forests in Our Mouths und eine Ergänzung zu »Palace of Ash & Rain«, das im Herbst 2024 im Ballhaus Ost gezeigt wurde.. www.withforestsinourmouths.com Das Queer-Performance-Kollektiv ONCE WE WERE ISLANDS macht multidisziplinäre Performance-Arbeiten, bei denen sie oft die Queer-konstruierte Sprache Damiá als künstlerisches Mittel einsetzen. Im Jahr 2023 verließen sie Berlin für ein neues Zuhause am Waldrand in Nordkarelien, Finnland.

Labor Sonor – Celebrating 25 Years

25 Jahre Labor Sonor. Fünf Konzerte. Ein langer Abend. 1) krautfuzz ist geprägt von einer kantig-futuristischen Spannung, die von Neo-Psych-Rock über abstrakten Minimalismus bis hin zu purem Noise reicht: mit Live-Videoimprovisationen von iLan katin. 2) INK ist eine biegsame Blase aus schwebender Erregung, romantischen Verlangsamungen und fröhlichen Refrains. 3) Christian Kesten bewegt Objekte auf einem amplifizierten Tisch und erzählt dazu seltsame Geschichten. 4) Fernanda Farahs neues Stück FEED•IN•ATTENTION ist ein Soundtrack, der aus ihrem Instagram-Feed und seinen algorithmischen Diskrepanzen besteht (Premiere). 5) Contagious ist die zukunftsweisende Mischung aus avantgardistischem Experimentieren und elektronischer Musik. Labor Sonor ist die älteste Konzertreihe für Echtzeitmusik und prägt seit ihren Anfängen eine breite Szene. Sie präsentiert das Spektrum aktueller experimenteller Musikformen jenseits genrespezifischer Bestimmbarkeit.

THE WATS

In der abgelegenen, apokalyptischen Wüstenlandschaft Neuseelands begegnen drei Reisende einer mysteriösen Frau und ihrem Kind. Was als sowohl anstrengende, als auch heitere Reise beginnt, entwickelt sich zu einer absurden, aber humorvollen Nacht, die eine Geschichte von Gewalt, Isolation und Emanzipation erzählt. Die Berliner Komponistin und Musikerin Stepha Schweiger präsentiert mit »THE WATS« ein neues, genreübergreifendes Musiktheater basierend auf der Kurzgeschichte The Woman at the Store von Katherine Mansfield (1888–1923). Sie übersetzt die Motive Mansfields – die Rolle der Frau, zwischen-menschliche Beziehungen und das Verhältnis zur Natur – in einen aktuellen gesellschaftlichen Kontext. Das Musiktheater thematisiert hochaktuelle Fragen wie sexualisierte Gewalt, Klimakatastrophe und die Suche nach Selbstbestimmung mit musikalischen Mitteln der Repetition und subtilen catchy Variationen. Stepha Schweiger ist eine avantgardistische Komponistin, Produzentin, Pianistin/Keyboarderin und Singer/Songwriterin in den Bereichen Neue Musik, Experimentelle Musik, Free Jazz, Song, Indie-Pop, Minimal, Konzeptmusik, Industrial, Natural Tuning und Spectral Music. Im Anschluss an die Vorstellung vom 03.10. findet ein Publikumsgespräch in Kooperation mit Theaterscoutings Berlin statt. Besetzung: Stepha Schweiger (der Wind, Sängerin), Anke Retzlaff (Woman, Sängerin, Schauspielerin, Avatar), Ziv Frenkel (Kind Else, Tänzer:in, Avatar), Deborah Rawlings (Erzählerin, Performerin, Avatar), Raphael Dwinger (Jo, Bariton, Schauspieler) und Adam Goodwin (Hin, Kontrabassist, Avatar), Musikensemble: LUX:NM-Silke Lange (Akkordeon), Ruth Velten (Saxophon), Florian Juncker (Posaune) und Zoé Cartier (Violoncello) Konzept, Komposition, Regie- und Videoinhalte: Stepha Schweiger, Dramaturgie: Dag Lohde, Regieassistenz: Luca Anthony, Sounddesign: Florian Tippe, Bühnenhintergrund / Video:  PFA-STUDIOS, elektronisches Arrangement: Pyrolator, Lichtdesign: Aslı Atasoy Öner. Maske & Kostümberatung: Sofie Röhrig, Drawing / Requisite Unterstützung: Sofia Casas, Produktionsleitung: Johanna Madden 

Dissolving

Dissolving ist ein regelmäßiges Zusammenkommen für einen Austausch mit Crip-bezogenen Themen. Der Fokus liegt dabei auf neurodivergenten, chronisch kranken und nichtsichtbar Be_hinderten Perspektiven. In einem Relaxed Environment laden wir dazu ein, sich über (Access)-Bedürfnisse und crip-spezifische Organisationsweisen und Ästhetiken auszutauschen. Wir suchen lustvoll nach neuen Verbindungen und Handlungsmöglichkeiten.Die Treffen sind eine Mischung aus den akuten Themen der Teilnehmenden und den vorbereiteten Themenschwerpunkten von Juliet und Wanda. Alle Menschen, die Interesse haben, sind eingeladen, in der Form teilzunehmen, wie es ihnen möglich ist. Am 15.9. beschäftigen wir uns mit dem Thema von diversen (crip-) Zeitlichkeiten. 24.9. 17:00 (Uferstudios, Unrenewable Energies Festival Berlin) Thema: cross-community-Räume Am 9.10. wird es um (Körper-) Archive gehen. Die Treffen dauern ca. drei Stunden (mit einer 30-minütigen Pause).Wir bitten um eine Anmeldung unter dissolving.gathering@posteo.de, damit wir besser planen können, ihr könnt aber auch ohne Anmeldung vorbeikommen. Wanda Dubrau und Juliet Meding tauschen sich seit einer Weile zur Auflösung vorstrukturierter Räume und Zeitlichkeiten aus sowie über Inklusion marginalisierter Körper und Seinsweisen.Seit 2024 hosten sie gemeinsam die Reihe DISSOLVING.

Draghaus Ost: König Opera

Buba Sababa und Dick Hunt, zwei der legendärsten Opernsänger, erhalten ein verlockendes Angebot: sie können ein Stück aufführen, das seit über 100 Jahren nicht mehr gesungen wurde. Gerüchten zufolge ist das Stück verflucht und ein schreckliches Schicksal erwartet diejenigen, die wagen es zu interpretieren… Die Live-Drag-King-Theatershow endlich im Ballhaus Ost! Finde heraus, wie das Schicksal von Buba und Dick aussieht! Das Projekt König entstand aus einer langjährigen Community-Arbeit. Ziel ist es, einen starken und wachsenden Raum für Drag Kings, Trans-Personen und nicht-binäre Drag-Performer*innen in Berlin zu schaffen. Sichere und kreative Umgebungen, in der sich Menschen treffen, austauschen und gemeinsam entwickeln können und um Vielfalt auf der Bühne zu feiern. www.konigdragshow.com

Voyage de Genre: Transition in Three Movements

In einem performativen Tryptichon nehmen The Dames und ihre drei Gäste das Publikum mit auf eine musikalische Reise von Weiblichkeit zu Männlichkeit durch Spiritualität. Ein rituelles Zusammenkommen, das Glamour, Mut und Gefühl zu einer unvergesslichen Geschichte verwebt. Die dreistündige Performance ist das große Finale einer Serie von Shows, die Nancy Nutter (Gesang) und Madame Eve (am Klavier) im Roten Salon der Volksbühne entwickelt haben. Im Ballhaus Ost führen sie die Stationen ihrer Reise mit Burlesque-Ikone Chiqui Love, Jade Lees außergewöhnlicher Zirkuskunst und der Drag-King-Legende Bridge Markland zusammen. The Dames (gegründet 2022 in Berlin) ist ein Live-Kabarett-Musik-Duo. Mit einem Klavier und ihren Stimmen nutzen sie Musik für Momente kollektiver Erinnerung und queerer Kraft. Ausgehend von ihren Ursprüngen in Queer- und Burlesque-Bars brechen diese Trans-Schwestern nun ins Theater auf. »Voyage de Genre« ist sowohl eine Zusammenfassung all dessen, was sie bisher erreicht haben, als auch ein Ausblick auf das, was noch kommen wird. Performer*innen Nancy Nutter | Madame Eve | Chiqui Love | Jade Lee | Bridge Markland Am 18.10. findet im Anschluss an die Show eine Party mit DJ BLEACH statt!

Sterben 1, 2, 3: Hopp!

Du kannst mich doch nicht die ganze Zeit so anschreien! – Dann zieh dein Hörgerät an! Eine interaktive Performance über die Liebe zu den eigenen Müttern und der Angst vor Verlust, Verfall und zukünftiger Armut. Ein Abend zwischen Crosstrainer, Albrecht Dürer und Trauer – mit Karaoke, Gymnastik und Popmusik der 80er. Michaela Caspar und Peter Marty kennen sich aus der langjährigen Zusammenarbeit mit dem Theaterkollektiv Possible World. Die Erfahrung die beide bei der Pflege ihrer Mütter machen ist intensiv. Das Umfeld reagiert auf die Pflegesituation mit Unbehagen, Unverständnis und Missbilligung. Ein eigenartiges Verschweigen entsteht. Um die Perspektive auf häusliche Pflege zu öffnen, um sie zu ändern und dafür einen Ort des Austausches zu schaffen, bringen Michaela und Peter »Sterben 1,2,3: Hopp!« auf die Bühne. www.possibleworld.eu

Linke Hände

Die musikalische Lecture Performance »Linke Hände« widmet sich Künstlerinnen der DDR, begibt sich auf ihre Spuren und in ihr Werk hinein, ist Dokumentation, Liebeserklärung, Punkkonzert – mit Rosa Beton – und Essay zugleich.

 

Das Musiktheaterkollektiv Hauen und Stechen entwickelte seine Arbeiten in Kellern und auf Opernbühnen. Es steht für eine poetische, vielgestaltige und wilde Theatersprache, die im Musiktheater eine politische und eigenwillige Position markiert.

H I N W E I S :
Die Aufführung beinhaltet die Darstellung von Nacktheit sowie laute Popmusik.

KÖNIGIN IM DRECK – eine musikalische Lesung

«schreiben schwulsein kommunistsein, glaube liebe hoffnung, kindlich tuntig selbstbewußt.» Ronald M. Schernikau ist schwul und Kommunist. Er lebt in der BRD und will unbedingt in die DDR. Sein Ziel: Ein Studium am Literaturinstitut «Johannes R. Becher» und die DDR-Staatsbürgerschaft. Pointiert, kämpferisch, albern, erhaben. Schwule Fantasien mischen sich mit politischer Analyse. Klassik begegnet Camp. Glamour trifft auf Trauer. 1991 bereits stirbt Schernikau an AIDS. Die musikalische Lesung möchte euch einen queeren Autor nahe zu bringen, der bedauerlicherweise 1991 seiner AIDS-Erkrankung erlag. Noch kurz vor seinem Tod stellte Schernikau das Buch „Legende“ fertig. Das Manuskript blieb lange Zeit unveröffentlicht. Schernikaus Opus Magnum ist Bibel und Travestie, Epos und Musical, ist als dokumentarische Bestandsaufnahme beider Deutschlands in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts von nachgerade bestürzender Aktualität – und immer heiter vertieftes Spiel mit der Änderbarkeit der Welt. Tucké Royale und Jens Friebe haben sowohl getrennt als auch gemeinsam bereits zu Schernikau gearbeitet. Kristin Bönicke ist Nachlassverwalterin Schernikaus und arbeitet an einer Edition seiner Briefe für den Verbrecher Verlag. Elmira Bahrami wirkte bereits bei der ersten Aufführung des Programms am Theater Basel mit.

Der Ozean

»Der Ozean« ist eine multisensorische Tanz- und Musikperformance für Taube und hörende Erwachsene, mit und ohne Baby. Die Performance taucht ein in die vielschichtigen und ambivalenten Erfahrungen des Eltern- und Kindseins – ein Geflecht aus Widersprüchen von Fürsorge, Erschöpfung und Zärtlichkeit. Inspiriert vom Bild des Ozeans – Sinnbild für Weite, Wandel und Geborgenheit, für eine imaginierte, unerschöpfliche mütterliche Quelle, aber auch als offenes, verbindendes Gewässer – nähert sich das Stück den Themen Elternrolle, Fürsorge und Abhängigkeit aus unterschiedlichen Blickwinkeln. In enger Verbindung von Stimme, Choreografie, Vibrationen, Geschmack und Gebärdensprache entsteht eine vielschichtige, kollektiv erfahrbare Komposition von Genoël von Lilienstern und La Cage. La Cage wurde 2015 in Berlin und Paris gegründet. Die Compagnie verbindet musikalische mit bildhauerischen Formen in performativen Formaten. Am Freitag, 31.10.2025 findet im Anschluss an die Performance ein Publikumsgespräch mit DGS-Übersetzung zu »Der Ozean« in Kooperation mit Theaterscoutings Berlin Die Vorstellung am 2.11. ist Teil der Reihe SCHRUMPF! und ist eine Adaption des Stücks für ältere Kinder und Familien

SCHRUMPF! Der Ozean

Wer kann sich an das Babyalter erinnern, wer ist noch nah dran? Und wer hat schon mal sein Leben mit einem neugeborenen Baby geteilt? Aus diesen unterschiedlichen Perspektiven nähern wir uns der Performance-Installation »Der Ozean« von La Cage. Das Stück richtet sich sowohl an Taubes als auch hörendes Publikum und lädt die Besucherinnen direkt auf die Bühne ein, um eine Gesamtkomposition von Klang, Licht, Tanz und Vibration zu erleben. Anhand von haptischen Elementen dürfen wir diese Welt tastend erfühlen, hören, sogar schmecken. In Interaktion mit den Performerinnen tauchen wir tief in die Erfahrungsräume der Neugeborenen ein – sowohl aus Baby- als auch aus Elternperspektive. Nach der Vorstellung gibt es Raum für Fragen und Antworten an das künstlerische Team. Bei Schrumpf! präsentieren Berliner Ensembles ihre aktuellen Produktionen – in Familienformat. Neue Kunstformen werden entdeckt, Orte erkundet, Bewegungen ausprobiert, Klängen wird gelauscht – und alle können mitmachen! Künstlerische Leitung und Moderation der Reihe Schrumpf!: Daniella Strasfogel, Produktionsleitung Schrumpf!: Natascha Tertre, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Nora Gores, Grafikdesign: Suse Sebald, Social Media Schrumpf!: Richard Mattmüller, Dokumentation: Christina Voigt

ALLE UNSERE GESTERN  | Natalia Ginzburg

Die Uraufführung des Romans erzählt die Geschichte einer Familie im Norditalien der 1930er–40er Jahre, deren Halt gebende Gemeinschaft unter Faschismus und Krieg zerbricht. Während Flugblätter heimlich im Ofen verbrannt werden und die Männer an die Front müssen, werden Hunger, Verlust und Angst zum Alltag. Im Zentrum steht Anna, die Jüngste: Sie verliert geliebte Menschen, wird ungewollt schwanger, heiratet überstürzt und verlässt ihre Heimat. In der süditalienischen Provinz sucht sie einen neuen Platz im Leben – zwischen Selbstbestimmung, Widerstand und der Frage, was Freiheit bedeutet.Natalia Ginzburgs Sprache ist schlicht und präzise, voller Zärtlichkeit und Humor, und gerade darin liegt ihre Kraft: Sie lässt uns die Wucht des Politischen im Privaten spüren. Die Autorin kennt die Zeit und die Orte, von denen sie schreibt, aus persönlichen, zum Teil verlustreichen Erfahrungen. In unserer Zeit, in der rechte Ideologien wieder erstarken, Demokratien unter Druck geraten und feministische Errungenschaften infrage gestellt werden, öffnet die Inszenierung im Ballhaus Ost einen sinnlichen wie politischen Raum, in dem Vergangenheit und Gegenwart aufeinandertreffen. Holle Münster inszeniert Stoffe zeitgenössischer sowie klassischer Autor*innen und entwickelt mit dem Theater-Kollektiv Prinzip Gonzo genreprägende, partizipative Game-Theater-Formate, bei denen die langjährige Zusammenarbeit mit Film- und Theaterschauspielerin Anna von Haebler begann. Natalia Ginzburg (1916-1991) schrieb Romane, Erzählungen, Theaterstücke und Essays. »Alle unsere Gestern« (1952) wurde in Deutschland 2009 erstmalig veröffentlicht und kommt im Ballhaus Ost zur Uraufführung.

Talkhaus Ost: In the Vault

»In the Vault«, kuratiert vom Presentation Club, eröffnet einen Abend voller experimenteller Literatur und Präsentationen. Schriftsteller*innen und Künstler*innen sind eingeladen, intime, alberne und frühe Werke zu teilen – »Texte, die man normalerweise nicht veröffentlichen würde« – zum Beispiel: eine Live-Lesung aus einer Notizen-App, eine Kurzgeschichte aus der Grundschule, ein Rundgang durch ein altes MySpace-Profil, ein Liebesbrief, ein Tagebucheintrag aus Teenagerzeiten, Google Maps-Bewertungen … oder wohin auch immer uns unsere Erinnerungen, Träume und Wünsche führen mögen.Mit Beiträgen von: Erin Honeycutt, Monilola Olayemi Ilupeju, Mina Amiri Kalovøy, Soroa Lear, Nadia Marcus, Randon Rosenbohm Talkhaus Ost ist Teil der Late Night Shows: Auf der Side-Quest-Bühne laden fünf kurze, performative, musikalische und humorvolle Formate das Publikum dazu ein, im Anschluss an die Vorstellungen im Saal noch ein wenig zu bleiben. Um Künstler*innen zu sehen, die sonst in allen möglichen Settings auftreten – vom Keller deiner Ex bis zu den High Swings am Alexanderplatz.Als Nächstes: »Mockhaus Ost: Yael Mor & Jason Harvey« am 15.11.

Stadt der Lebewesen

Die Geschichte Berlins erzählt von Pflanzen, Tieren, Pilzen und Mikroorganismen.Berlin gilt als grüne Metropole voller Biodiversität. Doch die Stadtgeschichte bleibt unvollständig, wenn sie ausschließlich aus menschlicher Perspektive erzählt wird. »Stadt der Lebewesen« schreibt die Geschichte Berlins neu. Von der wasserstoffessenden Aromatenverschlingerin im verseuchten Grundwasser bis hin zur Sumpfbrennessel aus dem Urstromtal entsteht eine vielstimmige Audioerzählung mit den Stimmen von Pflanzen, Tieren, Pilzen und Mikroorganismen, die die Stadt geprägt haben und weiterhin prägen. Organismendemokratie e.V. und die Künstlerinnengruppe Club Real laden zu zwei unterschiedlichen Fahrradtouren und einer Bustour durch Berlin. Treffpunkt ist der Hof des Ballhaus Ost. Die Künstler*innengruppe Club Real entwickelt seit 2000 ortsspezifische Projekte. Installationen, politische Multispezies Formate und partizipative Stadtentwicklungsprojekte laden Besucher*innen dazu ein, alternative Realitätsentwürfe mitzugestalten.

Stimpathy. To Be Free(k) in Connection

»Stimpathy. To Be Free(k) in Connection« ist eine Post-Workshop-Performance, die Stimming als kollektive und relationale Praxis untersucht. In einer entspannten Atmosphäre wird das Publikum eingeladen, eine Choreografie zu erleben und daran teilzunehmen, die in den letzten sieben Monaten gemeinsam mit einer Gruppe neurodivergenter Menschen aus Berlin entwickelt wurde.Stimming (selbststimulierendes Verhalten) sind repetitive Bewegungen und Geräusche, die neurodivergente Menschen erzeugen, um Emotionen und sensorische Prozesse zu regulieren. Trotz der zunehmenden Diskussion über Neurodiversität wird Stimming immer noch selten als bedeutungsvolle somatische, kulturelle oder relationale Praxis angesehen. Oft wird es abgelehnt, korrigiert oder pathologisiert. Wir wollen diese Sichtweise ändern, indem wir uns mit Neuroqueering beschäftigen – einer Praxis, die von Dr. Nick Walker als gleichzeitige Ablehnung und Unterwanderung neurokognitiver Normen und Geschlechtsnormen definiert wird. Die Praxis des Stimmings hinterfragt sowohl neurokognitive als auch Geschlechtsnormen und macht deren Künstlichkeit sehr deutlich. Die Überschneidung von Geschlecht und Neurodiversität beeinflusst die Art und Weise, wie wir uns in der Stadt bewegen und ihre Einrichtungen für Arbeit, Freizeit, Geselligkeit, Einkaufen, Lernen, Pendeln usw. nutzen. Mit unserem Projekt wollen wir das, was normalerweise verborgen bleibt, sichtbar machen, um neurodivergente Menschen zu stärken und Stimming-Verhalten im öffentlichen Raum zu normalisieren. Monika Popiel & Paweł Świerczek sind ein Duo, das gemeinsam und getrennt im Bereich der darstellenden Künste und verwandten Bereichen tätig ist. Seit Januar dieses Jahres entwickeln sie im Rahmen der Fresh A.I.R.-Residenz der Stiftung Berliner Leben das Projekt STIMPATHY, das sich mit neurodivergenter Verkörperung und Stimming befasst.

