Fat Camp

What’s good, Uggos?
Unsere professionellen Trainer*innen sind steinhart und ihre Regeln gnadenlos: Die Revolution wird hässlich und wir müssen es auch sein.
Komm ins »Fat Camp«, um zu fragen wie kapitalistische Erzählungen von Stärke, Schönheit und Gesundheit unsere Beziehung zueinander als Konkurrent*innen prägen – und all das mit unserem mehrstufigen Kurs hinter dir zu lassen.

Unter FEELINGS fassen Jil Dreyer und Joey Mehling seit 2017 künstlerische Arbeiten, performative Forschung, Games und Gefühle zusammen, die sie mit- und füreinander entwickeln.

Sport feiern

Was wäre der Sport ohne Zuschauer:innen?
Sie erst machen den Sport zum Ereignis, zum Spektakel, zum Fest. Sport ohne Feste ist wie Theater ohne Zuschauer:innen: Spartakiaden, Turnfeste, Eurogames, Gaygames. Alle diese Ereignisse haben einen Festcharakter. Die Sportler:innen zeigen ihr Können, ihre Leistung, sie performen. Die Zuschauer:innen applaudieren, jubeln und spornen an. Egal ob auf internationaler, nationaler oder regionaler Ebene, Sportfeste sind integraler Bestandteil des Sports. Wie feiern unsere Leistung, manchmal feiern wir sportliche Held:innen, und manchmal feiern wir uns.

Wer aber ist das wir im Sport? Sport wird oft auch als die »Aufführung von Gesellschaft« bezeichnet.  Wenn wir also historisch und aktuell Sportfeste analysieren, lernen wir etwas über das Selbstverständnis einer Gesellschaft. Das gilt auch für das Sportfest hier im Ballhaus Ost.

Die ausgestellten Objekte gehören zum Bestand des Sportmuseums Berlin, das sich seit 1997 auf dem Olympiagelände befindet. Mit mehr als 10 000 Objekten und 1,5 Millionen Bilddokumenten verfügt es über eine der vielfältigsten und größten Sportsammlungen Deutschlands. Aktuell erarbeitet das Sportmuseum Berlin eine Dauerausstellung in der Maifeldtribüne des Olympiaparks. Der geplante Eröffnungstermin ist Mitte 2026.

Growing Pains

Mit 11 Jahren verkündet Norwin im Schweizer Fernsehen das Ziel, in der NBA, der besten Basketball-Liga der Welt, zu spielen, und träumt jahrelang von Wachstumsschüben, die ausbleiben. In der Performance fragt Norwin nun: Was darf ich mir für für mich, für meinen Leib vorstellen? – und gibt sich selbst die Erlaubnis, über den eigenen, gegebenen Körper hinauszuwachsen.

Norwin Tharayil (aka elfrid the third) arbeitet an den Schnittstellen von Literatur, Musik und Performance. In vergangenen Audiostücken, (Song-)Texten und Performances beschäftigte sich Norwin mit der Bedeutung von Schlaf und Meditationsapps in westlichen, kapitalistischen Gesellschaften, mit Fabrikarbeit und Herzschmerz.

Posters

Die Videoarbeit »Posters« befragt auf unsachliche Art, wie sich die sportlichen Highlights der letzten Jahrzehnte in die Lebensläufe ihrer Zuschauer*innen fügen. Patiniert und pixeliert entsteht so ein Portrait derjenigen, die sich erinnern.

Jasper Landmann ist Sprachwissenschaftler und Filmemacher, der sich auf die Inszenierung von bildender Kunst in europäischen Museen spezialisiert hat. Die Sportbegeisterung kam mit dem Riesenfernseher seines Großvaters.

Olympia

In der Performance beweist Jäckie deren Fähigkeit im olympischen Fünfkampf anzutreten und zieht dabei eine Parallele zu dem Antragsprozess, den Jäckie durchlaufen musste, um als nicht-binäre Person eine geschlechtsangleichende OP zu erhalten.

Jäckie Rydz ist ist ein*e non-binäre*r Theatermacher*in. Mit immersiven Bühnenbildern und poetischen Texten erforscht Jäckie Geschlecht und und die ungeschriebenen Regeln der Gesellschaft.

