#227 Pinocchio

nach Pier Paolo Pasolini / Umberto Eco / Winshluss
Das Helmi & Gäste

© Brian Morrow

23. | 24. Mai
jeweils 20.00 Uhr


Premiere 05. April 2018
06. | 07. | 08. April

13 | 8 Euro
Karten

Man muss sich diesen Pinocchio als italienischen neorealistischen Film vorstellen, der heute in Berlin spielt. Pinocchio will Leben und eine Existenz. Er will was die anderen auch haben und versucht naiv und brutal zugleich, in der Gesellschaft Fuß zu fassen. Er ist der Bruder aller Unterprivilegierten, aller Straßenkünstler*innen, Stricher, Sexworker*innen, Geflüchteten, Illegalen. Er hat keine Ausbildung und keinen Status, er hat auch keine Firewall gegen Arschlöcher und keine Moral.
Er will lernen und diese Gesellschaft begreifen. Wer sind die Guten? Wer ist warm und wer tut nur so? Auch ein Mädchen mit blauen Haaren begegnet ihm, denn ihm bleibt nichts erspart. Eigentlich geht es aber gar nicht um Pinocchio. Es geht um uns, um alle anderen. Denn durch Pinocchio sehen wir uns in dem Licht seiner Pseudo-Empathie, die eigentlich eher Ahnungslosigkeit ist. Aber sie ist vorurteilsfrei, und so spiegeln wir uns in ihr für einen kurzen Moment, bevor Pinocchio von der Drogenfahndung beim Kiffen im Mauerpark erwischt wird. Und da wird klar: er hat keine Aufenthaltsgenehmigung und niemanden, der für ihn einsteht…

In deutscher Sprache.
Nicht geeignet für Kinder und Jugendliche.

von und mit Ayam Am, Katharina Meves, Emir Tebatebai, Felix Loycke, Florian Loycke, Brian Morrow Künstlerische Mitarbeit Cora Frost, Dasniya Sommer Produktionsleitung ehrliche arbeit – freies kulturbüro

Eine Produktion von Das Helmi in Kooperation mit dem Ballhaus Ost. Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.



↑ Back To Top ↑