Kaum ein kulturelles Phänomen hat die 90er- und 00er-Jahre so geprägt wie Girlbands: junge Frauen, sorgfältig nach verschiedenen Typen zusammengestellt, vermarktet als Projektionsfläche für Begehren, Identifikation und Empowerment. Ausgehend von Destiny’s Child, Tic Tac Toe und den Spice Girls bringen NO SCRIBES kollektives Schreiben, popkulturelle Referenzen und persönliche Erfahrungen zusammen. Und stellen die Frage: Wie kann eine Kulturpraxis aussehen, die Mehrstimmigkeit, Reibung und solidarische Perspektiven als ästhetisches und politisches Prinzip feiert?
Die Autorinnen Paula Fürstenberg, Alisha Gamisch und Raphaëlle Red gründen eine Girlband und verhandeln dabei Identität, Klasse, Girlhood und Popfeminismus. Ein Abend zwischen Hommage und Kritik, Theorie und Tanzfläche.