Hängen wir doch zum Trost
am Tresen vom Ballhaus Ost
zu Worten an Musik, mit Bier und Dir
mit Unbehaun, Hillebrand und Wengenroth
in Eierkostümen.
Hey, was soll das, warum bin ich so verwirrt?
Ein Marsmensch erscheint und fragt: Was bist du?
Ich?!
Ja, du.
Ähm, ich wuchs in den 80ern als Chamäleon zwischen »AKW Nee«, »Petting statt Pershing« und Lüneburger Operette auf. Im Kalten Krieg der falschen Heilen Welt. In mir hängen noch die Werte der 68er antiautoritären linken Lehrereltern mit der Sehnsucht nach Frieden, Atomkraft – nein danke, böse Wirtschaft, böser reicher Mann. Und das No-Go bei den Spießern: Eigenheim und Küchenmaschinen.
Doch die hehren Ideen liefen schief. Ich wurde Spaßmacherin zur Musik.
Ich blickte durch meine Augen wie durch Schießscharten und die Zungenwurst steckte den Kopf durch meinen Mund: Ich kannte mich irgendwoher. Ich erkannte mich zwar nicht wieder, aber ich hatte mich schon tausendmal irgendwo gesehen…
Aber eine Bühne ist dann eben doch besser als der öffentliche Nahverkehr. Obwohl da mehr Leute gucken, wenn man sich auszieht als in einer Show. Doch wenn die Scheinwerfer sich öffnen, bin ich hier bei euch lieber Pupille als Bazille in der Fußgängerzone oben ohne.
Oder wir behalten einfach unsere schöne Kneipe um die Ecke und treffen uns da.
In echt! Prost.
UNBEHAUN sind die Sängerin und Texterin Verena Unbehaun & der Musiker Stefan Hillebrand. 2026 veröffentlichen sie ihre erste Platte beim Musiklabel Staatsakt. Mit dem Regisseur Patrick Wengenroth tun sie sich nun wieder zusammen – wie schon zu »Planet Porno«- Zeiten am TD, HAU, Sophiensäle, Schaubühne – um gemeinsam einen Abend zwischen Irrsinn, Tiefe und Trivialität zu feiern.