YETZE Casino Nights kehrt mit hypnotischen Soundscapes aus Down Under ins Ballhaus Ost zurück: Am 1. November 2026 spielen die in Naarm/Melbourne beheimateten Dumbhead ihr allererstes Deutschlandkonzert. Mit seinen sphärischen und bassgetränkten Klanglandschaften verwandelt das australische Trio den Sonntagabend in ein immersives, schwer greifbares und garantiert unvorhersehbares Sunday Special zwischen Konzert und kollektiver Versenkung, Club Night und cineastischem Trip. Dumbhead bewegen sich mühelos zwischen basslastiger Electronica und Alt-Rock-Experimenten, schwebenden Downtempo-Sphären und jazzinspirierten Ausflügen. Zu den kollektiven Einflüssen von Maayan Barnatan, Zach Salmon und Sängerin Billie Raffety zählen neben Klassikern wie Björk, Massive Attack oder Radiohead auch HTRK oder ihre einstigen Tourgefährten Acopia. Auf ihre 2023 veröffentlichte Debüt-EP »Stop Motion« ließen sie Ende 2025 die selbstbetitelte zweite EP folgen. >> YETZE Casino Night #2: Blurry Records Label Night | Maresz presents »TASTE« | ronja (Roomer) | RIP Swirl (DJ) | 16.4.>> YETZE Casino Night #1: A Good Year (Escho / CPH) feat. Late Verlane | 21.3.
Archiv: Produktionen
Play Pen&Paper | Questhaus Ost II: The Return of the Drags
SpielenachmittagBevor im Questhaus Ost II vier Drag Royals den Klassiker der Pen&Paper Rollenspiele Dungeons&Dragons spielen, gibt es beim offenen Spielenachmittag die Möglichkeit, selbst in Abenteuer einzusteigen: Ob neugierige Einsteiger*innen oder Rollenspiel erfahren, ob allein oder in Gruppen – alle sind willkommen. Es wird zu Beginn eine kurze Einführung in den Ablauf von Pen&Paper-Spielen geben, dann werden die mitgebrachten Spiele vorgestellt und zu jedem Spiel findet sich eine Gruppe zusammen. Der Fokus liegt an diesem Nachmittag auf queeren Spielwelten. Wer ein Spiel mitbringen und anleiten will, schreibt gern vorher an info@ballhausost.de.Ankommen & Einführung: 15:30Pen&Paper: 16:00–19:00 DragshowEs wird Nacht in Berlin. Zum zweiten Mal versammeln sich Drag-Wesen im Ballhaus Ost, um mit Improvisation, Queerness und Liebe gegen die Monster der Moderne anzutreten. Mit ihrer Drag-King-Spielleitung begeben sich die Held*innen auf eine wilde Mission, um die Welt zu retten.Beim letzten Mal gelang es unseren Drag-Quing-Held*innen, die Bürokratie-Monster zu besiegen und die Regenbogenfahne auf dem Dach des Reichstags zu hissen, wodurch der Fluch von Berlin genommen wurde. Doch kaum sechs Monate sind vergangen, da frischt der Wind wieder auf, farblose Müllsäcke schweben in die Luft, und eine neue Herausforderung droht unseren geliebten Held*innen. Und sie verschwenden keine Zeit – sie kleben sich ihre Bärte an, ziehen ihre Netzstrumpfhosen an und versammeln sich erneut, um den gefährlichsten Schurk*innen gegenüberzutreten, die die Stadt in einem grauen, korrupten Nebel ersticken lassen. Schließt euch dem Kampf an und helft mit zu zeigen, wem diese Stadt gehört! Der schnurrbärtige Drag-King BroKolya und seine Gäste – Drag-Kings, Drag-Queens und andere Wesen – laden euch ein, am Spiel teilzunehmen, das von “Dungeons & Drag-ons“ inspiriert ist! Kommt vorbei, seht zu, wie die Würfel rollen, die Perücken durch die Luft fliegen, und erlebt, wie Drag-Performer*innen eine ganze Welt in Echtzeit neu erfinden.Questhaus-Show: 20:00–22:30 Was ist Pen&Paper?In den meisten Rollenspielen führt eine Spielleitung durch das Spiel: schildert Szenen, beschreibt Orte, spielt alle Nicht-Spieler*innen Figuren und entscheidet über den Verlauf der Geschichte. Orientierung liefert dafür das Regelwerk des Spiels. Die Spieler*innen übernehmen die Rolle fiktiver Figuren und entwickeln die Handlung. Es gibt auch Rollenspiele mit einem Figurenbogen, der Hinweise zu Fertigkeiten und Fähigkeiten oder Fun Facts liefert.Viele Entscheidungen und Spielmomente, deren Ausgang ungewiss ist, werden über Würfel ermittelt. Auch das steht im jeweiligen Regelwerk.Es gibt unzählige Szenarien beim Pen & Paper. Ob als Vampir durch das London der 20er Jahre, als Dieb in der Zukunft, mit Magie, ohne Magie. Es ist alles möglich.In den sogenannten Regelwerken werden die Grundregeln und Spielsettings festgehalten. Wie sehr man sich selbst an diese Grundregeln hält ist eine Gruppenentscheidung. Hier gilt: Solange alle Spaß haben ist alles erlaubt.
Jigaraki
Jigaraki ist ein Konzert des in Berlin ansäßigen Trios Elèni Mik, Nafsika Gkotzamani und Hanik Soleimani. Als aufstrebende FLINTA+ Künstler*innen schaffen sie einen Raum wo diverse Traditionen auf experimentelle Performance treffen. Die Stimme ins Zentrum stellend nehmen Jigaraki ihre Einflüsse aus Traditionen des Balkan, des östlichen Mittelmeerraums, Anatolien, Byzantinischer Musik, von Makam und Dastgah, wo sie als Lebendmaterial behandelt werden, um durch zeitgenössische Komposition, Geschichtserzählung und politisch engagierter Performance fragmentiert und neu erfunden werden. Ihr Konzept der »fake folklore« erfindet eine Folklore, die sich bekannt anfühlt aber nie existiert hat, indem fiktionale Rituale und mehrsprachige Texte zur Hinterfragung von Authentizität, Autorinnenschaft und Identität herangezogen werden. Sie lehnen sowohl Pop-Ästhetiken als auch strikte präservative Herangehensweisen ab, sondern nähern sich musikalischen Systemen als offenen Wortschätzen der Transformation und des Dialogs. Inspiriert von Meykhane, erschaffen Jigaraki inklusive, interaktive Performances die ihre historisch exkludierende Natur herausfordern. Jigaraki fragt, was zeitgenössischer Folk über Pop und Tradition hinaus sein kann, und erschafft so eine neue auditive Sprache, die beidermaßen in Erbe und Erfindung verwurzelt ist. Fr. 18. und Sa. 19.9. finden Vorstellungen von Hanik Soleimani und Marianna Wichas Stück »Zai el Lila« statt.
زي اللیلة Zai el Lila
Eine todgeweihte Frau erzählt Geschichten. Die Kunst der Geschichte ist das Einzige, was sie durch das Labyrinth ihrer Todgeweihtheit führt. In den Geschichten selbst, die sie erzählt, sind es am häufigsten wieder Geschichten, mit denen ein Leben freigekauft wird.(Physik der Schwermut – Georgi Gospodinov) Gefangen zwischen deutscher Bürokratie – »Sie verfügen über keine Dokumente, die eine Verlängerung Ihres Aufenthaltsrechts erlauben. Damit kann ich nichts machen« – und den Anrufen der besorgten Familie – »Komm nicht nach Iran zurück. Es scheint als hättest du dein Leben hier völlig vergessen« – hat Scheherazade nur eine einzige Waffe: Geschichten. Aus ihnen baut sie ein Labyrinth, in das sie den zuständigen Beamten nach und nach hineinführt. Reden, reden, reden – damit er sich verheddert, den Faden verliert, die Dokumente vergisst. Zeit schinden, bis zur Schließung des Amtes. Noch einen zusätzlichen Termin bekommen – »wirklich der allerletzte« – sich noch eine weitere Woche in Berlin erkämpfen. Hanik Soleimani und Marianna Wicha verbinden Dramaturgie aus Tausendundeine Nacht mit Autofiktion, eigens komponierter Musik, inspiriert von byzantinischen Melodien, und den Mitteln der zeitgenössischen Puppenspielkunst. Eine Mischung so wild, wie die Geschichten sein müssen, die man erzählt, um zu überleben. Am 20.9. findet im Bühnenbild von »Zai el Lila« ein Konzert von Jigaraki, der Band von Hanik Soleimani mit Elèni Mik und Nafsika Gkotzamani, statt. Link zum Konzert.
Desire Machines: a night of Queer sci-fi
»Seven Songs of Yearning for a New World, Sung by a Starship« ist ein Science-Fiction-Musical und die erste Bühnenkollaboration zwischen ONCE WE WERE ISLANDS und Ruby Louise Rose. Diese queer-futuristische Arbeit kombiniert Originalwerke mit poetischem Text, um die Geschichte queerer Geflüchteter zu erzählen, die auf einem von Begehren angetriebenen Raumschiff durch den Weltall getragen werden. Musik und Lieder wurden von Ruby Louise Rose zu Texten von ONCE WE WERE ISLANDS komponiert, and zusammengeflochten in ein live von Aslan, Chris und Ruby performtes 45-Minuten-Event mit modulierter Stimme, Bassgitarre und Electronics. Für das erste Berlin-Showing laden wir alte und neue Freund*innen aus der Stadt und darüber hinaus ein, und bringen euch mit Óscar Barbosa, Lor Burns, elliott cennetoglu, CoCo & Alice Thibes, ethan allison folk, Jean P’ark, und Anna T. eine eklektische Mischung aus Queer-Sci-Fi-Goodies, darunter Kurzfilme, Lesungen, Musik und mehr. Die Otherland Buchhandlung wird auf dem Event eine Auswahl an Queer Sci-Fi zum Verkauf anbieten. Zum Abschluss wird Ruby Louise Rose ein Sci-Fi DJ-Set spielen. Kommt vorbei, zu einem Abend spekulativen Zaubers! ONCE WE WERE ISLANDS präsentieren queere spekulative Fiktion am Ballhaus Ost seit 2015 und sind mit Mitverschwörer*in Ruby Louise Rose zurück, um die erste musikalische Zusammenarbeit zu präsentieren. »Seven Songs of Yearning« | ONCE WE WERE ISLANDS & Ruby Louise Rose»Aren taripa«, Kurzfilm | Óscar Barbosa»Dreamers of the Wild Beyond« (AT), Kurzfilm, geloopte Installation | Lor Burns»Soti Sotla« (AT), aufgezeichnete Lesung, Kurzfilm | elliott cennetoglu»Na Czerwonym Globie«, Kurzfilm | CoCo & Alice Thibes»cauldron«, Lesung | ethan allison folkUnbenanntes queer-sci-fi Lied | Jean P’ark»Δiotima; or, Δeir*land: A fragmented stori of arkivs, kolektivism, imaginaʃon, & multituds«, aufgezeichneter Lesungsauszug, Kurzfilm | Anna T.
Verpiss dich, du weißt genau, ich vermiss dich – Die Zaubershow
Was haben Mütter und Magie gemein? Sie sind nicht zu fassen oder wenn, dann wenn es zu spät ist. In ihrer neuen Bühnenproduktion thematisieren TIGERS’ KITCHEN die Abwesenheiten ihrer Mütter und rücken damit alles ins Zentrum, was ihrer Meinung nach zu lange im Verborgenen herumgeisterte. So wie die zersägten Jungfrauen oder aus den Erzählungen der Welt gestrichenen Frauenfiguren, wurden auch ihre Mütter verschluckt. Vom Patriarchat, den Umständen und ihrem eigenen Erinnerungsvermögen. Es ist also dringend an der Zeit, die Bühne für die Mütter freizumachen, die sie zu den Töchtern machten, die sie sind. Was mit Ticks und Tricks beginnt, macht auch vor Tod und Traurigkeit nicht halt und verzaubert unsere Ansichten über Memories und Memoiren. Und das mit ganz viel Magie! TIGERS‘ KITCHEN (Nadja Duesterberg & Svea Kirschmeier) sind queere, performative Theatermacherinnen, die Räume für neue Narrative schaffen, um darin Unsichtbares sichtbar zu machen. Queerfeministische Kunst entsteht auf einem ehrlichen und auch offen verletzlichen Boden.
Gleichzeitigkeiten
Joanna Bailie: At the same time (2026)Premiere – 15’für Video, vier Performende und elektronische KlängeEloain Lovis Hübner: Weltzeituhr (2026)Premiere – 20’für sechs Stimmen/PerformendeArturas Bumšteinas: Melodies & Earmuffs (2023) – 10’für sechs StimmenWalter Zimmermann: Selbstvergessen (1982) – 20’sieben simultane Soli für sprechende und singende Instrumentalist*innen Es ist völlig unmöglich, sich vorzustellen, was im selben Moment in der Welt, allein in Berlin im eigenen Kiez, alles geschieht. Verschiedenste Zeitlichkeiten und Tempi finden auf engstem Raum parallel zueinander statt. Die Woche ist viel zu schnell vorbei, der Tag mag einfach nicht vergehen. Zeitlichkeiten kollidieren, wir treffen uns im öffentlichen Raum oder am Telefon, geplant oder zufällig, manchmal passt es, oft nicht. Zeitlichkeiten umgeben uns mit ihren Klängen, Klänge umgeben uns in ihren Zeitlichkeiten. Das neue Stück von Eloain Lovis Hübner reflektiert die Flüchtigkeiten des Alltags. Innerhalb eines gegebenen Zeitrahmens folgt jede*r der Mitwirkenden einer individuell vorgegebenen Struktur und Logik der Aufeinanderfolge von Ereignissen. Zu den verschiedenen Möglichkeiten der Stimme kommt ein Pool an Objekten und Medien des Alltags, auch Instrumente, die die Beteiligten spielen können (oder gerade nicht). Auch Joanna Bailies neue Komposition bezieht sich auf die Vielstimmigkeit des Alltäglichen. Mit einem Video urbaner Szenen und einem Stereo-Soundfile elektronischer Klänge treten die Ausführenden in Interaktion, durch Bewegungen im Raum, Gesten, Sprechen und Gesang. Sie versuchen, die Ereignisse zu verkörpern, sie zu analysieren, ihnen zu widersprechen und eine Art Musik aus ihnen zu extrahieren, sei es akustisch oder visuell. In Arturas Bumšteinas’ Komposition wird der Versuch, gemeinsam Volkslieder zu singen, durch die Abgeschlossenheit der Ohren durch Ohrenschützer torpediert und führt zu unfreiwilligen mikrotonalen Ergebnissen. Walter Zimmermanns »Self-Forgetting« wurde für Merce Cunninghams Dance Company geschrieben und es dürfen Textteile und Noten ausgelassen, „vergessen“ werden. Als simultanes Feld gegenseitiger Durchdringung bleibt das Stück durchlässig, doch eindringlich. Die Maulwerker verwenden u.a. selbstgebaute Instrumente. Als Gast ist der Cellist Tilman Kanitz dabei. Die Maulwerker, Kollektiv für stimmliche Experimente, integrieren Elemente aus Performance Art, intermedialer Kunst und Choreografie in ihre Musik.
Famili(es) – a writing workshop
Anhand der Mittel des persönlichen Schreibens, der gesprochenen Sprache und der Fiktion laden Mille und Alissia von der Theatergruppe »88 mètres/seconde« dazu ein, Verwandtschaftsbeziehungen, ob durch Geburt oder selbst gewählt, zu erkunden. Ein zweieinhalbstündiger Workshop zum Schreiben, Teilen und Geheimhalten; um das Schreiben zu entmystifizieren, Spaß zu haben und gemeinsam etwas zu schaffen – in Anlehnung an ihr Stück »Le Grand Soir« über Vater-Kind-Beziehungen. Der Workshop besteht aus einer Schreibaufwärmübung, mehreren Aufgaben, die durch weitere Texte und visuelle Materialien begleitet werden, sowie Phasen des Austauschs und einer abschließenden Diskussionsrunde. Es können maximal 15 Personen teilnehmen. Wenn ihr Interesse habt aber der Preis zu hoch ist, könnt ihr uns gern per mail kontaktieren (lelampenfieber@theaterimnu.de) Unter der Leitung von Mille Zhong und Alissia Pervozvanski-Dangles hat sich das Ensemble »88 mètres/seconde« zum Ziel gesetzt, mutige, ambitionierte, lesbische und dekoloniale Werke zu schaffen, die physisches Theater und experimentelle Performance miteinander verbinden, um sich für radikale Repräsentation, Heilung und politischen Wandel einzusetzen. Am 1. und 2.10. zeigen 88 mètres/seconde zudem ihr Stück »Le Grand Soir«.Sowohl »Famili(es) – a writing workshop« als auch »Le Grand Soir« sind Teil des Le Lampenfieber 2026 Festival »Are We A Thing?«.
Oxygènes Workshop
In einer Gesellschaft, die dazu neigt, Körper, Stimme und Sprache voneinander zu trennen, bringt dieser Workshop sie wieder zusammen. Die Stimme kann sich ohne den Körper nicht vollständig ausdrücken, und der Körper kann ohne Sprache nicht wirklich mitschwingen. In einer Welt, in der es für Menschen aus der Globalen Mehrheit oft schwierig ist, sich zu Wort zu melden und gehört zu werden, habe ich diesen Raum geschaffen, um: • deine Stimme zu erkunden und zu verkörpern• dich wieder mit deiner Präsenz zu verbinden• den Mut zu finden, Raum einzunehmen und dich selbst zu bekräftigen Dieser Workshop ist nicht nur für Künstler*innen gedacht. Er steht allen offen, die ihre Stimme, ihre Präsenz und ihre Beziehung zur Welt erkunden möchten. Menschen aus der Globalen Mehrheit haben Vorrang, der Workshop bleibt jedoch für alle offen.An einem Nachmittag werden wir folgende Themen erkunden: 1. Körper & Stimme: Haltung, Atem, Energie und Resonanz.2. Rhythmus, Gestik & Bewegung: Befreiung der Sprache durch den Körper.3. Emotionen & Selbstwahrnehmung: Erkennen und Überwinden innerer Blockaden.4. Übung & Austausch: praktische Übungen, angeleitete Erkundungen und unterstützendes Feedback. Es können maximal 12 Personen teilnehmen. Wenn ihr Interesse habt, aber der Preis zu hoch ist, könnt ihr uns gern per Mail kontaktieren (lelampenfieber@theaterimnu.de). Massandje Sanogo ist Performancekünstlerin, Autorin und Regisseurin. Ihre Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Körper, Klang und Bild und stützt sich auf das Körpergedächtnis und die Improvisation. Ausgehend von intimen Erzählungen, die mit schwarzen und afro-stämmigen Identitäten verwoben sind, verbindet sie individuelle Erfahrungen und gemeinsame Erzählungen. Am 29.9. and 4.10. zeigt Massandje Sanogo zudem ihre Performance »Rapport sur ma vie antérieure de femme noire«. Sowohl »Oxygène’s Workshop« als auch »Rapport sur ma vie antérieure de femme noire« sind Teil des Le Lampenfieber 2026 Festival »Are We A Thing?«.
Embrasser le chaos
»Embrasser le chaos« ist die Suche zweier Erzählerinnen, die nach einer Geschichte hungern, entschlossen, ihre Fesseln zu sprengen und zu enthüllen, was die Fiktion allzu lange verborgen hat. Die live gespielte Musik begleitet sie. Sie ist die Komplizin der Erzählungen, webt und verwandelt die Geschichten, die sich bisweilen in Gesang verwandeln. Durch die Wege von Lucie und Léonora, zwei jungen Frauen im Kampf mit den Narrativen, die sie einengen, befragt das Stück die Notwendigkeit, sich die eigene Geschichte zurückzuerobern. Léonora versucht, den unterdrückenden Liebesmustern und den Misshandlungen, die sie geprägt haben, zu entkommen, während Lucie, eine getarnte Autistin, mit den Normen einer Welt konfrontiert wird, die sich weigert, sie zu sehen. Diese Figuren begegnen sich schließlich, stärken sich gegenseitig und lösen die Schweigen, die sie zum Verstummen gebracht haben. Zwischen Emanzipation und Neuerfindung dekonstruieren sie ihre Erbschaften und zeichnen gemeinsam die Umrisse einer neuen Mythologie. Das in Seine-Saint-Denis ansässige collectif particules fines erforscht zeitgenössische Erzählformen zwischen Theater, Performance und Klangkunst. Seine Arbeit stellt die Beziehung zum Publikum in den Mittelpunkt einer Reflexion über die Narrative, die uns prägen. Nach der Aufführung am 2.10. findet zusätzlich die kurze Drag-angelehnte Solo-Performance von Marilyn Nova White »You Are Hired #3«, über Arbeit, Identität und Selbstermächtigung im Spätkapitalismus statt.Nach der Aufführung am 3.10. findet ein Publikumsgespräch statt. »Embrasser le chaos« ist Teil des Le Lampenfieber 2026 Festival »Are We A Thing?«.