#TakeCareResidenzen

Ermöglicht durch NEUSTART KULTUR – das von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) finanzierte Konjunkturpaket zu Erhalt und Stabilisierung der vielgestaltigen Freien Darstellenden Künste – setzt der Fonds Darstellende Künste mit #TakeCareResidenzen ein Förderprogramm auf, das sich an selbstbeauftragt arbeitende Künstler:innen/-gruppen der Freien Darstellenden Künste richtet.
Ziel des Programms ist es, die für viele Künstler:innen/-gruppen wichtigen Verbindungen zu freien Theater- und Tanzhäusern, die durch pandemiebedingte Absagen von Projekten und Aufführungen unterbrochen wurden, zu stabilisieren und zu stärken.
#TakeCareResidenzen stellt daher diese Verbindungen durch die Förderung von Residenzen in den Mittelpunkt und befördert ergebnisoffenes künstlerisches Arbeiten an rund 40 über die gesamte Bundesrepublik verteilten Produktionsorten, die in zwei bundesweiten Netzwerken zusammengeschlossen bzw. mit diesen assoziiert sind.
Für #TakeCareResidenzen ist das Ballhaus Ost eine dem theater wrede+ flausen+ headquarters assoziierte Spielstätte.

Künstler:innen und Projekte am Ballhaus Ost im Rahmen von #TakeCareResidenzen

Anton Rose | Verstehen Sie Hass?!
Eine Vorrecherche zu einer audio-installativen Arbeit über Vorurteile. Ausgehend von Theorien Daniel Kahneman’s zu unbewusster Inkompetenz und kognitiver Verzerrungen im Denken, ist das Ziel die Erforschung von Inszenierungstechniken und Mitteln, die das wirken und entstehen Vorurteilen thematisieren und erfahrbar machen können und davon ausgehend die Erarbeitung eines Performance-Konzeptes.

Danny Goodmann | Am Spielfeldrand
Der Autor und Regisseur Danny Goodman schafft mit dieser Recherche die Grundlage für ein Theaterstück in der Zukunft, indem er Menschen verschiedener gesellschaftlicher Milieus, Berufe, sozialer Gruppierungen zum Thema Radikalisierung, Staatsrezeption, Politik, Zufriedenheit, Maßnahmen und Verhältnismäßigkeit Angesichts der Pandemie und einer möglichen staatlichen Veränderung befragt.

Dasniya Sommer | Glutamat
Im Rahmen von Glutamat stellt die Berliner Choreographin und Tänzerin Dasniya Sommer die Normierung von Körperbildern, Exotismen und Fast Food Konsum in einen irritierenden Zusammenhang. Als Analysetools dienen ihr dabei ein dekonstruierndes Verständnis von klassischem Ballett, die japanische Bondage Variante Shibari und eine originäre Pop Art Adaption.

Eva Hintermaier | Nonhuman
Nonhuman ist ein künstlerisches Forschungsvorhaben über Naturdokumentationen und die (Un)Möglichkeiten, nonhumanen Lebewesen wie Pflanzen oder Pilzen mittels technologischer Schnittstellen als Co-Performenden zu begegnen. Welche Bilder produziert ein Schleimpilz? Welche Sounds eine Alge? Bekannte mediale Inszenierungen von Natur als Gegenwelt sollen reenacted, manipuliert und neu erzählt werden.

Felix Meyer-Christian | My Friends
»Ohne Freunde können wir nicht gut sein und nicht gut leben.« (Aristoteles). Der Begriff der Freundschaft ist ein Jahrtausende altes Phänomen. Aber was bedeutet Freundschaft im Jahr 2020? Was bedeuten mir meine Freund*innen? Und hilft das Konzept von Freundschaft beim Gestalten eines politischen, sozialen und vielleicht auch emotionalen Wandels unserer Gesellschaften?

Leon Ullrich | Global Angst Private
Wovor fürchtet sich ein Sri Lankischer Bürgerkriegsveteran im Frieden? Wovor eine chronisch kranke deutsche Influencerin? Wovor eine geflohene Trans-Schauspielerin aus dem Iran und eine 81-jährige Deutsche in Quarantäne? In Interviews möchte ich individuelle Angsterlebnisse erforschen. Ziel ist eine Gegenüberstellung globaler Angstmomente. Wie konstituiert sie sich und wo gibt es Gemeinsamkeiten?

Marie Golüke | Macht und Machtverhältnisse – eine Recherche über uns
Politiker:innen, Diktator:innen werden gewählt und dann wieder zu Fall gebracht, damit eine neue Gruppe herrschen kann. Das ist der Machtkreislauf, der unsere Menschheitsgeschichte durchzieht. Macht ist ambivalent. Macht umgibt eine Symbiose aus Verachtung und Faszination. Es stellt sich die Frage: Wie sehr ist das Überleben unserer Gesellschaft von der Machtausübung bedingt?

Marie Schleef | Mit den Brontë Schwestern in (Recherche) Klausur
Marie Schleef interessiert sich besonders für den (historischen) weiblichen Blick und widmet sich vorrangig Texten von Autorinnen, die bislang kaum oder gar nicht auf deutschsprachigen Bühnen gespielt wurden. Die Residency befasst sich mit einem blinden Fleck der Künstlerin: englischen Literatinnen des 17. sowie 18. Jahrhunderts und geht so den Texten der Brontë Schwestern und co. auf die Spur.

Nicole Janze | Geister Kiez
Nicole Janze ist in ihrer Recherche auf der Suche nach Kneipen, Läden, u.ä., die auf Grund des Lockdowns pleite gegangen sind.
 Zuvor ihren Kiez prägend, jetzt nur noch verlassene Räume, und diese Verlassenheit ist durch die Schaufenster sichtbar. Ist die befürchtete Pleitewelle Realität geworden? 
Was alles geht dadurch verloren? 
Sollte vielleicht die Kunst diese Räume performativ nutzen?

Ronald Berger | nature is satan’s church
Kann man Sex jenseits von körperlichem Kontakt erleben? Könnte Sex ein flach-hierarchisches Machtspiel werden? Kann die Macht hinter dieses Spieles Erotik sein? Ist Erotik die ausgebildete Macht die aus der Selbsterkundung entsteht? Können wir erotisch, verbal, in Abstand Sex haben? Performer: Ronald Berger möchte diesen Diskurs-Raum als ehrenamtliches Sex-arbeitende Meerjung:Wesen eröffnen.

Wenzel Vöcks de Schwindt | Maskulinität und die Performanz des singenden Männerkörpers.
Das gemeinsame Singen von Männern generiert in Hinblick auf ihre Performativität eine Vielzahl an Fragen, die sowohl aus historischer als auch aus gegenwärtiger Sicht neue Perspektiven auf Männlichkeiten versprechen. Diese werde ich in einer Recherche zur Performativität von gemeinsam singenden Männern untersuchen, um daraus neue Impulse für meine eigene künstlerische Praxis generieren.

Zahava Rodrigo | Reading Water
Reading Water betrachtet das Element Wasser und dessen Bedeutung für den Menschen aus unterschiedlichen Perspektiven und legt dabei einen Fokus auf den menschlichen Körper und seine Transformationsprozesse. Dabei wird ein Bogen vom Entstehen unseres Planeten zu einer Bestandsaufnahme der Gegenwart geschlagen, um letztlich einen Ausblick auf den Mensch und die Welt nach dem Anthropozän zu wagen.







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