Trashtalk Dynamo

Zur Aufarbeitung des Traumas des sozialistischen Sportlers begibt sich »Trashtalk Dynamo« in ein Kunsteisstadion mit Mielke-Kopf als Torwand und sucht Heilung durch Fangesänge und Penaltyschießen.

Toni Jessen ist Schauspieler, Dozent und Chorleiter. Sebastian Mauksch ist Spielleiter im Theater für junges Publikum. Volkan Türeli ist Musiker, Performer und Regisseur.

Mit Wirkung VI: the land speaks to me of something shared: a prayer for ancestral rhythms

Im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe Mit Wirkung steht die Solidarität im Kampf gegen deutschen Rassismus, mit einem besonderen Fokus auf antimuslimischen Rassismus und Antisemitismus. Die sechste und letzte Veranstaltung von Mit Wirkung widmet sich mit der performativen Recherche der Künstler*innen Anna Lublina und Samuel Hatchwell [hoyah] den oft übersehenen und häufig ausgelöschten Aspekten jüdischer Identität sowie den Wurzeln und den geteilten Geschichten, die auf die jüdisch-muslimische Welt zurückzuführen sind.

Rhythmus reist, Rhythmus migriert, Rhythmus passt sich an, Rhythmus widersetzt sich. Rhythmus ist Vibration, die den eigenen Herzschlag mit dem Herzschlag eines anderen synchronisiert. In dieser Performance ist Rhythmus Ausdruck jüdischer Diaspora, er reicht zurück in die Zeit, in der jüdisch-muslimische Welten miteinander verflochten waren. In Welten, die nicht definiert waren durch Grenzen, Nationalismen oder Teilungen, die im Zuge des Kolonialismus entstanden sind. Künstler*in Anna Lublina und Musiker hoyah arbeiten mit Stepptanz, erweiterten Stimmtechniken und Live-Mixing, und stellen sich die Frage, was uns die politische und kulturelle Geschichte des diasporischen jüdischen Rhythmus (und seine Verkörperungen) in einer Zeit lehren kann, die von Polarisierung und Gewalt geprägt ist.

Anna Lublina und das Team sind allesamt Künstler*innen, die im Geiste der Doykeit versuchen, aus der Enge des Nationalismus zu fliehen.

Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Publikumsgespräch statt.

Die Aufführung am 25.4. ist Teil von »Mit Wirkung. Eine Relaxed Veranstaltungsreihe über intensive Themen«. Am 26.+27.4. finden weitere Aufführungen im regulären Programm statt.

Hinweise zur Barrierefreiheit

Bei Fragen zu Barrierefreiheit, meldet euch bitte bei Agnieszka Habraschka. Agnieszka wird bei der Veranstaltung als Access Person anwesend sein und dich bei allen Fragen/Bedarfen rund um Barrierefreiheit unterstützen.

Genereller Hinweis zu Inhalt und sensorischen Reizen

In Mit Wirkung geht es um Antisemitismus und anti-muslimischen Rassismus in Deutschland.
Alle Gruppen beinhalten Beteiligung der Teilnehmenden in Form von Gesprächen oder Vorstellungen des Erarbeiteten in kleiner oder großer Runde (nur wer will). Erhöhte Lautstärke bei Gruppenarbeit im Saal! Essensgeruch bei der Gruppenarbeit.
Es gibt weiter unten detaillierte Inhaltsangaben, Angaben zu sensorischen Reizen zu jeder Gruppenarbeit und Angaben zu Allergenen der KüFa.

Relaxte Veranstaltung

Die Veranstaltungen finden in einer relaxten Athmosphäre statt.
Verschiedene Formen der Aufmerksamkeit sind willkommen. Es wird verschiedene Sitzmöglichkeiten, Stim Toys*, Decken, Getränke und Speisen (auch glutenfreie und vegane Alternativen) geben. Du kannst dich während der Veranstaltung bewegen, sitzend oder liegend teilnehmen, Stim Toys* benutzen. Du kannst dir selbstständig Pausen nehmen und jederzeit rausgehen, sowie wieder hereinkommen. 

