#229 Abhängigkeitserklärung

Szenisches Konzert für extrem gemischten Chor von Benjamin van Bebber und Leo Hofmann



© Benjamin van Bebber

14. | 15. April 2018
jeweils 19.00 Uhr

15 | 10 Euro
Karten

Irgendwo in der Menge – zwischen Abstimmungen, schweigenden Mehrheiten und Selbstbestimmung – findet sich eine fragile Gemeinschaft aus Amateur*innen, Profis und Halbwissenden. Singend und zuhörend suchen sie nach Formen des Zusammenseins. Im Zentrum der choreografisch-kompositorischen Versuchsanordnung steht der Chor als Möglichkeit, die aktuellen gesellschaftlichen Strukturen musikalisch zu verhandeln. Zusammen mit einem extrem gemischten Stimmensemble wird in Abhängigkeitserklärung versucht, den Chor neu- und weiterzudenken – und damit einen Gegenentwurf zu identitären Formen von Gemeinschaft zu setzen. Wie kann ein Chor klingen, in dem ein eigener Rhythmus und Fremdheit ebenso viel Platz haben wie Bedürfnisse nach Gemeinschaft und Harmonie? Wie kann die einzelne Stimme im Zusammenklang hörbar bleiben? Sind die Anderen die Grenze und die Bedingung der eigenen Freiheit?
Abhängigkeitserklärung entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Komponisten Lukas Huber und der Bühnenbildnerin Zahava Rodrigo.

Leo Hofmann und Benjamin van Bebber verbindet seit 2014 eine kontinuierliche Zusammenarbeit. Zusammen mit der Künstlerin und Regisseurin Leonie Böhm gründeten sie das Institut für angewandtes Halbwissen, eine künstlerische Forschungs- und Produktionsgemeinschaft, die im Musiktheater nach Qualitäten und Sensibilitäten jenseits der opulenten Reproduktion bestehender Werke sucht. Das Institut arbeitete bisher hauptsächlich auf Kampnagel in Hamburg. Im Jahr 2017 entwickelten sie »Hausen«, eine sechswöchige, kontinuierliche Musiktheater-Performance im Rahmen der Fleetstreet Residenz in Hamburg. Ihre Interpretation von Schuberts »Winterreise« wurde bei mehreren Festivals in Europa, am Goethe-Institut in Nairobi, der Elbphilharmonie und dem Ballhaus Ost gezeigt und wurde mit dem Schweizer Performance Preis 2017 ausgezeichnet.

In deutscher Sprache.

mit Alexander Merbeth, Alexandra Idele, Frieder Hepting, Gertrud Utecht, Hans Neumann, Johanna Link, Joris Camelin, Klaus Bokelmann, Lisa Schmalz, Marla Johanna Breuker, Pauline Jakob, Wissam Alkhalil Regie Benjamin van Bebber Musik Lukas Huber, Leo Hofmann Bühne, Kostüme Zahava Rodrigo Chorleitung Sarah Hänggi Dramaturgie Leonie Böhm Regieassistenz Philipp Enders Ausstattungsassistenz Nicole Nowak Choreographische Mitarbeit Jan Burkhardt Produktionsleitung ehrliche arbeit – freies kulturbüro

Eine Produktion des Instituts für angewandtes Halbwissen in cobration mit cobratheater.cobra. Gefördert durch den Musikstadtfonds der Behörde für Kultur und Medien Hamburg, den Musikfonds e. V. aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, den Fachausschuss Musik Basel-Stadt / Basel-Land, pro helvetia, Hamburgische Kulturstiftung und die Ilse und Dr. Horst Rusch-Stiftung.















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