Ein kulturpolitischer Begegnungssalon in zwei Teilen
Spätestens seit den ersten plötzlichen und drastischen Kulturkürzungen des Berliner Senats für das Jahr 2025 ist die
finanzielle Lage in der Förderung der Berliner Performing Arts unübersichtlich. Die wechselhaften Verhandlungen über den Doppelhaushalt 2026/27 trugen ihren Teil zur allgemeinen Verunsicherung bei und die Einstellung mehrerer Förderprogrammen auf Bundesebene trifft insbesondere die Berliner Szene hart, die traditionell besonders stark von Bundesförderungen profitiert.
16 bis 18 Uhr: Impulse zur aktuellen Situation
Im kulturpolitischen Begegnungssalon kommen zahlreiche Akteur*innen aus Szene, Verbänden, Politik und Verwaltung zu Wort. Unter anderem freuen wir uns auf Inputs von Cilgia Gadola und Paul Hess vom BFDK – Bundesverband Freie Darstellende Künste, vom Dachverband Tanz und vom Fonds Darstellende Künste zu den Folgen des Bundeshaushalts. Anne Schneider stellt die aktuelle Petition gegen die Bundeskürzungen vor. Marie Henrion vom Tanzbüro Berlin, Dagmar Domrös für den Arbeitskreis der Kinder- und Jugendtheater, Luise Würth von FAIRSTAGE, Daniel Brunet von der Koalition der Freien Szene und dem LAFT Berlin sowie Jannik Rodenwaldt von der GDBA berichten aus ihren jeweiligen Arbeitsfeldern. Der Beteiligungsprozess für ein Berliner Kulturfördergesetz wird von Sarah Stührenberg vorgestellt, Philipp Harpain ruft zur Kampagne BerlinIstKultur auf. Moderieren und auf die Zeit achten wird Janina Benduski vom LAFT Berlin.
Gemeinsam wollen wir zentrale Fragen zu Arbeitsbedingungen, Förderung und kulturpolitischen Perspektiven diskutieren und überlegen, wie es nun weitergehen kann.
18:00–19:00 Uhr: Tischgespräche beim gemeinsamen Essen
Ein gemeinsames Essen bietet allen Anwesenden viele Möglichkeiten zum Nachfragen und für Austausch und Begegnung.
ab 19:00 Uhr: Offene Gesprächsrunde mit Impulsgeber*innen und Publikum
Gemeinsam wollen wir den Stand der Dinge zusammen fassen und gemeinsam mit unseren Beobacheter*innen Arne Vogelsang und Theresa Schütz nach Lösungen und Handlungsansätzen suchen. Ein offenes Gesprächsformat lädt die Impulsgeber*innen und die Besucher*innen zur Diskussion ein. Die Bar ist geöffnet und Alisa Tretau moderiert.
FAIRSTAGE setzt sich fürdiskriminierungsfreie und gute Arbeitsbedingungen für alle festen und freien Mitarbeiterinnen an öffentlich finanzierten Berliner Theatern ein. Ziel ist es, Expertisen zu bündeln und gezielt für eine fairere Berliner Branche einzustehen. FAIRSTAGE gestaltet verschiedene Programme: Beteiligungsformate, eine jährliche Konferenz, Empfehlungspapiere und Publikationen. In der Praxis heißt diversitätssensibles Arbeiten für FAIRSTAGE auch, Weiterbildungs-Qualifizierungs- und Austauschangebote für Institutionen zu fordern und zu fördern und auch hier marginalisierte Akteurinnen zu stärken.