Sitzmöglichkeiten
Stühle, Sitzsäcke, Sitzkissen, Teppiche

Rückzugsraum
Es gibt einen Rückzugsraum mit Sitzsäcken, Liegemöglichkeiten, sowie Decken und Stim Toys*.

*Stim Toys sind kleine, beruhigende Objekte wie Stressbälle, Knete oder Druckringe, die besonders neurodivergenten Menschen helfen, ihr Nervensystem zu regulieren.

Was ist eine relaxte Veranstaltung?
Relaxte Veranstaltungen orientieren sich am Format der Relaxed Performance und zielen darauf ab, Barrierefreiheit insbesondere für neurodivergente Menschen, Menschen mit chronischen Krankheiten/Schmerzen/Personen mit unsichtbaren Behinderungen anzubieten. Dabei wird Barrierefreiheit nicht nachträglich hinzugefügt, sondern ist Teil des Veranstaltungskonzepts. Sowie bei Theatervorstellungen, gibt es auch bei Veranstaltungen oft implizite Verhaltensregeln, die es neurodivergenten Menschen oder Menschen mit chronischen Krankheiten/Schmerzen schwer machen, uneingeschränkt teilzunehmen. Beispiele hierfür sind Erwartungen wie still auf Stühlen zu sitzen, sich wenig zu bewegen oder keine selbstständigen Pausen zu nehmen. Solche Konventionen erschweren vielen Menschen die Teilnahme. Diese Regeln/Erwartungen sollen mit dem Format der relaxten Veranstaltung aufgehoben werden.

Zudem bieten relaxte Formate gerade bei emotional aufreibenden oder mit Trauma verbundenen Themen eine sensible Herangehensweise. Zu Beginn jeder Veranstaltung teilen wir mit euch verschiedene Körperübungen, die das zentrale Nervensystem beruhigen sollen und die ihr für euch oder als Gruppe miteinander ausführen könnt.

Zeitplan:

6:30 – 7:00 Ankommen in Ruhe (Soft Arrival)
7:00 – 8:15 PERFORMANCE
8:20 – 8:40 Pause
8:40 – 9:10 Essen
9:10 – 9:40 Fragen & Antworten (Q&A)

Inhaltsangaben / Sensorische Reize / Allergene:
the land speaks to me of something shared: a prayer for ancestral rhythms – Anna Lublina & Samuel Hatchwell (hoyah)

Performance in Englisch, Hebräisch und Arabisch
75 Minuten

Die Performance erforscht Rhythmen, die auf jüdisch-muslimische Welten zurückgehen. Sie reflektiert darüber, wie das Entstehen nationaler Ideologien und soziopolitischer Entwicklungen Rhythmen und Musik beeinflusst haben. Die Performance ist eine Auseinandersetzung mit oft ausgelöschten und übersehenen Aspekten jüdischer Identität, Wurzeln und geteilter Geschichten.

Inhaltsangaben:
-Lang anhaltendes und wiederholtes Schlagen auf nackte Haut (auf der eigenen und einer anderen Brust)
-Körperkontakt zwischen den Performer*innen
-Nähe zwischen Performerinnen und Publikum
-Dunkle Bühnenatmosphäre, teils völlige Dunkelheit (Black)
-Rhythmische, repetitive Bewegungen und Gesang
-Potenziell überwältigende Klangdichte
-Poesie mit Bezug auf Gewalt, Herkunft, Zugehörigkeit und Transformation
-Narrativer Text über Vertreibung, Kolonialismus, Diaspora, kulturelle Aneignung und Erinnerung
-Text ist durch Verzerrung nicht immer verständlich
-Verweise auf historische Traumata wie Holocaust, Vertreibung jüdischer und muslimischer Gemeinschaften, Kolonialisierung
-Thematisierung von Aneignung palästinensischer Musik in israelischer Kultur
-Kritische Auseinandersetzung mit Nationalstaatlichkeit, Reinheit, Identität und kollektiver Geschichte

