Fr

23.1.

19:00 Premiere
LIFT Tanzkollektiv

Sa

24.1.

19:00
LIFT Tanzkollektiv

So

25.1.

15:00
LIFT Tanzkollektiv

Sa

7.2.

19:30 Premiere
Jeanne Eschert

So

8.2.

So

8.2.

Fr

13.2.

15:00 - 22:00
Semesterabschlussarbeiten der Bühnenbildklasse UdK Berlin

Sa

14.2.

15:00 - 22:00
Semesterabschlussarbeiten der Bühnenbildklasse UdK Berlin

Do

19.2.

20:00
Núria Frías Corrius

Fr

20.2.

20:00
Núria Frías Corrius

Sa

21.2.

14:00 - 17:00
Theaterscoutings Berlin

Sa

21.2.

20:00
Núria Frías Corrius

So

22.2.

18:00
Núria Frías Corrius

Do

26.2.

20:00
Carlos Franke

Do

26.2.

21:30
Arnita Jaunsubrēna (almost good productions)

Fr

27.2.

20:00
Carlos Franke

Fr

27.2.

21:30
Arnita Jaunsubrēna (almost good productions)

Sa

28.2.

20:00
Marlene Helling

So

1.3.

20:00
Marlene Helling

QUEER ARE THE PEOPLE!

Queer Neighbourhood Asc. Pankow SAVE THE DATE: AUGUST 31 Es ist an der Zeit, sich zu verbünden, zusammenzustehen und die Kraft unserer Community zu feiern. Angesichts des weltweiten Anstiegs von Queerphobie und der jüngsten Angriffe auf das Tipsy Bear rufen wir zu queerer Sichtbarkeit auf den Straßen von #prenzlauerberg auf, um die queere Szene, künstlerische Institutionen und Verbündete aus der Nachbarschaft miteinander zu vereinen. Dieses Zusammenkommen ist eine Antwort auf faschistische Angriffe auf unsere Räume und den Rückgang administrativer Unterstützung und Solidarität. Diese Versammlung wird von zahlreichen queeren Projekten organisiert, die gemeinsam die »Queer Neighborhood Association Pankow« bilden, um die Präsenz der queeren Community und der queeren Projekte in Pankow und Berlin zu bestärken und sich gegen die zunehmende Feindseligkeit zu wehren. Mit Unterstützung des Tipsy Bear, des Ballhaus Ost, des Tuntenhauses, der Brunnenstr. 6/7 und der Volksbühne laden wir euch zu einem großen Demonstrationstag voller Musik, Performances, Reden & queerer Solidarität ein. Treffpunkt ab 13:00 vor der VolksbühneDemonstration mit Stopps vor der Brunnenstr. 6/7 und vor dem TuntenhausAnkunft um 19:00 vor dem Tipsy Bear mit Show und After-Party

How to work with Ballhaus Ost

Wir laden herzlich zum Info-Zoom: Ozi Ozar, Anne Brammen und Daniel Schrader stellen das Ballhaus Ost und Kooperationsmöglichkeiten im Hinblick auf die kommende Antragsfristen beim Hauptstadtkulturfonds (1.10.) und dem Bezirksamt Pankow (15.10.) vor. Wir bitten um Anmeldung bis 10.9. an info@ballhausost.de. Hinweise für Künstler*innen gibt es außerdem hier.

Sportfest reloaded

Dienstag 16.9.18:00-19:30 Thaiboxen | Muay Thai (Janne Kummer)Mittwoch 17.9.18:00-19:30 Queer Functional Training (Philisha Kay)20:00-21:30 Musical Dance Mix Workout (Mathilda Kleo Colada)Donnerstag 18.9.17:00-21:00 PLAY BadmintonFreitag 19.9.17:00-21:00 PLAY TischtennisSamstag 20.9.13:00-18:00 Völkerball Turnier FÄLLT AUS Teilnahme kostenlos. Anmeldung unter sport@ballhausost.de The undisciplined fighter: Kampfsport als Instrument der Traumaarbeit mit Janne Kummer erforscht das Potenzial von Empowerment durch kollektive körperliche Bewegung, wobei Kampfsportarten als Ausgangspunkt für Experimente und Überschreitungen verschiedener Formen der Bewegungserforschung dienen. Alle Körper und Fitnessniveaus sind willkommen, keine Erfahrung im Kampfsport notwendig.Access Infos: in deutscher und englischer Lautsprache, für FLINTA*s Softer Hards. Queeres Functional Training mit Philisha Kay erweitert das funktionelle Training durch künstlerische und forschungsbasierte Auseinandersetzungen mit Bodybuilding. Unterschiedliche Eigengewichtsübungen aus dem Bereich Calisthenics und Krafttraining werden mit theoretischen Impulsen und experimentellen, kreativen Reflexionen kombiniert.Access Infos: in englischer Lautsprache, für FLINTA*s Musical Dance Mix Workout mit Mathilda Kleo Colada ist ein energiegeladenes Tanz-Workout, bei dem du die Möglichkeit hast, dich für gut eine Stunde wie ein Broadway-Star zu fühlen. MDMW ist eine Mischung aus verschiedenen Tanzstilen und einem Gruppen-Fitness-Workout. Für die Teilnahme sind keine Vorkenntnisse erforderlich.Access Infos: in englischer Lautsprache, für FLINTA*s Für PLAY Badminton wird im Sportsaal das Netz gespannt. Der Court markiert. Die Federbälle bereitgestellt. 60 Minuten Zeitslots, buchbar für jede*n.(Feld stündlich buchbar zwischen 17:00 und 21:00.)Access Infos: für alle Altersgruppen Bei PLAY Tischtennis stehen die Platten bereit und in Tischtennisclub-Geräuschkulisse könnt ihr stundenweise eure Platten buchen, euren Topspin trainieren, gemischtes Doppel üben oder einfach nur spielen wie im Park (ohne Wind).(Platten stündlich buchbar zwischen 17:00 und 21:00.)Access Infos: für alle Altersgruppen

SECOND SEASON

1925 feiert »Der Fröhliche Weinberg« Premiere – im selben Jahr, in dem Adolf Hitlers Hassschrift »Mein Kampf« erscheint. Der Theaterautor Carl Zuckmayer besingt in seinem Lustspiel die deutsche Gemütlichkeit, erwähnt die faschistische Gefahr jedoch kaum. »Damals glaubten wir noch, sie aus vollem Halse weglachen zu können – bis es eines Tages nichts mehr zu lachen gab«, stellt er 1961 fest. Genau 100 Jahre später nimmt das Performancekollektiv Boys* in Sync, Carl Zuckmayers deutsche Weinberg-Idylle zum Anlass, um über das Theater und die Lust am Lachen nachzudenken. Während sich an vielen Orten der Welt, rechte Regierungen an die Macht schwingen, produzieren die Künstler*innen aus Polen, Schweden, Norwegen und Deutschland ihr ganz eigenes, »internationales Lustspiel«: In SECOND SEASON beleuchten sie mit Ernsthaftigkeit und queerem Vergnügen, welche Geschichten wir im Theater erzählen – und warum das nie egal ist… Die Berliner Vorstellung ist Teil der »BOYS* IN SYNC Going Home Tour«: Einen Monat lang, reisen die Künstler*innen mit ihrer Erzählperformance durch fünf verschiedene Europäische Länder. Dieses Projekt wird gefördert von Performing Arts Hub Norway, Arts and Culture Norway, Nordic Culture Point und Kulturstöd Göteborg. BOYS* IN SYNC  ist ein Performancekollektiv mit Mitgliedern aus Deutschland, Norwegen, Polen, Südafrika, Schweden und Dänemark. Ihre Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld zwischen queerer Körperpraxis, Popästhetik und dokumentarischer Performance.Ständige Mitglieder sind die Puppenspielerin Ragni Halle, die Schauspieler:innen Livia Hiselius und Jay Tebogo Fiskerstrand, der Musiker Gregers Hansen, der Tänzer Jakob Krog und der Regisseur Simon David Zeller. Die Gruppe wurde seit 2019 u. a. zum Fringe Festival Edinburgh, Fast Forward Festival Dresden, Performing Arts Festival Berlin, Frie Felts Festival Kopenhagen und den Autor:innentheatertagen Berlin eingeladen. Zuletzt waren Boys* in Sync mit ZAPFENSTREICH im Ballhaus Ost. www.boysinsync.com

Seedling

Wir ziehen den Kult-Science-Fiction-Roman aus unserer hinteren Hosentasche und beginnen zu lesen. Die Geschichte beginnt – Schlangen und Narben. Briefe einer Ausreißerin. Studiennotizen und Coverversionen. Ein Volkslied in einer neuen Sprache. Ein Happy End, und wir schließen das Buch.Wir versuchen es erneut – ein Tonstudio in Nashville. Ein Antiquariat. Ein Busbahnhof, eine Zwischenstation, eine Samenbank. Die Scala und der Jeong. Ein weiteres Ende.Noch einmal – ein Raumschiff, angetrieben von Sehnsucht. Eine Hülle, die unsere Seelen offenbart. Ein Wald, der zu einem anderen Wald singt. Flut.Noch einmal …?Was tun wir, wenn uns das Happy End nicht glücklich macht? / Was tun wir mit einer Utopie, die von Geistern heimgesucht wird? / Woher wissen wir, wann die Geschichte endet? »Seedling«, ein neues Bühnenwerk von ONCE WE WERE ISLANDS, navigiert durch ein Multiversum auf der Suche nach Schönheit und Sinn in dem endlosen Kreislauf unseres queeren Lebens. Es ist das neunte Kapitel des zweijährigen Kunstprojekts With Forests in Our Mouths und eine Ergänzung zu »Palace of Ash & Rain«, das im Herbst 2024 im Ballhaus Ost gezeigt wurde.. www.withforestsinourmouths.com Das Queer-Performance-Kollektiv ONCE WE WERE ISLANDS macht multidisziplinäre Performance-Arbeiten, bei denen sie oft die Queer-konstruierte Sprache Damiá als künstlerisches Mittel einsetzen. Im Jahr 2023 verließen sie Berlin für ein neues Zuhause am Waldrand in Nordkarelien, Finnland.

