. . . in the dark, starry sky in the middle of the sea — still mirroring water — I cannot tell where the line is between sea and sky; looking into my own eyes, I see both reality and fantasy reflecting back at me . . .
Ich habe mehrere meiner Ichs getroffen: Ich bin also nie allein; ich bin nicht nur ein Ding, ich bin nicht nur mein Körper. Ich bin ein Fragezeichen. »ANAL.IZANDO« existiert innerhalb dieses ____?____ als eine kontinuierliche Transformation durch nicht-binäre Figuren – mythologische, technologische, körperliche und nicht-körperliche – als Projektionen meines utopischen Bewusstseins. In einem konstanten Zustand des Werdens schwingt sie in einer Ekstase eines vielschichtigen Ichs. Diese Solo-Performance umreißt das komplexe und paradoxe Bestreben, einen konstanten Zustand der Veränderung, der Reflexion, des Schattens, der Ekstase und meines Fragezeichens zu umarmen, und gleichzeitig Lust in die Geschichten zu schreiben, die wir über Transformation und Werden erzählen.
ronald berger ist Tänzer:in und Performer:in, non-binär, aus Costa Rica und lebt in Berlin. Die Verbindung zur Natur und ihren performativen Qualitäten, haben ronald geprägt. Der Konflikt zwischen xieser Sexualität und dem stark katholischen, chauvinistischen Kontext xieses Heimatlandes inspiriert Debatten, Analysen und Fragen nach sozialem Verhalten.
H I N W E I S:
Das Stück befasst sich unter anderem mit Themen der Sexualität und enthält Darstellungen von Nacktheit.
In dieser Vorstellung werden Stroboskopeffekte genutzt.
Planet Lubunya ist eine queere Sci-Fi Theaterproduktion mit verschiedenen Performance-Praktiken und Live-Musik. Eine kritische Weltraumreise, die die Ränder der Normativität auf der Suche nach der ultimativen Utopie mit Humor umzüngelt.
Das Projekt wurde von İrem Aydın (Berlin) und Efe Durmaz (İstanbul) im Jahr 2020 als Format für digitale Solidarität zwischen queeren Menschen in der Türkei und Deutschland initiiert. Jetzt startet es als Theaterproduktion mit (hauptsächlich) Berliner Künstler:innen und ist auf dem Weg zu interstellaren Kollaborationen mit Kreativen aus einer Vielzahl von Orten.
Ein Kleinstadtsvolksfest wird zum queeren Musical: die Verkäuferin und aufstrebende Sängerin Milena und die professionelle Rennfahrerin Anna – ehemals beste Freundinnen, beide inmitten ihrer Quarterlife Crises – treffen nach langer Funkstille aufeinander und müssen die Verletzungen und die Nostalgie rund um ihre Freundinnenschaft während der Wahl zur Gasoline Queen unter einen Hut bringen.
cmd+c wurde von dem Paar Marina Prados und Paula Knüpling mit dem Anliegen gegründet, queere Strukturen vor und hinter der Bühne zu schaffen und sich fair, respektvoll und kreativ auseinanderzusetzen. Arbeiten waren bereits an der Volksbühne, der Schaubude und dem Ballhaus Ost zu sehen, zuletzt »Ladybitch – ein Theaterabend über den Untergang Franz Kramers«
Sechs Performer:innen tauschen ihre Biografien untereinander. Biografien als Texte und Haltungen, die in unseren Körpern gespeichert sind. Ein Kiefer tanzt die Haltungschoreo vom Aufstiegswillen, ein Rückrad hat die perfekte Schamdrehung verinnerlicht. Jeder Lebenslauf ist ein singuläres Narrativ, das uns nie nur alleine gehört.
Das Performancekollektiv SEE! (SE Struck, Alexandra Knieps) aus Köln entwickelt seit 2005 hybride Performanceformate und inszeniert mit autarker Formensprache offene Netzwerke, die auf Theaterbühnen und im urbanen sozialen Kontext immer die Vergemeinschaftung und Teilhabe thematisieren. Am Ballhaus Ost waren sie das erste Mal 2018 mit »ok panik« und zeigten zuletzt das Tanzsolo »Sonderbare IRRE«, das bereits ihre dritte Einladung zum Theaterfestival FAVORITEN war.
