»Queerokratia – Bundeskonferenz für Selbstbestimmung«. Hier sollen Queer- und TIN*-Politik, Aktivismus und Selbstorganisation in Berlin zusammenkommen. Über die Grenzen politischer Organisations- und Aktionsformen hinweg wollen wir fragen: Was sind progressive queere Politiken heute? Welche Rollen spielen verschiedene Akteur*innen dabei?
 
Programm
 
30.5. / 17:00-18:30 / Kick Off im Ballhaus Ost
1.6. /ab 23:00/ Party im Aeve
2.6. / 12:00-15:00 / Abschluss mit Präsentation der Ergebnisse im Ballhaus Ost
2.6. / 17:00-21:00 / Ausstellung des von Fadi Aljabour kreierten Veranstaltungsraumes: eine politisch-poetische Rauminstallation für die Queerokratie Konferenz in der Vierten Welt
Markus&Markus Theaterkollektiv
Das von Rodrigó Balogh und Márton Illés geschriebene und inszenierte Stück erzählt von den gesellschaftlichen Veränderungen im sozialistischen und später im freien, demokratischen Ungarn. Es würdigt die unsichtbaren Baumeister*innen der ungarischen Geschichte. Die Inszenierung ist von realen Ereignissen und Personen inspiriert, lässt aber viel Raum für Fantasie. Wie wirken sich die vielen Opfer auf ihre familiären und persönlichen Beziehungen aus?
Independent Theater Hungary (das Unabhängige Theater Ungarn) gibt es seit 2007. Unser Ziel ist es, ein Gespräch über soziale Themen anzustoßen, die uns alle betreffen, und auf diese Weise die Aufmerksamkeit auf die persönliche Verantwortung zu lenken: was wir als Einzelne tun können, um die Situation zu verbessern.
Heather Frasch + Parallax»Atmospheric Ghosts Lights II«
– Pause –
Zacarias Maia »my homage to the new complexity«
»Two directions«
– Pause –
Sophie Watzlawick + Marcello S. Busato »Où ces limites qui nous guettent, se mettent à vaciller«
Labor Sonor – die Reihe für experimentelle Musik, Film und Performance – präsentiert Heather Frasch mit dem norwegischen Trio Parallax – Sophie Watzlawicks neuen 16mm-Film mit Live-Musik von Marcello Busato – und den Basler Perkussionisten und Performer Zacarias Maia.
Labor Sonor – die Reihe für experimentelle Musik, Film und Performance – präsentiert das Spektrum aktueller experimenteller Formen jenseits genrespezifischer Bestimmbarkeit – von Echtzeitmusik über Elektronik, Performance, audiovisuelle Formate, konzeptuelle Musik, neue komponierte Musik bis zu experimentellem Pop.
»Trauma Kink« ist ein Stück darüber, wie frühe und erwachsene Traumata unsere Wahrnehmung von Intimität und Vergnügen bestimmen. Es eröffnet das Gespräch über Trauma auf natürliche Weise, durch die Geschichten von fünf Künstler*innen, die sich dem Publikum in einem performativen Ansatz öffnen, der bekenntnishafte Elemente mit Fiktion und hedonistischem Imaginären verbindet.
Ein Stück über Trauma und Hedonismus, jenseits von Lexikondefinitionen, aber vor allem über die heilende Kraft der Verletzlichkeit.
Giuvlipen, Romania’s first Roma feminist theater company, creates bold, experimental and a highly performative art since 2014. Founded by Mihaela Dragan and Zita Moldovan, we spotlight silenced Roma voices through performative stories, seeking partners to amplify our impact. Giuvlipen offers groundbreaking Roma feminist theater that challenges social norms and amplifies marginalized voices through innovative, performative storytelling.
In der Audio-Installation bilden die Stimmen von Amateur-Fußballer\*innen eine alternativ Erzählung zum hochkommerziellen Profi-Fußball. Während im Theatergarten beim gemütlichen Viewing ausgewählte EM-Spiele laufen, werden in der Umkleidekabine Geschichten abseits von Glamour und Ruhm hörbar.
Hieu Hoang und Kristofer Gudmundsson arbeiten hauptsächlich als Theatermacher. Fußball verfolgen sie seit jeher und umgekehrt verfolgt der Fußball sie. So hartnäckig, sodass sie nach jahrzehnterlanger Pause das Fußballspielen im Amateur*innenbetrieb wieder aufgenommen haben. »Berliner Amateur*innen« ist ihre erste gemeinsame Arbeit am Ballhaus Ost, dem sie jeweils schon über zehn Jahre verbunden sind.