Labor Sonor – Celebrating 25 Years

25 Jahre Labor Sonor. Fünf Konzerte. Ein langer Abend. 1) krautfuzz ist geprägt von einer kantig-futuristischen Spannung, die von Neo-Psych-Rock über abstrakten Minimalismus bis hin zu purem Noise reicht: mit Live-Videoimprovisationen von iLan katin. 2) INK ist eine biegsame Blase aus schwebender Erregung, romantischen Verlangsamungen und fröhlichen Refrains. 3) Christian Kesten bewegt Objekte auf einem amplifizierten Tisch und erzählt dazu seltsame Geschichten. 4) Fernanda Farahs neues Stück FEED•IN•ATTENTION ist ein Soundtrack, der aus ihrem Instagram-Feed und seinen algorithmischen Diskrepanzen besteht (Premiere). 5) Contagious ist die zukunftsweisende Mischung aus avantgardistischem Experimentieren und elektronischer Musik. Labor Sonor ist die älteste Konzertreihe für Echtzeitmusik und prägt seit ihren Anfängen eine breite Szene. Sie präsentiert das Spektrum aktueller experimenteller Musikformen jenseits genrespezifischer Bestimmbarkeit.

THE WATS

In der abgelegenen, apokalyptischen Wüstenlandschaft Neuseelands begegnen drei Reisende einer mysteriösen Frau und ihrem Kind. Was als sowohl anstrengende, als auch heitere Reise beginnt, entwickelt sich zu einer absurden, aber humorvollen Nacht, die eine Geschichte von Gewalt, Isolation und Emanzipation erzählt. Die Berliner Komponistin und Musikerin Stepha Schweiger präsentiert mit »THE WATS« ein neues, genreübergreifendes Musiktheater basierend auf der Kurzgeschichte The Woman at the Store von Katherine Mansfield (1888–1923). Sie übersetzt die Motive Mansfields – die Rolle der Frau, zwischen-menschliche Beziehungen und das Verhältnis zur Natur – in einen aktuellen gesellschaftlichen Kontext. Das Musiktheater thematisiert hochaktuelle Fragen wie sexualisierte Gewalt, Klimakatastrophe und die Suche nach Selbstbestimmung mit musikalischen Mitteln der Repetition und subtilen catchy Variationen. Stepha Schweiger ist eine avantgardistische Komponistin, Produzentin, Pianistin/Keyboarderin und Singer/Songwriterin in den Bereichen Neue Musik, Experimentelle Musik, Free Jazz, Song, Indie-Pop, Minimal, Konzeptmusik, Industrial, Natural Tuning und Spectral Music. Im Anschluss an die Vorstellung vom 03.10. findet ein Publikumsgespräch in Kooperation mit Theaterscoutings Berlin statt. Besetzung: Stepha Schweiger (der Wind, Sängerin), Anke Retzlaff (Woman, Sängerin, Schauspielerin, Avatar), Ziv Frenkel (Kind Else, Tänzer:in, Avatar), Deborah Rawlings (Erzählerin, Performerin, Avatar), Raphael Dwinger (Jo, Bariton, Schauspieler) und Adam Goodwin (Hin, Kontrabassist, Avatar), Musikensemble: LUX:NM-Silke Lange (Akkordeon), Ruth Velten (Saxophon), Florian Juncker (Posaune) und Zoé Cartier (Violoncello) Konzept, Komposition, Regie- und Videoinhalte: Stepha Schweiger, Dramaturgie: Dag Lohde, Regieassistenz: Luca Anthony, Sounddesign: Florian Tippe, Bühnenhintergrund / Video:  PFA-STUDIOS, elektronisches Arrangement: Pyrolator, Lichtdesign: Aslı Atasoy Öner. Maske & Kostümberatung: Sofie Röhrig, Drawing / Requisite Unterstützung: Sofia Casas, Produktionsleitung: Johanna Madden 

Dissolving

Dissolving ist ein regelmäßiges Zusammenkommen für einen Austausch mit Crip-bezogenen Themen. Der Fokus liegt dabei auf neurodivergenten, chronisch kranken und nichtsichtbar Be_hinderten Perspektiven. In einem Relaxed Environment laden wir dazu ein, sich über (Access)-Bedürfnisse und crip-spezifische Organisationsweisen und Ästhetiken auszutauschen. Wir suchen lustvoll nach neuen Verbindungen und Handlungsmöglichkeiten.Die Treffen sind eine Mischung aus den akuten Themen der Teilnehmenden und den vorbereiteten Themenschwerpunkten von Juliet und Wanda. Alle Menschen, die Interesse haben, sind eingeladen, in der Form teilzunehmen, wie es ihnen möglich ist. Am 15.9. beschäftigen wir uns mit dem Thema von diversen (crip-) Zeitlichkeiten. 24.9. 17:00 (Uferstudios, Unrenewable Energies Festival Berlin) Thema: cross-community-Räume Am 9.10. wird es um (Körper-) Archive gehen. Die Treffen dauern ca. drei Stunden (mit einer 30-minütigen Pause).Wir bitten um eine Anmeldung unter dissolving.gathering@posteo.de, damit wir besser planen können, ihr könnt aber auch ohne Anmeldung vorbeikommen. Wanda Dubrau und Juliet Meding tauschen sich seit einer Weile zur Auflösung vorstrukturierter Räume und Zeitlichkeiten aus sowie über Inklusion marginalisierter Körper und Seinsweisen.Seit 2024 hosten sie gemeinsam die Reihe DISSOLVING.

Draghaus Ost: König Opera

Buba Sababa und Dick Hunt, zwei der legendärsten Opernsänger, erhalten ein verlockendes Angebot: sie können ein Stück aufführen, das seit über 100 Jahren nicht mehr gesungen wurde. Gerüchten zufolge ist das Stück verflucht und ein schreckliches Schicksal erwartet diejenigen, die wagen es zu interpretieren… Die Live-Drag-King-Theatershow endlich im Ballhaus Ost! Finde heraus, wie das Schicksal von Buba und Dick aussieht! Das Projekt König entstand aus einer langjährigen Community-Arbeit. Ziel ist es, einen starken und wachsenden Raum für Drag Kings, Trans-Personen und nicht-binäre Drag-Performer*innen in Berlin zu schaffen. Sichere und kreative Umgebungen, in der sich Menschen treffen, austauschen und gemeinsam entwickeln können und um Vielfalt auf der Bühne zu feiern. www.konigdragshow.com

Voyage de Genre: Transition in Three Movements

In einem performativen Tryptichon nehmen The Dames und ihre drei Gäste das Publikum mit auf eine musikalische Reise von Weiblichkeit zu Männlichkeit durch Spiritualität. Ein rituelles Zusammenkommen, das Glamour, Mut und Gefühl zu einer unvergesslichen Geschichte verwebt. Die dreistündige Performance ist das große Finale einer Serie von Shows, die Nancy Nutter (Gesang) und Madame Eve (am Klavier) im Roten Salon der Volksbühne entwickelt haben. Im Ballhaus Ost führen sie die Stationen ihrer Reise mit Burlesque-Ikone Chiqui Love, Jade Lees außergewöhnlicher Zirkuskunst und der Drag-King-Legende Bridge Markland zusammen. The Dames (gegründet 2022 in Berlin) ist ein Live-Kabarett-Musik-Duo. Mit einem Klavier und ihren Stimmen nutzen sie Musik für Momente kollektiver Erinnerung und queerer Kraft. Ausgehend von ihren Ursprüngen in Queer- und Burlesque-Bars brechen diese Trans-Schwestern nun ins Theater auf. »Voyage de Genre« ist sowohl eine Zusammenfassung all dessen, was sie bisher erreicht haben, als auch ein Ausblick auf das, was noch kommen wird. Performer*innen Nancy Nutter | Madame Eve | Chiqui Love | Jade Lee | Bridge Markland Am 18.10. findet im Anschluss an die Show eine Party mit DJ BLEACH statt!

Sterben 1, 2, 3: Hopp!

Du kannst mich doch nicht die ganze Zeit so anschreien! – Dann zieh dein Hörgerät an! Eine interaktive Performance über die Liebe zu den eigenen Müttern und der Angst vor Verlust, Verfall und zukünftiger Armut. Ein Abend zwischen Crosstrainer, Albrecht Dürer und Trauer – mit Karaoke, Gymnastik und Popmusik der 80er. Michaela Caspar und Peter Marty kennen sich aus der langjährigen Zusammenarbeit mit dem Theaterkollektiv Possible World. Die Erfahrung die beide bei der Pflege ihrer Mütter machen ist intensiv. Das Umfeld reagiert auf die Pflegesituation mit Unbehagen, Unverständnis und Missbilligung. Ein eigenartiges Verschweigen entsteht. Um die Perspektive auf häusliche Pflege zu öffnen, um sie zu ändern und dafür einen Ort des Austausches zu schaffen, bringen Michaela und Peter »Sterben 1,2,3: Hopp!« auf die Bühne. www.possibleworld.eu

Linke Hände

Die musikalische Lecture Performance »Linke Hände« widmet sich Künstlerinnen der DDR, begibt sich auf ihre Spuren und in ihr Werk hinein, ist Dokumentation, Liebeserklärung, Punkkonzert – mit Rosa Beton – und Essay zugleich.

 

Das Musiktheaterkollektiv Hauen und Stechen entwickelte seine Arbeiten in Kellern und auf Opernbühnen. Es steht für eine poetische, vielgestaltige und wilde Theatersprache, die im Musiktheater eine politische und eigenwillige Position markiert.

H I N W E I S :
Die Aufführung beinhaltet die Darstellung von Nacktheit sowie laute Popmusik.

KÖNIGIN IM DRECK – eine musikalische Lesung

«schreiben schwulsein kommunistsein, glaube liebe hoffnung, kindlich tuntig selbstbewußt.» Ronald M. Schernikau ist schwul und Kommunist. Er lebt in der BRD und will unbedingt in die DDR. Sein Ziel: Ein Studium am Literaturinstitut «Johannes R. Becher» und die DDR-Staatsbürgerschaft. Pointiert, kämpferisch, albern, erhaben. Schwule Fantasien mischen sich mit politischer Analyse. Klassik begegnet Camp. Glamour trifft auf Trauer. 1991 bereits stirbt Schernikau an AIDS. Die musikalische Lesung möchte euch einen queeren Autor nahe zu bringen, der bedauerlicherweise 1991 seiner AIDS-Erkrankung erlag. Noch kurz vor seinem Tod stellte Schernikau das Buch „Legende“ fertig. Das Manuskript blieb lange Zeit unveröffentlicht. Schernikaus Opus Magnum ist Bibel und Travestie, Epos und Musical, ist als dokumentarische Bestandsaufnahme beider Deutschlands in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts von nachgerade bestürzender Aktualität – und immer heiter vertieftes Spiel mit der Änderbarkeit der Welt. Tucké Royale und Jens Friebe haben sowohl getrennt als auch gemeinsam bereits zu Schernikau gearbeitet. Kristin Bönicke ist Nachlassverwalterin Schernikaus und arbeitet an einer Edition seiner Briefe für den Verbrecher Verlag. Elmira Bahrami wirkte bereits bei der ersten Aufführung des Programms am Theater Basel mit.