NO SCRIBES

Drei Autorinnen gründen eine Band: NO SCRIBES. In einer literarischen Show thematisieren sie dabei Identität und Klassenzugehörigkeit, Girlhood und Popfeminismus.Kaum ein kulturelles Phänomen hat die 90er- und 00er-Jahre so geprägt wie Girlbands: junge Frauen, sorgfältig nach verschiedenen Typen zusammengestellt, vermarktet als Projektionsfläche für Begehren, Identifikation und Empowerment. Ausgehend von Destiny’s Child, Tic Tac Toe und den Spice Girls bringen NO SCRIBES kollektives Schreiben, popkulturelle Referenzen und persönliche Erfahrungen zusammen. Und stellen die Frage: Wie kann eine Kulturpraxis aussehen, die Mehrstimmigkeit, Reibung und solidarische Perspektiven als ästhetisches und politisches Prinzip feiert? Ein Abend, der Hommage und Kritik, Theorie und Tanzfläche, Lesung und Show vereint. Für alle, die sich damals vor MTV und Viva die ersten Choreos im Kinderzimmer ausgedacht haben und jetzt neue Formen des kollektiven Erzählens suchen. NO SCRIBES feiert am 7.+8.11.2025 Premiere in der Vagantenbühne und erscheint gleichzeitig als Printpublikation im SUKULTUR Verlag.

Mockhaus Ost: Yael Mor & Jason Harvey

Zwei pseudo-dokumentarische Lecture Performances, die die Formate Lecture und Performance mit vielen Jokes sprengen: Yael Mor nimmt das Publikum mit auf ihre lang ersehnte Chance, eine Show in Berlin aufzuführen – ein Traum, der sich in einen Albtraum verwandelt, als ihre Realität beginnt zu zerbrechen. Jason Harvey lädt das Publikum in sein Leben als Mikro-Influencer und wird mit neuen provokative Bildern zum lachen und nachdenken anregen. Mockhaus Ost ist Teil der Late Night Shows: Auf der Side-Quest-Bühne laden fünf kurze, performative, musikalische und humorvolle Formate das Publikum dazu ein, im Anschluss an die Vorstellungen im Saal noch ein wenig zu bleiben. Um Künstler*innen zu sehen, die sonst in allen möglichen Settings auftreten – vom Keller deiner Ex bis zu den High Swings am Alexanderplatz.Als Nächstes: »Pophaus Ost: Jon Darc« am 29.11.

None of my Business

In »None of my Business« untersucht das Kollektiv Filet + Friends in Zusammenarbeit mit Aktivist*innen Klima(un)gerechtigkeit: die Diskrepanz zwischen der Verantwortung für den Klimawandel und den Auswirkungen auf jene, die am wenigsten dazu beigetragen haben. Ausgangspunkt ist der Aufstand von 600 Frauen im Niger Delta: eine der erdölreichsten, aber zugleich am stärksten ausgebeuteten Regionen Afrikas. Zehn Tage lang besetzten sie die Büros von Shell und Chevron, unbewaffnet, aber mit einer mächtigen Drohung: den Machträgern ihre nackten Ärsche zu zeigen. Ein in Nigeria tief verankerter Akt spiritueller Verfluchung und Beschämung. In einer kapitalistischen Welt, in der fossile Energien, profitgieriges Business dominieren und koloniale Ungleichheiten bestehen, ist Klimagerechtigkeit nicht nur ökologisch, sondern vor allem eine politische und gesellschaftliche Angelegenheit. Acht Performer*innen erforschen, wie sich Widerstand in diesem Weltsystem anfühlen kann: persönlich, politisch, körperlich. Mit autobiografischen Texten, choreografischen Elementen und Live-Musik auf der Cajón bewegen sich die Performer in einem gemeinsamen Spannungsfeld auf der Bühne. Filet wurde 2024 von Flora Udochi Egbonu, Lena Kolle und Johanna Schwaiger gegründet. In ihren Stückentwicklungen beschäftigen sie sich mit Themen, die zugleich persönlich, politisch und universell sind. Für eine intersektionale Perspektive kooperieren sie für »None of my Business« mit Künstler*innen, die sie aus früheren Projekten kennen.

Richard Wagner – The Drag Queen!

Richard Wagner ist eine Drag Queen, und Shlomi Moto Wagner’s Urgroßvater war ihre Drag-Mutter. Gemeinsam teilen sie nicht nur familiäre Wurzeln, sondern auch ein Drag-Erbe im jüdischen House of Mazeltov. Diese pseudo-dokumentarische Musiktheater-Performance gräbt nach vergessenen Gerüchten und verdrängten Fakten über Wagners Persönlichkeit: seine Obsession mit Rosa, die skandalösen Satin-Bestellungen, und die Frage, ob das Verstecken seiner Wünsche mit dem Hass zusammenhängt, den er zugleich in die Welt projizierte. Könnte dieses Projekt seine verspätete Coming-Out-Erklärung sein? Zwischen klassischen Wagnermotiven, elektronischen Beats, Lip-Sync, Videoprojektionen und viel rosa Satin entsteht ein queeres Musiktheater-Spektakel für das 21. Jahrhundert. Also, Mazeltov Queen Richard Wagner – let’s go! Inszeniert, performt und komponiert von Shlomi Moto Wagner – interdisziplinärer Performer*, ausgebildeter Opernsänger*, Komponist*, Author* und Dragqueen a.k.a. Mazy Mazeltov, der*die klassische Musik und Formen mit Popkultur und queerer Mythologie auflädt und neu zusammensetzt. Gemeinsam mit Dramaturgin und Co-Regisseurin Anne Welenc entsteht eine glitzernde und schonungslose Auseinandersetzung mit der wohl polarisierendsten Figur der Operngeschichte. Für die technische Magie sorgt Jones Seitz, während die 3D-Bildwelten in einer aufregenden neuen Zusammenarbeit mit dem digitalen Künstler Alejandro Spano entstehen. Die Kostüme entwirft Michel Wagenschütz – und verbindet darin historische Fantasie mit der Sinnlichkeit von Drag. Gemeinsam erschafft das Team eine immersive Performance über Geschlecht, Erbe und Erlösung – auf der Bühne und im Jetzt der Geschichte. Mit ganz besonderem Dank anMima Milo – die einzig wahre Yiddish IsoldeMendi Cahan – Jiddisch Übersetzung von Mild und LeiseMila Wagner Vishnavskaya – Shlomi’s Mutter, für die telefonischen BeiträgeDr. Reinhold Brunner und das Reuter-Wagner-Museum in Eisenach –für ihre Hilfe mit ArchivmaterialAnne Welenc – Die Stimme von Katherina WagnerStefanie Altenhofer – Die Stimme von Fräulein Bertha GoldwagAntina Christ – Fabelhafte Cosima-Hochsteckfrisur-PerückePhillip Lawton – Deutsche Oper Bibliothek, die die jiddische Partitur von Tristan und Isolde zur Verfügung stellt

Pophaus Ost: Jon Darc

»Morast« ist ein sumpfiges Ritual über Begierde, Gewalt, Aufmerksamkeit und all das klebrige Chaos, das wir Liebe nennen. Poetisch, queer, nackt, kathartisch und wunderschön. Jon Darc und Band laden zu einem Konzert ein, das irgendwo zwischen Darkroom und Klavierballade angesiedelt ist – ein Abend, an dem wir mit ihnen geboren werden, auseinanderfallen und neu wachsen. Also: Zieht euch schick an, zieht euch aus – es ist egal. Komm so schön, wie du bist – und lass dich in den Morast fallen. Pophaus Ost ist Teil der Late Night Shows: Auf der Side-Quest-Bühne laden fünf kurze, performative, musikalische und humorvolle Formate das Publikum dazu ein, im Anschluss an die Vorstellungen im Saal noch ein wenig zu bleiben. Um Künstler*innen zu sehen, die sonst in allen möglichen Settings auftreten – vom Keller deiner Ex bis zu den High Swings am Alexanderplatz.Als Nächstes: »Jokehaus Ost: Dinara Kerey, Abi Mohanty, Sofia May & EXPERT BY IDENTITY« am 6.12

Twaliwo

Twaliwo ist eine Redewendung in Luganda, der Sprache des Buganda-Stammes – eine der größten Volksgruppen des heutigen Ugandas – und bedeutet sinngemäß: „Wir waren einmal.“ Dahinter verbirgt sich die Vorstellung, dass es einmal eine Zeit gab, in welcher die Menschen in Harmonie miteinander lebten. Diese Zeit wird als ökonomisch und spirituell ausgewogen erinnert. Mittlerweile gilt sie als verloren, und Twaliwo ist zu einem Ausdruck für etwas Vergangenes geworden. Ein Material und eine Handwerkspraxis aus einer Zeit, die man mit „Twaliwo“ bezeichnen würde, ist die Herstellung von Lubugo: das Rindentuch aus Uganda. Die Praxis gehört zu den ältesten textilen Produktionsmethoden in der Menschheitsgeschichte und nutzt die Rinde des Feigenbaums Mutuba. Sie datiert 12.000 Jahre zurück, gehört mittlerweile zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit und wird durch die UNESCO geschützt. »Twaliwo« erzählt mit Mitteln des dokumentarischen Tanztheaters die Geschichte des Rindentuchs – und von der Vielzahl traditioneller Tänze und Lieder, die mit diesem Stoff verbunden sind. Christoph Winkler und Robert Ssempijja haben in den vergangenen Jahren mehrfach zusammengearbeitet und dabei einen künstlerischen Dialog zwischen Deutschland und Uganda vertieft. In »Twaliwo« findet diese Zusammenarbeit ihren vollen Ausdruck, mit Ssempijja als Co-Choreograf an Winklers Seite.

Jokehaus Ost: Dinara Kerey, Abi Mohanty, Tera Kilbride & EXPERT BY IDENTITY

Drei Comedians zeigen ihre Version der gemeinsamen Prämisse: Tragödie + Zeit = Komödie! Inspiriert von der 2025 Staffel der Reality-Show WELT, die wir derzeit durchleiden, werden ihre Witze persönlich und politisch! Gleiche Prämisse – anderes Ergebnis! ! Jokehaus Ost ist Teil der Late Night Shows: Auf der Side-Quest-Bühne laden fünf kurze, performative, musikalische und humorvolle Formate das Publikum dazu ein, im Anschluss an die Vorstellungen im Saal noch ein wenig zu bleiben. Um Künstler*innen zu sehen, die sonst in allen möglichen Settings auftreten – vom Keller deiner Ex bis zu den High Swings am Alexanderplatz.Als Nächstes: »Questhaus Ost: BroKolya und guests« am 20.12.

Archivierung als Widerständige Praxis – Eine Wissensressource der praktizierten Solidarität

Die Initiative Solidarität am Theater e.V. (ISaT) lädt ein zu einer zweitägigen Zusammenkunft gelebter intersektional-queerfeministischer Archivpraktiken. Ausgehend von der Bewegungsgeschichte marginalisierter Gruppen möchten wir dominante Erzählungen im Kulturbetrieb dezentrieren und gemeinsam »Archive des Widerstands« erarbeiten und fortführen, die marginalisiertes Wissen priorisieren. Wir fragen uns, wie ein Archiv zugänglich(er) werden kann und welche Lücken und Konflikte dazu geführt haben, dass manche Kämpfe kaum erinnert werden.  Am 12. und 13. Dezember bringen wir das Archiv in den Theaterraum des Ballhaus Ost und laden Kolleg*innen und Publikum zur künstlerischen Interaktion und Begegnung mit dem unabgeschlossenen Archiv ein.  Die Initiative für Solidarität am Theater (ISaT) gründete sich 2017 aus der Notwendigkeit heraus, fortwährenden Ungleichbehandlungen und Diskriminierungen im Kulturbereich entgegenzutreten. Es ist ein dezentral organisiertes Netzwerk, das aus einer machtkritischen Perspektive handeln will. PROGRAMMFREITAG 12.12.17:00: Begrüßung18:30-19:15: »BIOFUCK«, Performance, LIFT- Performance Kollektiv20:00-20:30: »Hungerstein«, Lecture Performance, Aidan Riebensahm & Lea Steinhilber21:30-22:30: Agnieszka Habraschka/Eszka, Konzert22:30-23:00: Soft Ending SAMSTAG 13.12.14:00: Begrüßung13:15-16:00: »Die Möllner Briefe« (96′), Filmscreening16:00-17:00: »FemmeFitness«, Lecture Performance & feministische Fitness Session19:00-20:00: »böse blicke_n«, Lecture Performance, Nuray Demir20:30-21:30: »Darf man etwa nicht so egozentrisch sein und seine Erfahrungen für sich behalten? Diasporisches Erinnern an Fasia Jansen«, performative Lesung »Brief an Fasia« mit anschließenden Filmcreening, Ali*ne B*enecke21:30-22:30: Austausch und gemeinsamer Ausklang22:30-23:00: Soft Ending Hier geht’s zur Webseite und zum Audioflyer für Archive des Widerstands

GOOD BYE

Die Sober Partyreihe Lemonade Queers geht (vorerst) zu Ende – leider hat die Reihe keine Finanzierung für das nächste Jahr. Aber wir sind nicht traurig. Stattdessen veranstalten wir eine große (vorerst) GOOD BYE Party. Wir möchten uns bei allen bedanken, die gekommen sind und uns unterstützt haben: allen unseren Gästen, allen Künstler*innen, allen Medien, CSD Berlin, SchwuZ und Ballhaus Ost. Wir sind wirklich dankbar und begeistert von dem, was wir in den letzten zweieinhalb Jahren auf die Beine gestellt haben. Lemonade Queers ist die einzige regelmäßige sober Party für Queers in Berlin. Nüchtern zu leben ist nicht einfach, besonders in einer Stadt wie Berlin. Deshalb haben die Gründer*innen Vlady und Momo beschlossen, die Nüchternheit zu feiern und alle nüchternen Queers, nüchtern interessierten Menschen und Verbündete zu einem fantastischen Abend einzuladen. Sie bieten einen Connection Space mit lustigen und spannenden Verbindungsspielen und Fragen. Für Menschen, denen das Sitzen auf Stühlen oder Bänken schwerfällt, stehen Sitzsäcke zur Verfügung. Ein besonderer Party-Host. Ein besonderes Warm-up. Und eine große Party. Mit großartigen DJs und fantastischen alkoholfreien Getränken. Es wird kein Alkohol ausgeschenkt oder sichtbar sein. Also schnappt euch all eure Freund*innen und stoßt mit Limonade an. 18:00 Doors18:30–19:30 Connections19:30–20:00 Warm Up20:00–00:00 Party

Play Pen&Paper

Bevor im Questhaus Ost vier Drag Royals den Klassiker der Pen&Paper Rollenspiele Dungeons&Dragons spielen, gibt es beim offenen Spieleabend die Möglichkeit, selbst in Abenteuer einzusteigen: Ob neugierige Einsteiger*innen oder Rollenspiel erfahren, ob allein oder in Gruppen – alle sind willkommen. Es wird zu Beginn eine kurze Einführung in den Ablauf von Pen&Paper Spielen geben, dann werden die mitgebrachten Spiele vorgestellt und zu jedem Spiel findet sich eine Gruppe zusammen. Kommt spontan vorbei oder meldet euch an (info@ballhausost.de), besonders wenn ihr ein Spiel mitbringen und leiten wollt. Es kann auf deutsch und englisch gespielt werden. Vor Ort gibt es Getränke und kleine Snacks. Der Eintritt ist frei. 16:30 Einführung17:00 Spielvorstellungen und Gruppenfindungbis 21:00 kann gespielt werden, im Anschluss ist die Bar geöffnet für Questhaus Ost Was ist Pen&Paper?In den meisten Rollenspielen führt eine Spielleitung durch das Spiel: schildert Szenen, beschreibt Orte, spielt alle Nicht-Spieler*innen Figuren und entscheidet über den Verlauf der Geschichte. Orientierung liefert dafür das Regelwerk des Spiels. Die Spieler*innen übernehmen die Rolle fiktiver Figuren und entwickeln die Handlung. Es gibt auch Rollenspiele mit einem Figurenbogen, der Hinweise zu Fertigkeiten und Fähigkeiten oder Fun Facts liefert.Viele Entscheidungen und Spielmomente, deren Ausgang ungewiss ist, werden über Würfel ermittelt. Auch das steht im jeweiligen Regelwerk. Es gibt unzählige Szenarien beim Pen & Paper. Ob als Vampir durch das London der 20er Jahre, als Dieb in der Zukunft, mit Magie, ohne Magie. Es ist alles möglich.In den sogenannten Regelwerken werden die Grundregeln und Spielsettings festgehalten. Wie sehr man sich selbst an diese Grundregeln hält ist eine Gruppenentscheidung. Hier gilt: Solange alle Spaß haben ist alles erlaubt.

Questhaus Ost: BroKolya und guests

Die Nacht bricht über Berlin herein. Drag-Kreaturen versammeln sich im Ballhaus Ost, um mit Improvisation, Queerness und Liebe gegen die Monster der modernen Geschichte zu kämpfen. Unter der Leitung des Drag-King-Master BroKolya begeben sich die Drag-Heroinen* Gonk the Griller und Raki Solale auf eine wilde Drags & Dragons-Quest, um die Welt zu retten. Questhaus Ost ist Teil der Late Night Shows: Auf der Side-Quest-Bühne laden fünf kurze, performative, musikalische und humorvolle Formate das Publikum dazu ein, im Anschluss an die Vorstellungen im Saal noch ein wenig zu bleiben. Um Künstler*innen zu sehen, die sonst in allen möglichen Settings auftreten – vom Keller deiner Ex bis zu den High Swings am Alexanderplatz.

BIOFUCK

Audioflyer Eine Linie. 5 Körper. 4 Räder. 3 mal 3 Beine. 2 Ohren pro Kopf. 1 aus Glas gemacht, 1 Zunge in jedem Mund. Arm an Arm, Schulter an Handgelenk, verschränkte Finger. Die fünf weißen Körper werden von etwas bewegt, das ich nicht greifen kann. Sie verlagern Gewicht, nutzen Momentum, fließen als Linie durch den Raum. Eine dreht sich um sich selbst. Die äußeren Ränder beschleunigen. Schnell, hektisch, mit Genuss und Frust, hacken sie die Struktur des Raumes. Sie schieben weiße Leinwände über den Boden – bereit für Projektionen. Sehnsüchte tauchen auf. Nach Lücken und der Bewegung zwischen alten Weisheiten und zeitgenössischen Begierden. Es wirkt unabdingbar, an dem Netz aus migrierten, queeren, Crip Körpern festzuhalten. Zeitweise scheinen sie verloren, auf der Suche nach Linearität. Sie spüren, dass es hier mehr gibt. Ich höre sie auseinanderfallen, trauernd-schluchzend, wütend-lachend, Unbekanntes verschluckend. Genährt, um das neue Hier zu enthüllen, wird es zu Ihrem, zu Unserem. Kitzelnd rührt sich Neugier in mir. In dir auch? Willkommen zu BIOFUCK! Eine Show über nicht-lineare Biografien. LIFT Tanzkollektiv (Liv Schellander, Irene Giró, Fia/Sophia Neises, Tanja Erhart) ist eine Konstellation von crip, queeren und migrantischen Körpern, die neue Begegnungs- und Erfahrungsräume schaffen und ästhetische Barrierefreiheit in den Mittelpunkt stellen.

we prepared ourselves not to be found

Eine Vorhersage, die sich bereits gestern erfüllt hat, wiederholt sich zwischen den Laken: Vor uns breiten sich die Bettfalten aus, tragen Sounds und Geschichten in sich und berichten von so nie gekannten Bedürfnissen. Bettfalten sind keine einsamen Rückzugsräume, sondern Orte des Verbergens, die bettlägerige Personen auf besondere Weise miteinander verbinden – ohne gehen, laufen oder aufstehen zu müssen. Nicht verfolgt zu werden, sondern geschützt zu sein, ohne die Muskeln anspannen zu müssen. Im Rahmen von persönlichen Bettfaltenlesungen, die Jeanne seit circa einem Jahr für Personen, die aufgrund von chronischen Krankheiten und Behinderungen im Bett verbringen, anbietet, haben sich Materialien und Geschichten angesammelt, die in der Performance bearbeitet werden. Die Lesungen finden in der Regel eins zu eins statt und widmen sich anhand der jeweiligen Bettfalten der Körperlichkeit und Zeitlichkeit im Bett. Zurück auf der Bühne im Ballhaus Ost, werden die Falten versammelt, belauscht, archiviert. Wir laden euch ein, gemeinsam mit uns entlang der Falten zu denken – als Wunschlinien, die vermeintlich unsichtbare Verbindungen nachvollziehbar machen und dabei zu einer Infrastruktur erwachsen sind, in der Rückzug nicht Abwesenheit bedeutet. Etwas, das wir vorbereitet haben, um nicht gefunden zu werden. Jeanne bietet nach wie vor Bettfaltenlesungen an – per Hausbesuch, Videoanruf oder Chat. Bei Interesse meldet euch unter bedfoldreadings@gmail.com. Das Angebot richtet sich an Menschen, die viel Zeit im Bett verbringen und eine besondere Beziehung dazu aufgebaut haben – Menschen mit chronischen oder psychischen Erkrankungen, Behinderungen oder deren Umfeld. Jeanne Eschert kreiert Texte, Performances, Zauberei, Choreografien, bildende Kunst und fortlaufende Zusammenkünfte in verschiedenen Theatern und Veranstaltungsorten. Sie arbeitet in einem Zauberladen, wuchs mit dem Zirkus in Köln auf und studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Ihre künstlerische Arbeit befasst sich mit Zaubertricks, chronischer Krankheit, Bettlägerigkeit und transness.

MATERIALIZE ME!