Sensorische Reize:
-Dunkle Raumbeleuchtung mit punktuellen Spots
-Klatschen auf nackter Haut über lange Zeiträume
-Klangliche Verzerrung von Stimmen (Echo, Reverb, Verstärkung)
-Lange Phasen lauter rhythmischer Geräusche (Steppen, Trommeln auf Metall)
-Metallisches Klopfen und Trommeln auf Dosen (Tin Cans als Instrumente)
-Zwei Blacks (völlige Dunkelheit), ca in der Mitte und am Ende
Subwoofer-Sound, der wie ein Generator klingt
-Plötzliche Wechsel zwischen Klangdichte und Stille
-Starke visuelle Kontraste (z. B. reflektierendes Metall durch Bodenlicht)
-Langsam anschwellende Gesänge, die sich überlagern
-Überlagerung von Stimmen und Geräuschen bis zur Ununterscheidbarkeit
Geruch von Knoblauch

Essen – Jasmina Al-Qaisi

Das Essen wird nach der Pause als Ritual zubereitet. Es besteht vor allem aus Finger Food und wird auf Papptellern serviert. Es gibt keine Tische, an denen Teilnehmende zum Essen Platz nehmen können.

Inhaltsangaben:
Publikum kann sich daran beteiligen Knoblauch zu zerstoßen

Sensorische Reize:
Geräuschkulisse durch Gespräche, viele Menschen sprechen gleichzeitig
Geruch von Essen und vor allem Knoblauch

Allergene:
-Knoblauch
-Butter (enthält Laktose)
-Weißer Salz-Käse (enthält Laktose)
-Schwarzkümmel
-Sesam
-Lauch
-Weizen und Gluten
-Glutenfreie Alternative: Kartoffeln
-Evtl. Konservierungsstoffe

Q&A

Dies ist ein offenes Gespräch. Da es sich um ein offenes Gespräch handelt, können keine exakten Inhaltsangaben gemacht werden. Mögliche Themen sind:

Inhaltsangaben:
-Jüdisch/arabische Identität
-Auslöschung durch Staatlichkeit
-Vielfalt jüdischer Identitäten
-Auslöschung durch Zionismus

Räume und WC

Ein durchgehend zugänglicher, stufenloser und ebenerdiger Zugang (inkl. Bordsteinrampe) von der Straße zum Gebäude und zum Saal von einer Breite mit mind. 150 cm ist vorhanden. Die Bodenoberfläche im Hof ist leicht uneben.
Die Veranstaltung findet im Saal statt, dieser ist ebenerdig.
Der Saal, wird durch eine 194 cm breite Doppeltür betreten. Dann gibt es eine zweite Doppeltür, die ein Eingangsmaß von 180 cm hat. Die dritte Flügeltür, durch die das Publikum in den Saal gelangt, ist 136 cm breit.
Es gibt keinen Aufzug.
Die Bar ist leider nur über eine Treppe im ersten Stock zu erreichen und daher nicht für Rollstuhlfahrer*innen zugänglich. Es gibt 17 Stufen zwischen dem Erdgeschoss und dem ersten Stock.
Im Veranstaltungssaal/-bereich ist Platz für Rollstühle oder Rollatoren gegeben und es gibt die Möglichkeit der besonders geeigneten Platzreservierung und/oder den Saal vorzeitig zu betreten.

Barrierefreies WC
Es gibt eine rollstuhlgerechte Toilette im Erdgeschoss des Gebäudes. Der Zugang zu dieser Toilette erfolgt über den Flur und ist 198 cm breit. Der Eingang zur Toilette ist 79 cm breit.

Anfahrt

Die nächstgelegene Haltestelle ist U-Bahnhof Eberswalderstr.
Die U Bahn Station verfügt über einen Aufzug. Die U Bahn Station befindet sich an einer Kreuzung mit viel Auto-und Passant*innenverkehr.
Von dort aus führen Teile des Weges ins Ballhaus Ost über Kopf­steinpflaster.
Der Theatereingang ist durch den Torbogen im Hof des Hauses in der Pappelallee 15.

Parkplätze
In der Pappelallee befinden sich Parkplätze im öffentlichen Raum am Straßenrand. Das Theater kann keine eigenen Parkplätze anbieten.

