»Softer Hards« erweitert funktionelles Training durch künstlerisch-forschende Auseinandersetzungen mit Bodybuilding. Dafür werden variierende Körpergewichtübungen aus Calisthenics und Widerstandstraining mit theoretischen Impulsen und experimentellen Kreativreflexionen kombiniert.
Ziel des Ganzkörperworkouts ist es, die Entwicklung von Körperkraft, Körperkontrolle und Körperbildern im politischen Kontext zu verorten und dabei emanzipatorische Körperwahrnehungen zu kultivieren.
Sportliche Praxis, kritische Auseinandersetzung und poetische Sensibilierung greifen ineinander, um die Wechselwirkungen zwischen den soziologischen, psychologischen und physiologischen Dimensionen funktionellen Trainings zu untersuchen. Die resultierenden Grenzverschiebungen schaffen pragmatische Strategien für sozialen Wandel, die neue Wissensformen über den eigenen Körper sowie queere Perspektiven auf Fitnesskulturen generieren.
Er erinnert sich, dass er sich als Kind zuerst zum schönen Spiel hingezogen fühlte, nicht durch das Spiel selbst, sondern durch die bunten Trikots, die die Spieler trugen. Ausgehend von seiner Fußballtanzpraxis erforscht Ahilan Ratnamohan nun diese mystische Verbindung zum Sport, von dem er sich allmählich entfernte, als er begann, ernsthafter zu spielen, und katalogisiert die Entwicklung der Fußballmode in den letzten 30 Jahren. Er untersucht die Stoffe und die Art und Weise, wie die Kleidung getragen wird, und fragt sich, welche Auswirkungen sie auf die Bewegungen im Fußball im wörtlichen und übertragenen Sinne haben könnten.
Ahilan Ratnamohan ist ein in Antwerpen ansässiger Performance-Macher. Er lässt sich vor allem von Sport und Sprachlernprozessen inspirieren. Seine Arbeit umfasst viele verschiedene Themen, Ästhetiken und Kontexte, vom Theater über Performance und Choreografie bis hin zu internationalen und hyperlokalen Projekten.
Die unmittelbare Präsenz von Gewalt wirkt sich indirekt und direkt auf unseren Körper, unser Verhalten und unsere Wahrnehmung der Welt aus. Um uns vor Gewalt schützen zu können, besuchen wir Selbstverteidigungskurse und lernen, für uns selbst zu kämpfen. Muss ich gefährlich werden, um sicher zu sein? In der Performance erkunden wir Facetten der Selbstverteidigung – alltägliche Schutzrituale, Kampftechniken, politische und moralische Fragen der Verteidigung.
Natasha Borenko und Lidiia Golovanova sind nicht-binäre Theatermacher*innen mit Migrationshintergrund, leben in Berlin und konzentrieren sich auf politische partizipatorische Theaterprojekte, die sich mit Fragen von Geschlecht, Macht und Community durch Humor und das Theater des Absurden beschäftigen.
Als Teil der Performanceentwicklung werden die Künstler*innen auch einen Selbstverteidigungsworkshop mit einer professionellen Selbstverteidigungstrainerin durchführen:
Do. 5.6. 17:00-19:00
FLINTA+ Selbstverteidigung (Workshop & Recherche)
Wir bitten um Anmeldung unter sport@ballhausost.de
Sport bewegt die Menschen. Sport erzeugt Emotion. Sport macht aus Zuschauer*innen Fans. Seit 2025 steht Ballhaus Odds für sicheres Sportwetten. Dabei basiert das Handeln der Ballhaus Odds Gruppe auf drei Säulen: Vertrauen, Tradition und Leidenschaft.
Barbara Lenartz ist Freie Künstlerin, Szenografin und Kostümbildnerin; sie lebt in Berlin und betreibt eine Hunderennbahn in Tempelhof. Anton Rose arbeitet als Autor, Regisseur, Schlagersänger und ist Fan von Andrasch Starke. Armin Luschin ist Web-Entwickler und Designer. Er wettet passioniert auf die Philipinische Basketballliga.
Nur noch wenige Kilometer. Die sportliche Leitung peitscht dich voran. Laktat erobert deine Beine. Die interaktive Radsport-Installation zwischen Rennsimulation und Leistungsdiagnostik macht den Smarttrainer zur Storytellingmaschine.