Der Ozean

»Der Ozean« ist eine multisensorische Tanz- und Musikperformance für Taube und hörende Erwachsene, mit und ohne Baby. Die Performance taucht ein in die vielschichtigen und ambivalenten Erfahrungen des Eltern- und Kindseins – ein Geflecht aus Widersprüchen von Fürsorge, Erschöpfung und Zärtlichkeit. Inspiriert vom Bild des Ozeans – Sinnbild für Weite, Wandel und Geborgenheit, für eine imaginierte, unerschöpfliche mütterliche Quelle, aber auch als offenes, verbindendes Gewässer – nähert sich das Stück den Themen Elternrolle, Fürsorge und Abhängigkeit aus unterschiedlichen Blickwinkeln. In enger Verbindung von Stimme, Choreografie, Vibrationen, Geschmack und Gebärdensprache entsteht eine vielschichtige, kollektiv erfahrbare Komposition von Genoël von Lilienstern und La Cage. La Cage wurde 2015 in Berlin und Paris gegründet. Die Compagnie verbindet musikalische mit bildhauerischen Formen in performativen Formaten. Am Freitag, 31.10.2025 findet im Anschluss an die Performance ein Publikumsgespräch mit DGS-Übersetzung zu »Der Ozean« in Kooperation mit Theaterscoutings Berlin Die Vorstellung am 2.11. ist Teil der Reihe SCHRUMPF! und ist eine Adaption des Stücks für ältere Kinder und Familien

SCHRUMPF! Der Ozean

Wer kann sich an das Babyalter erinnern, wer ist noch nah dran? Und wer hat schon mal sein Leben mit einem neugeborenen Baby geteilt? Aus diesen unterschiedlichen Perspektiven nähern wir uns der Performance-Installation »Der Ozean« von La Cage. Das Stück richtet sich sowohl an Taubes als auch hörendes Publikum und lädt die Besucherinnen direkt auf die Bühne ein, um eine Gesamtkomposition von Klang, Licht, Tanz und Vibration zu erleben. Anhand von haptischen Elementen dürfen wir diese Welt tastend erfühlen, hören, sogar schmecken. In Interaktion mit den Performerinnen tauchen wir tief in die Erfahrungsräume der Neugeborenen ein – sowohl aus Baby- als auch aus Elternperspektive. Nach der Vorstellung gibt es Raum für Fragen und Antworten an das künstlerische Team. Bei Schrumpf! präsentieren Berliner Ensembles ihre aktuellen Produktionen – in Familienformat. Neue Kunstformen werden entdeckt, Orte erkundet, Bewegungen ausprobiert, Klängen wird gelauscht – und alle können mitmachen! Künstlerische Leitung und Moderation der Reihe Schrumpf!: Daniella Strasfogel, Produktionsleitung Schrumpf!: Natascha Tertre, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Nora Gores, Grafikdesign: Suse Sebald, Social Media Schrumpf!: Richard Mattmüller, Dokumentation: Christina Voigt

ALLE UNSERE GESTERN  | Natalia Ginzburg

Die Uraufführung des Romans erzählt die Geschichte einer Familie im Norditalien der 1930er–40er Jahre, deren Halt gebende Gemeinschaft unter Faschismus und Krieg zerbricht. Während Flugblätter heimlich im Ofen verbrannt werden und die Männer an die Front müssen, werden Hunger, Verlust und Angst zum Alltag. Im Zentrum steht Anna, die Jüngste: Sie verliert geliebte Menschen, wird ungewollt schwanger, heiratet überstürzt und verlässt ihre Heimat. In der süditalienischen Provinz sucht sie einen neuen Platz im Leben – zwischen Selbstbestimmung, Widerstand und der Frage, was Freiheit bedeutet.Natalia Ginzburgs Sprache ist schlicht und präzise, voller Zärtlichkeit und Humor, und gerade darin liegt ihre Kraft: Sie lässt uns die Wucht des Politischen im Privaten spüren. Die Autorin kennt die Zeit und die Orte, von denen sie schreibt, aus persönlichen, zum Teil verlustreichen Erfahrungen. In unserer Zeit, in der rechte Ideologien wieder erstarken, Demokratien unter Druck geraten und feministische Errungenschaften infrage gestellt werden, öffnet die Inszenierung im Ballhaus Ost einen sinnlichen wie politischen Raum, in dem Vergangenheit und Gegenwart aufeinandertreffen. Holle Münster inszeniert Stoffe zeitgenössischer sowie klassischer Autor*innen und entwickelt mit dem Theater-Kollektiv Prinzip Gonzo genreprägende, partizipative Game-Theater-Formate, bei denen die langjährige Zusammenarbeit mit Film- und Theaterschauspielerin Anna von Haebler begann. Natalia Ginzburg (1916-1991) schrieb Romane, Erzählungen, Theaterstücke und Essays. »Alle unsere Gestern« (1952) wurde in Deutschland 2009 erstmalig veröffentlicht und kommt im Ballhaus Ost zur Uraufführung.

Talkhaus Ost: In the Vault

»In the Vault«, kuratiert vom Presentation Club, eröffnet einen Abend voller experimenteller Literatur und Präsentationen. Schriftsteller*innen und Künstler*innen sind eingeladen, intime, alberne und frühe Werke zu teilen – »Texte, die man normalerweise nicht veröffentlichen würde« – zum Beispiel: eine Live-Lesung aus einer Notizen-App, eine Kurzgeschichte aus der Grundschule, ein Rundgang durch ein altes MySpace-Profil, ein Liebesbrief, ein Tagebucheintrag aus Teenagerzeiten, Google Maps-Bewertungen … oder wohin auch immer uns unsere Erinnerungen, Träume und Wünsche führen mögen.Mit Beiträgen von: Erin Honeycutt, Monilola Olayemi Ilupeju, Mina Amiri Kalovøy, Soroa Lear, Nadia Marcus, Randon Rosenbohm Talkhaus Ost ist Teil der Late Night Shows: Auf der Side-Quest-Bühne laden fünf kurze, performative, musikalische und humorvolle Formate das Publikum dazu ein, im Anschluss an die Vorstellungen im Saal noch ein wenig zu bleiben. Um Künstler*innen zu sehen, die sonst in allen möglichen Settings auftreten – vom Keller deiner Ex bis zu den High Swings am Alexanderplatz.Als Nächstes: »Mockhaus Ost: Yael Mor & Jason Harvey« am 15.11.

Stadt der Lebewesen

Die Geschichte Berlins erzählt von Pflanzen, Tieren, Pilzen und Mikroorganismen.Berlin gilt als grüne Metropole voller Biodiversität. Doch die Stadtgeschichte bleibt unvollständig, wenn sie ausschließlich aus menschlicher Perspektive erzählt wird. »Stadt der Lebewesen« schreibt die Geschichte Berlins neu. Von der wasserstoffessenden Aromatenverschlingerin im verseuchten Grundwasser bis hin zur Sumpfbrennessel aus dem Urstromtal entsteht eine vielstimmige Audioerzählung mit den Stimmen von Pflanzen, Tieren, Pilzen und Mikroorganismen, die die Stadt geprägt haben und weiterhin prägen. Organismendemokratie e.V. und die Künstlerinnengruppe Club Real laden zu zwei unterschiedlichen Fahrradtouren und einer Bustour durch Berlin. Treffpunkt ist der Hof des Ballhaus Ost. Die Künstler*innengruppe Club Real entwickelt seit 2000 ortsspezifische Projekte. Installationen, politische Multispezies Formate und partizipative Stadtentwicklungsprojekte laden Besucher*innen dazu ein, alternative Realitätsentwürfe mitzugestalten.

Stimpathy. To Be Free(k) in Connection

»Stimpathy. To Be Free(k) in Connection« ist eine Post-Workshop-Performance, die Stimming als kollektive und relationale Praxis untersucht. In einer entspannten Atmosphäre wird das Publikum eingeladen, eine Choreografie zu erleben und daran teilzunehmen, die in den letzten sieben Monaten gemeinsam mit einer Gruppe neurodivergenter Menschen aus Berlin entwickelt wurde.Stimming (selbststimulierendes Verhalten) sind repetitive Bewegungen und Geräusche, die neurodivergente Menschen erzeugen, um Emotionen und sensorische Prozesse zu regulieren. Trotz der zunehmenden Diskussion über Neurodiversität wird Stimming immer noch selten als bedeutungsvolle somatische, kulturelle oder relationale Praxis angesehen. Oft wird es abgelehnt, korrigiert oder pathologisiert. Wir wollen diese Sichtweise ändern, indem wir uns mit Neuroqueering beschäftigen – einer Praxis, die von Dr. Nick Walker als gleichzeitige Ablehnung und Unterwanderung neurokognitiver Normen und Geschlechtsnormen definiert wird. Die Praxis des Stimmings hinterfragt sowohl neurokognitive als auch Geschlechtsnormen und macht deren Künstlichkeit sehr deutlich. Die Überschneidung von Geschlecht und Neurodiversität beeinflusst die Art und Weise, wie wir uns in der Stadt bewegen und ihre Einrichtungen für Arbeit, Freizeit, Geselligkeit, Einkaufen, Lernen, Pendeln usw. nutzen. Mit unserem Projekt wollen wir das, was normalerweise verborgen bleibt, sichtbar machen, um neurodivergente Menschen zu stärken und Stimming-Verhalten im öffentlichen Raum zu normalisieren. Monika Popiel & Paweł Świerczek sind ein Duo, das gemeinsam und getrennt im Bereich der darstellenden Künste und verwandten Bereichen tätig ist. Seit Januar dieses Jahres entwickeln sie im Rahmen der Fresh A.I.R.-Residenz der Stiftung Berliner Leben das Projekt STIMPATHY, das sich mit neurodivergenter Verkörperung und Stimming befasst.