Mit Wirkung III: Mit Machen

Am dritten Abend von Mit Wirkung ist das Publikum eingeladen, sich gemeinsam mit der Frage zu beschäftigen, was für ein gleichberechtigtes Deutschland notwendig wäre.  Aufbauend auf den Mit Wirkung-Veranstaltungen im Dezember und dem Austausch über bestehende Resolutionen, möchte Mit Machen sich in einer Übung spekulativen Denkens zu vertiefen. In kleinen Gruppen, begeleitet und angeleitet von Expert*innen verschiedener Bereiche, sind die Teilnehmer*innen eingeladen, Wissen, Ideen und Fragen auszutauschen, um sich eine gerechte Gesellschaft zu vergegenwärtigen und Ideen für den Schutz aller marginalisierten Lebens in Deutschland zu entwerfen.

Mit Machen  (تشارك)

في الأمسية الثالثة ل«مِت ڤيركونغ»، ندعو الحضور إلى التفاعل مع سؤال: ما الضروري من أجل المساواة في ألمانيا؟ بناءً على فعاليات «مِت ڤيركونغ» السابقة في ديسمبر/كانون الأول، والتبادل حول القرارات القائمة، يوفر «تشارك» مساحة لممارسة التفكير التخيُّلي. في مجموعات صغيرة، وبتيسير وإرشاد من خبراء في مجالات مختلفة، ندعو المشاركين والمشاركات لتبادل المعرفة والأفكار والأسئلة من أجل تصوُّر مجتمع عادل، ثم صياغة تصورات من أجل حماية كل الحيوات المهمَّشة في ألمانيا.

Mit:
Mehmet Arbag u. Anna Sabel (Verband binationaler Familien und Partnerschaften Leipzig), Sisi Bo’wale, Tabea Böker (KIgA), Dr. Dörthe Engelcke, Dr. Agata Lisiak

 

Soft Arrival: Zwischen 18:00 und 18:30 können die Besucher*innen langsam im Raum ankommen. Circa alle 45′ sind Pausen eingeplant. Jede Pause dauert 15′.

Hinweise zur Barrierefreiheit

Bei Fragen zu Barrierefreiheit, meldet euch bitte bei Agnieszka Habraschka. Agnieszka wird bei der Veranstaltung als Access Person anwesend sein und dich bei allen Fragen/Bedarfen rund um Barrierefreiheit unterstützen.

Alle Gruppen arbeiten auf dem Erdgeschoss und sind ohne Treppen erreichbar.

Genereller Hinweis zu Inhalt und sensorischen Reizen

In Mit Wirkung geht es um Antisemitismus und anti-muslimischen Rassismus in Deutschland.
Alle Gruppen beinhalten Beteiligung der Teilnehmenden in Form von Gesprächen oder Vorstellungen des Erarbeiteten in kleiner oder großer Runde (nur wer will). Erhöhte Lautstärke bei Gruppenarbeit im Saal! Essensgeruch bei der Gruppenarbeit 
Es gibt weiter unten detaillierte Inhaltsangaben, Angaben zu sensorischen Reizen zu jeder Gruppenarbeit und Angaben zu Allergenen der KüFa.

Relaxte Veranstaltung

Die Veranstaltungen finden in einer relaxten Athmosphäre statt.
Verschiedene Formen der Aufmerksamkeit sind willkommen. Es wird verschiedene Sitzmöglichkeiten, Stim Toys*, Decken, Getränke und Speisen (auch glutenfreie und vegane Alternativen) geben. Du kannst dich während der Veranstaltung bewegen, sitzend oder liegend teilnehmen, Stim Toys* benutzen. Du kannst dir selbstständig Pausen nehmen und jederzeit rausgehen, sowie wieder hereinkommen. 

Sitzmöglichkeiten
Stühle, Sitzsäcke, Sitzkissen, Teppiche

Rückzugsraum
Es gibt einen Rückzugsraum mit Sitzsäcken, Liegemöglichkeiten, sowie Decken und Stim Toys*.

*Stim Toys sind kleine, beruhigende Objekte wie Stressbälle, Knete oder Druckringe, die besonders neurodivergenten Menschen helfen, ihr Nervensystem zu regulieren.