Gemeinsam mit einer schleckenden Zunge, einem melodramatischen Vorhang, einem Hund, drei Schwänen und einer großen Schwester machen wir uns auf die Suche nach den Merkwürdigkeiten von F\*A\*M\*I\*L\*I\*E.
PINSKER+BERNHARDT machen Performance für ein junges und generationsübergreifendes Publikum. Mit einer absurd-fragmentarischen und spielerisch-konfrontativen Ästhetik projizieren sie dabei gesellschaftliche Phänomene und kollektive Biographien in räumliche Anordnungen und Objekte.
In der multimedialen Performance untersuchen zwei Künstlerinnen und zwei jugendlichen Kickboxerinnen die Verhältnisse zwischen weiblicher Angst und patriarchaler Dominanzkultur und erproben Kampfsport als Mittel, Angst in Stärke zu transformieren.
Zwischen Performance, Theater und Video arbeiten die Künstlerinnen Klara Kirsch und Milena Bühring seit 2020 im Duo und in wechselnden Konstellationen. »Fighting 4 Fear« ist ihre erste Arbeit am Ballhaus Ost, für die sie zum zweiten Mal mit dem Dramaturgen Enrico Bordieri kollaborieren.
Was heißt eigentlich normal? Und wer entscheidet das? Kommt auf den Rummel, drehen wir eine Runde auf dem Disco-Karussell! Gemeinsam setzen wir den Dancefloor der Normalität in Bewegung und tanzen gegen gesellschaftliche Fliehkräfte.
Sebastian Mauksch & Team inszenieren Theater für junges Publikum als gemeinsamen Erlebnis- und Erfahrungsraum für Publikum und Performer*innen. Mit dem Ballhaus Ost entstanden u.a. »Warum der Hund das Fleisch durch den Fluss trägt«, »Junge Leute« oder »Fennymore oder wie man Dackel im Salzmantel macht« (Einladungen zu Augenblick Mal! und Wildwechsel 2021).
Das queere Performancekollektiv ONCE WE WERE ISLANDS untersucht in »Dogs of Love« die innige Verbindung zweier Menschen, die Raum und Zeit überdauert. Ausgehend von ihrer eigenen Liebe zueinander im Hier und Jetzt, entfernen sich die beiden Performer* im Verlauf der Performance voneinander und durchschreiten die Zeit. Auf dem virtuellen Weg in die Zukunft bzw. in die Vergangenheit erkunden und durchleben sie die ebenso reale wie fiktive Geschichte queerer Zweisamkeit. Verortet im Zwischenraum von bildender Kunst, Performance, Tanz und wissenschaftlicher Forschungsarbeit nutzen Chris Gylee und Richard Aslan für »Dogs of Love« (auto)biografische Erzählung ebenso wie akribische Recherche zu Lebensrealitäten, die das Bewusstsein heteronormativer »Normalität« sprengen. Es entsteht ein halbfiktiver Stammbaum queerer Zugehörigkeit, in dem Reinaldo Arenas ebenso vorkommt wie Marsha P. Johnson, Sylvia Rivera, Jack Bee Garland, Audre Lorde und Samuel R. Delany. Chris Gylee und Aslan arbeiten als queeres Performancekollektiv unter dem Namen ONCE WE WERE ISLANDS seit 2012 im unerschöpflichen Feld zwischen den Disziplinen und kombinieren dafür Theater, Film, Choreographie und wissenschaftliche Forschungsarbeit. Die beiden Performer* nutzen für ihre poetischen Arbeiten (auto-) biografische Erzählung ebenso wie akribische Recherche zu queeren Lebensrealitäten. Ausgangspunkt ihrer Projekte sind sowohl ausgewählte Forschungsfragen, als auch eine starke Verbindung zu Menschen, die die Welt aus einer Perspektive betrachten, die für sie ungewohnt ist. Ihre Mitstreiter:innen können Spezialist:innen sein, eine besondere Lebenserfahrung oder Geschicklichkeit haben, über Dinge auf faszinierende Art und Weise nachdenken oder einfach für eine spielerische Erforschung offen sein. Ihre kontinuierliche Recherchearbeit widmet sich mannigfaltigen Phänomenen wie Queerness, Empathie, Marginalisierung und Aktivismus. Um diese Arbeitsschwerpunkte umzusetzen, nutzen sie Elemente von Performance, Theater, Installation und Choreografie als Rohmaterial. Das Ergebnis ist eine Reihe zeitgenössischer Rituale in enger Verknüpfung zu performativen Mechanismen und Laboratorien. Diese gleichsam aufgeladenen Räume eröffnen unheimliche Erfahrungen, provozieren überraschende Denkmuster und werfen ein Licht auf menschliche Interaktion.