Karl und Knäcke lernen Räubern

Eine Wohnraumentprogrammierungsmelancholie von Kirsten Reinhardt und Sebastian Mauksch







© Josephine Fabian

Premiere 02. Oktober 2020
03. | 04. Oktober 2020
jeweils 18.00 Uhr

Schulvorstellungen
05. Oktober 2020
09.00 | 11.30 Uhr
(Anfragen unter info @ ballhausost.de)

15 | 10 Euro
U18: 6 Euro
(Nur personenbezogene Onlinetickets, keine Abendkasse. Zusätzlich zum Basis-Ticketpreis werden durch den Anbieter Reservix beim Ticketkauf 10% VVK-Gebühr und 1,95 Euro Servicegebühr erhoben.)
Karten

»Sag einfach: Ich hab nur Filter, du Opfer.«
»Ich hab nur Filter, du Opfer.«
»Sehr gut.«
»Ihr meint, ich tue einfach so, als sei ich so ein grummeliger, alter Typ in einem schmuddeligen Spätkauf in einem durchgentrifizierten Stadtteil, der der Vergangenheit nachweint?«
»Yes!«

Rausgeflogen. Wie Hänsel und Gretel. Weil es zu Hause nicht mehr für alle und das Netflix-Abo schon gar nicht mehr reicht. Und jetzt? Karl und Knäcke streifen durch die Nächte der Stadt und steigen in die unterschiedlichsten Wohnungen ein, auf der Suche nach Antworten und: BEUTE! Sie chillen, stänkern und fragen sich immer wieder die Fragen nach dem Wie-wollen-wir-leben und dem WTF-ist-hier-los?!
Ungleichheit und Verteilung, Status und Überleben, Katalogien und Zufall, Eigentum und Miete, Kollektiv und Einsamkeit; Quallen, Sex und Räumungsklagen. Karl und Knäcke machen vor nichts Halt. Keinem Zaun, keinem verschlossenen Fenster und schon gar nicht den Grenzen im eigenen Kopf.
Die Coming-of-Age-Performance Karl und Knäcke lernen Räubern erzählt über die Wiederaneignung der eigenen Lebensgestaltung und das sich-einen-Ort-finden-in-der-Welt über das Thema Wohnen. Wenn wir keinen Platz mehr finden im System, sollten wir es dann umprogrammieren?

Kirsten Reinhardt schreibt Kinderbücher, Gedichte, Texte für das Theater und gelegentlich eine Berliner Szene für die »taz«. Ihr Bilderbuch »Karl und Knäcke lernen Räubern« erschien 2018. Weiter erschienen drei Kinderromane im Carlsen Verlag. Sebastian Mauksch ist freier Regisseur und Dramaturg für Performance-Theater. Er entwickelt für und mit Kindern und Jugendlichen immersive Theaterprojekte. Schwerpunkte seiner künstlerischen Forschung sind »Die Kunst der Adoleszenz« und Wirkungsprinzipen selbstermächtigender Theaterarbeit. Ihr erstes gemeinsames Projekt als Autorinnen-Regie-Duo Fennymore oder wie man Dackel im Salzmantel macht – ein Anti-Diktatoren-Theater feierte 2019 im Ballhaus Ost Premiere.

In deutscher Sprache
Ab 13 Jahren

von und mit Antigone Akgün, Toni Jessen Künstlerische Leitung Sebastian Mauksch Text Kirsten Reinhardt Bühne Jo Preußler, Stefan Wartenberg Kostüme Wieland Schönfelder Sounddesign Mathias Lenz Musik Masha Qrella Theaterpädagogische Begleitung Sofie Hüsler Produktionsleitung Miriam Glöckler

Eine Produktion von Kirsten Reinhardt und Sebastian Mauksch in Kooperation mit dem Ballhaus Ost. Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.