Was haben Mütter und Magie gemein? Sie sind nicht zu fassen oder wenn, dann wenn es zu spät ist. In ihrer neuen Bühnenproduktion thematisieren TIGERS’ KITCHEN die Abwesenheiten ihrer Mütter und rücken damit alles ins Zentrum, was ihrer Meinung nach zu lange im Verborgenen herumgeisterte. So wie die zersägten Jungfrauen oder aus den Erzählungen der Welt gestrichenen Frauenfiguren, wurden auch ihre Mütter verschluckt. Vom Patriarchat, den Umständen und ihrem eigenen Erinnerungsvermögen. Es ist also dringend an der Zeit, die Bühne für die Mütter freizumachen, die sie zu den Töchtern machten, die sie sind. Was mit Ticks und Tricks beginnt, macht auch vor Tod und Traurigkeit nicht halt und verzaubert unsere Ansichten über Memories und Memoiren. Und das mit ganz viel Magie!
TIGERS‘ KITCHEN (Nadja Duesterberg & Svea Kirschmeier) sind queere, performative Theatermacherinnen, die Räume für neue Narrative schaffen, um darin Unsichtbares sichtbar zu machen. Queerfeministische Kunst entsteht auf einem ehrlichen und auch offen verletzlichen Boden.