Die Semesterabschlussarbeiten setzen sich mit gesellschaftspolitischen und ästhetischen Dringlichkeiten unserer Gegenwart auseinander. In multimedial geprägten Rauminszenierungen eröffnen sie Möglichkeiten, zeitgenössische Fragestellungen mit künstlerischen Mitteln zu erproben. Der Studiengang verfolgt ein erweitertes Bühnenbildverständnis, das künstlerische Praxis, theoretische Reflexion und transdisziplinäre Raumkonzepte verbindet. Die Präsentationen sind am 13. und 14. Februar 2026, jeweils zwischen 15 und 22 Uhr, zu sehen. Performances–Programm (Saal) Freitag 13.02. Eröffnung um 17:00 Die Schwere Beginn: 17:30 Uhr Dauer: ~30 Minuten Details: Performance Künstler*in: Martin Gonschorek Frustschein Beginn: 17:00 Uhr Dauer: durational Details: Performance Künstler*innen: Ding Dong Il primo dolore della Madonna Beginn: 18:00 Uhr Dauer: durational Details: Performance Künstler*innen: Madriana Dolorosa & Mariano Sukopp EIOLON Beginn: 19:00 Uhr Dauer: ~15 Minuten Details: Videoinstallation und Performance Künstler*innen: Eduardo Soto & Corazón Nearly visible, Rarely touchable Beginn: 20:00 Uhr Dauer: ~40 Minuten Details: Performance Künstler*innen: Konzept, Regie, Bühne/Yaoer Zeng, Performance/ Yumo Cheng, Kkotshin Im, Sounds/Cavid Dhen,Stylist/Nancy Li,Live Visuals/Yiyao Wei Il primo dolore della Madonna Beginn: 21:00 Uhr Dauer: durational Details: Performance Künstler*innen: Madriana Dolorosa & Mariano Sukopp EIOLON Beginn: 21:30 Uhr Dauer: ~15 Minuten Details: Videoinstallation und Performance Künstler*innen: Eduardo Soto & Corazón Samstag 14.02. Frustschein Beginn: 16:00 Uhr Dauer: durational Details: Performance Künstler*innen: Ding Dong Il primo dolore della Madonna Beginn: 16:00 Uhr Dauer: durational Details: Performance Künstler*innen: Madriana Dolorosa & Mariano Sukopp Die Schwere Beginn: 17:00 Uhr Dauer: ~30 Minuten Details: Performance Künstler*in: Martin Gonschorek EIOLON Beginn: 17:30 Uhr Dauer: ~15 Minuten Details: Videoinstallation und Performance Künstler*innen: Eduardo Soto & Corazón CHROTOPTERUS Beginn: 18:00 Uhr Dauer: ~70 Minuten Details: Performance Künstler*innen: Text/Diablo con Vestido, Regie/Diablo con Vestido, Dramaturgie/Jeannot Kampf, Bühne-Kostüm/Diablo con Vestido, Performance: Constanza Pérez de Lara Bonatti, Carlo Felice Audrines, Diablo con Vestido, Francho Zafarrancho, Musiker*innen/Patricio Tamés Alanís, Leonardo Ochoa Dicaprio, Visuals/Denzel Arthur No Other Beginn: 19:15 Uhr Dauer: ~4 Minuten in loop Details: Musikvideo Künstler*innen: Song/Seele, Helpers/Cal Ola, Mauricio Palomino Baez d’Oliveira Soares, Aybüke Kara, Timo Marpert, Rebecca Bekowies, Debora Meyer +19:15-20:00 Uhr: Konzert Performers/ Seele, Mauricio Palomino Baez d’Oliveira Soares Nearly visible, Rarely touchable Beginn: 20:15 Uhr Dauer: ~40 Minuten Details: Performance Künstler*innen: Concept, Direction, Stage/Yaoer Zeng, Performance/ Yumo Cheng, Kkotshin Im, Sounds/Cavid Dhen,Stylist/Nancy Li,Live Visuals/Yiyao Wei Erinnerst du dich? Beginn: 21:00 Uhr Dauer: ~30 Minuten Details: Installation und live Konzert Künstler*innen: Installation/Joe Landt, Zeichnungen: Jelle Landt, Live Konzert: Lila-Zoé Krauß Party 22:00-01:00 Uhr

Mummy, Daddy & Other Issues

New Year, New Breakdown Die Suche nach der eigenen Identität und Zugehörigkeit ist viel komplexer als dieses eineinhalbstündige Stück über eine katalanische Schauspielerin, die ihren Traum in Berlin verfolgt (eine einzigartige Geschichte, we know). In »Mummy, Daddy & Other Issues« wird dieser Versuch in nur 80 Minuten unternommen – zugegeben: mit ungewissem Erfolg, aber immerhin mit viel Humor. Wir begegnen @thereal_nuriafrias, schwankend zwischen Selbstironie und dem Wunsch, endlich anzukommen, in diesem autofiktionalen Theaterstück. Sie erzählt von ihren Eltern, Ex-Partner*innen, kulturellen Missverständnissen und der Erkenntnis: Wer keine Issues mit seiner Mutter hat, bekommt sie spätestens mit der deutschen Bürokratie.»Mummy, Daddy & Other Issues« ist eine satirische, persönliche Komödie über das Aufwachsen zwischen Kulturen, Erwartungen und den eigenen inneren Monstern. Und warum sich Zuhause manchmal wie ein sicherer Ort anfühlt und manchmal wie ein kaltes Bürgeramt. Núria ist Schauspielerin, Theatermacherin und Designerin aus Barcelona und lebt seit 2018 in Berlin. Durch Text, Physical Theater und audiovisuelle Sprache erforscht ihre Arbeit mit Humor den intimen Raum zwischen Menschen und die Absurditäten des Alltags. CALa recerca de la identitat pròpia i pertinença és molt més complexa que aquesta obra d’una hora i mitja sobre una actriu catalana que persegueix el seu somni a Berlín (una història molt original, we know). A »Mummy, Daddy & Other Issues«, aquest intent es fa en només 80 minuts, amb un èxit incert, és cert, però almenys amb molt d’humor. En aquesta obra d’autoficció, coneixem la @thereal_nuriafrias, que oscil·la entre l’autoironia i el desig d’arribar finalment a un lloc on deixar-se caure. Parla dels seus pares, exparelles, malentesos culturals i de la presa de consciència que, si no tens Issues amb la teva mare, els tindràs amb la burocràcia alemanya, més tard.»Mummy, Daddy & Other Issues« és una comèdia satírica i personal sobre créixer entre cultures, expectatives i els propis dimonis interiors. I sobre per què la llar a vegades se sent com un lloc segur i d’altres com una freda oficina de registre municipal. Una vetllada sobre el caos, la pertinença i la pregunta: Realment ho hem de tenir tot sota control tot el temps?

Faulpelz

Ich sehe mich von oben: ich liege auf einem Sofa und habe Faulpelz an. Es ist kuschelig, warm und hat schöne Muster in blau, grün und weiß. Ich möchte ihn mit meiner Hand berühren, aber die kleinen Köpfe der Pilze entweichen mir. Ich liege auf dem Sofa und warte… warte, bis ich was werde. Das Fenster darf ich aber nicht öffnen, da das Wachstum des Schimmels eine bestimmte Luftfeuchtigkeit braucht. Und so liege ich und warte, bis aus mir was wird – vielleicht Penicillin, Salami oder Camembert. Die Performance beschäftigt sich mit der Geschichte der Faulheit einer moralischen Einheit, die nur in deren Beziehung zur Arbeit sichtbar wird. Faul ist man nicht dann, wenn man was tut, sondern dann, wenn man was nicht tut.In ihrer Soloperformance setzt sich die Künstler*in Arnita Jaunsubrēna mit eigener Produktivität auseinander, die durch chronische Erkrankung abgenommen hat. In dem Geiste von Lecture Performance konfrontiert sie sich mit der Scham und gesellschaftlichen Erwartungen. Sie erzählt persönliche Geschichten und untersucht Arbeitstiere aus eigener Familie, redet über Schimmel und Kompost und untersucht den Arbeitszwang des Staates. Am Ende findet sie Zuflucht in der Ruhe der Faultiere. Wo finden wir Platz für Fehlern, Pausen und Veränderungen in der westlichen Arbeitskultur? almost good (LV/DE) ist das Solo Kollektiv von Arnita Jaunsubrēna. Die Künstlerin lebt in Berlin, studierte im unabhängigen Lettland und wuchs im Lettland der 80er auf, als Teil der Sowjetunion. Seit 2015 lebt Arni in Berlin. almost good wurde Anfang 2023 gegründet, als Versuch die Kunst als einen Prozess, in dem Perfektion nicht die oberste Priorität hat, zu begreifen. Mit almost good möchte Arnita Jaunsubrēna sich selbst Mut machen die Kunst als Beruf nicht aufzugeben, nur weil man chronisch krank ist und neue Arbeitswege finden muss, um mit der Krankheit und dadurch bedingten Unfähigkeiten umzugehen.

Strukturen und Menschen – Tagebuch einer Hospitantin 2.0

Der Regisseur kommt herein und sagt laut in den Raum: „Ich hatte schon zwei Stunden Sitzung heute Morgen! Sehr erfolgreich. Strukturen! Strukturen und Menschen!“ Er hat nichts verstanden. Ausgehend von den eigenen Erfahrungen der Performerin als Regiehospitantin thematisiert die Lecture Performance die Funktionsweisen von Macht und Hierarchie am Theater. Mithilfe von Tagebucheinträgen und Sprachnachrichten erinnert sich die Performerin zurück an ihre Zeit am Berliner Ensemble. Die individuelle Geschichte verweist auf etwas Größeres, auf ein System: Wieso scheinen im Theaterbetrieb bestimmte autoritäre Praktiken und Dynamiken völlig akzeptiert zu sein? Wieso werden auf den Bühnen dieses Landes Fragen von Emanzipation und Pluralismus verhandelt, während es im Produktionsprozess oft ganz anders aussieht? Hannah Helbig hat bei Oliver Reeses »Der Theatermacher« hospitiert und weiß seitdem nicht, ob es empowernd oder problematisch ist, wenn sie sich selbst als Theatermacherin bezeichnet. Sie hat in Gießen Angewandte Theaterwissenschaft und Philosophie studiert und versteht Theater als Mittel der Kritik – und des Funs. Mit »Strukturen und Menschen – Tagebuch einer Hospitantin 2.0« gewann sie beim Körber Studio 2024 den Publikumspreis.

Pools

Die Videoperformance porträtiert drei touristisch genutzte Abbaugebiete: den Tagebau Hambach, das Tote Meer und das Lausitzer Braunkohlerevier. Durch Reiseberichte und ein davon inspiriertes Bewegungsrepertoire erzählt Marlene Helling von ihren Begegnungen mit diesen Orten. Es wird deutlich, wie Natur sowohl als Rohstoff als auch in Form von Tourismus zur Ware gemacht wird. Mit einer 3-Kanal-Panoramaprojektion, die postindustrielle Landschaften im Anthropozän erfahrbar macht, werden Parallelen zwischen den Abbaugebieten und wie wir auf Natur blicken und uns diese zu eigen machen, deutlich. Die gewaltigen Landschaftsbilder stehen im Dialog mit einem Körper, der dem Boden mit einer unmittelbaren Achtsamkeit zu begegnen versucht. Marlene Helling setzt sich in ihren Tanz- und Videoperformances mit sozialen, ökologischen und feministischen Themen sowie ortsspezifischen Gegebenheiten auseinander. Die Grundlage ihrer Arbeit sind Recherchen, die sie mit ihrem künstlerischen Team – der bildenden Künstlerin Marei Dierßen, dem Videokünstler Simon Vorgrimmler und Soundkünstler*in Juli Grönefeld – durchführt.

Masc4Masks

Masc4Masks ist eine vollständig maskierte und masc-geprägte Stripshow mit euren liebsten Dyke*-Tänzer*innen! Tests und Masken sind für den Besuch verpflichtend. Beides ist bei Bedarf auch vor Ort erhältlich. Alle sollen die Butch-, Stud- und Masc-Freude von MD* genießen können – einschließlich unserer immungeschwächten queeren Cuties. Diese Show ist für euch! Denkt daran: Jede Art von Sicherheit ist sexy 🫦 Magic Dyke* ist eine masc Dyke* Stripping-Gruppe in Berlin von und für Lesben, queere Frauen, nicht-binäre, trans, intersex und agender Menschen, die masc Stripping von Nicht-Cis-Männlichkeiten zeigt und Butches, Studs, Bois, Mascs und Genderfuckers eine Bühne gibt, um sich sexy zu fühlen in einer Welt, die ihnen sagt, dass sie es nicht sind. Seit Mai 2022 kreiert Magic Dyke* sensationelle Shows und bietet eine Party, die ein sicherer Raum für die SLINTA* (sapphic, lesbian, intersex, non-binary, transgender, agender) Community in Berlin ist. Eine sichere Türpolitik, die nicht aufgrund des Aussehens urteilt, eine von Sex Arbeiter*innen geführte SLINTA*ausschließlich Darkroom, eine sex-positive Atmosphäre und das Bemühen, eine möglichst inklusive Umgebung zu schaffen. Durch sie bekommen die Leute Butches, Studs und andere Sapphics mit masc expression als sexy zu sehen, was ein Gefühl der Euphorie bei all jenen hervorruft, die sich mit Butchness identifizieren oder von ihr angezogen werden.

Freak und Kriegen

Wie kann ich durchdrehen und dabei trotzdem sympathisch rüberkommen?! Mit ihrer Musik verhandelt Verena Unbehaun das aktuelle Gefühl des Lost-Seins: Frühere, nur vermeintlich verlässliche, aber bis heute tief verwurzelte Werte ihres linken Elternhauses sind in Auflösung begriffen, waren aber auch schon damals, in der Kindheit, viel schöner Schein. Die »heile Welt« des Opas aus Lüneburg mit seinen Operettenkompositionen – der Gegenentwurf und ebenso Schein – rettete sie als Kind über familiäre Krisen. Diese komische Mischung aus leichter Muse und verkopften Idealen des 68er Lehrer-Vaters (er war seinerseits Friedenslieder- und »AKW-nee«-Komponist), bildet die Ambivalenz in Verena Unbehauns Songtexten und ihrer Performance.So verwirrend es immer schon war, zwischen gestern und vorgestern eine verlässliche Wahrheit zu finden: Gut, dass jetzt daraus Musik wird. Und alle zusammen an der Bar sitzen und Bier trinken. Manche in Eierkostümen. Das Duo Unbehaun (Sängerin / Texterin Verena Unbehaun und Musiker Stefan Hillebrand) tut sich mit Patrick Wengenroth (Performer / Regisseur) zum Konzert zusammen – ganz wie zu »Planet Porno« – Zeiten am TD, HAU, Sophiensäle, Schaubühne – um gemeinsam einen Abend zwischen Irrsinn, Tiefe und Trivialität zu feiern.

A Good Year (Escho / CPH) feat. Late Verlane

YETZE Casino Nights ist eine neue Konzertreihe im Nordosten der Stadt. Zum Frühlingsanfang geht’s los mit A Good Year (Escho) aus Kopenhagen, die am 21. März ihren Hybridsound aus Indiepop & Electronica zum ersten Mal live in Deutschland präsentieren – und mit Late Verlane noch einen Special Guest dabeihaben. Schon mit ihren allerersten Tracks haben A Good Year (Albert Hildebrand & Tobias Laust) aus Kopenhagen die aktuell so umtriebige Indie- und Alternative-Szene ihrer Heimatstadt aufgemischt und dabei auch neue Schwerpunkte ins Spiel gebracht: Pop-Understatement trifft auf filmische Arrangements, indem sich das Duo nahtlos zwischen Electronica und akustischen Indie-Sounds bewegt, über Gitarren, Rimshots & Co. auch viel Raum für (oftmals weibliche) Gastvocals lässt. Auf ihre erste Single »YSL«, aufgenommen mit Horse Vision, ließen sie zuletzt unter anderem »Dealerz« (mit Quiet Light & Late Verlane) sowie »Push & Pull« (mit Helena Gao) folgen. Für die allererste Deutschlandshow im temporären YETZE Casino bringen sie spezielle Visuals und mit Late Verlane auch einen musikalischen Bonus-Gast als ihr +1 mit. Doors: 19.00 Uhr A Good Year auf YouTube

Fest der Liebe

Der experimentelle Kurzfilm »Fest der Liebe« ist ein Angriff auf den Prolog von Leni Riefenstahls »Fest der Schönheit«. Der Film stellt die filmische Machart von »Fest der Schönheit« in Frage und parodiert die propagandistischen Inhalte und Werte, die das Werk der umstrittenen Filmemacherin aus der Nazi-Zeit vermittelt. Parallelen zu den ästhetischen Leitbildern der aktuellen Kultur- und Medienlandschaft sind unübersehbar: sowohl männliche als auch weibliche Körper haben auch heute noch – oder wieder – bestimmten Normen und einem Idealbild zu entsprechen, das von dem der Riefenstahl-Ära kaum oder gar nicht abweicht. In »Fest der Liebe« geht es nicht um gestählte Muskeln und anmutige Bewegungen, sondern um die Frage, ob es einen Eros jenseits der Norm gibt.

Tom Weller ist als Dozent für Sport-Pädagogik, Trainer in queeren Fitnessgruppen, Autor und Filmemacher tätig und hat Sport, Geschichte und Filmregie in Köln studiert. In seinen Projekten arbeitet er vor allem zu queerer Geschichte und zu Körperpolitiken.

www.tom-weller.de

404 Peloton Not Found

Ein Mensch trainiert. Eine Maschine steuert. Gemeinsam bereiten sie sich vor auf ein erstes Radrennen. In dieser durational training performance folgt der Performer einer algorithmisch generierten Belastungsstruktur. Was passiert, wenn der Körper nicht mehr nach Gefühl, sondern nach Datensätzen funktioniert? Wenn die Entscheidung über Tempo, Pause, Belastung nicht mehr vom Menschen ausgeht – sondern von einer Künstlichen Intelligenz gesteuert wird? Das Ballhaus Ost wird täglich zum Trainingszentrum, die Verausgabung zur Performance.

Martin Schnippa wurde in Annaberg-Buchholz geboren, wuchs in Weimar auf und studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis (Diplom) in Hildesheim. Heute arbeitet Martin als Performer, Schauspieler, künstlerischer Leiter und in der Produktionsleitung für nationale und internationale Film-, Fernseh-, Werbe- und Theaterproduktionen.In seinen Arbeiten beschäftigt er sich immer wieder mit der Schnittstelle von Körper, Sport und Theatralität.

Pump

»Pump« ist der Anfang des Abends – vielleicht einer Party. Ein Warm-up, ein Ritual, eine Probe von Stärke. Zwischen Choreografie und Bodybuilding erkunden zwei Performer*innen Muskel nicht als Mittel der Kontrolle, sondern als Beziehung – durch Berührung, Stütze, Wiederholung. Sie heben und posieren, spannen an und halten aus – nicht um den Körper zu perfektionieren, sondern um die Idee von Kraft zu verschieben. Zwischen Drag und Disziplin, Spektakel und Langsamkeit entsteht ein Raum gemeinsamer Anstrengung. Posen werden zu Gesten, zu Form, zu Erinnerung, zu gemeinsamer Freude.

»Pump« ist ein Projekt, das durch die Beteiligung von Rahel Crawford Barra, Nattan Dobkin, Emil Maria Ertl, Sarah Leghissa und Simon van Saarloos entstanden ist und in dieser Version von Rahel und Nattan aufgeführt wird.

Auf Pferden – Sport Edition

Die Sportausgabe der Performance »Auf Pferden« schickt PS-starke Narrative ins Rennen. Zwischen Ponyhof und harter Dressur verausgaben sich zwei Performer*innen und ein lebensgroßes Holzpferd ganz. Es geht um das Leben und Sterben von Pferden als Sportgeräten, um Freizeitspaß und einen speziesübergreifenden (Wett-)Kampf. 

Eva Hintermaier | Simon Kalus sind ein transdisziplinäres Team an der Schnittstelle von Performance, Installation und Literatur.

Sportfest Sounds

Samuel Hertz komponiert eine Reihe von Playlists, Atmosphären, Hintergrundgeräuschen und Klanginstallationen, die die Räume des Sportfestes bevölkern und füllen. Die Klanginstallationen beinhalten Live-Übertragungen von Turnierereignissen und Interaktivität seitens des Publikums und der Teilnehmer\*innen. Sie spielen mit den Klangassoziationen von Sportereignissen, aber auch mit den eher versteckten Räumen, in denen sie stattfinden: Umkleideräume, laute Turnhallen, Trainingsräume und laute Sportbars beeinflussen das Sounddesign und die Art und Weise, wie diese Atmosphäre diese einzigartigen Umgebungen sowohl herausfordert als auch akzeptiert.

Samuel Hertz ist ein Klangkünstler und -forscher, der mit Klangerfassungsnetzen der umweltwissenschaftlichen Forschung arbeitet und dabei multimediale Elemente wie immersive elektronische Musik, interstellare Radioübertragungen, Tiefseeübertragungen und Doom-Metal-Konzerte einsetzt.

All Day I Dream About Soccer

Er erinnert sich, dass er sich als Kind zuerst zum schönen Spiel hingezogen fühlte, nicht durch das Spiel selbst, sondern durch die bunten Trikots, die die Spieler trugen. Ausgehend von seiner Fußballtanzpraxis erforscht Ahilan Ratnamohan nun diese mystische Verbindung zum Sport, von dem er sich allmählich entfernte, als er begann, ernsthafter zu spielen, und katalogisiert die Entwicklung der Fußballmode in den letzten 30 Jahren. Er untersucht die Stoffe und die Art und Weise, wie die Kleidung getragen wird, und fragt sich, welche Auswirkungen sie auf die Bewegungen im Fußball im wörtlichen und übertragenen Sinne haben könnten.

