#204 Pharmacist or Balloonist

Ein choreographisches Kräuterlabor von Elpida Orfanidou & Guests

© Elpida Orfanidou

Premiere 30. November 2017
01. | 02. | 03. Dezember
jeweils 20.00 Uhr

15 | 10 Euro
Karten

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Gemäß der griechischen Vorstellung des Pharmacon stellen in der Natur Gift und Medizin, Krankheit und Heilmittel zwei Seiten desselben Phänomens dar. Natürliche Heilmittelzubereitung schafft die Voraussetzung, ordnet das Vorgehen und führt letztendlich die zauberhafte Umwandlung des Giftes in Medizin durch. Apotheker*innen nehmen somit eine Mittler*innenrolle zwischen den gefährlichen Mächten der Natur und der Fragilität des menschlichen Körpers ein.
Elpida Orfanidou, Choreographin, Tänzerin und gelernte Apothekerin, geht in ihrem neuen interdisziplinären Werk der Frage nach, inwiefern künstlerische und heilkundliche Positionen analog zueinander betrachtet werden können. Sie unterwandert vorherrschende Hierarchien des Wissens und entwirft eine Choreographie der Verwirrung. Innerhalb eines innovativen Soloformats mit rätselhaften Auftritten eingeladener Assistent*innen und Gast-Stars wird eine Konversation mit dem Publikum initiiert, in welcher Tanz, Musik und Diskussion mit der Live-Produktion von Kräuterheilmitteln kombiniert werden.
Intuitiv stehen immer wieder neue Fragen und Anforderungen im Raum, während wie aus dem Nichts eigenwillige Tänze auftauchen. Ein Kräuterlabor mit hausgemachten Heilmitteln wird betrieben, äthiopischer Jazz und griechischer Rembetiko werden im Autopilot-Modus gespielt. Mit rätselhaften Mitteln wird nach einem neuen Verständnis von Produktivität und Zeit in Bezug auf ökologische Lebensweisen und wachstumskritische Bewegungen gesucht. Binäres und Gegensätze vermeidend, wird die Magie der Transformation als ein künstlerischer und wissenschaftlicher Prozess erkundet.
Können soziale Erscheinungen der Zeit, Produktivität und Arbeit, obwohl sie das Potenzial eines tödlichen Gifts haben, durch die Hände einer Choreographin zu Heilmitteln werden? Kann das Gift der Zeit in ein Mittel der Zeitlosigkeit, das Gift erzwungener Produktivität in ein Mittel bewusster Kreativität, das Gift der Arbeit in ein Mittel der Arbeit verwandelt werden?

Konzept Wen kümmert’s Performance Freund*innen und Kolleg*innen Licht Wirst schon sehen Sound Etwas Melodisches Dramaturgie Was halt geht Outside Eye Du Künstlerische Assistenz Vollbringt Wunder Co-Produktion Jederzeit willkommen Produktion Louise Bernadette Mochia, Martin Beeretz, Igor Dobricic, Hermann Heisig, Claudia Hill, Ixchel Mendoza Hernandez, Ines Moreno, Elena Polzer, Tian Rotteveel, Simone Truong, Saadet Türköz, Daniel Toscano, Christina Themeli, Anna Weißenfels, May Zarhy, ehrliche arbeit – freies Kulturbüro, Hauptstadtkulturfonds, Onassis Cultural Centre Athen, Ballhaus Ost, Isadora & Raymond Duncan Research Centre Athen, agora collective Berlin, Elpida Orfanidou









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