Was ist eine relaxte Veranstaltung?
Relaxte Veranstaltungen orientieren sich am Format der Relaxed Performance und zielen darauf ab, Barrierefreiheit insbesondere für neurodivergente Menschen, Menschen mit chronischen Krankheiten/Schmerzen/Personen mit unsichtbaren Behinderungen anzubieten. Dabei wird Barrierefreiheit nicht nachträglich hinzugefügt, sondern ist Teil des Veranstaltungskonzepts. Sowie bei Theatervorstellungen, gibt es auch bei Veranstaltungen oft implizite Verhaltensregeln, die es neurodivergenten Menschen oder Menschen mit chronischen Krankheiten/Schmerzen schwer machen, uneingeschränkt teilzunehmen. Beispiele hierfür sind Erwartungen wie still auf Stühlen zu sitzen, sich wenig zu bewegen oder keine selbstständigen Pausen zu nehmen. Solche Konventionen erschweren vielen Menschen die Teilnahme. Diese Regeln/Erwartungen sollen mit dem Format der relaxten Veranstaltung aufgehoben werden.

Zudem bieten relaxte Formate gerade bei emotional aufreibenden oder mit Trauma verbundenen Themen eine sensible Herangehensweise. Zu Beginn jeder Veranstaltung teilen wir mit euch verschiedene Körperübungen, die das zentrale Nervensystem beruhigen sollen und die ihr für euch oder als Gruppe miteinander ausführen könnt.

Inhaltsangabe/Sensorische Reize/Allergene

Mehmet Arbag und Anna Sabel
Text und Audio auf Deutsch, Gespräch auf Deutsch.
Während der Gruppenarbeit wird ein Text vorgelesen und eine Audiodatei angehört. Beides wird dann besprochen.

Text: „Und was ist noch über Antisemitismus unter Muslim*innen zu sagen?“
Inhaltsangaben:
-Es geht um die rassistische Behauptung, dass muslimische Menschen antisemitisch sind.

-Es geht darum, wie antimuslimischer Rassismus und Antisemitismus zusammenhängen.
-Der Text thematisiert, wie Menschen aufgrund ihrer vermeintlichen Religion oder Kultur anders behandelt werden, anhand von Beispielen wie Beschneidung und Fasten.

Audio: Versicherheitlichung
Inhaltsangaben:
-Es geht um Rassismus und wie bestimmte Gruppen als Gefahr konstruiert werden.
-Der Beitrag spricht über die Auswirkungen von Sicherheitsmaßnahmen.
-Menschen wehren sich gegen ungerechte Sicherheitsmaßnahmen.

Sensorische Reize:
-Die Audiodatei hat eine Länge von ca. zehn Minuten.
-In der Audiodatei wechseln sich viele Stimmen ab.

Sisi Olubowale – Collage Against the Machine
Gespräch auf Englisch/Deutsch.
Während der Gruppenarbeit wird gemeinsam an einer Collage gebastelt.

Inhaltsangaben:
-In der Gruppenarbeit reflektieren die Teilnehmenden über persönliche oder kollektive Gedanken und Emotionen zu Themen der Gleichberechtigung, Kollaboration und der Gestaltung einer gleichwertigen Gesellschaft im Kontext von anti-muslimischem Rassismus und Antisemitismus in Deutschland.
-Die Aktivität fordert die Teilnehmer*innen auf, mit Zeitungen zu arbeiten und Collagen zu erstellen, die potenziell Bilder von Konflikten, Kriegen und Gewalt enthalten können.

Sensorische Reize:
-In der Gruppenarbeit wird mit Scheren und Klebstoffen gearbeitet.
-Mögliche Geräusche von Papier, das zerschnitten oder gerissen wird.

Agata Lisiak
Texte auf Englisch und Deutsch, Gespräch auf Englisch.
Während der Gruppenarbeit werden zwei Texte gemeinsam gelesen und besprochen.

Text 1: Ursula K. Le Guin – „The Ones Who Walk Away From Omelas“

Inhaltsangaben:
-Beschreibungen von Gewalt an, Vernachlässigung und extremem Leiden eines behinderten Kindes
-Ableistische Sprache
-Diskussion über das moralische Dilemma, das Wohl von vielen gegen das Leid eines einzelnen Kindes abzuwägen.

