So many adventures couldn’t happen today
So many songs we forgot to play
So many dreams swinging out of the blue
We’ll let them come true
- Alphaville
Es ist spät geworden und plötzlich kommt da ein Lied, dein Lied! In deinem Kopf bricht ein Staudamm, Gefühle und Euphorie überfluten dich. Endlich! Du hebst ab! Kaum ein kulturelles Produkt vermag derart zu emotionalisieren wie die Musik. Ob während eines Konzerts, auf einer Autofahrt oder allein im Jugendzimmer – die geteilten und ganz individuellen Gefühle, die wir durch Musik erlebt haben, sind in uns eingebrannt. Gleichzeitig wird gerade Popmusik als oberflächliche Kunst rezipiert und wenn im Theater ein emotionalisierender Hit gespielt wird, ist das nicht selten ironisch. vorschlag:hammer haben 16 Jahre lang an der Rampe erzählt und erzählt und nun ist es Zeit für einen Unterbruch: Gesine, Stephan und Kristofer gönnen sich für eine Inszenierung die Emotionen des Pop. In der Tanzschule ihrer Jugend stellen sie die Showtreppe auf und inszenieren ein Konzert mit ganz großen Hits. Über mindestens 10 Songs von System of a Down und Adele bis Rondo Venziano gehen die drei der Frage nach, wie und wann gute Unterhaltung gelingt. Schaffen Sie es, einen Abend zu erzeugen, der magical ist? Sie referieren auf große Momente und kleine Gesten aus dem Kanon der Popkultur oder der persönlichen, nächtlichen Autofahrt. Sie versuchen zu berühren und gönnen sich Theater der Peinlichkeit. Das große Ziel: Katharsis. Mit Pathos und Wehmut feiern sie das, was ist, was war und was hätte sein können. Sie singen Power Ballads und teufelsgeigen, machen Standardtänze, sitzen am Schlagzeug und spielen Power Metal. Zwischen Konzert und Videoclip, Fernsehshow, Tanztheater und der zarten Ausgelassenheit des Abrockens im eigenen Wohnzimmer versuchen sie so sich und das Publikum echt und ehrlich zu berühren und gönnen sich dabei auch Momente der Peinlichkeit. Ein Pop Abend voller Gefühle, der nach Unendlichkeit und gemeinsamen Momenten der Freiheit und Losgelöstheit sucht.
vorschlag:hammer entwickeln seit 2009 als Kollektiv Theaterproduktionen. Ihr performatives Erzähltheater hat sich in den vergangenen Jahren für unterschiedlichste ästhetische Strategien geöffnet, zu visuell-atmosphärischen oder körperlorientierten Arbeiten. Dabei adaptieren sie sowohl frei bereits existierende Stoffe oder entwickeln recherchebasierte Inszenierungen zu immer neuen Themenfeldern.