NO SCRIBES

Drei Autorinnen gründen eine Band: NO SCRIBES. In einer literarischen Show thematisieren sie dabei Identität und Klassenzugehörigkeit, Girlhood und Popfeminismus.Kaum ein kulturelles Phänomen hat die 90er- und 00er-Jahre so geprägt wie Girlbands: junge Frauen, sorgfältig nach verschiedenen Typen zusammengestellt, vermarktet als Projektionsfläche für Begehren, Identifikation und Empowerment. Ausgehend von Destiny’s Child, Tic Tac Toe und den Spice Girls bringen NO SCRIBES kollektives Schreiben, popkulturelle Referenzen und persönliche Erfahrungen zusammen. Und stellen die Frage: Wie kann eine Kulturpraxis aussehen, die Mehrstimmigkeit, Reibung und solidarische Perspektiven als ästhetisches und politisches Prinzip feiert? Ein Abend, der Hommage und Kritik, Theorie und Tanzfläche, Lesung und Show vereint. Für alle, die sich damals vor MTV und Viva die ersten Choreos im Kinderzimmer ausgedacht haben und jetzt neue Formen des kollektiven Erzählens suchen. NO SCRIBES feiert am 7.+8.11.2025 Premiere in der Vagantenbühne und erscheint gleichzeitig als Printpublikation im SUKULTUR Verlag.

Mockhaus Ost: Yael Mor & Jason Harvey

Zwei pseudo-dokumentarische Lecture Performances, die die Formate Lecture und Performance mit vielen Jokes sprengen: Yael Mor nimmt das Publikum mit auf ihre lang ersehnte Chance, eine Show in Berlin aufzuführen – ein Traum, der sich in einen Albtraum verwandelt, als ihre Realität beginnt zu zerbrechen. Jason Harvey lädt das Publikum in sein Leben als Mikro-Influencer und wird mit neuen provokative Bildern zum lachen und nachdenken anregen. Mockhaus Ost ist Teil der Late Night Shows: Auf der Side-Quest-Bühne laden fünf kurze, performative, musikalische und humorvolle Formate das Publikum dazu ein, im Anschluss an die Vorstellungen im Saal noch ein wenig zu bleiben. Um Künstler*innen zu sehen, die sonst in allen möglichen Settings auftreten – vom Keller deiner Ex bis zu den High Swings am Alexanderplatz.Als Nächstes: »Pophaus Ost: Jon Darc« am 29.11.

None of my Business

In »None of my Business« untersucht das Kollektiv Filet + Friends in Zusammenarbeit mit Aktivist*innen Klima(un)gerechtigkeit: die Diskrepanz zwischen der Verantwortung für den Klimawandel und den Auswirkungen auf jene, die am wenigsten dazu beigetragen haben. Ausgangspunkt ist der Aufstand von 600 Frauen im Niger Delta: eine der erdölreichsten, aber zugleich am stärksten ausgebeuteten Regionen Afrikas. Zehn Tage lang besetzten sie die Büros von Shell und Chevron, unbewaffnet, aber mit einer mächtigen Drohung: den Machträgern ihre nackten Ärsche zu zeigen. Ein in Nigeria tief verankerter Akt spiritueller Verfluchung und Beschämung. In einer kapitalistischen Welt, in der fossile Energien, profitgieriges Business dominieren und koloniale Ungleichheiten bestehen, ist Klimagerechtigkeit nicht nur ökologisch, sondern vor allem eine politische und gesellschaftliche Angelegenheit. Acht Performer*innen erforschen, wie sich Widerstand in diesem Weltsystem anfühlen kann: persönlich, politisch, körperlich. Mit autobiografischen Texten, choreografischen Elementen und Live-Musik auf der Cajón bewegen sich die Performer in einem gemeinsamen Spannungsfeld auf der Bühne. Filet wurde 2024 von Flora Udochi Egbonu, Lena Kolle und Johanna Schwaiger gegründet. In ihren Stückentwicklungen beschäftigen sie sich mit Themen, die zugleich persönlich, politisch und universell sind. Für eine intersektionale Perspektive kooperieren sie für »None of my Business« mit Künstler*innen, die sie aus früheren Projekten kennen.

Richard Wagner – The Drag Queen!

Richard Wagner ist eine Drag Queen, und Shlomi Moto Wagner’s Urgroßvater war ihre Drag-Mutter. Gemeinsam teilen sie nicht nur familiäre Wurzeln, sondern auch ein Drag-Erbe im jüdischen House of Mazeltov. Diese pseudo-dokumentarische Musiktheater-Performance gräbt nach vergessenen Gerüchten und verdrängten Fakten über Wagners Persönlichkeit: seine Obsession mit Rosa, die skandalösen Satin-Bestellungen, und die Frage, ob das Verstecken seiner Wünsche mit dem Hass zusammenhängt, den er zugleich in die Welt projizierte. Könnte dieses Projekt seine verspätete Coming-Out-Erklärung sein? Zwischen klassischen Wagnermotiven, elektronischen Beats, Lip-Sync, Videoprojektionen und viel rosa Satin entsteht ein queeres Musiktheater-Spektakel für das 21. Jahrhundert. Also, Mazeltov Queen Richard Wagner – let’s go! Inszeniert, performt und komponiert von Shlomi Moto Wagner – interdisziplinärer Performer*, ausgebildeter Opernsänger*, Komponist*, Author* und Dragqueen a.k.a. Mazy Mazeltov, der*die klassische Musik und Formen mit Popkultur und queerer Mythologie auflädt und neu zusammensetzt. Gemeinsam mit Dramaturgin und Co-Regisseurin Anne Welenc entsteht eine glitzernde und schonungslose Auseinandersetzung mit der wohl polarisierendsten Figur der Operngeschichte. Für die technische Magie sorgt Jones Seitz, während die 3D-Bildwelten in einer aufregenden neuen Zusammenarbeit mit dem digitalen Künstler Alejandro Spano entstehen. Die Kostüme entwirft Michel Wagenschütz – und verbindet darin historische Fantasie mit der Sinnlichkeit von Drag. Gemeinsam erschafft das Team eine immersive Performance über Geschlecht, Erbe und Erlösung – auf der Bühne und im Jetzt der Geschichte. Mit ganz besonderem Dank anMima Milo – die einzig wahre Yiddish IsoldeMendi Cahan – Jiddisch Übersetzung von Mild und LeiseMila Wagner Vishnavskaya – Shlomi’s Mutter, für die telefonischen BeiträgeDr. Reinhold Brunner und das Reuter-Wagner-Museum in Eisenach –für ihre Hilfe mit ArchivmaterialAnne Welenc – Die Stimme von Katherina WagnerStefanie Altenhofer – Die Stimme von Fräulein Bertha GoldwagAntina Christ – Fabelhafte Cosima-Hochsteckfrisur-PerückePhillip Lawton – Deutsche Oper Bibliothek, die die jiddische Partitur von Tristan und Isolde zur Verfügung stellt

Pophaus Ost: Jon Darc

»Morast« ist ein sumpfiges Ritual über Begierde, Gewalt, Aufmerksamkeit und all das klebrige Chaos, das wir Liebe nennen. Poetisch, queer, nackt, kathartisch und wunderschön. Jon Darc und Band laden zu einem Konzert ein, das irgendwo zwischen Darkroom und Klavierballade angesiedelt ist – ein Abend, an dem wir mit ihnen geboren werden, auseinanderfallen und neu wachsen. Also: Zieht euch schick an, zieht euch aus – es ist egal. Komm so schön, wie du bist – und lass dich in den Morast fallen. Pophaus Ost ist Teil der Late Night Shows: Auf der Side-Quest-Bühne laden fünf kurze, performative, musikalische und humorvolle Formate das Publikum dazu ein, im Anschluss an die Vorstellungen im Saal noch ein wenig zu bleiben. Um Künstler*innen zu sehen, die sonst in allen möglichen Settings auftreten – vom Keller deiner Ex bis zu den High Swings am Alexanderplatz.Als Nächstes: »Jokehaus Ost: Dinara Kerey, Abi Mohanty, Sofia May & EXPERT BY IDENTITY« am 6.12

Twaliwo

Twaliwo ist eine Redewendung in Luganda, der Sprache des Buganda-Stammes – eine der größten Volksgruppen des heutigen Ugandas – und bedeutet sinngemäß: „Wir waren einmal.“ Dahinter verbirgt sich die Vorstellung, dass es einmal eine Zeit gab, in welcher die Menschen in Harmonie miteinander lebten. Diese Zeit wird als ökonomisch und spirituell ausgewogen erinnert. Mittlerweile gilt sie als verloren, und Twaliwo ist zu einem Ausdruck für etwas Vergangenes geworden. Ein Material und eine Handwerkspraxis aus einer Zeit, die man mit „Twaliwo“ bezeichnen würde, ist die Herstellung von Lubugo: das Rindentuch aus Uganda. Die Praxis gehört zu den ältesten textilen Produktionsmethoden in der Menschheitsgeschichte und nutzt die Rinde des Feigenbaums Mutuba. Sie datiert 12.000 Jahre zurück, gehört mittlerweile zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit und wird durch die UNESCO geschützt. »Twaliwo« erzählt mit Mitteln des dokumentarischen Tanztheaters die Geschichte des Rindentuchs – und von der Vielzahl traditioneller Tänze und Lieder, die mit diesem Stoff verbunden sind. Christoph Winkler und Robert Ssempijja haben in den vergangenen Jahren mehrfach zusammengearbeitet und dabei einen künstlerischen Dialog zwischen Deutschland und Uganda vertieft. In »Twaliwo« findet diese Zusammenarbeit ihren vollen Ausdruck, mit Ssempijja als Co-Choreograf an Winklers Seite.

Jokehaus Ost: Dinara Kerey, Abi Mohanty, Tera Kilbride & EXPERT BY IDENTITY

Drei Comedians zeigen ihre Version der gemeinsamen Prämisse: Tragödie + Zeit = Komödie! Inspiriert von der 2025 Staffel der Reality-Show WELT, die wir derzeit durchleiden, werden ihre Witze persönlich und politisch! Gleiche Prämisse – anderes Ergebnis! ! Jokehaus Ost ist Teil der Late Night Shows: Auf der Side-Quest-Bühne laden fünf kurze, performative, musikalische und humorvolle Formate das Publikum dazu ein, im Anschluss an die Vorstellungen im Saal noch ein wenig zu bleiben. Um Künstler*innen zu sehen, die sonst in allen möglichen Settings auftreten – vom Keller deiner Ex bis zu den High Swings am Alexanderplatz.Als Nächstes: »Questhaus Ost: BroKolya und guests« am 20.12.

