#312 Frauen der Unterwelt. Sieben hysterische Akte

Tine Rahel Völcker

© Martina Neu

Premiere 07. Dezember 2019
08. Dezember 2019
16. | 17. | 18. | 19. Januar 2020
jeweils 20.00 Uhr

15 | 10 Euro
Karten

Sie waren eigensinnig und verletzlich. Sie rebellierten gegen die engen Grenzen, die ihnen auferlegt waren. Sie wurden krank durch erlittene Gewalt, Diskriminierung oder Armut – und in der früheren Heil- und Pflegeanstalt Pirna-Sonnenstein vergast. Das neue Stück von Tine Rahel Völcker geht den Biografien von sieben kraftvollen Frauen nach, die als Opfer der sogenannten NS-Krankenmorde jahrzehntelang verschwiegen wurden. Auf der Bühne erzählen die Figuren nun erstmals ihre Geschichten – jenseits der Diagnosen und Urteile, die einst über sie gefällt wurden. Ihre Geschichten können sie nicht mehr ändern, wohl aber die Geschichtsschreibung!
Das weiblich-queere Ensemble lädt das Publikum zur Zeugenschaft. Sie suchen eine neue Perspektive auf die »hysterische Frau« und behandeln »Wahnsinn« nicht als Krankheit, sondern als spezifische Form des Wissens. Gemeinsam werden so die engen und stigmatisierten Formen weiblichen* Verrücktseins aufgebrochen und erweitert – um schönere, bewundernswerte Bilder des Ausscherens.

Tine Rahel Völcker schreibt Theaterstücke, Hörspiele und Essays. Seit einigen Jahren arbeitet sie verstärkt in freien Gruppen und Kollektiven. Frauen der Unterwelt. Sieben hysterische Akte ist ihre erste Regiearbeit.

Dauer: ca. 2:30 Stunden.
In deutscher Sprache.

mit Vernesa Berbo, Philipp Engelhardt, Olga Feger, Lara Anaïs Martínez-Wiesselmann, Iris Minich, Nora Quest, Tucké Royale Text, Regie Tine Rahel Völcker Bühne, Kostüme Jessica Rockstroh Musik Simon Bauer Licht Jones Seitz Produktionsleitung Martina Neu Regieassistenz Linda Glanz Ausstattungsassistenz Susanne Wilk

Eine Produktion von Tine Rahel Völcker in Kooperation mit dem Ballhaus Ost. Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa, die Heinz und Heide Dürr Stiftung, das Bezirksamt Pankow von Berlin, Amt für Weiterbildung und Kultur – Fachbereich Kunst und Kultur, den 4. Herbstsalon des Maxim Gorki Theaters und die Rudolf Augstein Stiftung.











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