New Year, New Breakdown Die Suche nach der eigenen Identität und Zugehörigkeit ist viel komplexer als dieses eineinhalbstündige Stück über eine katalanische Schauspielerin, die ihren Traum in Berlin verfolgt (eine einzigartige Geschichte, we know). In »Mummy, Daddy & Other Issues« wird dieser Versuch in nur 80 Minuten unternommen – zugegeben: mit ungewissem Erfolg, aber immerhin mit viel Humor. Wir begegnen @thereal_nuriafrias, schwankend zwischen Selbstironie und dem Wunsch, endlich anzukommen, in diesem autofiktionalen Theaterstück. Sie erzählt von ihren Eltern, Ex-Partner*innen, kulturellen Missverständnissen und der Erkenntnis: Wer keine Issues mit seiner Mutter hat, bekommt sie spätestens mit der deutschen Bürokratie.»Mummy, Daddy & Other Issues« ist eine satirische, persönliche Komödie über das Aufwachsen zwischen Kulturen, Erwartungen und den eigenen inneren Monstern. Und warum sich Zuhause manchmal wie ein sicherer Ort anfühlt und manchmal wie ein kaltes Bürgeramt. Núria ist Schauspielerin, Theatermacherin und Designerin aus Barcelona und lebt seit 2018 in Berlin. Durch Text, Physical Theater und audiovisuelle Sprache erforscht ihre Arbeit mit Humor den intimen Raum zwischen Menschen und die Absurditäten des Alltags. CALa recerca de la identitat pròpia i pertinença és molt més complexa que aquesta obra d’una hora i mitja sobre una actriu catalana que persegueix el seu somni a Berlín (una història molt original, we know). A »Mummy, Daddy & Other Issues«, aquest intent es fa en només 80 minuts, amb un èxit incert, és cert, però almenys amb molt d’humor. En aquesta obra d’autoficció, coneixem la @thereal_nuriafrias, que oscil·la entre l’autoironia i el desig d’arribar finalment a un lloc on deixar-se caure. Parla dels seus pares, exparelles, malentesos culturals i de la presa de consciència que, si no tens Issues amb la teva mare, els tindràs amb la burocràcia alemanya, més tard.»Mummy, Daddy & Other Issues« és una comèdia satírica i personal sobre créixer entre cultures, expectatives i els propis dimonis interiors. I sobre per què la llar a vegades se sent com un lloc segur i d’altres com una freda oficina de registre municipal. Una vetllada sobre el caos, la pertinença i la pregunta: Realment ho hem de tenir tot sota control tot el temps?
Archiv: Produktionen
Es ist gleich vorbei
Was haben eine Affenmaske, eine Singende Säge und Skaten miteinander zu tun? Was verbindet Audre Lorde und John Cage? Wer ist relativ jung, hat ein großes Herz und Knochen wie ein Vogel? Und wie sortieren Sie eigentlich Ihre Bücher? Etwa nach der Größe? Carlos Franke versucht eine ganz persönliche Sortierung: Nicht bloß der Bücher, sondern des ganzen Lebens. Carlos Franke spielt Theater und singende Säge, entwirft Licht, Klang und Spezialeffekte, konzipiert, schreibt und probt, stellt dar und steht da. Nach Abbruch von Studien in Physik, Philosophie und Musikwissenschaft gilt sein Interesse heute menschlichen und nichtmenschlichen Interaktionen in Theater, Tanz und anderswo. Er lebt in Gießen und schließt gerade mit dem Stück »Eins-eins-solo« ein Studium am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft ab. Nach ärztlichen Angaben ist er »relativ jung« (2021) und hat ein großes Herz.