GOOD BYE

Die Sober Partyreihe Lemonade Queers geht (vorerst) zu Ende – leider hat die Reihe keine Finanzierung für das nächste Jahr. Aber wir sind nicht traurig. Stattdessen veranstalten wir eine große (vorerst) GOOD BYE Party. Wir möchten uns bei allen bedanken, die gekommen sind und uns unterstützt haben: allen unseren Gästen, allen Künstler*innen, allen Medien, CSD Berlin, SchwuZ und Ballhaus Ost. Wir sind wirklich dankbar und begeistert von dem, was wir in den letzten zweieinhalb Jahren auf die Beine gestellt haben. Lemonade Queers ist die einzige regelmäßige sober Party für Queers in Berlin. Nüchtern zu leben ist nicht einfach, besonders in einer Stadt wie Berlin. Deshalb haben die Gründer*innen Vlady und Momo beschlossen, die Nüchternheit zu feiern und alle nüchternen Queers, nüchtern interessierten Menschen und Verbündete zu einem fantastischen Abend einzuladen. Sie bieten einen Connection Space mit lustigen und spannenden Verbindungsspielen und Fragen. Für Menschen, denen das Sitzen auf Stühlen oder Bänken schwerfällt, stehen Sitzsäcke zur Verfügung. Ein besonderer Party-Host. Ein besonderes Warm-up. Und eine große Party. Mit großartigen DJs und fantastischen alkoholfreien Getränken. Es wird kein Alkohol ausgeschenkt oder sichtbar sein. Also schnappt euch all eure Freund*innen und stoßt mit Limonade an. 18:00 Doors18:30–19:30 Connections19:30–20:00 Warm Up20:00–00:00 Party

Play Pen&Paper

Bevor im Questhaus Ost vier Drag Royals den Klassiker der Pen&Paper Rollenspiele Dungeons&Dragons spielen, gibt es beim offenen Spieleabend die Möglichkeit, selbst in Abenteuer einzusteigen: Ob neugierige Einsteiger*innen oder Rollenspiel erfahren, ob allein oder in Gruppen – alle sind willkommen. Es wird zu Beginn eine kurze Einführung in den Ablauf von Pen&Paper Spielen geben, dann werden die mitgebrachten Spiele vorgestellt und zu jedem Spiel findet sich eine Gruppe zusammen. Kommt spontan vorbei oder meldet euch an (info@ballhausost.de), besonders wenn ihr ein Spiel mitbringen und leiten wollt. Es kann auf deutsch und englisch gespielt werden. Vor Ort gibt es Getränke und kleine Snacks. Der Eintritt ist frei. 16:30 Einführung17:00 Spielvorstellungen und Gruppenfindungbis 21:00 kann gespielt werden, im Anschluss ist die Bar geöffnet für Questhaus Ost Was ist Pen&Paper?In den meisten Rollenspielen führt eine Spielleitung durch das Spiel: schildert Szenen, beschreibt Orte, spielt alle Nicht-Spieler*innen Figuren und entscheidet über den Verlauf der Geschichte. Orientierung liefert dafür das Regelwerk des Spiels. Die Spieler*innen übernehmen die Rolle fiktiver Figuren und entwickeln die Handlung. Es gibt auch Rollenspiele mit einem Figurenbogen, der Hinweise zu Fertigkeiten und Fähigkeiten oder Fun Facts liefert.Viele Entscheidungen und Spielmomente, deren Ausgang ungewiss ist, werden über Würfel ermittelt. Auch das steht im jeweiligen Regelwerk. Es gibt unzählige Szenarien beim Pen & Paper. Ob als Vampir durch das London der 20er Jahre, als Dieb in der Zukunft, mit Magie, ohne Magie. Es ist alles möglich.In den sogenannten Regelwerken werden die Grundregeln und Spielsettings festgehalten. Wie sehr man sich selbst an diese Grundregeln hält ist eine Gruppenentscheidung. Hier gilt: Solange alle Spaß haben ist alles erlaubt.

Questhaus Ost: BroKolya und guests

Die Nacht bricht über Berlin herein. Drag-Kreaturen versammeln sich im Ballhaus Ost, um mit Improvisation, Queerness und Liebe gegen die Monster der modernen Geschichte zu kämpfen. Unter der Leitung des Drag-King-Master BroKolya begeben sich die Drag-Heroinen* Gonk the Griller und Raki Solale auf eine wilde Drags & Dragons-Quest, um die Welt zu retten. Questhaus Ost ist Teil der Late Night Shows: Auf der Side-Quest-Bühne laden fünf kurze, performative, musikalische und humorvolle Formate das Publikum dazu ein, im Anschluss an die Vorstellungen im Saal noch ein wenig zu bleiben. Um Künstler*innen zu sehen, die sonst in allen möglichen Settings auftreten – vom Keller deiner Ex bis zu den High Swings am Alexanderplatz.

BIOFUCK

Audioflyer Eine Linie. 5 Körper. 4 Räder. 3 mal 3 Beine. 2 Ohren pro Kopf. 1 aus Glas gemacht, 1 Zunge in jedem Mund. Arm an Arm, Schulter an Handgelenk, verschränkte Finger. Die fünf weißen Körper werden von etwas bewegt, das ich nicht greifen kann. Sie verlagern Gewicht, nutzen Momentum, fließen als Linie durch den Raum. Eine dreht sich um sich selbst. Die äußeren Ränder beschleunigen. Schnell, hektisch, mit Genuss und Frust, hacken sie die Struktur des Raumes. Sie schieben weiße Leinwände über den Boden – bereit für Projektionen. Sehnsüchte tauchen auf. Nach Lücken und der Bewegung zwischen alten Weisheiten und zeitgenössischen Begierden. Es wirkt unabdingbar, an dem Netz aus migrierten, queeren, Crip Körpern festzuhalten. Zeitweise scheinen sie verloren, auf der Suche nach Linearität. Sie spüren, dass es hier mehr gibt. Ich höre sie auseinanderfallen, trauernd-schluchzend, wütend-lachend, Unbekanntes verschluckend. Genährt, um das neue Hier zu enthüllen, wird es zu Ihrem, zu Unserem. Kitzelnd rührt sich Neugier in mir. In dir auch? Willkommen zu BIOFUCK! Eine Show über nicht-lineare Biografien. LIFT Tanzkollektiv (Liv Schellander, Irene Giró, Fia/Sophia Neises, Tanja Erhart) ist eine Konstellation von crip, queeren und migrantischen Körpern, die neue Begegnungs- und Erfahrungsräume schaffen und ästhetische Barrierefreiheit in den Mittelpunkt stellen.

Arbeitsbedingungen und kulturpolitische Realitäten 2026 – FAIRSTAGE in den freien darstellenden Künsten

Mit Gästen aus verbündeten Verbänden und Zusammenschlüssen informiert FAIRSTAGE über die aktuelle Situation bei den Förderungen in Berlin und im Bund samt Honoraruntergrenzen-Erhöhung und Kulturfördergesetz-Plänen. Es werden die geplanten Kampagnen im Blick auf die kommenden Wahlen in Berlin vorgestellt und von den laufenden Proteste gegen die Einsparungen in der Bundeskulturpolitik berichtet. Außerdem gibt es viel Raum für Austausch und Gespräche. Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung folgen. FAIRSTAGE bietet in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partner*innen Weiterbildungen für Theaterschaffende an. Zum einen unterstützt das Projekt theaterübergreifende Institutionen proaktiv bei ihrer Organisationsentwicklung, zum anderen gibt es offene Angebote für die Branche.

Bootcamp für Künstler*innen – Freie Szene trifft Politik!

Wie lässt sich Politiker*innen am besten erläutern, was die Freie Szene macht und welchen Nutzen Berlin davon hat? Dafür braucht es euch, vor Ort in den Wahlkreisen: Unter dem Motto „Freie Szene trifft Politik“ lädt FAIRSTAGE Akteur*innen der Freien Darstellenden Künste dazu ein, in den kommenden Monaten ihre Kandidat*innen für das Abgeordnetenhaus zu treffen. Für die Gespräche bereiten wir uns gegenseitig und mit externer Unterstützung im Rahmen des “Bootcamps” für überzeugende Argumente vor. Wir lernen in kompakten drei Stunden, wie wir Politiker*innen unsere eigene Arbeit pitchen, wagen uns in Live-Gesprächs-Simulationen und schauen gemeinsam, welche Abgeordneten zu eurem jeweiligen Wahlkreis gehören. Kein Vorwissen nötig. FAIRSTAGE bietet in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partner*innen Weiterbildungen für Theaterschaffende an. Zum einen unterstützt das Projekt theaterübergreifende Institutionen proaktiv bei ihrer Organisationsentwicklung, zum anderen gibt es offene Angebote für die Branche. Anmeldung: Anmeldung mit Betreff „Bootcamp“ bitte bis 26.01.2026 an anmeldung@fairstage.berlin

we prepared ourselves not to be found

Eine Versammlung auf der Bühne, um eine Vorhersage zu wiederholen, die bereits gestern wahr geworden ist. Die Bettfalten werden zu uns sprechen und uns von Bedürfnissen erzählen, die wir wahrscheinlich noch nicht kennen. Verbindungen entstehen neben der Tatsache, dass wir nicht gehen, laufen oder sogar aufstehen müssen. Dass wir geschützt sind, ohne unsere Muskeln anzuspannen, ohne viele Menschen zu kennen, ohne Geld, Versicherung oder Reisepass.Wir archivieren, erstellen und hören unseren Falten in verschiedenen Präsenzen zu, um unsere Bedürfnisse zu erforschen und bereit zu sein.Das Treffen besteht aus den Erfahrungen und Materialien aus persönlichen Bettfalten-Lesungen, bei denen Jeanne Eschert Magie, Rituale, Handlesen und Erfahrungen im Bett miteinander verbindet. Gemeinsam mit den Teilnehmern liest sie die Körperlichkeit und Zeitlichkeit in den Abdrücken der Bettlaken. Wenn Sie an einer Bettfaltenlesung per Hausbesuch, Videoanruf oder Chat interessiert sind, schreiben Sie an bedfoldreadings@gmail.com. Das Angebot richtet sich an Menschen, die viel Zeit im Bett verbringen und eine besondere Beziehung dazu aufgebaut haben – Menschen mit chronischen oder psychischen Erkrankungen, Behinderungen oder deren Umfeld. Jeanne Eschert kreiert Texte, Performances, Zauberei, Choreografien, bildende Kunst und fortlaufende Zusammenkünfte in verschiedenen Theatern und Veranstaltungsorten. Sie arbeitet in einem Zauberladen, wuchs mit dem Zirkus in Köln auf und studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Ihre künstlerische Arbeit befasst sich mit Zaubertricks, chronischer Krankheit, Bettlägerigkeit und Transzugehörigkeit.

