Save A Horse, Ride A Cowgirl — An *explicit* Pony Tale

In Horseland gilt das Lesbian Law, das besagt, dass jeglicher Kontakt zwischen Femmes und Butches strengstens verboten ist – außer der höchst geschäftlichen Kuhübergabe! Doch als die Butches nach einem Handel mit den Femmes einen Schraubenzieher vergessen, muss Sandy das erste Mal die Femme Farm verlassen, um das Werkzeug zur Butch Barn zurückzubringen. Dort trifft sie auf Corky – eine Berührung genügt, um ein loderndes Verlangen zu entfachen, das droht, alles im Chaos enden zu lassen… Sandyatemyheart ist DIY, Show und Glamour. Die Künstler*innen wandeln queerfeministische Theorie in humorvolle Unterhaltung um, auf der Suche nach Geschichten, die ihnen selbst auf der Bühne fehlen. Mit Shows in München, Halle, Leipzig, Gießen und Heidelberg begeisterten sie das lesbische Publikum, ihre Allies, Großeltern und das bürgerliche Theaterpublikum.

WHISTLE

WHISTLE ist ein Duett an der unbequemen Schnittstelle zwischen der Aufforderung zur Performance und dem Bedürfnis nach Ruhe. Ausgehend von der Erfahrung von Tinnitus sowie der Redewendung „Pfeifen im Walde“ wird das „Pfeifen“ hier sowohl als göttlicher Weckruf als auch zur Beruhigung eingesetzt, um Angst zu überspielen. Inmitten von Alarme und Wiegenliedern erschließen die Performer:innen herzöffnende Bewegungen als instabile choreografische Zustände, in denen das Öffnen sowohl das Versprechen von Verbindung als auch die Gefahr der Überforderung birgt.  Wie unterscheidet sich ein auf das Aushalten konditionierter Körper von einem, der Gewalt ausübt?  Miguel Witzke Pereira nähert sich dem Körper als psychosomatisches Archiv an und erforscht die Politik der Affekte durch Tanz, Choreografie und verkörperte Formen des Aberglaubens. Seine Arbeit nutzt Praktiken des Schutzes und der Weichwerdung, um den durch das Patriarchat auferlegten „maskulinen Panzer“ zu verunsichern. Diese Recherche begreift den Körper als Whistleblower und entfaltet sich in enger Zusammenarbeit mit der Tänzerin Dasha Belous und dem Musiker Angelo Harmsworth. 

Schubert unrasiert

Vier frische, freche, fesche Schauspiel-Absolvent*innen des Max Reinhardt Seminars in Wien haben sich zusammengetan und einen knackigen Schubert-Abend entwickelt. Der wäre wahrscheinlich sauer, wenn er wüsste, dass er unrasiert präsentiert wird. Der Boden bleibt immer Schubert, sein Dreitagebart – auf dem sie tanzen – besteht aus Jazz und Folk, geht über zu Rock und schließlich in die Genre- äh Grenzenlosigkeit.

Hörst du mich? | Khi nào ta nghe thây nhau?

