#163 Mutti muss nach Lichtenberg – Gentifrication #2

Leien des Alltags

13. | 14. | 15. April 2017

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In ihrer aktuellen Produktion beschäftigen sich die Leien des Alltags mit der Gentrifizierung als dem bestimmenden Phänomen ihrer Kindheit und Jugend. Aufgewachsen im Prenzlauer Berg begreifen sie sich als Experten dieser Entwicklung und fordern: Wenn schon Gentrifizierung, dann auch für alle! Nachdem sie im letzten Sommer also erfolgreich das Ruhrgebiet gentrifizierten, kehren die Leien nun zurück in ihren Heimatort und präsentieren, was sie dort über sich, die Stadt und die Welt gelernt haben. Eine historische und kulinarische Recherchereise, in der sich Orte und Erinnerungen, Bekanntes und Fremdes überlagern.

Die Leien des Alltags, gegründet von Jan Koslowski und Nele Stuhler, wenden sich Themen zu, über die bereits mehr als genug gesagt wurde, die zu groß, zu allgemein, zu platt sind, um überhaupt noch darüber sprechen zu können. Sind sie auch keine Experten des Alltags, so doch zumindest Experten der Bühne, welche sie als Freiraum verstehen, um dort grundsätzlich alles verhandeln zu können und zu dürfen. Nach früheren Arbeiten über Freundschaft, Geld und das Internet bewegen sich die Leien nun auf den Spuren der Gentrifizierung.

von und mit Jens Blümlein, Svenja Gassen, Stefan Göbel, Marlene Kolatschny, Jan Koslowski, Nele Stuhler, Anne Wille

Eine Produktion von Leien des Alltags und der Ruhrtriennale 2016 in Kooperation mit dem Ringlokschuppen Ruhr, dem Schauspiel Essen, dem Schauspielhaus Bochum und dem Ballhaus Ost. In Zusammenarbeit mit der Allianz Kulturstiftung. Unterstützt durch Stage. Das Gastspiel im Ballhaus Ost wird ermöglicht durch das Nationale Performance Netz im Rahmen der Gastspielförderung Theater aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder.