Elise und Sarah, beide in den 90ern geboren, durchsuchen, durchwühlen und verfälschen ihre jeweilige Kindheit, um deren Fäden aufzurollen und ihre eigene Mythologie der Liebe zu erschaffen. Bewaffnet mit Neugier und einer Prise Wahnsinn begeben sie sich auf eine unerschrockene Reise in ihr Inneres. Als Schreibgefährt*innen begleiten sie Carmen Maria Machado mit ihren Reflexionen über verschmelzende Liebesbeziehungen und Gewalt in gleichgeschlechtlichen Paaren, Yann Andréa mit Texten über seine verzehrende Liebe zu Marguerite Duras, sowie Dorothy Allison und ihr Denken über das Entstehen von Begehren. Sie weben ein komplexes Gewebe aus Autofiktion und einem großen bewussten Traum, der von Lyon nach Grenoble führt, von Forks bis nach Transsilvanien. Ihre Geschichten vermischen sich zu parallelen Chronologien, zu Leben, die sie gerne gelebt hätten, und zu anderen, die sie auflösen möchten. Im Hintergrund stets diese Frage: Wie können sie sicher sein, am Ende gemeinsam am selben Strand zu landen?
Die Compagnie troisbatailles wurde 2022 von Sarah Delaby-Rochette in der Drôme gegründet und ist seit 2024 für drei Jahre an die Comédie de Valence assoziiert. Sie arbeitet an zeitgenössischen Texten und fiktionalen Erzählungen über ländliche Räume und stadtnahe Übergangszonen, in enger Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Autorinnen und Autoren. Zu ihren Produktionen zählen Dany coiffure (2021, Solo mit Gaïa Oliarj-Inés), Gloria Gloria von Marcos Caramés-Blanco (2023, Prix Incandescences und Prix Prémisses 2022), Buster, my love mit Élise Martin (2024, u. a. am Théâtre de l’Athénée Louis Jouvet) sowie A sec von Marcos Caramés-Blanco (2025, Comédie de Valence).
Nach der Aufführung am 30.9. findet ein Publikumsgespräch statt.
»Buster, my love« ist Teil des Le Lampenfieber 2026 Festivals »Are We A Thing?«.