MATERIALIZE ME!

Die Semesterabschlussarbeiten setzen sich mit gesellschaftspolitischen und ästhetischen Dringlichkeiten unserer Gegenwart auseinander. In multimedial geprägten Rauminszenierungen eröffnen sie Möglichkeiten, zeitgenössische Fragestellungen mit künstlerischen Mitteln zu erproben. Der Studiengang verfolgt ein erweitertes Bühnenbildverständnis, das künstlerische Praxis, theoretische Reflexion und transdisziplinäre Raumkonzepte verbindet. Die Präsentationen sind am 13. und 14. Februar 2026, jeweils zwischen 15 und 22 Uhr, zu sehen.

Mummy, Daddy & Other Issues

New Year, New Breakdown Die Suche nach der eigenen Identität und Zugehörigkeit ist viel komplexer als dieses eineinhalbstündige Stück über eine katalanische Schauspielerin, die ihren Traum in Berlin verfolgt (eine einzigartige Geschichte, we know). In »Mummy, Daddy & Other Issues« wird dieser Versuch in nur 80 Minuten unternommen – zugegeben: mit ungewissem Erfolg, aber immerhin mit viel Humor. Wir begegnen @thereal_nuriafrias, schwankend zwischen Selbstironie und dem Wunsch, endlich anzukommen, in diesem autofiktionalen Theaterstück. Sie erzählt von ihren Eltern, Ex-Partner*innen, kulturellen Missverständnissen und der Erkenntnis: Wer keine Issues mit seiner Mutter hat, bekommt sie spätestens mit der deutschen Bürokratie.»Mummy, Daddy & Other Issues« ist eine satirische, persönliche Komödie über das Aufwachsen zwischen Kulturen, Erwartungen und den eigenen inneren Monstern. Und warum sich Zuhause manchmal wie ein sicherer Ort anfühlt und manchmal wie ein kaltes Bürgeramt. Núria ist Schauspielerin, Theatermacherin und Designerin aus Barcelona und lebt seit 2018 in Berlin. Durch Text, Physical Theater und audiovisuelle Sprache erforscht ihre Arbeit mit Humor den intimen Raum zwischen Menschen und die Absurditäten des Alltags. CALa recerca de la identitat pròpia i pertinença és molt més complexa que aquesta obra d’una hora i mitja sobre una actriu catalana que persegueix el seu somni a Berlín (una història molt original, we know). A »Mummy, Daddy & Other Issues«, aquest intent es fa en només 80 minuts, amb un èxit incert, és cert, però almenys amb molt d’humor. En aquesta obra d’autoficció, coneixem la @thereal_nuriafrias, que oscil·la entre l’autoironia i el desig d’arribar finalment a un lloc on deixar-se caure. Parla dels seus pares, exparelles, malentesos culturals i de la presa de consciència que, si no tens Issues amb la teva mare, els tindràs amb la burocràcia alemanya, més tard.»Mummy, Daddy & Other Issues« és una comèdia satírica i personal sobre créixer entre cultures, expectatives i els propis dimonis interiors. I sobre per què la llar a vegades se sent com un lloc segur i d’altres com una freda oficina de registre municipal. Una vetllada sobre el caos, la pertinença i la pregunta: Realment ho hem de tenir tot sota control tot el temps?

Bühnen-Experimente in Kapellen und Brauereien

Theater mal anders: die Spielstätten-Tour ermöglicht es, die freie Szene geschichtlich und architektonisch zu verorten, deren Akteur*innen persönlich kennenzulernen und Probenausschnitte anzusehen. Die Berliner Theatermacherin, Autorin und Kuratorin Aurora Kellermann führt durch die Häuser und stellt ihre Kolleg*innen vor. Im Prenzlauer Berg werden das RambaZamba Theater, DOCK 11 / DOCK ART und das Ballhaus Ost besucht. Die Spielstätten-Tour ist in Zusammenarbeit mit StattReisen Berlin entstanden. Weitere Infos bei Theaterscoutings Berlin.

Es ist gleich vorbei

Was haben eine Affenmaske, eine Singende Säge und Skaten miteinander zu tun? Was verbindet Audre Lorde und John Cage? Wer ist relativ jung, hat ein großes Herz und Knochen wie ein Vogel? Und wie sortieren Sie eigentlich Ihre Bücher? Etwa nach der Größe? Carlos Franke versucht eine ganz persönliche Sortierung: Nicht bloß der Bücher, sondern des ganzen Lebens. Carlos Franke spielt Theater und singende Säge, entwirft Licht, Klang und Spezialeffekte, konzipiert, schreibt und probt, stellt dar und steht da. Nach Abbruch von Studien in Physik, Philosophie und Musikwissenschaft gilt sein Interesse heute menschlichen und nichtmenschlichen Interaktionen in Theater, Tanz und anderswo. Er lebt in Gießen und schließt gerade mit dem Stück »Eins-eins-solo« ein Studium am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft ab. Nach ärztlichen Angaben ist er »relativ jung« (2021) und hat ein großes Herz.

Faulpelz

Ich sehe mich von oben: ich liege auf einem Sofa und habe Faulpelz an. Es ist kuschelig, warm und hat schöne Muster in blau, grün und weiß. Ich möchte ihn mit meiner Hand berühren, aber die kleinen Köpfe der Pilze entweichen mir. Ich liege auf dem Sofa und warte… warte, bis ich was werde. Das Fenster darf ich aber nicht öffnen, da das Wachstum des Schimmels eine bestimmte Luftfeuchtigkeit braucht. Und so liege ich und warte, bis aus mir was wird – vielleicht Penicillin, Salami oder Camembert. Die Performance beschäftigt sich mit der Geschichte der Faulheit einer moralischen Einheit, die nur in deren Beziehung zur Arbeit sichtbar wird. Faul ist man nicht dann, wenn man was tut, sondern dann, wenn man was nicht tut.In ihrer Soloperformance setzt sich die Künstler*in Arnita Jaunsubrēna mit eigener Produktivität auseinander, die durch chronische Erkrankung abgenommen hat. In dem Geiste von Lecture Performance konfrontiert sie sich mit der Scham und gesellschaftlichen Erwartungen. Sie erzählt persönliche Geschichten und untersucht Arbeitstiere aus eigener Familie, redet über Schimmel und Kompost und untersucht den Arbeitszwang des Staates. Am Ende findet sie Zuflucht in der Ruhe der Faultiere. Wo finden wir Platz für Fehlern, Pausen und Veränderungen in der westlichen Arbeitskultur? almost good (LV/DE) ist das Solo Kollektiv von Arnita Jaunsubrēna. Die Künstlerin lebt in Berlin, studierte im unabhängigen Lettland und wuchs im Lettland der 80er auf, als Teil der Sowjetunion. Seit 2015 lebt Arni in Berlin. almost good wurde Anfang 2023 gegründet, als Versuch die Kunst als einen Prozess, in dem Perfektion nicht die oberste Priorität hat, zu begreifen. Mit almost good möchte Arnita Jaunsubrēna sich selbst Mut machen die Kunst als Beruf nicht aufzugeben, nur weil man chronisch krank ist und neue Arbeitswege finden muss, um mit der Krankheit und dadurch bedingten Unfähigkeiten umzugehen.

Strukturen und Menschen – Tagebuch einer Hospitantin 2.0

Der Regisseur kommt herein und sagt laut in den Raum: „Ich hatte schon zwei Stunden Sitzung heute Morgen! Sehr erfolgreich. Strukturen! Strukturen und Menschen!“ Er hat nichts verstanden. Ausgehend von den eigenen Erfahrungen der Performerin als Regiehospitantin thematisiert die Lecture Performance die Funktionsweisen von Macht und Hierarchie am Theater. Mithilfe von Tagebucheinträgen und Sprachnachrichten erinnert sich die Performerin zurück an ihre Zeit am Berliner Ensemble. Die individuelle Geschichte verweist auf etwas Größeres, auf ein System: Wieso scheinen im Theaterbetrieb bestimmte autoritäre Praktiken und Dynamiken völlig akzeptiert zu sein? Wieso werden auf den Bühnen dieses Landes Fragen von Emanzipation und Pluralismus verhandelt, während es im Produktionsprozess oft ganz anders aussieht? Hannah Helbig hat bei Oliver Reeses »Der Theatermacher« hospitiert und weiß seitdem nicht, ob es empowernd oder problematisch ist, wenn sie sich selbst als Theatermacherin bezeichnet. Sie hat in Gießen Angewandte Theaterwissenschaft und Philosophie studiert und versteht Theater als Mittel der Kritik – und des Funs. Mit »Strukturen und Menschen – Tagebuch einer Hospitantin 2.0« gewann sie beim Körber Studio 2024 den Publikumspreis.

Pools

Die Videoperformance porträtiert drei touristisch genutzte Abbaugebiete: den Tagebau Hambach, das Tote Meer und das Lausitzer Braunkohlerevier. Durch Reiseberichte und ein davon inspiriertes Bewegungsrepertoire erzählt Marlene Helling von ihren Begegnungen mit diesen Orten. Es wird deutlich, wie Natur sowohl als Rohstoff als auch in Form von Tourismus zur Ware gemacht wird. Mit einer 3-Kanal-Panoramaprojektion, die postindustrielle Landschaften im Anthropozän erfahrbar macht, werden Parallelen zwischen den Abbaugebieten und wie wir auf Natur blicken und uns diese zu eigen machen, deutlich. Die gewaltigen Landschaftsbilder stehen im Dialog mit einem Körper, der dem Boden mit einer unmittelbaren Achtsamkeit zu begegnen versucht. Marlene Helling setzt sich in ihren Tanz- und Videoperformances mit sozialen, ökologischen und feministischen Themen sowie ortsspezifischen Gegebenheiten auseinander. Die Grundlage ihrer Arbeit sind Recherchen, die sie mit ihrem künstlerischen Team – der bildenden Künstlerin Marei Dierßen, dem Videokünstler Simon Vorgrimmler und Soundkünstler*in Juli Grönefeld – durchführt.

Mit Wirkung

Mit der Atmosphäre der Spaltung in Berlin, in der der Diskurs verworren wird und Definitionen politisiert werden, zielt die Veranstaltungsreihe ‚Mit Wirkung‘ darauf ab, Mittel der Solidarität anzubieten und Räume zum Zuhören, Lernen, Reflexion und Austausch zu schaffen. Konzentriert auf die Verbundenheit im Kampf gegen antimuslimischen Rassismus und Antisemitismus Mit Wirkung lädt das Publikum ein, sich mit verschiedenen Perspektiven, Fragen und Herausforderungen der Kämpfe auseinanderzusetzen.