Ahilan Ratnamohan ist ein in Antwerpen ansässiger Performance-Macher. Er lässt sich vor allem von Sport und Sprachlernprozessen inspirieren. Seine Arbeit umfasst viele verschiedene Themen, Ästhetiken und Kontexte, vom Theater über Performance und Choreografie bis hin zu internationalen und hyperlokalen Projekten.

Self defense. No offence.

Die unmittelbare Präsenz von Gewalt wirkt sich indirekt und direkt auf unseren Körper, unser Verhalten und unsere Wahrnehmung der Welt aus. Um uns vor Gewalt schützen zu können, besuchen wir Selbstverteidigungskurse und lernen, für uns selbst zu kämpfen. Muss ich gefährlich werden, um sicher zu sein? In der Performance erkunden wir Facetten der Selbstverteidigung – alltägliche Schutzrituale, Kampftechniken, politische und moralische Fragen der Verteidigung.

Natasha Borenko und Lidiia Golovanova sind nicht-binäre Theatermacher*innen mit Migrationshintergrund, leben in Berlin und konzentrieren sich auf politische partizipatorische Theaterprojekte, die sich mit Fragen von Geschlecht, Macht und Community durch Humor und das Theater des Absurden beschäftigen.

Als Teil der Performanceentwicklung werden die Künstler*innen auch einen Selbstverteidigungsworkshop mit einer professionellen Selbstverteidigungstrainerin durchführen:
Do. 5.6. 17:00-19:00
FLINTA+ Selbstverteidigung (Workshop & Recherche)
Wir bitten um Anmeldung unter sport@ballhausost.de

Ballhaus Odds

Sport bewegt die Menschen. Sport erzeugt Emotion. Sport macht aus Zuschauer*innen Fans. Seit 2025 steht Ballhaus Odds für sicheres Sportwetten. Dabei basiert das Handeln der Ballhaus Odds Gruppe auf drei Säulen: Vertrauen, Tradition und Leidenschaft.

Barbara Lenartz ist Freie Künstlerin, Szenografin und Kostümbildnerin; sie lebt in Berlin und betreibt eine Hunderennbahn in Tempelhof. Anton Rose arbeitet als Autor, Regisseur, Schlagersänger und ist Fan von Andrasch Starke. Armin Luschin ist Web-Entwickler und Designer. Er wettet passioniert auf die Philipinische Basketballliga.

Das Laktat

Nur noch wenige Kilometer. Die sportliche Leitung peitscht dich voran. Laktat erobert deine Beine. Die interaktive Radsport-Installation zwischen Rennsimulation und Leistungsdiagnostik macht den Smarttrainer zur Storytellingmaschine.

Yves Regenass arbeitet als Theaterschaffender an der Schnittstelle von Gametheater und digitaler Dramaturgie. Er studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis, ist ausgebildeter Leichtathletiktrainer und besitzt die Bahnreife des Velodroms Grenchen.

Fake Diamonds

In »Fake Diamonds« kehrt René*e auf die Tanzflächen ihrer Vergangenheit zurück, in Turnhallen, Gemeinderäume und Ballsäle. Sie tanzt mit und gegen sich als ehemaliger Tänzer im Leistungssport des lateinamerikanischen Turniertanzes. Im funkelnden Schein falscher Diamanten choreografieren René und ihr Team jetzt die alten Tänze neu. In einer intimen queerfeministischen Tanzperformance, die ihr Gegenüber im Publikum sucht, befragen sie sexistische und rassistische Strukturen im Turniertanz, das heteronormative Ideal des romantischen Paares sowie binäre Vorstellungen von Gewinnen und Verlieren.

René*e Reith (alle Pronomen) arbeitet als Choreograf*in, Performancekünstler*in und Tanzwissenschaftler*in.

CONTENT NOTE

Nacktheit

Fat Camp

What’s good, Uggos?
Unsere professionellen Trainer*innen sind steinhart und ihre Regeln gnadenlos: Die Revolution wird hässlich und wir müssen es auch sein.
Komm ins »Fat Camp«, um zu fragen wie kapitalistische Erzählungen von Stärke, Schönheit und Gesundheit unsere Beziehung zueinander als Konkurrent*innen prägen – und all das mit unserem mehrstufigen Kurs hinter dir zu lassen.

Unter FEELINGS fassen Jil Dreyer und Joey Mehling seit 2017 künstlerische Arbeiten, performative Forschung, Games und Gefühle zusammen, die sie mit- und füreinander entwickeln.

Sport feiern

Was wäre der Sport ohne Zuschauer:innen?
Sie erst machen den Sport zum Ereignis, zum Spektakel, zum Fest. Sport ohne Feste ist wie Theater ohne Zuschauer:innen: Spartakiaden, Turnfeste, Eurogames, Gaygames. Alle diese Ereignisse haben einen Festcharakter. Die Sportler:innen zeigen ihr Können, ihre Leistung, sie performen. Die Zuschauer:innen applaudieren, jubeln und spornen an. Egal ob auf internationaler, nationaler oder regionaler Ebene, Sportfeste sind integraler Bestandteil des Sports. Wie feiern unsere Leistung, manchmal feiern wir sportliche Held:innen, und manchmal feiern wir uns.

Wer aber ist das wir im Sport? Sport wird oft auch als die »Aufführung von Gesellschaft« bezeichnet.  Wenn wir also historisch und aktuell Sportfeste analysieren, lernen wir etwas über das Selbstverständnis einer Gesellschaft. Das gilt auch für das Sportfest hier im Ballhaus Ost.

Die ausgestellten Objekte gehören zum Bestand des Sportmuseums Berlin, das sich seit 1997 auf dem Olympiagelände befindet. Mit mehr als 10 000 Objekten und 1,5 Millionen Bilddokumenten verfügt es über eine der vielfältigsten und größten Sportsammlungen Deutschlands. Aktuell erarbeitet das Sportmuseum Berlin eine Dauerausstellung in der Maifeldtribüne des Olympiaparks. Der geplante Eröffnungstermin ist Mitte 2026.

Sportfest

Inhalt halt keine Relevanz, weil dieser beitrag per redirect umgeleitet wird auf: Sportfest

Growing Pains

Mit 11 Jahren verkündet Norwin im Schweizer Fernsehen das Ziel, in der NBA, der besten Basketball-Liga der Welt, zu spielen, und träumt jahrelang von Wachstumsschüben, die ausbleiben. In der Performance fragt Norwin nun: Was darf ich mir für für mich, für meinen Leib vorstellen? – und gibt sich selbst die Erlaubnis, über den eigenen, gegebenen Körper hinauszuwachsen.

Norwin Tharayil (aka elfrid the third) arbeitet an den Schnittstellen von Literatur, Musik und Performance. In vergangenen Audiostücken, (Song-)Texten und Performances beschäftigte sich Norwin mit der Bedeutung von Schlaf und Meditationsapps in westlichen, kapitalistischen Gesellschaften, mit Fabrikarbeit und Herzschmerz.

Posters

Die Videoarbeit »Posters« befragt auf unsachliche Art, wie sich die sportlichen Highlights der letzten Jahrzehnte in die Lebensläufe ihrer Zuschauer*innen fügen. Patiniert und pixeliert entsteht so ein Portrait derjenigen, die sich erinnern.

Jasper Landmann ist Sprachwissenschaftler und Filmemacher, der sich auf die Inszenierung von bildender Kunst in europäischen Museen spezialisiert hat. Die Sportbegeisterung kam mit dem Riesenfernseher seines Großvaters.

Olympia

In der Performance beweist Jäckie deren Fähigkeit im olympischen Fünfkampf anzutreten und zieht dabei eine Parallele zu dem Antragsprozess, den Jäckie durchlaufen musste, um als nicht-binäre Person eine geschlechtsangleichende OP zu erhalten.

Jäckie Rydz ist ist ein*e non-binäre*r Theatermacher*in. Mit immersiven Bühnenbildern und poetischen Texten erforscht Jäckie Geschlecht und und die ungeschriebenen Regeln der Gesellschaft.

Trashtalk Dynamo

Zur Aufarbeitung des Traumas des sozialistischen Sportlers begibt sich »Trashtalk Dynamo« in ein Kunsteisstadion mit Mielke-Kopf als Torwand und sucht Heilung durch Fangesänge und Penaltyschießen.

Toni Jessen ist Schauspieler, Dozent und Chorleiter. Sebastian Mauksch ist Spielleiter im Theater für junges Publikum. Volkan Türeli ist Musiker, Performer und Regisseur.

Mit Wirkung VI: the land speaks to me of something shared: a prayer for ancestral rhythms

Im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe Mit Wirkung steht die Solidarität im Kampf gegen deutschen Rassismus, mit einem besonderen Fokus auf antimuslimischen Rassismus und Antisemitismus. Die sechste und letzte Veranstaltung von Mit Wirkung widmet sich mit der performativen Recherche der Künstler*innen Anna Lublina und Samuel Hatchwell [hoyah] den oft übersehenen und häufig ausgelöschten Aspekten jüdischer Identität sowie den Wurzeln und den geteilten Geschichten, die auf die jüdisch-muslimische Welt zurückzuführen sind.

Rhythmus reist, Rhythmus migriert, Rhythmus passt sich an, Rhythmus widersetzt sich. Rhythmus ist Vibration, die den eigenen Herzschlag mit dem Herzschlag eines anderen synchronisiert. In dieser Performance ist Rhythmus Ausdruck jüdischer Diaspora, er reicht zurück in die Zeit, in der jüdisch-muslimische Welten miteinander verflochten waren. In Welten, die nicht definiert waren durch Grenzen, Nationalismen oder Teilungen, die im Zuge des Kolonialismus entstanden sind. Künstler*in Anna Lublina und Musiker hoyah arbeiten mit Stepptanz, erweiterten Stimmtechniken und Live-Mixing, und stellen sich die Frage, was uns die politische und kulturelle Geschichte des diasporischen jüdischen Rhythmus (und seine Verkörperungen) in einer Zeit lehren kann, die von Polarisierung und Gewalt geprägt ist.

Anna Lublina und das Team sind allesamt Künstler*innen, die im Geiste der Doykeit versuchen, aus der Enge des Nationalismus zu fliehen.

Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Publikumsgespräch statt.

Die Aufführung am 25.4. ist Teil von »Mit Wirkung. Eine Relaxed Veranstaltungsreihe über intensive Themen«. Am 26.+27.4. finden weitere Aufführungen im regulären Programm statt.

Hinweise zur Barrierefreiheit

Bei Fragen zu Barrierefreiheit, meldet euch bitte bei Agnieszka Habraschka. Agnieszka wird bei der Veranstaltung als Access Person anwesend sein und dich bei allen Fragen/Bedarfen rund um Barrierefreiheit unterstützen.

Genereller Hinweis zu Inhalt und sensorischen Reizen

In Mit Wirkung geht es um Antisemitismus und anti-muslimischen Rassismus in Deutschland.
Alle Gruppen beinhalten Beteiligung der Teilnehmenden in Form von Gesprächen oder Vorstellungen des Erarbeiteten in kleiner oder großer Runde (nur wer will). Erhöhte Lautstärke bei Gruppenarbeit im Saal! Essensgeruch bei der Gruppenarbeit.
Es gibt weiter unten detaillierte Inhaltsangaben, Angaben zu sensorischen Reizen zu jeder Gruppenarbeit und Angaben zu Allergenen der KüFa.

Relaxte Veranstaltung

Die Veranstaltungen finden in einer relaxten Athmosphäre statt.
Verschiedene Formen der Aufmerksamkeit sind willkommen. Es wird verschiedene Sitzmöglichkeiten, Stim Toys*, Decken, Getränke und Speisen (auch glutenfreie und vegane Alternativen) geben. Du kannst dich während der Veranstaltung bewegen, sitzend oder liegend teilnehmen, Stim Toys* benutzen. Du kannst dir selbstständig Pausen nehmen und jederzeit rausgehen, sowie wieder hereinkommen. 

Sitzmöglichkeiten
Stühle, Sitzsäcke, Sitzkissen, Teppiche

Rückzugsraum
Es gibt einen Rückzugsraum mit Sitzsäcken, Liegemöglichkeiten, sowie Decken und Stim Toys*.

*Stim Toys sind kleine, beruhigende Objekte wie Stressbälle, Knete oder Druckringe, die besonders neurodivergenten Menschen helfen, ihr Nervensystem zu regulieren.

Was ist eine relaxte Veranstaltung?
Relaxte Veranstaltungen orientieren sich am Format der Relaxed Performance und zielen darauf ab, Barrierefreiheit insbesondere für neurodivergente Menschen, Menschen mit chronischen Krankheiten/Schmerzen/Personen mit unsichtbaren Behinderungen anzubieten. Dabei wird Barrierefreiheit nicht nachträglich hinzugefügt, sondern ist Teil des Veranstaltungskonzepts. Sowie bei Theatervorstellungen, gibt es auch bei Veranstaltungen oft implizite Verhaltensregeln, die es neurodivergenten Menschen oder Menschen mit chronischen Krankheiten/Schmerzen schwer machen, uneingeschränkt teilzunehmen. Beispiele hierfür sind Erwartungen wie still auf Stühlen zu sitzen, sich wenig zu bewegen oder keine selbstständigen Pausen zu nehmen. Solche Konventionen erschweren vielen Menschen die Teilnahme. Diese Regeln/Erwartungen sollen mit dem Format der relaxten Veranstaltung aufgehoben werden.

Zudem bieten relaxte Formate gerade bei emotional aufreibenden oder mit Trauma verbundenen Themen eine sensible Herangehensweise. Zu Beginn jeder Veranstaltung teilen wir mit euch verschiedene Körperübungen, die das zentrale Nervensystem beruhigen sollen und die ihr für euch oder als Gruppe miteinander ausführen könnt.

Zeitplan:

6:30 – 7:00 Ankommen in Ruhe (Soft Arrival)
7:00 – 8:15 PERFORMANCE
8:20 – 8:40 Pause
8:40 – 9:10 Essen
9:10 – 9:40 Fragen & Antworten (Q&A)

Inhaltsangaben / Sensorische Reize / Allergene:
the land speaks to me of something shared: a prayer for ancestral rhythms – Anna Lublina & Samuel Hatchwell (hoyah)

Performance in Englisch, Hebräisch und Arabisch
75 Minuten

Die Performance erforscht Rhythmen, die auf jüdisch-muslimische Welten zurückgehen. Sie reflektiert darüber, wie das Entstehen nationaler Ideologien und soziopolitischer Entwicklungen Rhythmen und Musik beeinflusst haben. Die Performance ist eine Auseinandersetzung mit oft ausgelöschten und übersehenen Aspekten jüdischer Identität, Wurzeln und geteilter Geschichten.

Inhaltsangaben:
-Lang anhaltendes und wiederholtes Schlagen auf nackte Haut (auf der eigenen und einer anderen Brust)
-Körperkontakt zwischen den Performer*innen
-Nähe zwischen Performerinnen und Publikum
-Dunkle Bühnenatmosphäre, teils völlige Dunkelheit (Black)
-Rhythmische, repetitive Bewegungen und Gesang
-Potenziell überwältigende Klangdichte
-Poesie mit Bezug auf Gewalt, Herkunft, Zugehörigkeit und Transformation
-Narrativer Text über Vertreibung, Kolonialismus, Diaspora, kulturelle Aneignung und Erinnerung
-Text ist durch Verzerrung nicht immer verständlich
-Verweise auf historische Traumata wie Holocaust, Vertreibung jüdischer und muslimischer Gemeinschaften, Kolonialisierung
-Thematisierung von Aneignung palästinensischer Musik in israelischer Kultur
-Kritische Auseinandersetzung mit Nationalstaatlichkeit, Reinheit, Identität und kollektiver Geschichte

Sensorische Reize:
-Dunkle Raumbeleuchtung mit punktuellen Spots
-Klatschen auf nackter Haut über lange Zeiträume
-Klangliche Verzerrung von Stimmen (Echo, Reverb, Verstärkung)
-Lange Phasen lauter rhythmischer Geräusche (Steppen, Trommeln auf Metall)
-Metallisches Klopfen und Trommeln auf Dosen (Tin Cans als Instrumente)
-Zwei Blacks (völlige Dunkelheit), ca in der Mitte und am Ende
Subwoofer-Sound, der wie ein Generator klingt
-Plötzliche Wechsel zwischen Klangdichte und Stille
-Starke visuelle Kontraste (z. B. reflektierendes Metall durch Bodenlicht)
-Langsam anschwellende Gesänge, die sich überlagern
-Überlagerung von Stimmen und Geräuschen bis zur Ununterscheidbarkeit
Geruch von Knoblauch

Essen – Jasmina Al-Qaisi

Das Essen wird nach der Pause als Ritual zubereitet. Es besteht vor allem aus Finger Food und wird auf Papptellern serviert. Es gibt keine Tische, an denen Teilnehmende zum Essen Platz nehmen können.

Inhaltsangaben:
Publikum kann sich daran beteiligen Knoblauch zu zerstoßen

Sensorische Reize:
Geräuschkulisse durch Gespräche, viele Menschen sprechen gleichzeitig
Geruch von Essen und vor allem Knoblauch

Allergene:
-Knoblauch
-Butter (enthält Laktose)
-Weißer Salz-Käse (enthält Laktose)
-Schwarzkümmel
-Sesam
-Lauch
-Weizen und Gluten
-Glutenfreie Alternative: Kartoffeln
-Evtl. Konservierungsstoffe

Q&A

Dies ist ein offenes Gespräch. Da es sich um ein offenes Gespräch handelt, können keine exakten Inhaltsangaben gemacht werden. Mögliche Themen sind:

Inhaltsangaben:
-Jüdisch/arabische Identität
-Auslöschung durch Staatlichkeit
-Vielfalt jüdischer Identitäten
-Auslöschung durch Zionismus

Räume und WC

Ein durchgehend zugänglicher, stufenloser und ebenerdiger Zugang (inkl. Bordsteinrampe) von der Straße zum Gebäude und zum Saal von einer Breite mit mind. 150 cm ist vorhanden. Die Bodenoberfläche im Hof ist leicht uneben.
Die Veranstaltung findet im Saal statt, dieser ist ebenerdig.
Der Saal, wird durch eine 194 cm breite Doppeltür betreten. Dann gibt es eine zweite Doppeltür, die ein Eingangsmaß von 180 cm hat. Die dritte Flügeltür, durch die das Publikum in den Saal gelangt, ist 136 cm breit.
Es gibt keinen Aufzug.
Die Bar ist leider nur über eine Treppe im ersten Stock zu erreichen und daher nicht für Rollstuhlfahrer*innen zugänglich. Es gibt 17 Stufen zwischen dem Erdgeschoss und dem ersten Stock.
Im Veranstaltungssaal/-bereich ist Platz für Rollstühle oder Rollatoren gegeben und es gibt die Möglichkeit der besonders geeigneten Platzreservierung und/oder den Saal vorzeitig zu betreten.

Barrierefreies WC
Es gibt eine rollstuhlgerechte Toilette im Erdgeschoss des Gebäudes. Der Zugang zu dieser Toilette erfolgt über den Flur und ist 198 cm breit. Der Eingang zur Toilette ist 79 cm breit.

Anfahrt

Die nächstgelegene Haltestelle ist U-Bahnhof Eberswalderstr.
Die U Bahn Station verfügt über einen Aufzug. Die U Bahn Station befindet sich an einer Kreuzung mit viel Auto-und Passant*innenverkehr.
Von dort aus führen Teile des Weges ins Ballhaus Ost über Kopf­steinpflaster.
Der Theatereingang ist durch den Torbogen im Hof des Hauses in der Pappelallee 15.

Parkplätze
In der Pappelallee befinden sich Parkplätze im öffentlichen Raum am Straßenrand. Das Theater kann keine eigenen Parkplätze anbieten.

Mit Wirkung III: Mit Machen

Am dritten Abend von Mit Wirkung ist das Publikum eingeladen, sich gemeinsam mit der Frage zu beschäftigen, was für ein gleichberechtigtes Deutschland notwendig wäre.  Aufbauend auf den Mit Wirkung-Veranstaltungen im Dezember und dem Austausch über bestehende Resolutionen, möchte Mit Machen sich in einer Übung spekulativen Denkens zu vertiefen. In kleinen Gruppen, begeleitet und angeleitet von Expert*innen verschiedener Bereiche, sind die Teilnehmer*innen eingeladen, Wissen, Ideen und Fragen auszutauschen, um sich eine gerechte Gesellschaft zu vergegenwärtigen und Ideen für den Schutz aller marginalisierten Lebens in Deutschland zu entwerfen.

Mit Machen  (تشارك)

في الأمسية الثالثة ل«مِت ڤيركونغ»، ندعو الحضور إلى التفاعل مع سؤال: ما الضروري من أجل المساواة في ألمانيا؟ بناءً على فعاليات «مِت ڤيركونغ» السابقة في ديسمبر/كانون الأول، والتبادل حول القرارات القائمة، يوفر «تشارك» مساحة لممارسة التفكير التخيُّلي. في مجموعات صغيرة، وبتيسير وإرشاد من خبراء في مجالات مختلفة، ندعو المشاركين والمشاركات لتبادل المعرفة والأفكار والأسئلة من أجل تصوُّر مجتمع عادل، ثم صياغة تصورات من أجل حماية كل الحيوات المهمَّشة في ألمانيا.