DEWie spricht man über Gefühle, wenn der Raum dafür nie zu einem gewohnten Ort werden durfte? Welche Kräfte wirken, wenn die Kommunikation mit den Eltern scheitert? Ist die Sprachbarriere schuld? Woran orientieren wir uns, wenn wir die erste Generation zu sein scheinen, die sich diese Fragen hörbar stellt? Drei Protagonist*innen versuchen sich an Übersetzungen von Sprachlosigkeit. Hörst du mich? ist ein Theaterstück, das sich dem Scheitern der Kommunikation und der Sprache widmet – aus der Perspektive von Viet-Deutschen der zweiten Generation. Erzählt wird vom Standpunkt des alltäglichen Zwiespalts zweier Kulturen, multipler Identitäten und doch: von generationeller Einsamkeit. Es entsteht ein Raum, in dem betroffene Menschen eine Möglichkeit haben anzukommen, ob in Kulturen, Sprachen oder bei sich selbst. Benjamin Truong ist ein viet-deutscher Regisseur, der sich intensiv mit der Zugänglichkeit von Theater beschäftigt und nach einem Community-Gefühl sucht. Benjamins Inszenierungen entstehen durch das Zusammenspiel von Tanz, Musik und Sprache, das Theater auf eine niederschwellige und sinnliche Weise erfahrbar macht. Es ist ihm ein besonderes Anliegen, kein Theater zu machen, das seine eigenen Eltern ausschließt. Für ihn ist Theater ein Ort für alle. Einführung ca. 15 Minuten vor der Vorstellung. Die Einführung wird auf deutsch, englisch und vietnamesisch gehalten. VIChúng ta có thể nói về cảm xúc ra sao khi không gian dành cho chúng chưa từng là một nơi thân thuộc? Những yếu tố nào dẫn đến việc giao tiếp không thành với ba mẹ? Có phải chỉ do rào cản ngôn ngữ không? Chúng ta có thể làm thế nào, khi dường như, chúng ta là thế hệ đầu tiên cất tiếng hỏi những điều này? Ba nhân vật chính trong vở kịch cố gắng dịch điều khó giãi bày. Hörst du mich? là một vở kịch về những nỗ lực không thành trong giao tiếp và ngôn từ – bởi những người gốc Việt thế hệ hai, sinh ra và lớn lên tại Đức. Câu chuyện được kể từ góc nhìn của những xung đột hàng ngày giữa hai nền văn hóa, những đa dạng bản sắc, và sự cô đơn mang tính thế hệ. Vở kịch muốn tạo ra không gian để các thế hệ tìm thấy những điểm chạm – dù là trong văn hóa, ngôn ngữ, hay với chính mình. Benjamin Trương là một đạo diễn người Đức gốc Việt chú trọng đến việc đưa sân khấu đến gần hơn với công chúng và tìm kiếm cảm giác cộng đồng. Các tác phẩm của Benjamin ra đời từ sự tương tác giữa vũ đạo, âm nhạc và ngôn ngữ, nhằm mục đích làm cho sân khấu trở nên hữu hình, dễ tiếp cận và dễ cảm nhận. Điều đặc biệt quan trọng đối với anh là không để sân khấu loại trừ chính cha mẹ mình. Đối với anh, sân khấu là nơi dành cho tất cả mọi người. Với lời giới thiệu bằng tiếng Đức, tiếng Anh và tiếng Việt. Ghi chú nội dung: Căng thẳng về mặt cảm xúc, chấn thương tâm lý liên […]

Sportfest

Training, Probe, Spiel, Show, Performance – die zentralen Vokabeln aus Sport und Theater sind sich verblüffend ähnlich. Als würden wir immer auch Theater meinen, wenn wir von Sport sprechen – und umgekehrt. Von dieser Nähe ausgehend verwandelt das Sportfest das Theater in eine Sportstätte. Drei Wochen lang wird im Ballhaus Ost trainiert, gespielt, gekämpft und performt: In Trainings, Turnieren und Wettkämpfen ebenso wie in Performances, Shows, Installationen und Talks.  Die eingeladenen künstlerischen, sportpraktischen und diskursiven Arbeiten bewegen sich im Spannungs- und Spielfeld von Körper und Gesellschaft. Sie hinterfragen Ein- und Ausgrenzungen, die durch Sport kultiviert werden. Und legen neue Geschichten und Schichten frei, um Perspektiven und Blicke auf Sport- und künstlerische Praxis zu erweitern.

Festivaleröffnung mit Fight Night und Party

Wir weihen das Sportfest feierlich ein: Das kuratorische Team stellt das Festivalprogramm vor und wir erleben die BHO Fight Night: zwölf Muay Thai Kämpfer*innen treten gegeneinander an. Es geht um Selbstbewusstsein, das Ausloten von Grenzen, die Balance zwischen Stärke und Verletzlichkeit – und die Lust am Ballern. Der Vollkontakt Kampfsport Muay Thai kombiniert Schläge, Tritte, Ellenbogen- und Knietechniken: der ganze Körper kämpft. Beim Training und im Kampf spielen Strategie, Stärke, Aggressivität und Disziplin genauso eine Rolle wie Rhythmus, Vertrauen, Verspieltheit und Gelassenheit.

Ablauf:
19:00 Eröffung Sportfest
19:30 Fight Night
21:30 Party mit DJ Baby

Pissy goes Sportfest

Es ist soweit: Der legendäre Pissy-Podcast vom Missy Magazine verlässt das Studio und geht an die frische Luft – oder besser gesagt, mitten aufs Spielfeld! Beim Sportfest des Ballhaus Ost feiern wir eine Premiere: Pissy live und in Bewegung.