«مِت ڤيركونغ» (تشارك): سلسلة فعاليات «ريلاكسد» حول مواضيع جادة
في ظل أجواء الانقسام في برلين، حيث الخطاب السائد مشوَّش والتعريفات مسيَّسة، تهدف سلسلة فعاليات «مِت ڤيركونغ» إلى طرح وسائل التضامن وإلى خلق مساحات للسمع والتعلم والتأمل والتبادل. مرتكزة على الروابط في النضالين ضد العنصرية تجاه المسلمين ومعاداة السامية، تدعو «مِت ڤيركونغ» الحضور إلى التفاعل مع رؤًى مختلفة، وتساؤلات، وتحديات متعلقة بتلك النضالات.
اللغة: اللغات الأساسية ستكون الإنكليزية والألمانية، لكن ستتوفر ترجمة فورية بالعربية أيضًا.

Sprache
Hauptsprachen sind Englisch und Deutsch.
Eine Simultanübersetzung in Englisch, Deutsch und Arabisch wird angeboten.

Kommende Veranstaltungen:
25.04.2025
the land speaks to me of something shared: a prayer for ancestral rhythms

Vergangene Veranstaltungen:
11.12.2024
Mit Denken
12.12.2024
Mit Sprechen
06.02.2025
Mit Machen 

Hinweise zur Barrierefreiheit

Bei Fragen zu Barrierefreiheit, meldet euch bitte bei Agnieszka Habraschka.

Agnieszka wird bei der Veranstaltung als Access Person anwesend sein und dich bei allen Fragen/Bedarfen rund um Barrierefreiheit unterstützen.

Genereller Hinweis zu Inhalt und sensorischen Reizen

In Mit Wirkung geht es um Antisemitismus und anti-muslimischen Rassismus in Deutschland.
An beiden Abenden wird es Essensgeruch von Essen geben, das vor Ort zubereitet wird.
Wir werden zu jedem Teil der Veranstaltungsreihe detaillierte Inhaltsangaben und Angaben zu sensorischen Reizen und Allergenen zur Verfügung stellen.

Relaxte Veranstaltung

Die Veranstaltungen finden in einer relaxten Athmosphäre statt.
Verschiedene Formen der Aufmerksamkeit sind willkommen. Es wird verschiedene Sitzmöglichkeiten, Stim Toys*, Decken, Getränke und Speisen (auch glutenfreie und vegane Alternativen) geben. Du kannst dich während der Veranstaltung bewegen, sitzend oder liegend teilnehmen, Stim Toys* benutzen. Du kannst dir selbstständig Pausen nehmen und jederzeit rausgehen, sowie wieder hereinkommen. 

Sitzmöglichkeiten
Stühle, Sitzsäcke, Sitzkissen, Teppiche

Rückzugsraum
Es gibt einen Rückzugsraum mit Sitzsäcken, Liegemöglichkeiten, sowie Decken und Stim Toys*.

*Stim Toys sind kleine, beruhigende Objekte wie Stressbälle, Knete oder Druckringe, die besonders neurodivergenten Menschen helfen, ihr Nervensystem zu regulieren.

Was ist eine relaxte Veranstaltung?
Relaxte Veranstaltungen orientieren sich am Format der Relaxed Performance und zielen darauf ab, Barrierefreiheit insbesondere für neurodivergente Menschen, Menschen mit chronischen Krankheiten/Schmerzen/Personen mit unsichtbaren Behinderungen anzubieten. Dabei wird Barrierefreiheit nicht nachträglich hinzugefügt, sondern ist Teil des Veranstaltungskonzepts. Sowie bei Theatervorstellungen, gibt es auch bei Veranstaltungen oft implizite Verhaltensregeln, die es neurodivergenten Menschen oder Menschen mit chronischen Krankheiten/Schmerzen schwer machen, uneingeschränkt teilzunehmen. Beispiele hierfür sind Erwartungen wie, still auf Stühlen zu sitzen, sich wenig zu bewegen oder keine selbstständigen Pausen zu nehmen. Solche Konventionen erschweren vielen Menschen die Teilnahme. Diese Regeln/Erwartungen sollen mit dem Format der relaxten Veranstaltung aufgehoben werden.

Zudem bieten relaxte Formate gerade bei emotional aufreibenden oder mit Trauma verbundenen Themen eine sensible Herangehensweise. Zu Beginn jeder Veranstaltung teilen wir mit euch verschiedene Körperübungen, die das zentrale Nervensystem beruhigen sollen und die ihr für euch oder als Gruppe miteinander ausführen könnt.

Räume und WC

Ein durchgehend zugänglicher, stufenloser und ebenerdiger Zugang (inkl. Bordsteinrampe) von der Straße zum Gebäude und zum Saal von einer Breite mit mind. 150 cm ist vorhanden. Die Bodenoberfläche im Hof ist leicht uneben.
Die meisten Vorstellungen finden im Saal statt, dieser ist ebenerdig.
Der Saal, wird durch eine 194 cm breite Doppeltür betreten. Dann gibt es eine zweite Doppeltür, die ein Eingangsmaß von 180 cm hat. Die dritte Flügeltür, durch die das Publikum in den Saal gelangt, ist 136 cm breit.
Es gibt keinen Aufzug.
Die Bar ist bei gutem Wetter ebenerdig im Hof, bei schlechtem Wetter leider nur über eine Treppe im ersten Stock zu erreichen. Diese Bar ist nicht für Rollstuhlfahrer*innen zugänglich. Es gibt 17 Stufen zwischen dem Erdgeschoss und dem ersten Stock.
Im Veranstaltungssaal/-bereich ist Platz für Rollstühle oder Rollatoren gegeben und es gibt die Möglichkeit der besonders geeigneten Platzreservierung und/oder den Saal vorzeitig zu betreten.

Barrierefreies WC
Es gibt eine rollstuhlgerechte Toilette im Erdgeschoss des Gebäudes. Der Zugang zu dieser Toilette erfolgt über den Flur und ist 198 cm breit. Der Eingang zur Toilette ist 79 cm breit.

Anfahrt

Die nächstgelegene Haltestelle ist U-Bahnhof Eberswalderstr.
Die U Bahn Station verfügt über einen Aufzug. Die U Bahn Station befindet sich an einer Kreuzung mit viel Auto-und Passant*innenverkehr.
Von dort aus führen Teile des Weges ins Ballhaus Ost über Kopf­steinpflaster.
Der Theatereingang ist durch den Torbogen im Hof des Hauses in der Pappelallee 15.

Parkplätze
In der Pappelallee befinden sich Parkplätze im öffentlichen Raum am Straßenrand. Das Theater kann keine eigenen Parkplätze anbieten.

the land speaks to me of something shared: a prayer for ancestral rhythms

Rhythmus reist, Rhythmus migriert, Rhythmus passt sich an, Rhythmus widersetzt sich. Künstler*in Anna Lublina und Musiker hoyah arbeiten mit Stepptanz, erweiterten Stimmtechniken und Live-Mixing, und stellen sich die Frage, was uns die politische und kulturelle Geschichte des diasporischen jüdischen Rhythmus (und seine Verkörperungen) in einer Zeit lehren kann, die von Polarisierung und Gewalt geprägt ist.

Anna Lublina und das Team sind allesamt Künstler*innen, die im Geiste der Doykeit versuchen, aus der Enge des Nationalismus zu fliehen.

Am 25.4. findet eine weitere Performance statt, als Teil von »Mit Wirkung. Eine Relaxed Veranstaltungsreihe über intensive Themen«

Dyke*haus Ost: Graduation

Nach einem Monat Training präsentieren die 13 Absolvent*innen der diesjährigen Dyke* High ihr Showcase und die heißeste Abschlussfeier, auf der du je gewesen bist. . . Denkt daran, Cash für eure Dykes* mitzubringen.

Magic Dyke* ist eine masc Dyke* Stripping- Gruppe in Berlin von und für Lesben, queere Frauen, nicht-binäre, trans, intersex und agender Menschen, die masc Stripping von Nicht-Cis-Männlichkeiten zeigt und Butches, Studs, Bois, Mascs und Genderfuckers eine Bühne gibt, um sich sexy zu fühlen in einer Welt, die ihnen sagt, dass sie es nicht sind. Seit Mai 2022 kreiert Magic Dyke* sensationelle Shows und bietet eine Party, die ein sicherer Raum für die SLINTA* (sapphic, lesbian, intersex, non-binary, transgender, agender) Community in Berlin ist. Eine sichere Türpolitik, die nicht aufgrund des Aussehens urteilt, eine von Sex Arbeiter*innen geführte SLINTA*ausschließlich-Darkroom, eine sex-positive Atmosphäre und das Bemühen, eine möglichst inklusive Umgebung zu schaffen. Durch sie bekommen die Leute Butches, Studs und andere Sapphics mit masc expression als sexy zu sehen, was ein Gefühl der Euphorie bei all jenen hervorruft, die sich mit Butchness identifizieren oder von ihr angezogen werden.

H O U S E R U L E S


Bitte beachten: Eintrittskarten sind keine Garantie für den Einlass und es gibt keine Rückerstattung, also lest bitte unsere Regeln, vor dem kaufen 😉 Es kann sein, dass ihr an der Tür gebeten werdet, eine oder mehrere dieser Regeln zu bestätigen.

INCLUSIVITÄT
Nehmt niemals das Geschlecht, die Pronomen oder die Fähigkeiten einer Person an. Lesbe* bedeutet nicht cis-lesbische Frau. Wir dulden keine rassistische, islamfeindliche, antisemitische, ableistische, fettfeindliche, TERF- oder SWERF-Ideologie.

ZUSTIMMUNG
Wir sind eine masc Str*pping Gruppe und haben unsere Körper für euch zur Schau gestellt. Wir werden an diesem Abend ein System haben, mit dem du den Dykes* deine Zustimmung geben oder nicht geben kannst, aber unter keinen Umständen solltest du die Magic Dykes* oder andere Leute ohne ihre ausdrückliche Zustimmung berühren. Dies führt zu deinem Ausschluss vom Veranstaltungsort.

