I just called to say.. sHe’s dead.

Tina Pfurr










© Ute Schall

22. Februar 2021, 18.00 Uhr
Release Teil 1 »Leugnen«

23. Februar 2021, 18.00 Uhr
Release Teil 2 »Wut«

24. Februar 2021, 18.00 Uhr
Release Teil 3 »Verhandeln«

25. Februar 2021, 18.00 Uhr
Release Teil 4 »Depression«

26. Februar 2021, 18.00 Uhr
Release Teil 5 »Akzeptanz«

26. Februar 2021, 18.30-20.00 Uhr
Digitaler Gesprächsraum

Alle Teile sind nach Release bis zum 28. Februar 2021 abrufbar.

Danke für Spenden an die Künstler:innen
(Verwendungszweck: I just called)

Oft ist es nur die ungewöhnliche Uhrzeit, die zu lange Atempause, diese ganz bestimmte Stimmlage oder einfach der übersprunghafte Einstieg ins Gespräch, der verrät, dass dieser Anruf alles verändert. Die Nachricht vom Tod eines geliebten Menschen überbringt. Eine Lücke reißt. Die Zeit gefrieren lässt und nichts danach mehr so ist, so sein kann, wie noch Minuten davor. Der Moment, in der die Trauer beginnt, bevor wir überhaupt den Tod vernehmen, verstehen oder von uns weisen können. Jede Zeitrechnung eine andere wird.
Diesem Moment zwischen der Benachrichtigung und dem Annehmen des Unbegreiflichen, widmet die Performerin Tina Pfurr mit ihren Weggefährt:innen fünf Video-Miniaturen. Entlang und zugleich gegen jedwede Dramaturgie oder Logik folgt sie den fünf Phasen der Trauer. Weil sie geteilt werden muss. Weil sie politisch ist. Weil sie damit nicht allein ist. Weil wir viel zu selten dazu einladen und damit wichtige Räume zwischen uns verschließen. Weil wir doch wenigstens einmal diesen einen Song zu Ende hören müssen – ohne sie.
Eine Trauernde erinnert sich in wortlosen performativen Stillleben an all die Täler, durch die sie gewandert ist. Stellvertretend für so viele von uns. Wieder und wieder durch Leugnung, Wut, Verhandlung, Depression und Akzeptanz. In unterschiedlichen Reihenfolgen und mit immer neuen Vertiefungen. Ohne Wertung. Die Geister, die hier gerufen werden, wollen und sollen sich verbinden. In der Trauer. Im Tod. Unbedingt im Leben. In uns.

Tina Pfurr ist Performerin, Kuratorin und Schauspielerin. Sie arbeitet im Theater, für Film und Fernsehen und erarbeitet ihre eigenen Performances. Gemeinsam mit der Bühnen- und Kostümbildnerin Romy Springsguth und der Kamerafrau und Cutterin Ute Schall erschließt sie sich in ihrer sehr persönlichen Arbeit mit theaterbasierten Video-Sound-Essays ein neues künstlerisches Feld.

Das moderierte digitale Treffen am 26. Februar 2021 (18.30 bis 20.00 Uhr) bietet den Zuschauer:innen die Möglichkeit für Austausch persönlicher Erfahrungen, Anliegen oder Fragen zum Thema. Mit oder ohne Video. Hauptsache Gespräch. Angeleitet von Anton Weil.

In deutscher Sprache mit englischen Untertiteln

Konzept, Umsetzung, Performance Tina Pfurr Ausstattung, Künstlerische Mitarbeit, Umsetzung Romy Springsguth Kamera, Schnitt Ute Schall Sounddesign Björn Stegmann Lichtdesign Fabian Eichner Produktionsleitung Franziska Janke Stimmen Robin Adams, Katharina Adler, Sarah Blaßkiewitz, Anne Brammen, Gina Henkel, Franziska Janke, Laura Naumann, Christin Nichols, Christian Pfurr, Ingeborg Pfurr, Anneke Kim Sarnau, Felizitas Stilleke, Leon Ullrich, Matthias Zeeb Dank an ampl:tude (Philipp Guhr, Conrad Rodenberg, Johannes Ruthenberg, Matthias Ruthenberg), Felizitas Stilleke, Daniel Schrader und Paul Plamper

Eine Produktion von Tina Pfurr | Ballhaus Ost. Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa und den Hauptstadtkulturfonds.