Mit:
Mehmet Arbag u. Anna Sabel (Verband binationaler Familien und Partnerschaften Leipzig), Sisi Bo’wale, Tabea Böker (KIgA), Dr. Dörthe Engelcke, Dr. Agata Lisiak

 

Soft Arrival: Zwischen 18:00 und 18:30 können die Besucher*innen langsam im Raum ankommen. Circa alle 45′ sind Pausen eingeplant. Jede Pause dauert 15′.

Hinweise zur Barrierefreiheit

Bei Fragen zu Barrierefreiheit, meldet euch bitte bei Agnieszka Habraschka. Agnieszka wird bei der Veranstaltung als Access Person anwesend sein und dich bei allen Fragen/Bedarfen rund um Barrierefreiheit unterstützen.

Alle Gruppen arbeiten auf dem Erdgeschoss und sind ohne Treppen erreichbar.

Genereller Hinweis zu Inhalt und sensorischen Reizen

In Mit Wirkung geht es um Antisemitismus und anti-muslimischen Rassismus in Deutschland.
Alle Gruppen beinhalten Beteiligung der Teilnehmenden in Form von Gesprächen oder Vorstellungen des Erarbeiteten in kleiner oder großer Runde (nur wer will). Erhöhte Lautstärke bei Gruppenarbeit im Saal! Essensgeruch bei der Gruppenarbeit 
Es gibt weiter unten detaillierte Inhaltsangaben, Angaben zu sensorischen Reizen zu jeder Gruppenarbeit und Angaben zu Allergenen der KüFa.

Relaxte Veranstaltung

Die Veranstaltungen finden in einer relaxten Athmosphäre statt.
Verschiedene Formen der Aufmerksamkeit sind willkommen. Es wird verschiedene Sitzmöglichkeiten, Stim Toys*, Decken, Getränke und Speisen (auch glutenfreie und vegane Alternativen) geben. Du kannst dich während der Veranstaltung bewegen, sitzend oder liegend teilnehmen, Stim Toys* benutzen. Du kannst dir selbstständig Pausen nehmen und jederzeit rausgehen, sowie wieder hereinkommen. 

Sitzmöglichkeiten
Stühle, Sitzsäcke, Sitzkissen, Teppiche

Rückzugsraum
Es gibt einen Rückzugsraum mit Sitzsäcken, Liegemöglichkeiten, sowie Decken und Stim Toys*.

*Stim Toys sind kleine, beruhigende Objekte wie Stressbälle, Knete oder Druckringe, die besonders neurodivergenten Menschen helfen, ihr Nervensystem zu regulieren.

Was ist eine relaxte Veranstaltung?
Relaxte Veranstaltungen orientieren sich am Format der Relaxed Performance und zielen darauf ab, Barrierefreiheit insbesondere für neurodivergente Menschen, Menschen mit chronischen Krankheiten/Schmerzen/Personen mit unsichtbaren Behinderungen anzubieten. Dabei wird Barrierefreiheit nicht nachträglich hinzugefügt, sondern ist Teil des Veranstaltungskonzepts. Sowie bei Theatervorstellungen, gibt es auch bei Veranstaltungen oft implizite Verhaltensregeln, die es neurodivergenten Menschen oder Menschen mit chronischen Krankheiten/Schmerzen schwer machen, uneingeschränkt teilzunehmen. Beispiele hierfür sind Erwartungen wie still auf Stühlen zu sitzen, sich wenig zu bewegen oder keine selbstständigen Pausen zu nehmen. Solche Konventionen erschweren vielen Menschen die Teilnahme. Diese Regeln/Erwartungen sollen mit dem Format der relaxten Veranstaltung aufgehoben werden.

Zudem bieten relaxte Formate gerade bei emotional aufreibenden oder mit Trauma verbundenen Themen eine sensible Herangehensweise. Zu Beginn jeder Veranstaltung teilen wir mit euch verschiedene Körperübungen, die das zentrale Nervensystem beruhigen sollen und die ihr für euch oder als Gruppe miteinander ausführen könnt.

Inhaltsangabe/Sensorische Reize/Allergene

Mehmet Arbag und Anna Sabel
Text und Audio auf Deutsch, Gespräch auf Deutsch.
Während der Gruppenarbeit wird ein Text vorgelesen und eine Audiodatei angehört. Beides wird dann besprochen.

Text: „Und was ist noch über Antisemitismus unter Muslim*innen zu sagen?“
Inhaltsangaben:
-Es geht um die rassistische Behauptung, dass muslimische Menschen antisemitisch sind.

-Es geht darum, wie antimuslimischer Rassismus und Antisemitismus zusammenhängen.
-Der Text thematisiert, wie Menschen aufgrund ihrer vermeintlichen Religion oder Kultur anders behandelt werden, anhand von Beispielen wie Beschneidung und Fasten.

Audio: Versicherheitlichung
Inhaltsangaben:
-Es geht um Rassismus und wie bestimmte Gruppen als Gefahr konstruiert werden.
-Der Beitrag spricht über die Auswirkungen von Sicherheitsmaßnahmen.
-Menschen wehren sich gegen ungerechte Sicherheitsmaßnahmen.

Sensorische Reize:
-Die Audiodatei hat eine Länge von ca. zehn Minuten.
-In der Audiodatei wechseln sich viele Stimmen ab.

Sisi Olubowale – Collage Against the Machine
Gespräch auf Englisch/Deutsch.
Während der Gruppenarbeit wird gemeinsam an einer Collage gebastelt.

Inhaltsangaben:
-In der Gruppenarbeit reflektieren die Teilnehmenden über persönliche oder kollektive Gedanken und Emotionen zu Themen der Gleichberechtigung, Kollaboration und der Gestaltung einer gleichwertigen Gesellschaft im Kontext von anti-muslimischem Rassismus und Antisemitismus in Deutschland.
-Die Aktivität fordert die Teilnehmer*innen auf, mit Zeitungen zu arbeiten und Collagen zu erstellen, die potenziell Bilder von Konflikten, Kriegen und Gewalt enthalten können.

Sensorische Reize:
-In der Gruppenarbeit wird mit Scheren und Klebstoffen gearbeitet.
-Mögliche Geräusche von Papier, das zerschnitten oder gerissen wird.

Agata Lisiak
Texte auf Englisch und Deutsch, Gespräch auf Englisch.
Während der Gruppenarbeit werden zwei Texte gemeinsam gelesen und besprochen.

Text 1: Ursula K. Le Guin – „The Ones Who Walk Away From Omelas“

Inhaltsangaben:
-Beschreibungen von Gewalt an, Vernachlässigung und extremem Leiden eines behinderten Kindes
-Ableistische Sprache
-Diskussion über das moralische Dilemma, das Wohl von vielen gegen das Leid eines einzelnen Kindes abzuwägen.

-Thematisierung sozialer Ungerechtigkeit und die ethischen Fragen, ob das Leiden einer einzelnen Person für das größere Wohl der Gesellschaft akzeptiert werden kann.
-Reflexion über die Verantwortung der Gesellschaft für das Leid ihrer verletzlichsten Mitglieder.
-Erwähnung von Rausch und psychoaktiven Substanzen.
-Verwendung von Ironie

Text 2: Rosa Luxemburg – „Die Ordnung herrscht in Berlin“

Inhaltsangaben:
-Auseinandersetzung mit der politischen Lage und den gewaltsamen Ereignissen nach dem Ersten Weltkrieg in Berlin.
-Diskussion über die brutale Niederschlagung der Spartakusaufstände und die Rolle der sozialdemokratischen Regierung.
-Grafische Darstellungen von Gewalt, Mord und brutalen Repressionen.
-Themen von Krieg, politischer Gewalt und Unterdrückung.
-Erwähnung von Waffen.

Dr. Dörthe Engelcke
Texte auf Deutsch/Englisch, Gespräch auf Deutsch.
Während der Gruppenarbeit wird eine Stellungnahme und zwei Definitionen zu Antisemitismus gemeinsam gelesen und besprochen

Stellungnahme zu dem am 29.01.25 vom Bundestag angenommenen Antrag „Antisemitismus und Israelfeindschaft an Schulen und Hochschulen entschieden entgegentreten sowie den freien Diskursraum sichern“

Inhaltsangaben:
-Kritische Analyse des geplanten Bundestagsantrags zur Bekämpfung von Antisemitismus und Israelfeindschaft an Schulen und Hochschulen.
-Thematisierung der Isolation von Antisemitismus und der Vernachlässigung anderer Formen von Diskriminierung, speziell anti-muslimischem, anti-palästinensischen und Rassismus allgemein.
-Auseinandersetzung mit der einseitigen Fokussierung auf jüdische Bevölkerung in Israel und der Vernachlässigung der Geschichte der palästinensischen Bevölkerung.
-Kritik an der Gefahr einer Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit und des Diskursraums aufgrund der Sicherheitsdiskurse und der potenziellen Zensur von kritischen Positionen.

Jerusalem Declaration on Antisemitism

Inhaltsangaben:
-Definition von Antisemitismus.
-Erwähnung von Diskriminierung, Vorurteil, Feindseligkeit oder Gewalt gegen jüdische Menschen.
-Beschreibung antisemitischer Stereotypen, wie die Vorstellung einer jüdischen Weltverschwörung oder der „unsichtbaren Macht“ von jüdischen Menschen.
-Unterscheidung zwischen legitimer Kritik an Israel und antisemitischen Aussagen, insbesondere im Kontext Israel und Palästina.

IHRA Definition of Antisemitism

Inhaltsangaben:
-Definition von Antisemitismus

-Erwähnung von Hass, Hetze, Verleumdung oder Gewaltakte gegen jüdische Menschen
-Besondere Betonung liegt auf der Kritik an Israel, die als antisemitisch eingestuft werden kann.

Tabea Böker – Solidarität_en & Utopie
Schreiben in jeder Sprache, Gespräch auf Deutsch/Englisch.
Während der Gruppenarbeit wird sowohl in Kleingruppen als auch in der großen Gruppe zusammen gearbeitet. Dabei kann geschrieben, offen miteinader gesprochen und gespielt werden.

Inhaltsangaben:
-Benutzung von Emotionskarten, d.h. Karten auf denen visuell Gefühle dargestellt werden
-Auseinandersetzung mit dem Konzept der Solidarität und deren praktischer Umsetzung.
-Diskussion über mögliche Zielkonflikte innerhalb von Solidaritätsbewegungen.
-Der Austausch ist offen und abhängig von dem was die Teilnehmenden teilen wollen. Es ist daher nicht möglich konkrete Inhaltsangaben zu der Gruppe zu geben. Mögliche Themen, die angesprochen werden können:
*Erfahrung mit Repressionen.
*Erfahrungen mit Antisemitismus.
*Erfahrungen mit Rassismus, insbesondere antimuslimischem Rassismus.
*Erfahrungen mit unsicheren Aufenthaltsbedingungen und Illegalisierung.
*Thematisierung von Unterdrückung und Marginalisierung.
*Reflexion über (gesellschaftliche) Ausschlüsse.

Sensorische Reize:
-In der Gruppenarbeit wird mit visuellen Emotionskarten gearbeitet.

KÜFA

Allergene:
-Es gibt glutenhaltiges Brot und eine glutenfreie Alternative
-Milch und Soja Joghurt
-Brokkoli
-Erbsen
-Knoblauch
-Thymian

Räume und WC

Ein durchgehend zugänglicher, stufenloser und ebenerdiger Zugang (inkl. Bordsteinrampe) von der Straße zum Gebäude und zum Saal von einer Breite mit mind. 150 cm ist vorhanden. Die Bodenoberfläche im Hof ist leicht uneben.
Die Veranstaltung findet im Saal statt, dieser ist ebenerdig.
Der Saal, wird durch eine 194 cm breite Doppeltür betreten. Dann gibt es eine zweite Doppeltür, die ein Eingangsmaß von 180 cm hat. Die dritte Flügeltür, durch die das Publikum in den Saal gelangt, ist 136 cm breit.
Es gibt keinen Aufzug.
Die Bar ist leider nur über eine Treppe im ersten Stock zu erreichen und daher nicht für Rollstuhlfahrer*innen zugänglich. Es gibt 17 Stufen zwischen dem Erdgeschoss und dem ersten Stock.
Im Veranstaltungssaal/-bereich ist Platz für Rollstühle oder Rollatoren gegeben und es gibt die Möglichkeit der besonders geeigneten Platzreservierung und/oder den Saal vorzeitig zu betreten.

Barrierefreies WC
Es gibt eine rollstuhlgerechte Toilette im Erdgeschoss des Gebäudes. Der Zugang zu dieser Toilette erfolgt über den Flur und ist 198 cm breit. Der Eingang zur Toilette ist 79 cm breit.

Anfahrt

Die nächstgelegene Haltestelle ist U-Bahnhof Eberswalderstr.
Die U Bahn Station verfügt über einen Aufzug. Die U Bahn Station befindet sich an einer Kreuzung mit viel Auto-und Passant*innenverkehr.
Von dort aus führen Teile des Weges ins Ballhaus Ost über Kopf­steinpflaster.
Der Theatereingang ist durch den Torbogen im Hof des Hauses in der Pappelallee 15.

Parkplätze
In der Pappelallee befinden sich Parkplätze im öffentlichen Raum am Straßenrand. Das Theater kann keine eigenen Parkplätze anbieten.

Labor Sonor

Calum Builder präsentiert ein Konzert für selbstgebaute Pipe-Organ & Saxophon. Auguste Vickunaite collagiert Klänge mit Tonbandmaschinen. Carolina Mendonça zeigen die neue Performance «Something Is Approaching» mit Leticia Skrycky.

 

Labor Sonor – die Reihe für experimentelle Musik, Film und Performance – präsentiert das Spektrum aktueller experimenteller Formen jenseits genrespezifischer Bestimmbarkeit – von Echtzeitmusik über Elektronik, Performance, audiovisuelle Formate, konzeptuelle Musik, neue komponierte Musik bis zu experimentellem Pop.

Queer Family Album Vl. 1

»Queer Family Album« ist ein trans-disziplinäres Festival, das sich aus der Zusammenarbeit diverser Gruppen queerer Künstler*innen speist.
2024 präsentieren wir die erste Ausgabe von »Queer Family Album« im Ballhaus Ost. Es geht um ein kollaboratives Projekt, in rahmen dessen Uraufführungen von KAy
Garnellen und Yvonne Sembene präsentiert werden.
 
Ausgabe 1: Humorvolle Reisen durch queeres Reisen im Dialog miteinander.
Weltpremiere am 7. und 8. September 2024 im Ballhaus Ost.
 
Die zweite Ausgabe wird 2025 in den Sophiensaelen zu sehen sein.

Transfigurationen

Christina Kubisch »Silent Dialogues« 2024/UA
Adrian Mocanu »cuando se perdió en el agua« 2024/UA
Miika Hyytiäinen »Emote« 2024/UA
Sagardía »Die Seele besteigt den Thron« 2024/UA
Alison Knowles »Silk Thread Song« 1971. Maulwerker-Version (2008) DEA / neue Version (2024) UA

 

Die Uraufführungen von Klangkunst-Pionierin Christina Kubisch, Miika Hyytiäinen, Adrian Mocanu, Sagardìa, Alison Knowles vollziehen einen Prozess der Entäußerung, der die Zuhörenden durch die polyphone Textur der Stimmen labyrinthisch zu sich führt.

 

Die Maulwerker, Kollektiv für stimmliche Experimente, integrieren Elemente aus Performance Art, intermedialer Kunst und Choreografie in ihre Musik.

HOLY SHIT

Ballhaus Ost on Tour @Culterim Gallery / Rossmann (Brunnenstraße 107, 13355 Berlin)
 
HOLY SHIT ist ein digitaler Tempel, ein Organismus, ständig im Wandel, eine Bewegung, die das Internet zu einem schöneren Ort macht. Wir laden Euch ein, den Algorithmus des Internets umzuschreiben. Unser Auftrag: Spread the Beauty! – repost it! Wir sind Poesie, Satire, Pop, Kunstwerk, Rätsel und Schwarmintelligenz. Macht mit und alles wird schöner. In Real Life, Life is changing. Make the digital real! www.holyshit.vision
 

Evy Schubert ist Regisseurin, Multimediakünstlerin und Autorin und arbeitet an der Schnittstelle von Theater, Film und Text. Sie hat diverse Produktionen mit dem Team von HOLY SHIT realisiert.

 
Website-Launch, Live-Performance und Party am 20.09.2024 
Ausstellung von 18 bis 22 Uhr
Performance um 19:30 Uhr
Ballhaus Ost on Tour @ Culterim Gallery / Rossmann (Brunnenstraße 107, 13355 Berlin)

BESSER WERDEN!

Die Coaching-Szene boomt – und wir können lernen, „die beste Version unserer selbst” zu werden. Das Musiktheaterstück geht dem neoliberalen Aufstiegsversprechen, obsessiven Selbstoptimierungswahn und allgegenwärtigen Leistungsimperativ der Wohlstandsgesellschaft auf den Grund.

Helmitropolis

Die berühmt berüchtigte DIY- Theatergruppe aus hässlichen Puppen und schönen
Menschen begibt sich diesmal auf fiebertraumhafte Zeitreise ins Berlin der 90er.
Es wird die mythosbeladene Geschichte einer Idylle erzählt, in der der Geist der
Zukunft bereits unerkannt Platz genommen hatte. In der begehbaren Inszenierung
erleben die Besucher*innen eine Fabel voller Slapstick und Wortspielen mit viel
Livemusik und Performances.

 

Das Helmi arbeitet in »Helmitropolis« mit einem besonders großen und diversen Ensemble. Neben dem Videokollektiv Institut für experimentelle Angelegenheiten und der Performerin Tania Elstermeyer sind amSTARt – Impressario Ran Huber, die Musikerin Fee Kürten, Michael Wittsack vom Rambazamba Theater und die Langzeitarbeitslosentheatergruppe Enttäusche Mich! mit dabei. Das Kollektiv produziert seit vielen Jahren im Ballhaus Ost im Helmholtzkiez sowie in vielen anderen (öffentlichen) Räumen und war zuletzt mit der Züricher Herr der Ringe Adaption »Riesenhaft in Mittelerde« beim Theatertreffen eingeladen.

ZAPFENSTREICH

Im Jahr 2021 beendet Angela Merkel ihr Amt als Bundeskanzlerin. Zu ihren Ehren findet eine jahrhundertalte Militärzeremonie statt, die von mehreren TV Sendern live begleitet wird. Die europäische Performancegruppe BOYS* IN SYNC stellt die Zeremonie nach und vermischt sie mit Momenten der Irritation, Queerness und Intimität.
 

Boys* in Sync ist ein transdisziplinäres, internationales Performancekollektiv (DK/ZA/NO/DE), das sich mit dem Phänomen der Synchronizität in verschiedenen sozialen und kulturellen Kontexten beschäftigt. Die Gruppe arbeitet seit 2019 zusammen. Im Januar 2025 präsentieren sie ihre neue Arbeit InterEuroVision am Schauspiel Leipzig.

Karaoke Party

Let’s have some fun this beat is sick, I wanna take a ride on your disco stick: Im Anschluss an die Zapfenstreich-Vorstellung am 2.10. feiern Boys* in Sync und Marie Meyer eine Karaoke Party mit den großartigsten Hits und Obskuritäten, die ihr Songbook zu bieten hat. Von Powerballaden über Eurodance bis zu den größten deutschen Rock/Pop Klassikern und 00er Girl Pop. Es ist für jede*n was dabei, denn: Für uns alle soll’s rote Rosen regnen!

Mit Wirkung IV: Mit Uns

Mit Uns ist als kreativer Iftar-Abend in einer Relaxten Athmosphäre geplant. Die vierte Veranstaltung von Mit Wirkung möchte die Verbundenheit im Kampf gegen deutschen Rassismus, antimuslimischen Rassismus, Antisemitismus und Unterdrückung in die Praxis umsetzen. Mit Uns lädt das Publikum ein, zusammenzukommen, sich auszutauschen, die Kraft der Gemeinschaft zu spüren. Gute Musik und literarische Lesungen werden den Abend begleiten und unterschiedliche Stimmen und Perspektiven auf die Praxis der Solidarität zu Gehör bringen. Die Veranstaltung ist als Relaxte Veranstaltung geplant, d.h. es gibt verschiedene Sitzgelegenheiten, einen Ruheraum, Stim Toys, ein Soft Arrival und zuvor verfügbare Angaben zu Inhalt und sensorischen Reizen. Wenn du mehr zum Thema Relaxed Veranstaltung wissen willst, klicke weiter unten auf Barrierefreiheit.

Mit Sivan Ben Yishai (Wounds are Forever (Selbstportrait als Nationaldichterin), Wassim Mukdad & Michael Glucksmann (Human Message), Shams Kitchen, DJ Safsufa, Hoyah, Tariq Suleiman im Gespräch mit Sinthujan Varatharajah (Hierarchien der Solidarität)

Soft Arrival: 
17.30 -18.00 (Iftar um 18:30)
Circa alle 45′ sind Pausen eingeplant. Jede Pause dauert 15′.

Der Abend ist Teil von »Mit Wirkung. Eine Relaxed Veranstaltungsreihe über intensive Themen«.

Mit Uns (معنا)

«معنا» هي أمسية إفطار إبداعية. تأمل الفعالية الرابعة ل«مِت ڤيركونغ» أن تؤسس لممارسة الروابط في الكفاح ضد العنصرية الألمانية ضد المسلمين، ومعاداة السامية، والممارسات القمعية. «معنا» يدعو الحضور لنجتمع سويًّا لنتبادل ونشعر بقوة المجتمع. ستصحبنا في الأمسية أنغام الموسيقى الشرقية وقراءات أدبية، مقدمة أصواتٍ ورؤًى مختلفة عن ممارسة التضامن. 