SLINTA* SAFE SPACE
Wir werden eine eigene Tür haben, um sicherzustellen, dass SLINTA* (sapphics, lesbians, intersex, non-binary, trans, agender) bevorzugt behandelt werden. Bitte beachtet dies. Wenn ihr Bedenken habt, sich auf eine bestimmte Art und Weise zu präsentieren, braucht ihr das nicht zu tun! Unsere Tür diskriminiert nicht aufgrund des Aussehens, sondern nur, wenn du unsere Regeln nicht kennst, hasserfüllt gegenüber anderen bist oder zu betrunken bist. Bitte sag unserem Team oder dem Ballhaus Team, wenn du dich zu irgendeinem Zeitpunkt unwohl fühlst.

CORONA
Wir bitten und empfehlen euch, einen Corona-Test zu machen, um jeden in unserer Gemeinde zu schützen, und wenn ihr Symptome habt, zu Hause zu bleiben. Masken sind optional, werden aber empfohlen… Seid nicht ableistisch!

RAUCHVERBOT im Haus.
KEINE PHOTOS, KEINE VIDEOS.
KEINE KULTURELL APPROPRIATE KLEIDUNG ODER FRISUREN ERLAUBT.

Dinner for One

In „Ibsen Gespenster“ portraitierte das Markus&Markus Theaterkollektiv 2015 Margot, eine 81-jährige Frau, die ihren eigenen Tod mit einer Schweizer Sterbehilfeorganisation geplant hat. Das Kollektiv begleitete sie in ihren letzten Lebenswochen. Vor und nach den Drehs gab es zur Stärkung etwas zu Essen.
 
Zu diesen Essen lädt das Kollektiv nun ein. Aufgetischt wird, was damals aufgetischt wurde – dazu die behind-the-scenes Videos in Dauerschleife. Eine herzliche Einladung zu uns an den Tisch!

 

Das Markus&Markus Theaterkollektiv wurde 2011 von Studierenden der Szenischen Künste in Hildesheim gegründet (Lara-Joy Bues, Katarina Eckold, Markus Schäfer und Markus Schmans).
Zusammen steht das Kollektiv für eine ureigene Form dokumentarischen Theaters und leidenschaftliche Investigation.


INHALTSANGABE

Es wird das Thema Sterben, Sterbehilfe und Suizid verhandelt

To Mom, I want to …

Ausgehend von vier chinesischen Künstlerinnen und ihren Müttern erforscht das Dokumentartheaterstück ihre Diasporaerfahrungen und die Dynamik ihrer Gefühle und Wahrnehmungen von Heimat. Die Tendenz zur kulturellen Entglobalisierung spielt dabei genauso eine Rolle wie die Unsicherheit der Mobilität, die Spannung multipler Identitäten und die Neudefinition von Diaspora im zeitgenössischen Kontext.

Das in Berlin ansässige Kollektiv Nomadic Minutes besteht aus den Künstlerinnen CAO Kefei, ZHOU Niannian, ZHANG Deng und LIU ShiYu. Sie wurden in China in vier verschiedenen Jahrzehnten geboren, leben und arbeiten in Deutschland, sind aktiv für künstlerisches Schaffen und kulturellen Austausch zwischen den beiden Kontinenten. »To Mom, I want to« ist eine Ko-Kreation mit der in China und den USA lebenden Autorin und Dramaturgin Jiayun Zhuang.

 这部纪录剧场作品以四位中国艺术家以及与她们母亲的关系为核心,探讨她们的离散经验以及对家园情感和认知的动态变化。这是一个无法回避的两难问题:一方面是世界公民对单一归属感的疏离,另一方面是她们对母亲和家园深层而又复杂的情感。该作品揭示了个人如何不断跨越语言、时间和空间的边界,如何应对信息不对称和社会文化差异。面对文化去全球化的趋势,作品进一步思考流动性的不确定性、多重身份的张力,以及重新定义“离散“在当代背景下的意义。 

柏林剧场组合游牧分钟 由艺术家曹克非、周念念、张灯和刘诗雨组成。她们分别出生于中国不同年代,活跃于中德两地的创作和文化交流。对妈妈,我想 … 是与居住在中国和美国的编剧兼戏剧构作庄稼昀的共同创作。 

Im Anschluss an die Premiere am 10.05. findet ein Publikumsgespräch statt.

Kindheiten

Kinder aus Leipzig, Zürich, Duisburg und Berlin erzählen (von) sich selbst und über ihr Leben – mal erwartbar, mal überraschend, mal unangepasst. Gesprochen und gespielt werden die Texte von Erwachsenen. Es entsteht ein vielstimmiges und eigenwilliges Bild, in dem Fiktion und Wirklichkeit, Vergangenheit und Zukunft sich in der Gegenwart aufzulösen scheinen. Ein Abend, der versucht Kinder ernst zu nehmen und ihnen ihre eigene Perspektive zu lassen. 

vorschlag:hammer entwickeln seit 2009 als Kollektiv Theaterproduktionen. Ihr performatives Erzähltheater hat sich in den vergangenen Jahren für unterschiedlichste ästhetische Strategien geöffnet, zu visuell-atmosphärischen oder körperlorientierten Arbeiten. Dabei adaptieren sie sowohl frei bereits existierende Stoffe oder entwickeln recherchebasierte Inszenierungen zu immer neuen Themenfeldern.

Talkhaus Ost: SYMPOSIUM

SYMPOSIUM ist weder eine Konferenz noch ein Künstlergespräch. SYMPOSIUM ist ein Abend experimenteller Lecture-Performances, kuratiert von Presentation Club. SYMPOSIUM heißt professionelle und nicht-professionelle Performer gleichermaßen willkommen, um die Slideshow als Medium zweckzuentfremden und neu zu interpretieren — um Nischeninteressen zu teilen, einen Crush zu verführen, mit Wissen zu tanzen, eine neue Persona zu erfinden, den Faden zu verlieren, zu Tränen zu rühren oder etwas frei zu erfinden. Dafür haben sie jeweils 15 Minuten Zeit, ganz gleich, ob sie diese mit spielerischem Überschwang oder großer Ernsthaftigkeit angehen.

 

SYMPOSIUM wird von Miriam Woodburn, Dora Dubber und Nelya Ahmia kuratiert und veranstaltet und geht aus ihrer Veranstaltungsreihe »Presentation Club« hervor, die eine Plattform für 10-minütige PowerPoint-Präsentationen zu Nischenthemen schafft.

 

Confronting the Shadow

Die Inszenierung »Confronting the Shadow« von der ukrainischen Regisseurin Tamara Trunova entsteht als Koproduktion zwischen dem Left Bank Theatre in Kyiv und dem Performing Exiles Festival. Die Arbeit ist der Versuch, Abwesenheit darzustellen und zu thematisieren.

 

Im Rahmen von Performing Exiles** 19.-28.6. im Haus der Berliner Festspiele, am HAU – Hebbel am Ufer sowie im Ballhaus Ost.** Das internationale und interdisziplinäre Festival der Berliner Festspiele versucht, diasporische Lebenswelten in der Stadt Berlin sichtbar zu machen und geht der Frage nach, was der Begriff Exil heute bedeutet.

TRUEMMER

In ihrer neuen Arbeit »TRUEMMER« erkunden Jan Koslowski und Marlene Kolatschny gemeinsam mit dem Ensemble die Idee des Kaputten, des Übriggebliebenen, des Abtragens von Resten und des Verlustes.

Jan Koslowski, Regisseur und Autor, und Marlene Kolatschny, Dramaturgin und Autorin, verbindet eine langjährige Freundschaft und Zusammenarbeit. In ihrer neuen Arbeit »Trümmer« erkunden sie gemeinsam mit dem Ensemble die Idee des Kaputten, des Übriggebliebenen, des Abtragens von Resten und der Erfahrungs des Verlustes. Ausgehend von dem DEFA-Dokumentarfilm Martha (1978, R: Jürgen Böttcher) nimmt »Trümmer« die Figur der Trümmerfrau in den Blick: Welche Vorstellungen und Konstruktionen bündeln sich in dieser Gestalt, der es durch ihre tüchtige Arbeit gelingt, aus Schutt etwas Neues, Brauchbares zu gewinnen und Zerstörtes wieder auferstehen zu lassen?

2 ½ Krähen

Theater (12+) Die Krähen sind gespalten. Wo heute die Elbe fließt, trennte einst ein großer Gletscher die Population der europäischen Aaskrähen in zwei Entwicklungslinien. Das ist lange her. Die Eiszeit ist Geschichte. Trotzdem kommen Rabenkrähen im Westen und Nebelkrähen im Osten nicht wirklich zusammen. Mischbruten sind selten. Lieber nisten und schwärmen sie mit ihresgleichen. Noch immer klingt das »krah« der einen heller und metallischer als das heisere »krarr« der anderen, bedeuten auch gleich klingende Rufe oft Verschiedenes. Da trägt man ein schwarz-graues Federkleid, während man sich dort schwarz stylt. Alle registrieren mit schräg gelegtem Kopf sorgfältig die Unterschiede und wischen mit schnellem Flügelschlag über Verbindendes hinweg. Dennoch zelebrieren die Krähen alljährlich die Gletscherschmelze. Auf beiden Seiten des Flusses proben sie den gemeinsamen Festakt. Das Publikum ist eingeladen mitzufeiern. Auf grünen Indoor-Auen lagernd, gerät es dabei mitten hinein in ein Spannungsfeld aus Hörensagen, Zuschreibungen und Selbstbildern. Was hindert uns daran, die Spaltung aufzubrechen? Was braucht es, um diese harte Nuss zu knacken? Pick-pick! Sebastian Mauksch & Team entwickeln Theater als Erlebnis- und Erfahrungsraum für Kinder und Jugendliche. Im Zusammenspiel aus Schauspiel, Tanz, Text, Bildenden Künsten, Sound und Technik erkunden sie mit dem Publikum gesellschaftliche Fragen und laden dazu ein, eigene Haltungen und Handlungen zu erproben.

Sommerfest

Zum Abschluss der Spielzeit laden wir alle Künstler*innen, Nachbar*innen und das Publikum herzlich ein, mit uns in die Sommerpause zu starten.

ab 16:00 Kaffee, Kinderprogramm und Eis
17:00 Führung durch Haus, Friedhofspark und Geschichte
ab 18:00 Musik und Überraschungen

Eintritt frei und Essen gegen Spende.

Beim Kleidertausch können schöne, aber ungetragene Lieblingsstücke oder abgespielte Kostüme neue Besitzer*innen finden. (Bitte bringt maximal 5 Teile mit, frisch gewaschen.)

Wir freuen uns sehr, wenn Sie und ihr dabei seid! Eine Anmeldung ist nicht notwendig.