Sun

31.8.

13:00
D E M O N S T R A T I O N

Wed

3.9.

13:00 Exhibition
Festival

Thu

4.9.

13:00 Concert
Festival

Fri

5.9.

13:00 Exhibition
Festival

Sat

6.9.

13:00 Talk
Festival

Sun

7.9.

13:00 Concert
Festival

Sat

13.9.

20:00
maulwerker performing music

Sun

14.9.

20:00 + Artist Talk
maulwerker performing music

Mon

15.9.

18:00
Wanda Dubrau and Juliet Meding

Tue

16.9.

18:00 Thaiboxing

Wed

17.9.

18:00 Training-Dance

Thu

18.9.

17:00 Badminton

Fri

19.9.

17:00 ping pong

Sat

20.9.

13:00 dodgeball

Sun

21.9.

18:00 Berlin premiere
Boys* in Sync

Wed

24.9.

20:00
ONCE WE WERE ISLANDS

Thu

25.9.

20:00
ONCE WE WERE ISLANDS

Sat

27.9.

18:00
krautfuzz & iLan katin | INK | Christian Kesten | Fernanda Farah | Contagious

Thu

16.10.

20:00
The Dames

Sat

18.10.

19:00
The Dames

Fri

31.10.

20:00 Premiere
La Cage

Sat

1.11.

11:00
La Cage

Sat

1.11.

17:00
La Cage

Sun

2.11.

15:00
La Cage

Productions

I just called to say.. sHe’s dead.

Tina Pfurr

Oft ist es nur die ungewöhnliche Uhrzeit, die zu lange Atempause, diese ganz bestimmte Stimmlage oder einfach der übersprunghafte Einstieg ins Gespräch, der verrät, dass dieser Anruf alles verändert. Die Nachricht vom Tod eines geliebten Menschen überbringt. Eine Lücke reißt. Die Zeit gefrieren lässt und nichts danach mehr so ist, so sein kann, wie noch Minuten davor. Der Moment, in der die Trauer beginnt, bevor wir überhaupt den Tod vernehmen, verstehen oder von uns weisen können. Jede Zeitrechnung eine andere wird.

Diesem Moment zwischen der Benachrichtigung und dem Annehmen des Unbegreiflichen, widmet die Performerin Tina Pfurr mit ihren Weggefährt:innen fünf Video-Miniaturen. Entlang und zugleich gegen jedwede Dramaturgie oder Logik folgt sie den fünf Phasen der Trauer. Weil sie geteilt werden muss. Weil sie politisch ist. Weil sie damit nicht allein ist. Weil wir viel zu selten dazu einladen und damit wichtige Räume zwischen uns verschließen. Weil wir doch wenigstens einmal diesen einen Song zu Ende hören müssen – ohne sie.

Eine Trauernde erinnert sich in wortlosen performativen Stillleben an all die Täler, durch die sie gewandert ist. Stellvertretend für so viele von uns. Wieder und wieder durch Leugnung, Wut, Verhandlung, Depression und Akzeptanz. In unterschiedlichen Reihenfolgen und mit immer neuen Vertiefungen. Ohne Wertung. Die Geister, die hier gerufen werden, wollen und sollen sich verbinden. In der Trauer. Im Tod. Unbedingt im Leben. In uns.

Tina Pfurr ist Performerin, Kuratorin und Schauspielerin. Sie arbeitet im Theater, für Film und Fernsehen und erarbeitet ihre eigenen Performances. Gemeinsam mit der Bühnen- und Kostümbildnerin Romy Springsguth und der Kamerafrau und Cutterin Ute Schall erschließt sie sich in ihrer sehr persönlichen Arbeit mit theaterbasierten Video-Sound-Essays ein neues künstlerisches Feld.

Concept, realisation, performance Tina Pfurr Set design, artistic collaboration, realisation Romy Springsguth Cinematography, editing Ute Schall Sound design Björn Stegmann Light design Fabian Eichner Production management Franziska Janke Voices Robin Adams, Katharina Adler, Sarah Blaßkiewitz, Anne Brammen, Gina Henkel, Franziska Janke, Laura Naumann, Christin Nichols, Christian Pfurr, Ingeborg Pfurr, Anneke Kim Sarnau, Felizitas Stilleke, Leon Ullrich, Matthias Zeeb Thanks to ampl:tude (Philipp Guhr, Conrad Rodenberg, Johannes Ruthenberg, Matthias Ruthenberg), Felizitas Stilleke, Daniel Schrader and Paul Plamper

 

A production by Tina Pfurr | Ballhaus Ost. Funded by the Berlin Senate Department for Culture and Europe and Hauptstadtkulturfonds.