-Thematisierung sozialer Ungerechtigkeit und die ethischen Fragen, ob das Leiden einer einzelnen Person für das größere Wohl der Gesellschaft akzeptiert werden kann.
-Reflexion über die Verantwortung der Gesellschaft für das Leid ihrer verletzlichsten Mitglieder.
-Erwähnung von Rausch und psychoaktiven Substanzen.
-Verwendung von Ironie

Text 2: Rosa Luxemburg – „Die Ordnung herrscht in Berlin“

Inhaltsangaben:
-Auseinandersetzung mit der politischen Lage und den gewaltsamen Ereignissen nach dem Ersten Weltkrieg in Berlin.
-Diskussion über die brutale Niederschlagung der Spartakusaufstände und die Rolle der sozialdemokratischen Regierung.
-Grafische Darstellungen von Gewalt, Mord und brutalen Repressionen.
-Themen von Krieg, politischer Gewalt und Unterdrückung.
-Erwähnung von Waffen.

Dr. Dörthe Engelcke
Texte auf Deutsch/Englisch, Gespräch auf Deutsch.
Während der Gruppenarbeit wird eine Stellungnahme und zwei Definitionen zu Antisemitismus gemeinsam gelesen und besprochen

Stellungnahme zu dem am 29.01.25 vom Bundestag angenommenen Antrag „Antisemitismus und Israelfeindschaft an Schulen und Hochschulen entschieden entgegentreten sowie den freien Diskursraum sichern“

Inhaltsangaben:
-Kritische Analyse des geplanten Bundestagsantrags zur Bekämpfung von Antisemitismus und Israelfeindschaft an Schulen und Hochschulen.
-Thematisierung der Isolation von Antisemitismus und der Vernachlässigung anderer Formen von Diskriminierung, speziell anti-muslimischem, anti-palästinensischen und Rassismus allgemein.
-Auseinandersetzung mit der einseitigen Fokussierung auf jüdische Bevölkerung in Israel und der Vernachlässigung der Geschichte der palästinensischen Bevölkerung.
-Kritik an der Gefahr einer Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit und des Diskursraums aufgrund der Sicherheitsdiskurse und der potenziellen Zensur von kritischen Positionen.

Jerusalem Declaration on Antisemitism

Inhaltsangaben:
-Definition von Antisemitismus.
-Erwähnung von Diskriminierung, Vorurteil, Feindseligkeit oder Gewalt gegen jüdische Menschen.
-Beschreibung antisemitischer Stereotypen, wie die Vorstellung einer jüdischen Weltverschwörung oder der „unsichtbaren Macht“ von jüdischen Menschen.
-Unterscheidung zwischen legitimer Kritik an Israel und antisemitischen Aussagen, insbesondere im Kontext Israel und Palästina.

IHRA Definition of Antisemitism

Inhaltsangaben:
-Definition von Antisemitismus

-Erwähnung von Hass, Hetze, Verleumdung oder Gewaltakte gegen jüdische Menschen
-Besondere Betonung liegt auf der Kritik an Israel, die als antisemitisch eingestuft werden kann.

Tabea Böker – Solidarität_en & Utopie
Schreiben in jeder Sprache, Gespräch auf Deutsch/Englisch.
Während der Gruppenarbeit wird sowohl in Kleingruppen als auch in der großen Gruppe zusammen gearbeitet. Dabei kann geschrieben, offen miteinader gesprochen und gespielt werden.

Inhaltsangaben:
-Benutzung von Emotionskarten, d.h. Karten auf denen visuell Gefühle dargestellt werden
-Auseinandersetzung mit dem Konzept der Solidarität und deren praktischer Umsetzung.
-Diskussion über mögliche Zielkonflikte innerhalb von Solidaritätsbewegungen.
-Der Austausch ist offen und abhängig von dem was die Teilnehmenden teilen wollen. Es ist daher nicht möglich konkrete Inhaltsangaben zu der Gruppe zu geben. Mögliche Themen, die angesprochen werden können:
*Erfahrung mit Repressionen.
*Erfahrungen mit Antisemitismus.
*Erfahrungen mit Rassismus, insbesondere antimuslimischem Rassismus.
*Erfahrungen mit unsicheren Aufenthaltsbedingungen und Illegalisierung.
*Thematisierung von Unterdrückung und Marginalisierung.
*Reflexion über (gesellschaftliche) Ausschlüsse.

