#193 Sheroes

Eine Choreographie von Christoph Winkler jenseits männlichen Heldentums





© Rolf Arnold

02. | 03. | 04. | 05. November 2017
jeweils 20.00 Uhr

15 | 10 Euro
20 | 13 Euro (Kombiticket + Normcore, 04.+05.11.)
Karten

Sheroes nimmt das gestiegene Interesse an starken Frauenfiguren zum Anlass, unser Verhältnis zum Heroismus zu hinterfragen. Der Umstand, dass zahlreiche Filme wie »Ocean’s Eleven« oder »Ghostbusters« nun ihr »female remake« bekommen, ändert nichts an der Tatsache, dass für Heroinen geschlechtsspezifische Stereotype reserviert sind, die wenig Aufmerksamkeit mit sich bringen: Die Heldinnen des Alltags, wie sie auch Bundespräsident Joachim Gauck in seiner Weihnachtsansprache adressiert hat, sind Krankenschwestern oder Trümmerfrauen. Ihre Stärke liegt in der stillen Aufopferungsbereitschaft einer Mutter Teresa und nicht im heroischen Überwinden von Widerständen. Denn wer kennt (und ehrt) schon eine Generalin?
Demgegenüber stehen die Sheroes, die bereits im Namen die männlich geprägte Konstruktion der He-roes aufdecken. Damit wäre eine Shero eine Figur, die das Ende des Heroismus, wie wir ihn kennen, bedeutet. Doch wie wäre eine Welt zu denken, die ohne maskulines Heldentum auskommt?
Christoph Winkler begibt sich mit sechs Performerinnen auf die Suche nach möglichen Sheroes. Gemeinsam hinterfragen sie das Konzept des Heldentums und erforschen ebenso spielerisch wie humorvoll, welche Eigenschaften sich für diese Figuren anbieten würden und entwickeln von dort aus neue Vor-Bilder.

von und mit Lois Alexander, Dagmar Daucher, Tamar Grosz, Sophie Lébre, Judith Nagel, Sophie Prins, Teresa Zschernig Konzept, Choreographie Christoph Winkler Ausstattung Valentina Primavera Technische Leitung Berlin Fabian Eichner Produktionsdramaturgie ehrliche arbeit – freies kulturbüro

Eine Produktion von Christoph Winkler in Koproduktion mit dem Schauspiel Leipzig und dem Ballhaus Ost. Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Die Berliner Aufführungen werden ermöglicht durch das Nationale Performance Netz im Rahmen der Gastspielförderung aus den Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder. Präsentiert im Rahmen der Tanzkampagne »Watch Me Dance«.







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