Dating a Forest

Ein site-specific AudioDate für jeweils eine:n Zuschauer:in und Wald

 

Spring Time is Dating Time! Wenn Parship, Grindr und LoveScout24 Dir aber zu wenig sind: »Dating a Forest« kommt nach Berlin! In Zeiten der Klimakrise – nur Du und Wald, zu zweit im öffentlichen Raum rundum das Ballhaus Ost. Buch Dir Deinen Dating-Slot – jetzt!

 

Janna Pinsker und Wicki Bernhardt verbinden in ihrer Arbeit die Linien von postdramatischem Theater, Choreografie und Performance für ein junges und generationsübergreifendes Publikum. Mit einer absurd-fragmentarischen und spielerisch-konfrontativen Ästhetik verhandeln sie dabei Themen wie Scham, körperliche Veränderung, Klimakrise oder die Macht von Paarbeziehungen.

 

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Sentimental Bits – Encountering Perception

Zwei Peformer*innen begegnen dem Publikum in einem Live-Experiment mit menschlichen und technologisierten Wahrnehmungsweisen. In der Hybridität menschlicher Sinne, Emotionen, Projektionen und räumlicher Fluidität machen sie den Bereich zwischen kategorisierenden Blicken zu ihrer Welt und entdecken darin die Poetik von Glitches – Störungen im System.

 

Gloria Höckner ist freischaffende:r Choreograf:in und Performer:in. Glorias künstlerische Arbeiten beschäftigen sich mit dem Verhältnis des Körpers zu Technologie und Machtstrukturen sowie dem transformatorischen Potential von Klangerfahrungen.

Studiorama

Das improvisationsfreudige Gesangskollektiv aus Hamburg residiert für eine Woche am Ballhaus Ost. Nach zwei Musiktheater-Projekten haben sich aus der vielseitigen Gruppe heraus künstlerische Praktiken und Autor:innenschaften entwickelt. Die TakeHeart-Residenz am Ballhaus Ost dient dazu, diese Vielheit unter einem Dach zu sammeln. Stimmen und Hierarchien werden wieder einmal neu gemischt. Welche Erzählungen, Texte und Melodien entstehen aus dem Chor selbst? Wie lässt sich die Vielheit hörbar machen? Am Sonntag öffnet der Chor für eine publikumsoffene Live-Hörspiel-Session die Türen und lädt dazu ein, Neukompositionen, Erzählungen und Improvisationen in entspannter Atmosphäre bei einer Tasse Tee zu lauschen.
 

Der extrem gemischte Chor ist ein 2017 gegründetes Musiktheater-Ensemble. Die Zusammensetzung des Ensembles strebt eine stimmliche Heterogenität an, die ein breites Spektrum an Altersgruppen, Professionalitäten und musikalischen Prägungen umfasst.

Beton. Wüste. Zukunft.

Das interaktive Hörspiel »Beton. Wüste. Zukunft.« lädt ein, der eigenen kognitiven Dissonanz zwischen realer Klimakrise und fatalistischer Verdrängung nachzuspüren. Mit tropfenden Sounds, Tauch-Meditation und Gedankenexperimenten werden große Fragen gestellt und kleine Schritte in Richtung Utopie gewagt.

 

Die multidisziplinären Arbeiten von Alisa Tretau drehen sich um schambehaftete Facetten aktueller politischer Fragestellungen. Um Klimagerechtigkeit drehte sich bereits der 360°-Kurzfilm »Wüste Zukunft«. Zuvor veröffentlichte sie den Sammelband ‚Nicht nur Mütter waren schwanger‘ (edition assemblage).

Kreischende Weiber*

3.7. 19:00 Gespräch #1 – Der Singkreisch, Gast: Death Metal Sängerin Britta Görtz
4.7. 19:00 Gespräch #2 – Der Gebärkreisch, Gast: Hebamme Jasmin Schütz
5.7. 19:00 Gespräch #3 – Der Kampfkreisch, Gast: Martial-Arts-Lehrerin Susie Kahlich
6.7. 19:00 Konzertantes Festmahl mit Chor der Kreischenden Weiber*

 

Melanie Schmidli und Team reanimieren die verlorenen Sounds historischer „hysterischer“ Frauen*. In einer installativen Klangwelt laden sie zu Gesprächen mit Expert:innen zur weiblichen* Stimme ein. Finale: ein partizipatives Konzert der Kreischenden Weiber* inklusive Dinner.

 

Bereits seit längerem beschäftigt sich die Schauspielerin und Regisseurin Melanie Schmidli in ihrem Arbeitszyklus Divina Hysterika mit dem Hysterie-Diskurs als Mittel des gesellschaftlichen Ausschlusses und der Unterdrückung von Frauen*. Der vielschichtige künstlerische Prozess erfolgt in wechselnden Formaten und Kollaborationen.

Labor Sonor Spezial: »The Open Body«

Die Tänzer*innen hören auf den Raum, nach innen und aufeinander und bewegen sich als Reaktion darauf. Im vierstündigen Prozess lernen sie von dem, was sie hören, um andere Wege der Bewegung zu finden. Ein hochsensibler Modus langsamer Aufmerksamkeit.

 

Labor Sonor – die Reihe für experimentelle Musik, Film und Performance – präsentiert das Spektrum aktueller experimenteller Formenjenseits genrespezifischer Bestimmbarkeit – von Echtzeitmusik über Elektronik, Performance, audiovisuelle Formate, konzeptuelle Musik, neue komponierte Musik bis zu experimentellem Pop.

It’s about time

Ein neues Festival: It’s about time! Es ist Zeit! Es geht endlich los!

