Thinktank zu »Die Rache«

01. November 2020
16.00 Uhr

Eintritt frei
Registrierung erforderlich unter info @ ballhausost.de

Programm:
Keynote »Getan, gemeint, gehört, gedacht – Klang und Klangerzeugung in Musik und Performance« von Volker Straebel (Universität der Künste Berlin)
Paneldiskussion mit Volker Straebel und den Komponist*innen des Abends, moderiert von Ariane Jeßulat

Dauer: ca. 90 Minuten
In deutscher Sprache

Volker Straebel (1969) beschäftigt sich als Musikwissenschaftler mit elektroakustischer Musik, der amerikanischen und europäischen Avantgarde, Performance, Intermedia und Klangkunst. Er leitet den postgradualen Master-Studiengang Sound Studies am Berlin Career College der Universität der Künste Berlin (UdK). 2009-14 leitete er das Elektronische Studio der Technischen Universität Berlin. Außerdem ist er künstlerisch tätig (komponierte Realisationen indeterminierter Werke von John Cage und eigene Stücke). Seine Publikationen befassen sich unter anderem mit Sound Art, Media-Specific Music, John Cage, Alvin Lucier, und Phill Niblock.

Cathy van Eck (1979) ist Komponistin, Klangkünstlerin und Forscherin. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Komposition von Beziehungen zwischen Alltagsgegenständen, menschlichen Performer*innen und Klang. Ihre künstlerische Arbeit umfasst Performances mit Live-Elektronik und Installationen mit Klangobjekten, die sie oft selbst gestaltet. Sie ist daran interessiert, ihre Gesten in ungewöhnliche und überraschende Beziehungen zu Klängen zu setzen, vor allem mit elektronischen Mitteln. Das Ergebnis könnte als »performative Klangkunst« bezeichnet werden, da es Elemente aus Performancekunst, elektronischer Musik und bildender Kunst kombiniert. Ihre Arbeit ist genreübergreifend und wird auf Festivals und an Veranstaltungsorten auf der ganzen Welt präsentiert, wie z.B. NYCEMF New York (USA), Chronus Art Gallery Shanghai (China), BONE Performance Art Festival Bern (Schweiz), Klangwerkstatt Berlin (Deutschland), Hapzura Digital Art Festival (Israel), Avantgarde Schwaz (Österreich), Eclat Festival Stuttgart (Deutschland), SPARK Minneapolis (USA), STEIM Amsterdam und November Music (Niederlande), Spaziomusica Cagliari (Italien) und Münchener Biennale (Deutschland).

Hanna Hartman ist eine schwedische Klangkünstlerin, Komponistin und Performerin, die in Berlin lebt. Seit etwa 1990 komponiert sie Werke für Radio, elektroakustische Musik, Klanginstallationen und Performances auf der ganzen Welt. Sie schreibt auch Stücke für Instrumentalisten. Zu ihren zahlreichen Auszeichnungen und Stipendien gehören der Prix Europa (1998), der Karl-Sczuka-Preis (2005), ein Villa-Aurora-Stipendium (2010), der Rosenberg-Preis (2011) und der Phonurgia Nova-Preis (2006 & 2016). In den Jahren 2007 und 2008 war sie Composer-in-Residence beim Schwedischen Radio, sowie 2019 beim Huddersfield Contemporary Music Festival. Ihre Werke wurden in zahlreichen Konzerten und bei Festivals wie den Wittener Tagen für neue Kammermusik, den Darmstädter Ferienkursen (2012, 2014), Ultima Oslo Contemporary Music Festival (2012, 2014), Huddersfield Contemporary Music Festival (2013, 2016, 2019), London Contemporary Music Festival (2015), el nicho aural, Mexico City (2014), Akousma, Montreal (2014), ECLAT Festival, Stuttgart (2017), Cut & Splice Festival, Manchester (2017) präsentiert. Hanna Hartman ist Mitglied der Akademie der Künste.

Antje Vowinckel lebt als freie Klangkünstlerin, Hörspielmacherin, Regisseurin und Performerin in Berlin. Ihre Werke sind in Sendern wie Deutschlandfunk, SWR, WDR, HR, BR zu hören; auf Festivals wie Ruhtriennale, Eclat-Festival Stuttgart oder in Institutionen wie dem ZKM Karlsruhe, Issue-Project Room New York, Sophiensæle Berlin. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind die musikalischen Aspekte von Sprache z.B. in der Arbeit mit automatic speaking und in Kompositionen mit Dialektmelodien. Daneben gibt es Installationen im öffentlichen Raum und musikalische Performances. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in Deutschland, ihre Werke werden aber auch international präsentiert, z.B. wurde ihr Stück Call me Yesterday in 16 Ländern gesendet und vorstellt.

Serge Baghdassarians & Boris Baltschun, geboren 1972 bzw. 1974, Musiker und Künstler, entwickeln Projekte zwischen (Sound-)Performance, Installation und Radio. Seit 1999 verbindet sie eine enge Zusammenarbeit, mit internationalen Auftritten und Ausstellungen. 2012 wurden sie mit dem Karl-Sczuka-Preis des SWR ausgezeichnet. 2017 nahmen sie an der documenta 14 teil und realisierten eine Installation für die Donaueschinger Musiktage.



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