„Wer sagt eigentlich, was krank ist – und was gesund? Als Götter in Weiß hinterfragen das Kollektiv vorschlag:hammer und das Theater Hora vermeintliche Gewissheiten des Gesundheitswesens – und haben dabei viel Spaß.“ (Valeria Heintges, nachtkritik.de)
H I N W E I S:
Die Vorstellung findet mit verdunkeltem Zuschauerraum statt und es wird über die Themen Krankenhaus, Operation und Tod gesprochen.
Nominiert für die National Dance Awards 2021 gibt die intime Performance einen Einblick in die glänzende und schweißtreibende Zerrissenheit des Lebens, gleichzeitig mit Scham und Stolz zu leben.
H I N W E I S :
Das Stück ist Publikum ab 16 Jahren empfohlen. Es finden darin Darstellungen von Kink-Erfahrungen, Erstickung, Demütigung, dominantem Verhalten und expliziter Sexualität und Sprache statt und es werden Fremdheitsgefühle beschrieben. Teil der Vorstellung sind laute Geräusche, blinkende Lichter und sexy Menschen mit Behinderung.
Führt uns die Klima- und Coronakrise unsere Fragilität vor Augen, experimentieren Sebastian Blasius und seine Kompliz:innen in fünf prototypischen Etüden mit einem Theatermodell, das von eben diesen Erfahrungen ausgeht: Was sind die Potenziale eines ‚Theaters des Unsouveränen‘?
Der Regisseur, Choreograph und Theaterwissenschaftler Sebastian Blasius (*1979) realisiert Projekte an der Schnittstelle von darstellender, bildender und akustischer Kunst. Am Ballhaus Ost zeigte er zuletzt »Die Räuber der Geschichte«.
Am 25.11.2022 findet im Anschluss an die Vorstellung mit dem Team das Gespräch »Vom Versuch, Theater von Fragilität ausgehend zu denken« statt, moderiert von Dr. Marcus Quent (Universität der Künste, Berlin).
»Sexy Straight White People« ist eine Theaterperformance über die Macht von Geschlechteridentitäten. vT.corp fordern Seh-, Lebens- und Sexualgewohnheiten heraus, um die Lebensweisen und Liebesformen des Mainstream zu hinterfragen.
Hannah Müller und Max Gadow sind ein sexy white artist couple aus Hamburg. Seit 2015 unter dem Namen virtuellestheater bekannt und mit Beginn 2020 verschmolzen zu vT.corp, sind sie am Ballhaus Ost bereits ein eingespieltes Team. Zuletzt luden sie dort im Rahmen von »It’s about time« Freund:innen ein, mit ihnen Zeit zu verbringen. Ganz nah am Zeitgeist und überaus versiert in der Transformation zwischen den Künsten, bilden ihre Performances Hybride aus Videokunst, Darstellenden Künste, Musik und Ausstellung.
13 queere Künstler:innen entwickeln eine Sammlung von multi-medialen Kunstwerken – eine EP, ein Buch, Filme, ein Online-Archiv und ein Live-Event – als Antwort auf die queere Sprache Damiá und die politischen und künstlerischen Fragen, die sie aufwirft.
Das Werk ist digital über ein Website-Archiv – www.queertongue.com – und in limitierter Auflage in analogen Formaten erhältlich. Am 02. Dezember 2022 wird die EP online veröffentlicht.
Es war einmal ein Fan aus Thüringen. Der war verzaubert von einer berühmten Tennisspielerin aus Westdeutschland. Doch eines Tages erschien eine fiese, stöhnende Gegnerin aus Jugoslawien auf der Bildfläche…
Das Stück erzählt die Geschichte des Attentats auf die Tennisspielerin Monica Seles im Kontext der globalen politischen Geschehnisse Anfang der 1990er Jahre und sucht Auswege aus den medialen Märchen von Gut und Böse, Ost und West, Täter und Opfer.
Im Zentrum der Regiearbeiten von Demjan Duran steht die Auseinandersetzung mit seinem Geburtsland Jugoslawien. Anhand des Forschens in der Vergangenheit gräbt er Themen ins und fürs Heute hervor, und setzt sie in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext. »Ein Fan aus Thüringen« ist sein erstes Stück in Berlin.