بدء الوصول: 17:30-18:00
الإفطار: 18:30
مخطط لاستراحة مدتها 15 دقيقة كل حوالي 45 دقيقة.

هذهالفعاليةجزءمن «مِتڤيركونغ: سلسلةفعالياتريلاكسدحولمواضيعجادة»

التذاكر: الحضور مجاني.

مدة الفعالية: حوالي 4 ساعات

اللغة: اللغات الأساسية ستكون الإنكليزية والألمانية، لكن ستتوفر ترجمة فورية بالعربية أيضًا.

اللغة: اللغات الأساسية ستكون الإنكليزية والألمانية، لكن ستتوفر ترجمة فورية بالعربية أيضًا.

Hinweise zur Barrierefreiheit

Bei Fragen zu Barrierefreiheit, meldet euch bitte bei Agnieszka Habraschka. Agnieszka wird bei der Veranstaltung als Access Person anwesend sein und dich bei allen Fragen/Bedarfen rund um Barrierefreiheit unterstützen.
Die Veranstaltung findet im Erdgeschoss statt und ist stufenlos zugänglich.

Genereller Hinweis zu Inhalt und sensorischen Reizen

Die Mit Wirkung-Veranstaltungen beschäftigen sich mit Deutschem Rassimsumus mit Fokus auf Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus in Deutschland.

Mit Uns fokussiert sich auf Musik, Lesungen und Gespräche. Während der Veranstaltung wird Essen serviert, daher wird es Gerüche im Raum geben.
Detaillierte Angaben zu Inhalt, sensorischen Reizen sowie Informationen zu Allergenen im Catering findest du unten.

Relaxte Veranstaltung

Die Veranstaltungen finden in einer relaxten Athmosphäre statt. Verschiedene Formen der Aufmerksamkeit sind willkommen. Es gibt Tische in unterschiedlichen Höhen, verschiedene Sitzmöglichkeiten, sensorische Spielzeuge*, Getränke und Essen (glutenfreie und vegane Optionen sind verfügbar). Du kannst dich frei bewegen, sitzend oder liegend teilnehmen und sensorische Spielzeuge* nutzen. Pausen kannst du selbstständig nehmen und nach Bedarf kommen und gehen.

Sitzmöglichkeiten
Stühle, Sitzsäcke, Sitzkissen, Teppiche

Rückzugsraum
Es gibt einen Rückzugsraum mit Sitzsäcken, Liegemöglichkeiten, sowie Decken und Stim Toys*.

*Stim Toys sind kleine, beruhigende Objekte wie Stressbälle, Knete oder Druckringe, die besonders neurodivergenten Menschen helfen, ihr Nervensystem zu regulieren.

Was ist eine relaxte Veranstaltung?
Relaxte Veranstaltungen orientieren sich am Format der Relaxed Performance und zielen darauf ab, Barrierefreiheit insbesondere für neurodivergente Menschen, Menschen mit chronischen Krankheiten/Schmerzen/Personen mit unsichtbaren Behinderungen anzubieten. Dabei wird Barrierefreiheit nicht nachträglich hinzugefügt, sondern ist Teil des Veranstaltungskonzepts. Sowie bei Theatervorstellungen, gibt es auch bei Veranstaltungen oft implizite Verhaltensregeln, die es neurodivergenten Menschen oder Menschen mit chronischen Krankheiten/Schmerzen schwer machen, uneingeschränkt teilzunehmen. Beispiele hierfür sind Erwartungen wie still auf Stühlen zu sitzen, sich wenig zu bewegen oder keine selbstständigen Pausen zu nehmen. Solche Konventionen erschweren vielen Menschen die Teilnahme. Diese Regeln/Erwartungen sollen mit dem Format der relaxten Veranstaltung aufgehoben werden.

Zudem bieten relaxte Formate gerade bei emotional aufreibenden oder mit Trauma verbundenen Themen eine sensible Herangehensweise. Zu Beginn jeder Veranstaltung teilen wir mit euch verschiedene Körperübungen, die das zentrale Nervensystem beruhigen sollen und die ihr für euch oder als Gruppe miteinander ausführen könnt.

Inhaltsangabe/Sensorische Reize/Allergene

Shams Table
Iftar-Dinner und Gespräche an den Tischen können in der Sprache geführt werden, die für die Teilnehmenden am angenehmsten ist. Materialien sind auf Deutsch, Englisch und Arabisch verfügbar. Während des Dinners gibt es auf jedem Tisch Körbe mit gefalteten Zetteln, auf denen Fragen stehen. Teilnehmende können diese nutzen, um Gespräche an den Tischen anzustoßen.

Inhaltsangaben:
-Diskussion über religiöse und kulturelle Fastentraditionen

-Erwähnung bestimmter Speisen und Essgewohnheiten

-Reflexion über persönliche Quellen der Hoffnung und Resilienz

-Diskussion über aktuelle soziale und politische Bedingungen
-Auseinandersetzung mit Sicherheit und Erfahrungen des Lebens in Deutschland

Sensorische Reize:
-Geräuschkulisse durch Gespräche, viele Menschen sprechen gleichzeitig
-Geruch von Essen
-Hintergrundmusik-Playlist von DJ Safsufa

Iftar-Dinner:

Allergene:

Suppe:
-Linsen
-Kokosmilch
-Knoblauch

Hauptgericht und Beilagen

Kabsa:
-Mandeln
-Zwiebeln
-Knoblauch

Gegrillte Kartoffeln:
-Knoblauch

Karamellisierte Karotten-Zwiebel-Sauce
-Zwiebeln

Daqus-Sauce
-Knoblauch
-Rote Chili

Salate:

Gurkensalat:
-Milch (Joghurt)
-Knoblauch

Fattoush:
-Zwiebeln
-Gluten
-Sulfite

Dips:

Zucchini Mutabal:
-Sesam
-Knoblauch

Baba Ganoush:
-Knoblauch
-Sulfite

Dessert:
-Gluten
-Käse
-Walnüsse
-Haselnüsse
-Mandeln
-Pistazien
-Kokosnuss

Wassim Mukdad und Michael Glucksmann
Instrumentalmusik, kein Gesang

Sensorische Reize:
Instrumentale Musik mit Oud und Gitarre mit leichter Verstärkung

Sivan Ben Yishai – Wounds Are Forever
Lesung auf Deutsch

Inhaltsangaben:
-Koloniale Gewalt
-Verweise auf historische und politische Konflikte und/oder Aggressionen im Zusammenhang mit Israel und Palästina
-Erwähnungen von Gewalt, Krieg und militärischen Aktionen gegen Gaza
-Beschreibungen von transgenerationalem Trauma
-Verweise auf den Genozid in Gaza
-Verweise auf den Holocaust
-Erwähnungen von Mord, Leichen, Blut, Wunden und Verletzungen
-Starke und teilweise sexualisierte Sprache sowie emotional aufgeladene Dialoge
-Diskussion über gewaltsame Vertreibung, Exil und erzwungene Migration von Palästinenser*innen
-Zensur in der Theaterlandschaft
-Verweise auf Bürokratie und systemische Unterdrückung von Migrant*innen in Deutschland
-Themen von Identität, Zugehörigkeit und nationalen Narrativen
-Szenen emotionaler Belastung und Konfrontation zwischen Familienmitgliedern
-Darstellungen von Frustration und existenziellen Fragen
-Tokenisierung jüdischer Stimmen
-Antipalästinensischer Rassismus

Hoyah
Musikset mit instrumentalen Shofar-Klängen

Sensorische Reize:
-Elektronische Musik mit verzerrten und texturierten/granulierten Klängen
-Shofar (ein Instrument ähnlich einer Posaune) kann laut sein, wenn es gespielt wird

Sinthujan Varatharajah und Tariq Suleiman
Gespräch auf Englisch
Dies ist ein offenes Gespräch zwischen Tariq und Sinthujan über das Einfordern/Erwarten von Solidarität, die Grenzen und Kompromisse innerhalb von Solidarität sowie die palästinensische Solidaritätsbewegung – Bündnisse und Sichtbarkeit. Da es sich um ein offenes Gespräch handelt, können keine exakten Inhaltsangaben gemacht werden. Mögliche Themen sind:

Inhaltsangaben
-Rassismus
-Staatliche/koloniale Gewalt
-Sexualisierte Gewalt
-Genozid
-Deportationen
-Kollektives Trauma

DJ Safsufa
DJ-Set

Sensorische Reize:
-Lautes DJ-Set mit sehr schnellen und intensiven Beats sowie polyrhythmischen Strukturen
-Kann Gesang enthalten

Räume und WC

Ein durchgehend zugänglicher, stufenloser und ebenerdiger Zugang (inkl. Bordsteinrampe) von der Straße zum Gebäude und zum Saal von einer Breite mit mind. 150 cm ist vorhanden. Die Bodenoberfläche im Hof ist leicht uneben.
Die Veranstaltung findet im Saal statt, dieser ist ebenerdig.
Der Saal, wird durch eine 194 cm breite Doppeltür betreten. Dann gibt es eine zweite Doppeltür, die ein Eingangsmaß von 180 cm hat. Die dritte Flügeltür, durch die das Publikum in den Saal gelangt, ist 136 cm breit.
Es gibt keinen Aufzug.
Die Bar ist leider nur über eine Treppe im ersten Stock zu erreichen und daher nicht für Rollstuhlfahrer*innen zugänglich. Es gibt 17 Stufen zwischen dem Erdgeschoss und dem ersten Stock.
Im Veranstaltungssaal/-bereich ist Platz für Rollstühle oder Rollatoren gegeben und es gibt die Möglichkeit der besonders geeigneten Platzreservierung und/oder den Saal vorzeitig zu betreten.

Barrierefreies WC
Es gibt eine rollstuhlgerechte Toilette im Erdgeschoss des Gebäudes. Der Zugang zu dieser Toilette erfolgt über den Flur und ist 198 cm breit. Der Eingang zur Toilette ist 79 cm breit.

Anfahrt

Die nächstgelegene Haltestelle ist U-Bahnhof Eberswalderstr.
Die U Bahn Station verfügt über einen Aufzug. Die U Bahn Station befindet sich an einer Kreuzung mit viel Auto-und Passant*innenverkehr.
Von dort aus führen Teile des Weges ins Ballhaus Ost über Kopf­steinpflaster.
Der Theatereingang ist durch den Torbogen im Hof des Hauses in der Pappelallee 15.

Parkplätze
In der Pappelallee befinden sich Parkplätze im öffentlichen Raum am Straßenrand. Das Theater kann keine eigenen Parkplätze anbieten.

Mit Wirkung V: Mit Media

Die fünfte Veranstaltung von Mit Wirkung widmet sich in einer entspannten Athmosphäre der Rolle der Medien bei/und der Repression. Beginnend mit einer Filmvorführung, und begleitet von Expert*innen aus den Bereichen Film, Medien und Journalismus,  ist das Publikum eingeladen, über den Einsatz von Medien in den aktuellen gesellschaftlichen und politischen Auseinandersetzungen zu reflektieren. Die Veranstaltung ist als Relaxte Veranstaltung geplant, d.h. es gibt verschiedene Sitzgelegenheiten, einen Ruheraum, Stim Toys, ein Soft Arrival und zuvor verfügbare Angaben zu Inhalt und sensorischen Reizen. Wenn du mehr zum Thema Relaxed Veranstaltung wissen willst, klicke weiter unten auf Barrierefreiheit.

Mit Marc Siegel (PJA)
Film:  Ariella Aïsha Azoulay, ‚Civil Alliances, Palestine, 47-48‘

Soft Arrival:
14.30-15.00 (Film um 15:15)
Circa alle 45′ sind Pausen eingeplant. Jede Pause dauert 15′.

Der Abend ist Teil von »Mit Wirkung. Eine Relaxed Veranstaltungsreihe über intensive Themen«.

Mit Media  (مع الميديا)

نكرِّس الفعالية الخامسة ل«مِت ڤيركونغ» إلى دور وسائل الإعلام في/ وممارسات القمع. بدءًا بعرض فيلم، وبصحبة خبراء في السينما والميديا والصحافة، ندعو الحضور إلى التأمل في أثر الميديا على المعارك الاجتماعية الحالية وعامةً. 

بدء الوصول: 14:30-15:00
عرض الفيلم: 15:15
مخطط لاستراحة مدتها 15 دقيقة كل حوالي 45 دقيقة.

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التذاكر: الحضور مجاني.

مدة الفعالية: حوالي 4 ساعات

Hinweise zur Barrierefreiheit

Bei Fragen zu Barrierefreiheit, meldet euch bitte bei Agnieszka Habraschka. Agnieszka wird bei der Veranstaltung als Access Person anwesend sein und dich bei allen Fragen/Bedarfen rund um Barrierefreiheit unterstützen.
Die Veranstaltung findet im Erdgeschoss statt und ist stufenlos zugänglich.

Genereller Hinweis zu Inhalt und sensorischen Reizen

Die Mit Wirkung-Veranstaltungen beschäftigen sich mit Deutschem Rassimsumus mit Fokus auf Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus in Deutschland.

Mit Media fokussiert sich auf das Zeigen von Filmen und die Nutzung von Medien. Während der Veranstaltung wird Essen serviert, daher wird es Gerüche im Raum geben.
Detaillierte Angaben zu Inhalt, sensorischen Reizen sowie Informationen zu Allergenen im Catering findest du unten.

Relaxte Veranstaltung

Die Veranstaltungen finden in einer relaxten Athmosphäre statt. Verschiedene Formen der Aufmerksamkeit sind willkommen. Es gibt Tische in unterschiedlichen Höhen, verschiedene Sitzmöglichkeiten, sensorische Spielzeuge*, Getränke und Essen (glutenfreie und vegane Optionen sind verfügbar). Du kannst dich frei bewegen, sitzend oder liegend teilnehmen und sensorische Spielzeuge* nutzen. Pausen kannst du selbstständig nehmen und nach Bedarf kommen und gehen.

Sitzmöglichkeiten
Stühle, Sitzsäcke, Sitzkissen, Teppiche

Rückzugsraum
Es gibt einen Rückzugsraum mit Sitzsäcken, Liegemöglichkeiten, sowie Decken und Stim Toys*.

*Stim Toys sind kleine, beruhigende Objekte wie Stressbälle, Knete oder Druckringe, die besonders neurodivergenten Menschen helfen, ihr Nervensystem zu regulieren.

Was ist eine relaxte Veranstaltung?
Relaxte Veranstaltungen orientieren sich am Format der Relaxed Performance und zielen darauf ab, Barrierefreiheit insbesondere für neurodivergente Menschen, Menschen mit chronischen Krankheiten/Schmerzen/Personen mit unsichtbaren Behinderungen anzubieten. Dabei wird Barrierefreiheit nicht nachträglich hinzugefügt, sondern ist Teil des Veranstaltungskonzepts. Sowie bei Theatervorstellungen, gibt es auch bei Veranstaltungen oft implizite Verhaltensregeln, die es neurodivergenten Menschen oder Menschen mit chronischen Krankheiten/Schmerzen schwer machen, uneingeschränkt teilzunehmen. Beispiele hierfür sind Erwartungen wie still auf Stühlen zu sitzen, sich wenig zu bewegen oder keine selbstständigen Pausen zu nehmen. Solche Konventionen erschweren vielen Menschen die Teilnahme. Diese Regeln/Erwartungen sollen mit dem Format der relaxten Veranstaltung aufgehoben werden.

Zudem bieten relaxte Formate gerade bei emotional aufreibenden oder mit Trauma verbundenen Themen eine sensible Herangehensweise. Zu Beginn jeder Veranstaltung teilen wir mit euch verschiedene Körperübungen, die das zentrale Nervensystem beruhigen sollen und die ihr für euch oder als Gruppe miteinander ausführen könnt.

Inhaltsangabe/Sensorische Reize/Allergene

Civil Alliance, Palestine 47-48 – Ariella Azoulay (2012)

Film mit Untertiteln in Englisch
52,36 Minuten


Inhaltsangaben:
-Der Film dokumentiert Beispiele von Versöhnung, Vergebung und Bemühungen um Frieden zwischen jüdischen und palästinensischen Menschen in Palästina.
-Thematisiert werden Erfahrungen und Berichte über Gewalt und Mord zwischen jüdischen und palästinensischen Gemeinschaften.
-Erwähnung und Darstellung von nationalistischer und militärischer Gewalt.
-Der gesamte Film spielt in einer einzigen Szene ohne Szenenwechsel.

Sensorische Reize:
-Schnelle Wechsel der Untertitel, was das Lesen erschweren kann
-Zu Beginn und Ende des Films überlagern sich mehrere Stimmen auf Hebräisch und Arabisch
-Mehrere Sprecher*innen sprechen gleichzeitig, insbesondere bei gleichzeitigen Übersetzungen
-Ganz zu Ende des Films, gibt es einen längeren Text, der in weißen Buchstaben auf schwarzem Hintergrund zu lesen ist. Die Buchstaben sind eher klein.

Marc Siegel
Input

Inhaltsangaben:
-Keine Inhaltsangaben vorhanden

What it´s like to live in Germany as a pro-Palestinian – Witness Documentary – Palästina: Verboten in Berlin, ein Dokumentarfilm von Nahed Awwad und Mariam Shahin (2023)
Kurzfilm auf Deutsch und Arabisch – mit Deutschen Untertiteln
25,20 Minuten
Der Film begleitet eine in Berlin ansässige Anwältin und ihre Kolleg*innen in ihrem Kampf gegen die Unterdrückung palästinensischer Stimmen in Deutschland, während sie trotz zunehmender Einschränkungen und Repressionen die verfassungsmäßigen Rechte verteidigen.

Inhaltsangaben:
-Szenen von pro-Palästinensischen Demonstrationen In Deutschland
-Szenen und Erwähnungen von Polizeigewalt Gegen Demonstrierende
-Erwähnungen von Deportationen
-Erwähnungen von bürokratischem Rassismus gegen Palästinser*innen
-Institutionalisierter Rassismus Gegen Palästinenser*innen
-Kriminalisierung und Unterdrückung von pro-Palästinensischen Stimmen in Deutschland
-Erwähnung von Racial Profiling
-Erwähnungen der Nakba
-Erwähnungen des Holocausts
-Erwähnungen der Intifada

Shams Table

Sensorische Reize:
-Geräuschkulisse durch Gespräche, viele Menschen sprechen gleichzeitig
-Geruch von Essen

Allergene:

Aubergineneintopf (Mnazalet Batinjan):
-Kichererbsen
-Zwiebeln
-Knoblauch
-Frischer Koriander

Reis:
Frischer Koriander

Nudelsalat mit Pesto:
Mozzarella-Käse (Milch)

Bananen-Wrap:
-Sesam
-Sulfite
-Walnüsse
-Haselnüsse
-Mandeln
-Kokosnuss
-Gluten

Räume und WC

Ein durchgehend zugänglicher, stufenloser und ebenerdiger Zugang (inkl. Bordsteinrampe) von der Straße zum Gebäude und zum Saal von einer Breite mit mind. 150 cm ist vorhanden. Die Bodenoberfläche im Hof ist leicht uneben.
Die Veranstaltung findet im Saal statt, dieser ist ebenerdig.
Der Saal, wird durch eine 194 cm breite Doppeltür betreten. Dann gibt es eine zweite Doppeltür, die ein Eingangsmaß von 180 cm hat. Die dritte Flügeltür, durch die das Publikum in den Saal gelangt, ist 136 cm breit.
Es gibt keinen Aufzug.
Die Bar ist leider nur über eine Treppe im ersten Stock zu erreichen und daher nicht für Rollstuhlfahrer*innen zugänglich. Es gibt 17 Stufen zwischen dem Erdgeschoss und dem ersten Stock.
Im Veranstaltungssaal/-bereich ist Platz für Rollstühle oder Rollatoren gegeben und es gibt die Möglichkeit der besonders geeigneten Platzreservierung und/oder den Saal vorzeitig zu betreten.

Barrierefreies WC
Es gibt eine rollstuhlgerechte Toilette im Erdgeschoss des Gebäudes. Der Zugang zu dieser Toilette erfolgt über den Flur und ist 198 cm breit. Der Eingang zur Toilette ist 79 cm breit.

Anfahrt

Die nächstgelegene Haltestelle ist U-Bahnhof Eberswalderstr.
Die U Bahn Station verfügt über einen Aufzug. Die U Bahn Station befindet sich an einer Kreuzung mit viel Auto-und Passant*innenverkehr.
Von dort aus führen Teile des Weges ins Ballhaus Ost über Kopf­steinpflaster.
Der Theatereingang ist durch den Torbogen im Hof des Hauses in der Pappelallee 15.

Parkplätze
In der Pappelallee befinden sich Parkplätze im öffentlichen Raum am Straßenrand. Das Theater kann keine eigenen Parkplätze anbieten.

LAST PRAYER

Vier Frauen warten auf das Ende. Dieses Mal kommt es. Wirklich. Sie stehen vor einer riesigen Feuerwand oder warten auf die finale Sturmflut. Sie machen das letzte Bild, im haltlosen Versuch, die Schönheit des Moments einzufrieren. Sie stellen sich dem Dada unserer Zeit, denn der daily image feed karikiert die Schönheit während der Planet untergeht. LAST PRAYER ist multimediale Dramatik, ist eine Hommage ans Leben. Feministisch, sehnsuchtsvoll radikal und absurd abgründig.

 

Evy Schubert ist Regisseurin, Multimediakünstlerin und Autorin und arbeitet an der Schnittstelle von Theater, Film und Text. Sie hat diverse Produktionen mit dem Team von LAST PRAYER realisiert.