Seit November 2020 ist die Zeit reif. Damals sollten vier Tage lang ganz viele Menschen in ganz kleinen Räumen zu ganz langen oder ganz kurzen Performances zusammenkommen. Doch das Festival ging mit der Zeit und ließ sich selbige, um seine Wesensform zu transformieren: Es verlagerte sein Programm in die endlosen Zeiten und Weiten des Internets und präsentiert sich dort ab September 2021.

Kuratiert von Anne Brammen, Monika Gintersdorfer, Tina Pfurr und Daniel Schrader wird das Durational Online Festival »It’s about time« für einen unvorhersagbar langen Zeitraum künstlerische Arbeiten von u.a. Barbara Lenartz, Club Real, Elisabeth Tambwe, Felizitas Stilleke | Smruthi Gargi Eswar, GRUPO D3 CHOK3, Markus&Markus, ONCE WE WERE ISLANDS, vorschlag:hammer und vt corp. entwickeln, präsentieren und archivieren. »It’s about time« ist eine Huldigung von Durational Performances, gibt der Kunst ihre Zeit und ist ein Festival von Dauer.

Re/Locating Amo

»Re/Locating Amo« ist der zweite Teil eines ghanaisch-deutschen Theaterprojekts, das sich der Auseinandersetzung mit dem Philosophen Anton Wilhelm Amo verschrieben hat. Anton Wilhelm Amo, der im frühen 18. Jahrhundert an den Universitäten Halle, Wittenberg und Jena studiert und gelehrt hat, wurde als Kind aus dem heutigen Ghana verschleppt und kehrte als Erwachsener dorthin zurück. Für das Projekt »Re/Locating Amo« haben sich ghanaische und deutsche Theatermacher:innen zusammengetan, um Amos Leben und Denken theatral zu deuten und für einen transkulturellen Dialog um Themen wie Rückkehr und Zugehörigkeit, Tradition, Identität und Philosophie als Anlass zu nehmen. Während die erste Projektphase im November / Dezember 2021 in einer Theateraufführung in Accra mündete, wird dieser Dialog im Ballhaus Ost in Berlin im Rahmen einer Ausstellung mit performativen und filmischen Beiträgen, als auch Workshop- und Diskursformaten fortgeführt.

Ekua Ekumah ist Schauspielerin, Regisseurin und Senior Lecturer an der School of Performing Arts, University of Ghana. Gemeinsam mit der Regisseurin und Storytellerin Sarah Dorgbadzi leitet sie die Lododo Arts Foundation, die sich für den Erhalt und die Wiederbelebung traditioneller ghanaischer Erzählkunst einsetzt. Die Regisseure Felix Maria Zeppenfeld und Sahba Sahebi haben sich während des Regiestudiums in Hamburg kennengelernt und seither mehrere Schauspiel- und Performanceprojekte verwirklicht.

How to Kill a Fascist

Im Rahmen des Performing Arts Festival Berlin 2022

Gibt es den gerechten Tyrann:innenmord? Einen vertretbar militanten Widerstand? Einen ethischen Terrorismus? Mit vorsichtiger Skepsis und zweifelhafter Bewunderung verfolgt die Costa Compagnie den Weg von Monika Ertl. Die Tochter des Riefenstahl-Kameramanns stößt Ende der 60er zur bolivianischen Befreiungsarmee und exekutiert den Offizier, der Che Guevara und dessen Nachfolger töten ließ. Darf Antifaschismus so weit gehen? Die Künstler:innen filmten in den bayrischen Alpen, in Paris und Lyon, in La Paz und den Anden und sprachen mit den berühmten Nazi-Jäger:innen Serge und Beate Klarsfeld, sowie Überlebenden von Folter der Militärdiktatur Boliviens. Politische Überzeugungen, Recht, Rache und das Streben nach Macht – Schauspielerin Karin Enzler (Schweiz), Punkmusikerin Stéphanie Morin (Frankreich) und Choreographin Maque Pereyra (Bolivien) kämpfen sich in drei filmisch-performativen Solos durch die Geschichte bis zur Gegenwart.

Die Costa Compagnie aus Berlin entwirft intermediale Arbeiten, welche dokumentarische, performative und choreografische Methoden vereinen und sowohl in teils immersiven Performances, als auch in Virtual Reality und Film umgesetzt werden. Sie fokussiert sich auf globalpolitische Konflikte und Umbrüche und die Frage nach den Menschen darin, die oftmals in Kunst, Medien und Politik unterrepräsentiert sind. Dazu recherchierte und filmte die Gruppe u.a. in Afghanistan, Israel, Irak, USA, Fukushima/Japan, Mosambik, Südsudan und im Libanon.

Vor Sonnenaufgang

Im Rahmen von Introducing… | Performing Arts Festival 2022

Gerhart Hauptmanns Helene zeigt Auswirkungen von gesteigertem Alkoholkonsum im eigenen Milieu und ihrer Familie, von der sie sich bis zum tragischen Ende nicht lösen kann.
Blomen, Moré und Reiniger hinterfragen Hauptmanns Text »Vor Sonnenaufgang« und ergänzen ihn mit eigenen und imaginierten Erfahrungen, so dass Helene multiperspektivisch inszeniert wird und ein Raum entsteht, in dem Identitäten und Wirklichkeit neu verhandelt werden.

Sophie Blomen, Vera Moré und Max Reiniger kennen sich aus ihrem Studium in Hildesheim, wo sie in wechselnden Konstellationen an unterschiedlichen künstlerischen Projekten gearbeitet haben. Gemeinsam hinterfragen sie in »Vor Sonnenaufgang« den bestehenden Theaterkanon und untersuchen das Potenzial, die eigene Geschichte vor und mit Publikum zu erzählen.