Faulpelz
Ich sehe mich von oben: ich liege auf einem Sofa und habe Faulpelz an. Es ist kuschelig, warm und hat schöne Muster in blau, grün und weiß. Ich möchte ihn mit meiner Hand berühren, aber die kleinen Köpfe der Pilze entweichen mir. Ich liege auf dem Sofa und warte… warte, bis ich was werde. Das Fenster darf ich aber nicht öffnen, da das Wachstum des Schimmels eine bestimmte Luftfeuchtigkeit braucht. Und so liege ich und warte, bis aus mir was wird – vielleicht Penicillin, Salami oder Camembert. Die Performance beschäftigt sich mit der Geschichte der Faulheit einer moralischen Einheit, die nur in deren Beziehung zur Arbeit sichtbar wird. Faul ist man nicht dann, wenn man was tut, sondern dann, wenn man was nicht tut.In ihrer Soloperformance setzt sich die Künstler*in Arnita Jaunsubrēna mit eigener Produktivität auseinander, die durch chronische Erkrankung abgenommen hat. In dem Geiste von Lecture Performance konfrontiert sie sich mit der Scham und gesellschaftlichen Erwartungen. Sie erzählt persönliche Geschichten und untersucht Arbeitstiere aus eigener Familie, redet über Schimmel und Kompost und untersucht den Arbeitszwang des Staates. Am Ende findet sie Zuflucht in der Ruhe der Faultiere. Wo finden wir Platz für Fehlern, Pausen und Veränderungen in der westlichen Arbeitskultur? almost good (LV/DE) ist das Solo Kollektiv von Arnita Jaunsubrēna. Die Künstlerin lebt in Berlin, studierte im unabhängigen Lettland und wuchs im Lettland der 80er auf, als Teil der Sowjetunion. Seit 2015 lebt Arni in Berlin. almost good wurde Anfang 2023 gegründet, als Versuch die Kunst als einen Prozess, in dem Perfektion nicht die oberste Priorität hat, zu begreifen. Mit almost good möchte Arnita Jaunsubrēna sich selbst Mut machen die Kunst als Beruf nicht aufzugeben, nur weil man chronisch krank ist und neue Arbeitswege finden muss, um mit der Krankheit und dadurch bedingten Unfähigkeiten umzugehen.
Strukturen und Menschen – Tagebuch einer Hospitantin 2.0
Der Regisseur kommt herein und sagt laut in den Raum: „Ich hatte schon zwei Stunden Sitzung heute Morgen! Sehr erfolgreich. Strukturen! Strukturen und Menschen!“ Er hat nichts verstanden. Ausgehend von den eigenen Erfahrungen der Performerin als Regiehospitantin thematisiert die Lecture Performance die Funktionsweisen von Macht und Hierarchie am Theater. Mithilfe von Tagebucheinträgen und Sprachnachrichten erinnert sich die Performerin zurück an ihre Zeit am Berliner Ensemble. Die individuelle Geschichte verweist auf etwas Größeres, auf ein System: Wieso scheinen im Theaterbetrieb bestimmte autoritäre Praktiken und Dynamiken völlig akzeptiert zu sein? Wieso werden auf den Bühnen dieses Landes Fragen von Emanzipation und Pluralismus verhandelt, während es im Produktionsprozess oft ganz anders aussieht? Hannah Helbig hat bei Oliver Reeses »Der Theatermacher« hospitiert und weiß seitdem nicht, ob es empowernd oder problematisch ist, wenn sie sich selbst als Theatermacherin bezeichnet. Sie hat in Gießen Angewandte Theaterwissenschaft und Philosophie studiert und versteht Theater als Mittel der Kritik – und des Funs. Mit »Strukturen und Menschen – Tagebuch einer Hospitantin 2.0« gewann sie beim Körber Studio 2024 den Publikumspreis.
Pools
Die Videoperformance porträtiert drei touristisch genutzte Abbaugebiete: den Tagebau Hambach, das Tote Meer und das Lausitzer Braunkohlerevier. Durch Reiseberichte und ein davon inspiriertes Bewegungsrepertoire erzählt Marlene Helling von ihren Begegnungen mit diesen Orten. Es wird deutlich, wie Natur sowohl als Rohstoff als auch in Form von Tourismus zur Ware gemacht wird. Mit einer 3-Kanal-Panoramaprojektion, die postindustrielle Landschaften im Anthropozän erfahrbar macht, werden Parallelen zwischen den Abbaugebieten und wie wir auf Natur blicken und uns diese zu eigen machen, deutlich. Die gewaltigen Landschaftsbilder stehen im Dialog mit einem Körper, der dem Boden mit einer unmittelbaren Achtsamkeit zu begegnen versucht. Marlene Helling setzt sich in ihren Tanz- und Videoperformances mit sozialen, ökologischen und feministischen Themen sowie ortsspezifischen Gegebenheiten auseinander. Die Grundlage ihrer Arbeit sind Recherchen, die sie mit ihrem künstlerischen Team – der bildenden Künstlerin Marei Dierßen, dem Videokünstler Simon Vorgrimmler und Soundkünstler*in Juli Grönefeld – durchführt.