Palace of Ash and Rain

In »Palace of Ash and Rain« versucht das Queer-Performance-Kollektiv ONCE WE WERE ISLANDS, sich ein Queer-Utopia vorzustellen: post-kapitalistisch, post-traumatisch, post-süchtig, post-traurig, post-freudig – ein After to the mess that came Before. »Palace of Ash and Rain« ist das fünfte Kapitel von »With Forests in Our Mouths«.
 
Das Queer-Performance-Kollektiv ONCE WE WERE ISLANDS macht multidisziplinäre Performance-Arbeiten, bei denen sie oft die Queer-konstruierte Sprache Damiá als künstlerisches Mittel einsetzen. Im Jahr 2023 verließen sie Berlin für ein neues Zuhause am Waldrand in Nordkarelien, Finnland.

Faserland-Boys und Ich

Fatima Çalışkan lässt sich in ihrem Monolog von der Oberflächlichkeit popkultureller Männerliteratur der Nullerjahre faszinieren und findet labernd ihre feministische Antwort. Inspiriert vom Roman »Faserland« hinterfragt sie den popkulturellen Zeitgeist aus weiblicher, postmigrantischer Sicht und rezensiert ihre Arbeit im literarischen Quartett.
 
In ihrer transdisziplinären Arbeit entwickelt Fatima Çalışkan politische Positionen zu Biografie und Zeitgeist mit humorvoll-satirischem Zugriff. Für den Monolog »Faserland-Boys und Ich« knüpft sie an ihre eigene Erfahrung an, von Menschen in unpassende orientalisierte Schubladen gesteckt zu werden und dreht den Spieß nun lustvoll um.

Gargoyles

In »Gargoyles« verbinden sich die Narrative böser Frauen mit den grotesken Wasserspeiern aus der Gotik. Halb Gargoyle, halb Theaterfigur erwachen die Bösewicht*innen Medea und Lady Macbeth aus ihren physischen und metaphorischen Versteinerungen.

 

Anne Welenc feierte mit »QUEENS« 2023 ihr Debüt als Autorin und Regisseurin. Ihre Arbeiten basieren auf kritisch feministischen Recherchen klassischer Theaterstoffe, die sie mit Impulsen aus verwandten darstellenden Künsten und Elementen der Pop- und Clubkultur erweitert.

La Fracture

Yasmine Yahiatène begibt sich auf die Spuren ihres Vaters Ahmed: seine kabylischen Wurzeln, sein Exil nach Frankreich, der Verlust seiner Muttersprache. Aber auch das Finale der WM 98, die beiden Tore von Zidane. Und, zwischen diesen beiden Ufern, der Alkohol – wie ein schlechtes Heilmittel gegenüber dieser zerfallenden Vergangenheit.

Yasmine Yahiatène und ihr kreatives Team haben La Fracture, eine ebenso diskrete wie verstörende Uraufführung, mitverfasst. In einem subtilen Spiel aus mündlichen Beschwörungen und visuellen Überlagerungen schlüpft sie in die Lücken ihrer Familiengeschichte und verwandelt die Bühne in einen Ort der Untersuchung und Wiedergutmachung. 

Schule der Liebenden

Im Rahmen von NO LIMITS – Disability & Performing Arts Festival 2024

  
Die »Schule der Liebenden« ist eine sensible, ermächtigende und genre-sprengende Kunsterfahrung zum Thema Liebe und Intimität für Menschen mit und ohne Behinderungen.

H I N W E I S E:
Es gibt Momente mit lauten Geräuschen.

Die Performance ist zum Teil interaktiv.
Das Publikum wird direkt angespielt und zu kleinen Übungen (Atmen, kleinen Berührungen) eingeladen. Man muss nie mitmachen.
Das Publikum wird gebeten, die Schuhe auszuziehen, um die Bühne zu betreten.

A Spectacle of herself

Im Rahmen von NO LIMITS – Disability & Performing Arts Festival 2024
Einen wilden Spagat zwischen Neuem Zirkus, queer-feministischer Stand-Up-Comedy, Trash und poetischer Intimität wagt Laura Murphy in ihrer ebenso persönlichen wie provokanten Solo-Show.

TRIGGERWARNUNG

Es gibt Nebel, stroboskopartige Lichter und laute Musik/Geräusche.

Das Stück enthält Nacktheit, vulgäre Sprache und Bezüge auf Sex.

Harmony Within the Noise

Im Rahmen von NO LIMITS – Disability & Performing Arts Festival 2024
Anna Berndtson und Yingmei Duan verbinden die über die ganze Stadt verteilten Spielorte des Festivals – Bühnenraum und öffentlichen Raum, Innenraum und Außenraum – mit zehn von ihnen eigens für NO LIMITS entwickelten Live-Performances. »Harmony Within the Noise« ist eine kollaborative Serie von Performances, die die Grenzen zwischen Kunst und Alltag verschwimmen lassen und das Publikum mitnehmen auf eine Reise der Wahrnehmung. Verschiedene Medien stimulieren dabei die Sinne der Zuschauer:innen und sollen neue Perspektiven eröffnen.

 
Die beiden Performance-Künstlerinnen haben Freie Kunst bei Marina Abramović an der HBK Braunschweig studiert. In den letzten zwanzig Jahren sind sie sowohl einzeln als auch in zahlreichen Kollaborationen aktiv. Sie fokussieren ihre Energie und Kreativität auf Performancekunst, mit einer Vielzahl von Arbeiten im In- und Ausland.

Ein Schatten unserer Selbst

Der Abend entführt in eine Welt zwischen Licht und Schatten. Gemeinsam mit den Performer*innen von Hysterisches Globusgefühl betritt das Publikum ein zwielichtig schimmerndes Reich im Saal des Ballhaus Ost und erkundet die Grauzonen des Schattentheaters.

 

Das Performancekollektiv Hysterisches Globusgefühl (Berlin/Wien) richten sich mit vollem Herzen und solidarischer Zusammenarbeit mit ihrer künstlerischen Arbeit gegen das heteronormative Patriarchat und entwickeln Utopien für eine antirassistische, klassenlose, queerfeministische und respektvolle Zukunft. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Frage nach bewusstem Handeln, politischer Interaktion und globalem Unwohlsein. Sie machen die Straßen zur Theaterbühne und das Theater zum Schauplatz politischer Auseinandersetzung. Angetrieben von der Suche nach alternativen Möglichkeiten setzen sie sich mit Formen des Protests, der Ästhetik von Subkulturen und Fragen gesellschaftlichen Zusammenlebens auseinander.  https://hysterischesglobusgefuehl.wordpress.com/

Concerthaus Ost – The Late Night Shows

Erlebt einen Abend im Ballhaus Ost, an dem sich persönliche Geschichten und musikalische Innovationen in genre-sprengenden Performances von Künstler*innen treffen, die eng mit der Region SWANA (Südwestasien und Nordafrika) verbunden sind.

Anthony Hüseyin, Kurator*in des Events, führt durch den Abend mit einer fesselnden Mischung aus kurdischen, türkischen und arabischen Einflüssen. Als nicht-binärer Künstler*in, derer Praxis Klassik, Jazz und traditionelle Formen miteinander verbindet, erforscht Hüseyin in derer Arbeit Themen wie Erinnerung, kollektives Bewusstsein und die Flüchtigkeit von Identität. Mit einer Stimme, die zwischen Verletzlichkeit und Trotz schwankt, lädt Hüseyin das Publikum in eine Welt ein, in der das Persönliche politisch wird, queere Erzählungen gefeiert werden und der Körper selbst zu einem Instrument des Widerstands wird.

MADANII, ein genreübergreifendes Talent mit persischen Wurzeln, bietet eine sinnliche Mischung aus Avant-Pop, alternativem R&B und Trap, die das Spannungsfeld von Zugehörigkeit, queerer Liebe und Generationenträumen erforscht. Jeder ihrer Songs ist ein eindringliches Erlebnis, das persische Kulturmotive mit einer rauen, zeitgenössischen Note verwebt.

Zuher Jazmati (auch bekannt als xanax_attax) vervollständigt das Lineup, indem er seine syrisch-deutsche Identität in Sets kanalisiert, die kitschigen arabischen Pop mit weiblichen Hip-Hop-Beats verschmelzen. Als Mitbegründer der ADIRA Party setzt er sich in seinen DJ-Sets mit Themen wie antimuslimischem Rassismus und queerer Sichtbarkeit auseinander und schafft einen kraftvollen Raum für Selbstdarstellung und Gemeinschaft.

Mit »Echoes of the Edge: Queer Sounds and Stories from West Asia & North Africa« definieren diese Künstler die SWANA-Soundscapes neu und schaffen ein Mosaik aus Widerstand, Resilienz und Ehrfurcht vor ihren Wurzeln.

#unkürzbar

The measures planned by the Berlin Senate to consolidate the state budget announce drastic budget cuts for the coming years. The cultural sector, but also related areas such as education, social affairs and science, are particularly affected.

We still do not know at this stage to what extent the budget cuts will affect our specific work at Ballhaus Ost. However, we are very concerned about the Senate’s priorities and the policy of social coldness that they reflect. Concerned about the future of Ballhaus Ost and the many people with their diverse life stories with whom we work. Concerned about the future of Berlin.

There are many people involved in the fight against the Berlin Senate’s short-sighted and socially unjust cost-cutting agenda. We have collected particularly important initiatives and statements whose concerns we support and share in the following (constantly updated) link list:

https://unkuerzbar.de

http://berlinistkultur.de

https://www.bbk-berlin.de/news/16122024-pressemitteilung-von-berlinistkultur-zu-den-dezentralen-aktionstagen-vom-16-181224

https://diversity-arts-culture.berlin

https://stiftung-kulturelle-weiterbildung-kulturberatung.berlin.de

Songs & Dances about the Weather

Das Tanzstück verbindet Geschichten über afrikanische Rainmaking Rituale mit der poetischen Darstellung von Klimadaten der abschmelzenden Gletscher in Europa. So werden zwei Phänomene des Verschwindens in Zusammenhang gebracht und mit Hilfe dreidimensionaler Projektionen erfahrbar gemacht.

 

Christoph Winkler erarbeitete seit 1996 als freischaffender Künstler mehr als 80 Tanzstücke und ist einer der profiliertesten und vielseitigsten Choreografen Deutschlands. Seine Arbeit umfasst ein weites Spektrum von Formaten und reicht von sehr persönlichen bis hin zu politischen Themen. Unter dem Dach der Company Christoph Winkler bringt er Tänzer:innen aus der ganzen Welt zusammen, um als temporäre Kollektive an einem weiten, inhaltlichen Spektrum zusammenzuarbeiten.

Warum der Hund das Fleisch durch den Fluss trägt

Im Wald der Fabeltiere ist dauernd Streit. Nie sind zwei einer Meinung. Doch nicht der Streit ist das Problem, sondern wie wir damit umgehen. In kniffligen Situationen sind Mäusemut, Eichhörnchenhumor und Friedenstechniken gefragt. Gemeinsam mit den Tieren erprobt das Publikum den Werkzeugkasten der Konfliktbearbeitung.

 

Sebastian Mauksch entwickelt, vorrangig für Kinder und Jugendliche, Theaterinszenierungen als gemeinsamen Erlebnis- und Erfahrungsraum. Die Produktionen entstehen in einer kollektiven Departement-Arbeitsweise mit verschiedenen Künstler*innen, die diesmal auch selbst performen. 

So entstanden in Kooperation mit dem Ballhaus Ost neben »Warum der Hund das Fleisch durch den Fluss trägt« (2023, Förderung HKF, Longlist Augenblick mal! 2025) z.B. »Normans Norm« (2024, Senatsförderung), »Junge Leute« (2022, HKF-Förderung, Longlist Wildwechsel 2023), »Fennymore oder wie man Dackel im Salzmantel macht« (2019, HKF-Förderung, Einladungen zu den Festivals Augenblick mal! u. Wildwechsel2021), »Karl & Knäcke lernen Räubern« (2020, Senatsförderung). Schwerpunkt seiner künstlerischen Forschung ist »Die Kunst der Adoleszenz« sowie deren Wirkungsprinzipien selbstermächtigender Theaterarbeit. Er ist Juror beim »Theatertreffen der Jugend« und erarbeitet vielfältige künstlerische Projekte an Berliner Schulen. http://sebastianmauksch.de/

Jokehaus Ost

Die Zeiten sind hart! Aber, kennst die Formel: Tragödie + Zeit = Komödie? Wenn nicht, bist Du wahrscheinlich kein:e Komiker:in. Denn diese geplagten Jokster wissen, wie sie ganz fix von ihrem Schmerz bei Deinem Vergnügen landen! Wenn Du Dich schonmal gefragt hast, wie es klingt, wenn vom Leben gebeutelte Witzermacher:innen sich selbst verarbeiten – komm ins JOKEHAUS OST! Vom Eizellen-Einfrieren, über Kindheiten im Krieg bis hin zu abwesenden Vätern – Trauma Dumping ist unsere Sprache der Liebe! Am Ende bist Du froh, dass das Leben hart ist, denn ohne Übel hätten diese internationalen Comedians kein Material, um mit Dir gemeinsam unser aller Schmerzen wegzulachen! Und das ganze ohne Mathematik!

Mit Anna Beros, Gözde Güngör, Palma Palacios and Mila Panić 

Kuratiert von EXPERT BY IDENTITY 

 

ACCESS HINWEIS
Der Veranstaltungsraum ist nur über Treppen erreichbar.

Souls Out

Versammelt unter dem Titel »Souls Out«, setzen sich die Semesterabschlussarbeiten der Bühnenbildklasse UdK Berlin mit gesellschaftspolitischen und ästhetischen Dringlichkeiten unserer Gegenwart auseinander und erzeugen multimedial geprägte Rauminszenierungen, die es ermöglichen , zeitgenössische Fragen mit künstlerischen Mitteln zu erproben.

Freitag 14.02.

Performances ab 17:00

ORAL
Beginn: 17:00 Uhr
Dauer: ~30 Minuten
Ort: [Saal]
Details: Performance, Videoinstallation
Künstler*innen: Naima-Sophie Okoemu and Nils Ronneburg / tattoosforgoodpeople

THE CULTURE CIRCUS: – When Cuts Go Wild
Beginn: 17:50 Uhr
Dauer: ~10 Minuten
Ort: [HOF]
Details: Installation und Performance
Künstler*innen: Martin Gonschorek, Sarah Hrstkova, Paula Krömeke, Sofia Loose Martinez de Castro

DRAG PERFORMANCES:
Beginn: 18:00 Uhr

1. ENTROTERRA
Beginn: 18:00 Uhr
Dauer: ~8 Minuten
Ort: [Bar]
Details: Bühnenbild und Performance, „Vom Raum zum Text“ – Eine Kooperation mit dem Studiengang Szenisches Schreiben
Künstler*innen: Mariano Sukopp (Bühnenbild), Laura Gerloff (Szenisches Schreiben), Emma Bröcker (Audio)
2. SILVER TONGUE presents: MERCILESS MASC
Beginn: 18:10 Uhr
Dauer: ~15 Minuten
Ort: [Saal]
Details: Performance
Künstler*innen: Jo Landt
3. LINEAGE
Beginn: 18:30 Uhr
Dauer: ~20 Minuten
Ort: [Saal]
Details: Bühne Performance
Künstler*innen: Eduardo Soto and Corazón

MULTIWELLEN OSZILLATOR
Beginn: 19:15 Uhr
Dauer: ~ 15 Minuten
Ort: [Bar]
Details: Ministück, „Vom Raum zum Text“ – Eine Kooperation mit dem Studiengang Szenisches Schreiben
Künstler*innen: David Sinha (Bühnenbild), Silas Grünwald (Autor), Rosa Dietermann, Vandross (SpielerInnen)

SCENIC/CYNIC IMAGARIES: Imma Jazz-in/Jazz-out
Beginn: 19:30 Uhr
Dauer: ~35 Minuten
Ort: [Saal]
Lecture/Performance und Installation
Concept/Text: Reihaneh Mehrad
Sound Design: Fat
Costume Design: Leo de Saint Sève

PÉPLUM PIC-NIC
Beginn: 20:10 Uhr
Dauer: ~10 Minuten

Ort: [Saal]

Details: Lecture/Performance

Künstler*in: Jeanot Kempf

MOURNING ANIMALIA
Beginn: 20:20 Uhr
Dauer: ~10 Minuten
Ort: [Bar]
Details: Installation und Performance, „Vom Raum zum Text“ – Eine Kooperation mit dem Studiengang Szenisches Schreiben
Künstler*innen: Josepha Lhuillier-Sion (Bühnenbild) and Marie Magdalena Fuchs (Szenisches Schreiben)

CABARET (ONE-MAN SHOW)
Beginn: 20:30 Uhr
Dauer: ~120 Minuten
Ort: [Saal] (Seite zum Friedhof)
Art: Performance
Künstler*in: Geoffrey Paul Patrick LaRue
Content Notes:
● Inhalt für Erwachsene: Angedeutetes sexuelles Verhalten, Nacktheit und ein Handlungspunkt, der eine Abtreibung beinhaltet.
● Gewalt und Missbrauch: Darstellungen von körperlicher und seelischer Gewalt, simuliertes Blut.
● Diskriminierung und Intoleranz: Themen wie Antisemitismus, Homophobie, Frauenfeindlichkeit, Entmenschlichung und Altersdiskriminierung im Berliner Nachtleben der 1930er Jahre.
● Probleme mit der psychischen Gesundheit: Depressionen, Selbstmordgedanken, Sucht, existenzielle, verzweifelte und moralische Krisen.
● Politischer und sozialer Kommentar: Schwerpunkt auf Deutschland vor dem Zweiten Weltkrieg und die Gefahren der Selbstzufriedenheit angesichts des aufkommenden Faschismus, mit zeitgenössischer Relevanz für Politik und soziale Fragen.
Diskretion der Zuschauer*innen empfohlen

DURATIONAL PERFORMANCES (kann zu jeder Tageszeit beginnen)

DEIN FLEISCH ZU MEINEM FLEISCH
Dauer: ~30 Minuten bis 1 Stunde
Ort: [Bar]
Details: Installation und Durational Performance, „Vom Raum zum Text“ – Eine Kooperation mit dem Studiengang Szenisches Schreiben
Künstler*innen: Duong Nguyen Thuy (Bühnenbild) and Mira Seesemann (Szenisches Schreiben)
GRASS ON MY LIVER
Ort: [3rd Floor]
Details: Installation und Performance
Künstler*in: Yaoer Zeng

Samstag 15.02.

Performances ab 20:00

THE CULTURE CIRCUS: – When Cuts Go Wild
Beginn: 20:00 Uhr
Dauer: ~10 Minuten
Ort: [HOF]
Details: Installation und Performance
Künstler*innen: Martin Gonschorek, Sarah Hrstkova, Paula Krömeke, Sofia Loose Martinez de Castro

DRAG PERFORMANCES:
Beginn: 20:10 Uhr

1. ENTROTERRA
Beginn: 20:10 Uhr
Dauer: ~8 Minuten
Ort: [Bar]
Details: Bühnenbild und Performance, „Vom Raum zum Text“ – Eine Kooperation mit dem Studiengang Szenisches Schreiben
Künstler*innen: Mariano Sukopp (Bühnenbild), Laura Gerloff (Szenisches Schreiben), Emma Bröcker (Audio)
2. SILVER TONGUE presents: MERCILESS MASC
Beginn: 20:20 Uhr
Dauer: ~15 Minuten
Ort: [Saal]
Details: Performance
Künstler*innen: Jo Landt
3. LINEAGE
Beginn: 20:40 Uhr
Dauer: ~20 Minuten
Ort: [Saal]
Details: Bühne Performance
Künstler*innen: Eduardo Soto and Corazón

MULTIWELLEN OSZILLATOR
Beginn: 21:15 Uhr
Dauer: ~ 15 Minuten
Ort: [Bar]
Details: Ministück, „Vom Raum zum Text“ – Eine Kooperation mit dem Studiengang Szenisches Schreiben
Künstler*innen: David Sinha (Bühnenbild), Silas Grünwald (Autor), Rosa Dietermann, Vandross (SpielerInnen)

SCENIC/CYNIC IMAGARIES: Imma Jazz-in/Jazz-out
Beginn: 21:30 Uhr
Dauer: ~35 Minuten
Ort: [Saal]
Lecture/Performance und Installation
Concept/Text: Reihaneh Mehrad
Sound Design: Fat
Costume Design: Leo de Saint Sève

PÉPLUM PIC-NIC
Beginn: 22:00 Uhr
Dauer: ~10 Minuten

Ort: [Saal]

Details: Lecture/Performance

Künstler*in: Jeanot Kempf

MOURNING ANIMALIA
Beginn: 22:10 Uhr
Dauer: ~10 Minuten
Ort: [Bar]
Details: Installation und Performance, „Vom Raum zum Text“ – Eine Kooperation mit dem Studiengang Szenisches Schreiben
Künstler*innen: Josepha Lhuillier-Sion (Bühnenbild) and Marie Magdalena Fuchs (Szenisches Schreiben)

22:30-ENDE DES HAUPTPROGRAMMS

DEIN FLEISCH ZU MEINEM FLEISCH
Dauer: ~30 Minuten bis 1 Stunde
Ort: [Bar]
Details: Installation und Durational Performance, „Vom Raum zum Text“ – Eine Kooperation mit dem Studiengang Szenisches Schreiben
Künstler*innen: Duong Nguyen Thuy (Bühnenbild) and Mira Seesemann (Szenisches Schreiben)
GRASS ON MY LIVER
Ort: [3. Etage]
Details: Installation und Performance
Künstler*in: Yaoer Zeng


http://buehnenbild-udk.xyz/
Instagram: @audick_udk_buehnenbildklasse

Damage Done

Willkommen in einem Wohnzimmer, das sich in einen schwelenden Schauplatz des Erinnerns und Vergessens verwandelt. Hier, zwischen einer an Alzheimer erkrankten Großmutter und ihrer Tochter, prallen Welten aufeinander: ein Wechselspiel aus Wut, Trauer, Verzweiflung und Desorientierung.