Sensorische Reize:
-In der Gruppenarbeit wird mit visuellen Emotionskarten gearbeitet.

KÜFA

Allergene:
-Es gibt glutenhaltiges Brot und eine glutenfreie Alternative
-Milch und Soja Joghurt
-Brokkoli
-Erbsen
-Knoblauch
-Thymian

Räume und WC

Ein durchgehend zugänglicher, stufenloser und ebenerdiger Zugang (inkl. Bordsteinrampe) von der Straße zum Gebäude und zum Saal von einer Breite mit mind. 150 cm ist vorhanden. Die Bodenoberfläche im Hof ist leicht uneben.
Die Veranstaltung findet im Saal statt, dieser ist ebenerdig.
Der Saal, wird durch eine 194 cm breite Doppeltür betreten. Dann gibt es eine zweite Doppeltür, die ein Eingangsmaß von 180 cm hat. Die dritte Flügeltür, durch die das Publikum in den Saal gelangt, ist 136 cm breit.
Es gibt keinen Aufzug.
Die Bar ist leider nur über eine Treppe im ersten Stock zu erreichen und daher nicht für Rollstuhlfahrer*innen zugänglich. Es gibt 17 Stufen zwischen dem Erdgeschoss und dem ersten Stock.
Im Veranstaltungssaal/-bereich ist Platz für Rollstühle oder Rollatoren gegeben und es gibt die Möglichkeit der besonders geeigneten Platzreservierung und/oder den Saal vorzeitig zu betreten.

Barrierefreies WC
Es gibt eine rollstuhlgerechte Toilette im Erdgeschoss des Gebäudes. Der Zugang zu dieser Toilette erfolgt über den Flur und ist 198 cm breit. Der Eingang zur Toilette ist 79 cm breit.

Anfahrt

Die nächstgelegene Haltestelle ist U-Bahnhof Eberswalderstr.
Die U Bahn Station verfügt über einen Aufzug. Die U Bahn Station befindet sich an einer Kreuzung mit viel Auto-und Passant*innenverkehr.
Von dort aus führen Teile des Weges ins Ballhaus Ost über Kopf­steinpflaster.
Der Theatereingang ist durch den Torbogen im Hof des Hauses in der Pappelallee 15.

Parkplätze
In der Pappelallee befinden sich Parkplätze im öffentlichen Raum am Straßenrand. Das Theater kann keine eigenen Parkplätze anbieten.

Labor Sonor

Calum Builder präsentiert ein Konzert für selbstgebaute Pipe-Organ & Saxophon. Auguste Vickunaite collagiert Klänge mit Tonbandmaschinen. Carolina Mendonça zeigen die neue Performance «Something Is Approaching» mit Leticia Skrycky.

 

Labor Sonor – die Reihe für experimentelle Musik, Film und Performance – präsentiert das Spektrum aktueller experimenteller Formen jenseits genrespezifischer Bestimmbarkeit – von Echtzeitmusik über Elektronik, Performance, audiovisuelle Formate, konzeptuelle Musik, neue komponierte Musik bis zu experimentellem Pop.

Queer Family Album Vl. 1

»Queer Family Album« ist ein trans-disziplinäres Festival, das sich aus der Zusammenarbeit diverser Gruppen queerer Künstler*innen speist.
2024 präsentieren wir die erste Ausgabe von »Queer Family Album« im Ballhaus Ost. Es geht um ein kollaboratives Projekt, in rahmen dessen Uraufführungen von KAy
Garnellen und Yvonne Sembene präsentiert werden.
 
Ausgabe 1: Humorvolle Reisen durch queeres Reisen im Dialog miteinander.
Weltpremiere am 7. und 8. September 2024 im Ballhaus Ost.
 
Die zweite Ausgabe wird 2025 in den Sophiensaelen zu sehen sein.