Host Ulla Heinrich begrüßt die Sportmäuse Luna Afra Evans und Philicia Kraatz zum Deepdive über queere Perspektiven auf Sport, Fitness und Körperpolitiken. Gemeinsam werfen sie einen kritischen und empowernden Blick auf Bewegungspraktiken jenseits des Mainstreams. Was bedeutet Sport aus queerer und feministischer Perspektive? Welche Rollenmuster schwingen in der Ästhetik von Gym-Core mit – und wie können sie subversiv umgedeutet werden?

Von Bauch-Beine-Po bis Powerlifting, von Drag-Workout bis zu sportlichen Ikonen der queeren Popkultur: Gesprochen wird über die Lust an der Bewegung, Körpernormen, Community-Spirit und den ganz persönlichen Muskelkater der Emanzipation. Alle drei Gesprächspartner*innen sind Gym-Rats unterschiedlichster Couleur – zwischen Performance, Praxis und Politik.

Kommt vorbei, hört zu, mischt euch ein – und feiert mit uns die erste Live-Aufzeichnung von Pissy! 🎤💪🏽🏳️‍🌈

Tischtennis Turnier

DYKE PING – HOMO PONG!Bei der Sportfest – Tournament Edition von Queer Ping Pong wird der Tisch zum Spielfeld für Austausch, Haltung und queere Freude.Im Mittelpunkt steht ein FLINTA*-fokussiertes Turnier, das sportlichen Ehrgeiz mit kollektiver Leichtigkeit verbindet. Unter dem Motto My opponents are an inspiration treffen sich Dykes, Allies und Communitys zu einem Nachmittag voller Bewegung, Begegnung und Beats (13:00 T**lin, 15:00 SXCL). 13:00-17:00 Turnier 17:00-19:00 Freies Spielen Anmeldung vorab über queerpingpong@gmail.com Queer Ping Pong bringt Clubkultur bei Tageslicht an die Platte – zugänglich, partizipativ und niedrigschwellig und Spaß. Ob mit Spin oder ohne – kommt zum Spielen, Zuschauen, Anfeuern oder einfach zum Zusammensein. Nimmt eure Schläger mit. Ansonsten gibt es auch Schläger vor Ort – jede*r kann mitmachen. DJ SXCL ist ein vielseitige*r Musiker*in von der Insel La Réunion. Seit 2017 ist they Produzent und Discjockey und hat seinen Stil mit der Zeit an seinen eklektischen Geschmack angepasst. Von House über Progressive Trance und Electro bis hin zu Old-School-Techno. T**lin ist Queerfeministin, Menschenrechtsaktivistin und leidenschaftliche Sound-Lover*in. Queeriental ist ihr Label für DJ-Sets und Performances zwischen orientalischen Beats und Middle East Klängen, in mehreren Sprachen.

FLINTA+ Selbstverteidigung (Workshop und Recherche)

Der Workshop verbindet Selbstverteidigungstechniken mit der Reflexion über alltägliche Sicherheitsstrategien. Er wird geleitet von Birgit Tönnies (Seitenwechsel e.V.), einer Pionierin des Frauenkampfsports in Berlin und Trainerin seit 1983, mehrfache deutsche und europäische Meisterin in Karate und Kickboxen. Gemeinsam mit den Theatermacher*innen Natasha Borenko und Lidiia Golovanova werden wir Körpertechniken einüben und Alltagssituationen durch angeleitete Übungen und Diskussionen erkunden. Der Workshop ist Teil einer künstlerischen Recherche für die partizipative Performance »Self-Defence. No Offence« beim Sportfest (19.+21.6.).

Wir laden FLINTA+ Personen zur Teilnahme an dem Workshop ein. Egal, ob ihr erfahren oder neu in der Selbstverteidigung seid, wir freuen uns auf euch. Es können etwa 20 Personen teilnehmen, bitte meldet ihr euch an unter sport@ballhausost.de.

* FLINTA+ steht für: Weibliche, lesbische, intersex, nicht-binäre, Trans* und Agender-Menschen.

Sprint durchs Festival

Sechs Künstler*innen des Sportfests treffen sich auf einem sportlichen Panel, das Tempo macht: mit Trillerpfeife, Stoppuhr und Themenwechsel im Sprint. Hier werden sich konkurrenzlos die Bälle zugespielt und verschwitzter Teamspirit rund um die verschiedenen Projekte entwickelt.

Alisa Tretau (Moderation) realisiert Kulturprojekte an der Schnittstelle von Kunst, Gesellschaft und politischer Praxis. Zuletzt veröffentlichte sie die Website nichtnurmuetter.de.