Die Ausschreitung

Cécile Bally & Emma Tricard



© Amélie Laval

Premiere 03. Dezember 2021
04. | 05. Dezember 2021
21. | 22. Januar 2022
jeweils 20.00 Uhr

Buchveröffentlichung »The Flood | Die Ausschreitung | Le Débordement« am 03. Dezember 2021. Das Buch ist dreisprachig (Englisch | Deutsch | Französisch) und kann vor und nach den Vorstellungen gekauft werden.

15 | 10 Euros
(Nur personenbezogene Onlinetickets, keine Abendkasse. Zusätzlich zum Basis-Ticketpreis werden durch den Anbieter Reservix beim Ticketkauf 10% VVK-Gebühr und 2,- Euro Servicegebühr erhoben. Weitere wichtige Informationen zum Vorstellungsbesuch hier.)
Karten

>>>English

Ein dunstiger Sommermorgen. Glitch und Copper Key gehen in Richtung Digitalpark. Sie sind Freundinnen. Wir schreiben das Jahr 2101. Die Welt wurde überflutet, und ja, das hat die Architektur seither in Frage gestellt. Als sie vorbeigehen, blinkt das Schild »Safety, Sanity and Security« an der Tür auf. Eine vage Erinnerung taucht auf. Sie erinnern sich, dass sie sich nicht erinnern. Gefangen in einer autokratischen virtuellen Welt, die sie mit synthetischen Pommes füttert, fragen sie sich, wie lange sie sich noch anpassen können? Wird es ihnen gelingen, die Zukunft zu hacken?

Die Choreografinnen Cécile Bally und Emma Tricard kreieren mit dem Geräuschemacher Niels Bovri eine Tanzperformance auf der Grundlage eines Science-Fiction-Romans. Weiterentwickelt aus Textmaterial von Schreibworkshops in Kortrijk, Santiago de Chile, Aix-en-Provence und Berlin wurde Die Ausschreitung zu einem politischen Thriller.

Emma Tricard, die derzeit in Marseille lebt, absolvierte den Master Exerce am ICI-CCN in Montpellier. Sie ist Tänzerin und Choreografin und liebt es zu reden. Seit 2015 entwickelt sie eine choreografische Forschung, die auf der Beobachtung und Diskrepanz/Verzerrung zwischen »Sagen« und »Tun« basiert. Auf einer abenteuerlichen Suche erfindet sie Tänze der Konjugation, denkt ihre Arbeit in die Zukunft und spielt humorvoll mit den kausalen Beziehungen zwischen Dingen, Gedanken, Bewegungen und Naturphänomenen.
Cécile Bally ist eine in Berlin lebende Choreografin mit Abschlüssen in Tanz (HZT Berlin) und Wirtschaft (École Normale Supérieure de Paris-Saclay). Ihre künstlerische Arbeit schafft Verbindungen zwischen diesen beiden Milieus und hinterfragt auf humorvolle Weise den Platz von Rationalität und magischem Realismus in der Performance. Cécile Bally verankert ihre Arbeit in der Welt der Science-Fiction als Gesellschaftskritik und setzt sich mit den vorherrschenden Entitäten der aktuellen Populärkultur auseinander, die gleichzeitig Träume und Alpträume hervorrufen.

Dauer: 60 Minuten
In englischer Sprache

Choreografie, Performance, Bühnenbild Emma Tricard & Cécile Bally Sounddesign Niels Bovri Autor:in Clay A.D. Lichtdesign Claire Terrien Kostüme, Props Sara Wendt Outside eye Tabea Xenia Magyar, Asaf Aharonson Produktionsmangement, Öffentlichkeitsarbeit Frauke Niemann (D), Louise Vantalon (F)

Eine Produktion von Cécile Bally und Association Vague Aventure in Kooperation mit dem Ballhaus Ost. In Koproduktion mit Manège, scène nationale-Reims, 3 bis f – Centre d’arts contemporains d’intérêt national – Aix-en-Provence, Fonds Transfabrik – deutsch-französischer Fonds für darstellende Künste, RESONANCIAS (Goethe Institut+Institut Français Chile). Unterstützt von kunstencentrum BUDA (Kortrijk, B), NAVE (Santiago, CL). Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.