  
 

Das Stück ist Teil eines Arbeitszyklus des Theater- und Filmmachers Tobias Yves Zintel, in dem er sich mit verschiedenen Facetten seiner eigenen Familiengeschichte auseinandersetzt: in »Mental Radio« (2012) und »Autistische Spiele« (2020/2021) erforscht er Aspekte der Neurodiversität und gesellschaftlicher Exklusion; In » das ist dunkel, das ist hell« (2017) beleuchtet er die Fragilität des Erinnerns und die Konstruktion von Erinnerungsräumen im Kontext von NS-Zeit, Familie und den daraus entstehenden Erzählungen und verzahnt diese mit gegenwärtigen Perspektiven; in »Damage Done« (2025) setzt er sich mit Demenz, Brüchen im Erinnern und familiären Dynamiken auseinander. Seine Arbeiten verbinden persönliche Biografie mit gesellschaftskritischer Reflexion und hinterfragen etablierte Narrative durch eine vielschichtige, medienübergreifende künstlerische Praxis.

Im Anschluss an die Vorstellung vom 22.02. findet ein Publikumsgespräch in Kooperation mit Theaterscoutings Berlin statt.

CONTENT NOTES

Demenz, Erinnerungsverlust und Kontrollverlust, familiäre Konflikte und emotionale Überforderung, physische und psychische Gewalt, wiederkehrende Sprachmuster, Szenen der Hilflosigkeit und Desorientierung, hohe emotionale Intensität. Einsatz von explizitem Archivmaterial, Reflexion über ethische Fragen und individuelle Grenzen.

Grelle Lichteffekte, Stroboskopblitze, fordernde akustische Gestaltung, verdichtete Atmosphäre.

Frauen der Revolutionsstraße دختران خیابان انقلاب

دختران خیابان انقلاب داستان خیابانی به درازای ۵ کیلومتر در قلب شهر تهران است که از اسفند ۱۳۵۷ تا کنون صحنه‌ی ایستادگی زنان در برابر نظام اسلامی حاکم بر ایران بوده است. جایی که در ویرانه‌ها و خانه‌های متروک آن طرح‌های نو و تئاتر شوریدن پدیدار می‌شود.  

 

Das Stück erzählt von Menschen, die sich weigern, sich zu fügen. Von Frauen, die Generationen von Unterdrückung herausfordern und ihre Identität, ihre Stimmen und ihren Ausdruck finden. Es verbindet die Geschichte der Protagonistin und ihrer Mutter mit dem kollektiven Kampf um Freiheit – einem Kampf, der auf der Revolutionsstraße seinen sichtbarsten Ausdruck findet.

 

در پاییز ۱۴۰۱ همزمان با خیزش زنان، آیت نجفی در تهران مجموعه‌ای از کارگاههای زیرزمینی تئاتر را هدایت می‌کرد. این پروژه از سال ۱۴۰۲ با پیوستن جمعی از هنرمندانِ سایر کشورها به گروه در برلین ادامه یافته است.

 

Im Herbst 2022 leitete Ayat Najafi in Teheran während des Frauenaufstands eine Reihe von Untergrundtheater-Workshops. Aus dieser Arbeit entstand ein Ensemble, das er seit 2023 in Berlin mit internationalen Künstler*innen weiterführt.

Date of Performance |تاریخ اجرا

لکچر-پرفورمنس «تاریخ اجرا» از آثاری می‌گوید که توسط هنرمندان در بند در زندان‌های ایران شکل گرفته و اجرا شده‌اند. چگونه می‌توان یک تمرین هنری را در محدوده‌های یک زندان حفظ کرد؟ چه اشکالی از اجرا در چنین شرایطی قابل تصور هستند؟ هنرمندان چه نقشی در فرآیندهای تحول اجتماعی ایفا می‌کنند؟

 در تاریخ هفتم مارچ، پس از اجرا گفتگویی با مریم پالیزبان و آزاده گنجه برگزار می‌شود

Die Lecture-Performance »Date of Performance« berichtet von Aufführungen, die von inhaftierten Kunstschaffenden in iranischen Gefängnissen inszeniert wurden. Wie kann eine künstlerische Praxis in den Grenzen eines Gefängnisses aufrechterhalten werden? Und welche Formen von Aufführungen sind in solchen Bedingungen vorstellbar? Welche Rolle spielen Kunstschaffende in sozialen Transformationsprozessen?

 

Im Anschluss an die Vorstellung am 07.03. findet ein Publikumsgespräch mit Maryam Palizban & Azadeh Ganjeh statt.

Trouble

Fünf Performer*innen zwischen 10 und 44 Jahren suchen nach Wegen, mit den düsteren Szenarien umzugehen, die uns täglich auf allen Kanälen begegnen. Können Zuckerwatte, Zaubertricks oder Gedichte von Kae Tempest helfen? Wie können wir gemeinsam auf all den Trouble reagieren? Und wie können wir stark sein, ohne uns abzuhärten?

REINHEIT

Die Arbeit ist inspiriert von der Auseinandersetzung mit historischen und zeitgenössischen Konzeptionen von Kontrolle, Sicherheit und Sauberkeit — individuell und gesellschaftlich, als zivilisatorischer Motor, als Mittel der Emanzipation und der Unterdrückung.
»REINHEIT« rekonstruiert dazu penibel eine scheinbar endlose, zwanghafte Händewasch-Schleife aus der Hochzeit der Covid-Pandemie.

 

Oliver Zahn ist Theatermacher und Performer. Die Basis für seine Arbeit bilden stets ausgiebige Recherchen – ethnografisch, archivbasiert und im verkörpernden Selbstversuch.

The Great Grand Other

»The Great Grand Other« untersucht die Weitergabe von Kriegserinnerungen und –
traumata über Generationen hinweg. Zwischen szenischem Konzert, Installation und Performance vollzieht sich eine poetisch-musikalische Suche, deren Ausgangspunkt eine Leerstelle ist. Schweigen zum Klingen bringen und nach den Spuren des Krieges in den eigenen Familien und in uns selbst fragen.

Im Anschluss an die Vorstellung vom 11.04. findet ein Publikumsgespräch statt.

Hinweis
Es wird festes Schuhwerk empfohlen!

WEOST

WEOST ist eine Dokumentartheater Maschine, die sich mit den ambivalenten Perspektiven von Jugendlichen zu einer von Umbrüchen geprägten Wendezeit auseinandersetzt. Sie transformiert diese bewegenden Erzählungen über Identität und Vergangenheit zu einem partizipativen Raum für ein transgenerationales Publikum.

Mit Wirkung

Mit der Atmosphäre der Spaltung in Berlin, in der der Diskurs verworren wird und Definitionen politisiert werden, zielt die Veranstaltungsreihe ‚Mit Wirkung‘ darauf ab, Mittel der Solidarität anzubieten und Räume zum Zuhören, Lernen, Reflexion und Austausch zu schaffen. Konzentriert auf die Verbundenheit im Kampf gegen antimuslimischen Rassismus und Antisemitismus Mit Wirkung lädt das Publikum ein, sich mit verschiedenen Perspektiven, Fragen und Herausforderungen der Kämpfe auseinanderzusetzen.

«مِت ڤيركونغ» (تشارك): سلسلة فعاليات «ريلاكسد» حول مواضيع جادة
في ظل أجواء الانقسام في برلين، حيث الخطاب السائد مشوَّش والتعريفات مسيَّسة، تهدف سلسلة فعاليات «مِت ڤيركونغ» إلى طرح وسائل التضامن وإلى خلق مساحات للسمع والتعلم والتأمل والتبادل. مرتكزة على الروابط في النضالين ضد العنصرية تجاه المسلمين ومعاداة السامية، تدعو «مِت ڤيركونغ» الحضور إلى التفاعل مع رؤًى مختلفة، وتساؤلات، وتحديات متعلقة بتلك النضالات.
اللغة: اللغات الأساسية ستكون الإنكليزية والألمانية، لكن ستتوفر ترجمة فورية بالعربية أيضًا.

Sprache
Hauptsprachen sind Englisch und Deutsch.
Eine Simultanübersetzung in Englisch, Deutsch und Arabisch wird angeboten.

Kommende Veranstaltungen:
25.04.2025
the land speaks to me of something shared: a prayer for ancestral rhythms

Vergangene Veranstaltungen:
11.12.2024
Mit Denken
12.12.2024
Mit Sprechen
06.02.2025
Mit Machen 

Hinweise zur Barrierefreiheit

Bei Fragen zu Barrierefreiheit, meldet euch bitte bei Agnieszka Habraschka.

Agnieszka wird bei der Veranstaltung als Access Person anwesend sein und dich bei allen Fragen/Bedarfen rund um Barrierefreiheit unterstützen.

Genereller Hinweis zu Inhalt und sensorischen Reizen

In Mit Wirkung geht es um Antisemitismus und anti-muslimischen Rassismus in Deutschland.
An beiden Abenden wird es Essensgeruch von Essen geben, das vor Ort zubereitet wird.
Wir werden zu jedem Teil der Veranstaltungsreihe detaillierte Inhaltsangaben und Angaben zu sensorischen Reizen und Allergenen zur Verfügung stellen.

Relaxte Veranstaltung

Die Veranstaltungen finden in einer relaxten Athmosphäre statt.
Verschiedene Formen der Aufmerksamkeit sind willkommen. Es wird verschiedene Sitzmöglichkeiten, Stim Toys*, Decken, Getränke und Speisen (auch glutenfreie und vegane Alternativen) geben. Du kannst dich während der Veranstaltung bewegen, sitzend oder liegend teilnehmen, Stim Toys* benutzen. Du kannst dir selbstständig Pausen nehmen und jederzeit rausgehen, sowie wieder hereinkommen. 

Sitzmöglichkeiten
Stühle, Sitzsäcke, Sitzkissen, Teppiche

Rückzugsraum
Es gibt einen Rückzugsraum mit Sitzsäcken, Liegemöglichkeiten, sowie Decken und Stim Toys*.

*Stim Toys sind kleine, beruhigende Objekte wie Stressbälle, Knete oder Druckringe, die besonders neurodivergenten Menschen helfen, ihr Nervensystem zu regulieren.

Was ist eine relaxte Veranstaltung?
Relaxte Veranstaltungen orientieren sich am Format der Relaxed Performance und zielen darauf ab, Barrierefreiheit insbesondere für neurodivergente Menschen, Menschen mit chronischen Krankheiten/Schmerzen/Personen mit unsichtbaren Behinderungen anzubieten. Dabei wird Barrierefreiheit nicht nachträglich hinzugefügt, sondern ist Teil des Veranstaltungskonzepts. Sowie bei Theatervorstellungen, gibt es auch bei Veranstaltungen oft implizite Verhaltensregeln, die es neurodivergenten Menschen oder Menschen mit chronischen Krankheiten/Schmerzen schwer machen, uneingeschränkt teilzunehmen. Beispiele hierfür sind Erwartungen wie, still auf Stühlen zu sitzen, sich wenig zu bewegen oder keine selbstständigen Pausen zu nehmen. Solche Konventionen erschweren vielen Menschen die Teilnahme. Diese Regeln/Erwartungen sollen mit dem Format der relaxten Veranstaltung aufgehoben werden.

Zudem bieten relaxte Formate gerade bei emotional aufreibenden oder mit Trauma verbundenen Themen eine sensible Herangehensweise. Zu Beginn jeder Veranstaltung teilen wir mit euch verschiedene Körperübungen, die das zentrale Nervensystem beruhigen sollen und die ihr für euch oder als Gruppe miteinander ausführen könnt.

Räume und WC

Ein durchgehend zugänglicher, stufenloser und ebenerdiger Zugang (inkl. Bordsteinrampe) von der Straße zum Gebäude und zum Saal von einer Breite mit mind. 150 cm ist vorhanden. Die Bodenoberfläche im Hof ist leicht uneben.
Die meisten Vorstellungen finden im Saal statt, dieser ist ebenerdig.
Der Saal, wird durch eine 194 cm breite Doppeltür betreten. Dann gibt es eine zweite Doppeltür, die ein Eingangsmaß von 180 cm hat. Die dritte Flügeltür, durch die das Publikum in den Saal gelangt, ist 136 cm breit.
Es gibt keinen Aufzug.
Die Bar ist bei gutem Wetter ebenerdig im Hof, bei schlechtem Wetter leider nur über eine Treppe im ersten Stock zu erreichen. Diese Bar ist nicht für Rollstuhlfahrer*innen zugänglich. Es gibt 17 Stufen zwischen dem Erdgeschoss und dem ersten Stock.
Im Veranstaltungssaal/-bereich ist Platz für Rollstühle oder Rollatoren gegeben und es gibt die Möglichkeit der besonders geeigneten Platzreservierung und/oder den Saal vorzeitig zu betreten.

Barrierefreies WC
Es gibt eine rollstuhlgerechte Toilette im Erdgeschoss des Gebäudes. Der Zugang zu dieser Toilette erfolgt über den Flur und ist 198 cm breit. Der Eingang zur Toilette ist 79 cm breit.

Anfahrt

Die nächstgelegene Haltestelle ist U-Bahnhof Eberswalderstr.
Die U Bahn Station verfügt über einen Aufzug. Die U Bahn Station befindet sich an einer Kreuzung mit viel Auto-und Passant*innenverkehr.
Von dort aus führen Teile des Weges ins Ballhaus Ost über Kopf­steinpflaster.
Der Theatereingang ist durch den Torbogen im Hof des Hauses in der Pappelallee 15.

Parkplätze
In der Pappelallee befinden sich Parkplätze im öffentlichen Raum am Straßenrand. Das Theater kann keine eigenen Parkplätze anbieten.

the land speaks to me of something shared: a prayer for ancestral rhythms

Rhythmus reist, Rhythmus migriert, Rhythmus passt sich an, Rhythmus widersetzt sich. Künstler*in Anna Lublina und Musiker hoyah arbeiten mit Stepptanz, erweiterten Stimmtechniken und Live-Mixing, und stellen sich die Frage, was uns die politische und kulturelle Geschichte des diasporischen jüdischen Rhythmus (und seine Verkörperungen) in einer Zeit lehren kann, die von Polarisierung und Gewalt geprägt ist.

Anna Lublina und das Team sind allesamt Künstler*innen, die im Geiste der Doykeit versuchen, aus der Enge des Nationalismus zu fliehen.

Am 25.4. findet eine weitere Performance statt, als Teil von »Mit Wirkung. Eine Relaxed Veranstaltungsreihe über intensive Themen«

Dyke*haus Ost: Graduation

Nach einem Monat Training präsentieren die 13 Absolvent*innen der diesjährigen Dyke* High ihr Showcase und die heißeste Abschlussfeier, auf der du je gewesen bist. . . Denkt daran, Cash für eure Dykes* mitzubringen.

Magic Dyke* ist eine masc Dyke* Stripping- Gruppe in Berlin von und für Lesben, queere Frauen, nicht-binäre, trans, intersex und agender Menschen, die masc Stripping von Nicht-Cis-Männlichkeiten zeigt und Butches, Studs, Bois, Mascs und Genderfuckers eine Bühne gibt, um sich sexy zu fühlen in einer Welt, die ihnen sagt, dass sie es nicht sind. Seit Mai 2022 kreiert Magic Dyke* sensationelle Shows und bietet eine Party, die ein sicherer Raum für die SLINTA* (sapphic, lesbian, intersex, non-binary, transgender, agender) Community in Berlin ist. Eine sichere Türpolitik, die nicht aufgrund des Aussehens urteilt, eine von Sex Arbeiter*innen geführte SLINTA*ausschließlich-Darkroom, eine sex-positive Atmosphäre und das Bemühen, eine möglichst inklusive Umgebung zu schaffen. Durch sie bekommen die Leute Butches, Studs und andere Sapphics mit masc expression als sexy zu sehen, was ein Gefühl der Euphorie bei all jenen hervorruft, die sich mit Butchness identifizieren oder von ihr angezogen werden.

H O U S E R U L E S


Bitte beachten: Eintrittskarten sind keine Garantie für den Einlass und es gibt keine Rückerstattung, also lest bitte unsere Regeln, vor dem kaufen 😉 Es kann sein, dass ihr an der Tür gebeten werdet, eine oder mehrere dieser Regeln zu bestätigen.

INCLUSIVITÄT
Nehmt niemals das Geschlecht, die Pronomen oder die Fähigkeiten einer Person an. Lesbe* bedeutet nicht cis-lesbische Frau. Wir dulden keine rassistische, islamfeindliche, antisemitische, ableistische, fettfeindliche, TERF- oder SWERF-Ideologie.

ZUSTIMMUNG
Wir sind eine masc Str*pping Gruppe und haben unsere Körper für euch zur Schau gestellt. Wir werden an diesem Abend ein System haben, mit dem du den Dykes* deine Zustimmung geben oder nicht geben kannst, aber unter keinen Umständen solltest du die Magic Dykes* oder andere Leute ohne ihre ausdrückliche Zustimmung berühren. Dies führt zu deinem Ausschluss vom Veranstaltungsort.

SLINTA* SAFE SPACE
Wir werden eine eigene Tür haben, um sicherzustellen, dass SLINTA* (sapphics, lesbians, intersex, non-binary, trans, agender) bevorzugt behandelt werden. Bitte beachtet dies. Wenn ihr Bedenken habt, sich auf eine bestimmte Art und Weise zu präsentieren, braucht ihr das nicht zu tun! Unsere Tür diskriminiert nicht aufgrund des Aussehens, sondern nur, wenn du unsere Regeln nicht kennst, hasserfüllt gegenüber anderen bist oder zu betrunken bist. Bitte sag unserem Team oder dem Ballhaus Team, wenn du dich zu irgendeinem Zeitpunkt unwohl fühlst.

CORONA
Wir bitten und empfehlen euch, einen Corona-Test zu machen, um jeden in unserer Gemeinde zu schützen, und wenn ihr Symptome habt, zu Hause zu bleiben. Masken sind optional, werden aber empfohlen… Seid nicht ableistisch!

RAUCHVERBOT im Haus.
KEINE PHOTOS, KEINE VIDEOS.
KEINE KULTURELL APPROPRIATE KLEIDUNG ODER FRISUREN ERLAUBT.

Dinner for One

In „Ibsen Gespenster“ portraitierte das Markus&Markus Theaterkollektiv 2015 Margot, eine 81-jährige Frau, die ihren eigenen Tod mit einer Schweizer Sterbehilfeorganisation geplant hat. Das Kollektiv begleitete sie in ihren letzten Lebenswochen. Vor und nach den Drehs gab es zur Stärkung etwas zu Essen.
 
Zu diesen Essen lädt das Kollektiv nun ein. Aufgetischt wird, was damals aufgetischt wurde – dazu die behind-the-scenes Videos in Dauerschleife. Eine herzliche Einladung zu uns an den Tisch!

 

Das Markus&Markus Theaterkollektiv wurde 2011 von Studierenden der Szenischen Künste in Hildesheim gegründet (Lara-Joy Bues, Katarina Eckold, Markus Schäfer und Markus Schmans).
Zusammen steht das Kollektiv für eine ureigene Form dokumentarischen Theaters und leidenschaftliche Investigation.


INHALTSANGABE

Es wird das Thema Sterben, Sterbehilfe und Suizid verhandelt

To Mom, I want to …

Ausgehend von vier chinesischen Künstlerinnen und ihren Müttern erforscht das Dokumentartheaterstück ihre Diasporaerfahrungen und die Dynamik ihrer Gefühle und Wahrnehmungen von Heimat. Die Tendenz zur kulturellen Entglobalisierung spielt dabei genauso eine Rolle wie die Unsicherheit der Mobilität, die Spannung multipler Identitäten und die Neudefinition von Diaspora im zeitgenössischen Kontext.

Das in Berlin ansässige Kollektiv Nomadic Minutes besteht aus den Künstlerinnen CAO Kefei, ZHOU Niannian, ZHANG Deng und LIU ShiYu. Sie wurden in China in vier verschiedenen Jahrzehnten geboren, leben und arbeiten in Deutschland, sind aktiv für künstlerisches Schaffen und kulturellen Austausch zwischen den beiden Kontinenten. »To Mom, I want to« ist eine Ko-Kreation mit der in China und den USA lebenden Autorin und Dramaturgin Jiayun Zhuang.

 这部纪录剧场作品以四位中国艺术家以及与她们母亲的关系为核心,探讨她们的离散经验以及对家园情感和认知的动态变化。这是一个无法回避的两难问题:一方面是世界公民对单一归属感的疏离,另一方面是她们对母亲和家园深层而又复杂的情感。该作品揭示了个人如何不断跨越语言、时间和空间的边界,如何应对信息不对称和社会文化差异。面对文化去全球化的趋势,作品进一步思考流动性的不确定性、多重身份的张力,以及重新定义“离散“在当代背景下的意义。 

柏林剧场组合游牧分钟 由艺术家曹克非、周念念、张灯和刘诗雨组成。她们分别出生于中国不同年代,活跃于中德两地的创作和文化交流。对妈妈,我想 … 是与居住在中国和美国的编剧兼戏剧构作庄稼昀的共同创作。 

Im Anschluss an die Premiere am 10.05. findet ein Publikumsgespräch statt.