Yves Regenass arbeitet als Theaterschaffender an der Schnittstelle von Gametheater und digitaler Dramaturgie. Er studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis, ist ausgebildeter Leichtathletiktrainer und besitzt die Bahnreife des Velodroms Grenchen.
Die Berlin Bruisers sind Deutschlands erstes schwules Rugby-Team – und spielerisch die schlechteste Mannschaft weit und breit!
»Tackling Life« ist das mitreißende Porträt einer Mannschaft, die zusammen schwitzt und feiert, lacht und weint, gewinnt und verliert. Ein Film gegen Stereotypen und über das Glück, nach langer Suche endlich eine Gemeinschaft gefunden zu haben, in der man der sein kann, der man wirklich sein möchte.
Zum Trailer gehts hier.
In »Fake Diamonds« kehrt René*e auf die Tanzflächen ihrer Vergangenheit zurück, in Turnhallen, Gemeinderäume und Ballsäle. Sie tanzt mit und gegen sich als ehemaliger Tänzer im Leistungssport des lateinamerikanischen Turniertanzes. Im funkelnden Schein falscher Diamanten choreografieren René und ihr Team jetzt die alten Tänze neu. In einer intimen queerfeministischen Tanzperformance, die ihr Gegenüber im Publikum sucht, befragen sie sexistische und rassistische Strukturen im Turniertanz, das heteronormative Ideal des romantischen Paares sowie binäre Vorstellungen von Gewinnen und Verlieren.
René*e Reith (alle Pronomen) arbeitet als Choreograf*in, Performancekünstler*in und Tanzwissenschaftler*in.
CONTENT NOTE
Nacktheit
Was haben Pro Wrestling, Bodybuilding und Synchronschwimmen gemeinsam? Glitzernde Spandex, übertrainierte Körper und der Vorwurf, es sei »kein richtiger« Sport. Doch diese Disziplinen sind extreme Körperleistungen. Der Vortrag fragt: Was macht Showsportarten so besonders? Welche Performativitäten entstehen zwischen Kitsch, Kontrolle, Sport und Theater? Und welche Körperpolitiken flexen im Ring, auf der Bühne oder im Becken?
Marie Simons ist als Regisseurin und Dramaturgin in der freien Szene tätig. Simons forscht, arbeitet und schreibt aus queerfeministischer Perspektive zu Gender- und Körperinszenierungen in der Populären Kultur, insbesondere im Showsport.
Der Workshop arbeitet mit Rollenspielen und historischen Bezügen zum Schulsport und setzt sich sportlich aktiv damit auseinander. Welche politischen und pädagogischen Ausrichtungen in der Sportpädagogik gab es in Deutschland in den letzten 50 Jahren? Wie haben wir unseren eigenen Schulsportunterricht erlebt? Wie wünschen wir uns Sportpädagogik?
Bitte Turnbeutel (Scherz) und Trainingsklamotten (ernst gemeint) mitbringen. Hinweis: Niemand wird – im Gegensatz zu einigen Sportpädagogik-Konzepten – zu irgendwas gezwungen und jede*r entscheidet selbstverantwortlich, was mitgemacht werden will.
Tom Weller ist als Dozent für Sport-Pädagogik, Trainer in queeren Fitnessgruppen, Autor und Filmemacher tätig und hat Sport, Geschichte und Filmregie in Köln studiert. In seinen Projekten arbeitet er vor allem zu queerer Geschichte und zu Körperpolitiken.
tom-weller.de
Faschistische Sportideale sind bei TikTok in Form von weißen schlanken Körpern und Narrativen zwischen Disziplinierung und Selbstüberwachung omnipräsent. In diesem Live-Podcast analysieren wir die Implikationen von Ästhetiken zwischen Lululemon-Leggins und Pro-Ana-Lifestyle als Teil eines aktuell zu beobachtenden Rise of Facism.
In »Fashion The Gaze« (dt.: forme den Blick) sprechen Freya Herrmann und Vera Klocke einmal im Monat über die politischen Implikationen von popkulturellen Gegenwartsphänomenen. Von neo-faschistischen Tiktok-Trends über Body Politics und Inszenierungen in aktuellen Filmen und Serien: just trying to make sense of the culture and where the world is headed.