Masc4Masks
Masc4Masks ist eine vollständig maskierte und masc-geprägte Stripshow mit euren liebsten Dyke*-Tänzer*innen! Tests und Masken sind für den Besuch verpflichtend. Beides ist bei Bedarf auch vor Ort erhältlich. Alle sollen die Butch-, Stud- und Masc-Freude von MD* genießen können – einschließlich unserer immungeschwächten queeren Cuties. Diese Show ist für euch! Denkt daran: Jede Art von Sicherheit ist sexy 🫦 Magic Dyke* ist eine masc Dyke* Stripping-Gruppe in Berlin von und für Lesben, queere Frauen, nicht-binäre, trans, intersex und agender Menschen, die masc Stripping von Nicht-Cis-Männlichkeiten zeigt und Butches, Studs, Bois, Mascs und Genderfuckers eine Bühne gibt, um sich sexy zu fühlen in einer Welt, die ihnen sagt, dass sie es nicht sind. Seit Mai 2022 kreiert Magic Dyke* sensationelle Shows und bietet eine Party, die ein sicherer Raum für die SLINTA* (sapphic, lesbian, intersex, non-binary, transgender, agender) Community in Berlin ist. Eine sichere Türpolitik, die nicht aufgrund des Aussehens urteilt, eine von Sex Arbeiter*innen geführte SLINTA*ausschließlich Darkroom, eine sex-positive Atmosphäre und das Bemühen, eine möglichst inklusive Umgebung zu schaffen. Durch sie bekommen die Leute Butches, Studs und andere Sapphics mit masc expression als sexy zu sehen, was ein Gefühl der Euphorie bei all jenen hervorruft, die sich mit Butchness identifizieren oder von ihr angezogen werden.
Hue & Heat: A BIPOC Night
Hue & Heat, ist ein Abend exklusiv für ein SLINTA*-BIPOC-Publikum und Performer*innen (Schwarze, Indigene und People of Color). Dieser Abend schafft einen Raum, in dem queere, sinnliche, rassifizierte Körper im Mittelpunkt stehen und sich gegenseitig bezeugen – jenseits des normativen weißen, westlichen Blicks. Kommt bereit, euch sexy zu fühlen, gelebte Erfahrungen zu feiern und euch kollektiver Lust hinzugeben ❤️🔥 Magic Dyke* ist eine masc Dyke* Stripping-Gruppe in Berlin von und für Lesben, queere Frauen, nicht-binäre, trans, intersex und agender Menschen, die masc Stripping von Nicht-Cis-Männlichkeiten zeigt und Butches, Studs, Bois, Mascs und Genderfuckers eine Bühne gibt, um sich sexy zu fühlen in einer Welt, die ihnen sagt, dass sie es nicht sind. Seit Mai 2022 kreiert Magic Dyke* sensationelle Shows und bietet eine Party, die ein sicherer Raum für die SLINTA* (sapphic, lesbian, intersex, non-binary, transgender, agender) Community in Berlin ist. Eine sichere Türpolitik, die nicht aufgrund des Aussehens urteilt, eine von Sex Arbeiter*innen geführte SLINTA*ausschließlich Darkroom, eine sex-positive Atmosphäre und das Bemühen, eine möglichst inklusive Umgebung zu schaffen. Durch sie bekommen die Leute Butches, Studs und andere Sapphics mit masc expression als sexy zu sehen, was ein Gefühl der Euphorie bei all jenen hervorruft,die sich mit Butchness identifizieren oder von ihr angezogen werden.
Gripless Glory
Magic Dyke* präsentiert Gripless Glory mit ihrer eigenen Interpretation von Oil-Wrestling. Dieser Abend rückt die gesamte SLINTA*-Community ins Zentrum, wenn unsere Performer*innen – eingeölt und geschmeidig – gegeneinander antreten. Nicht nur Strip und Tanz erwarten euch, sondern auch Backstories, Beef und Bronze. Wer wird am Ende der Nacht gekrönt? Es gibt nur einen Weg, es herauszufinden 🏆 Magic Dyke* ist eine masc Dyke* Stripping-Gruppe in Berlin von und für Lesben, queere Frauen, nicht-binäre, trans, intersex und agender Menschen, die masc Stripping von Nicht-Cis-Männlichkeiten zeigt und Butches, Studs, Bois, Mascs und Genderfuckers eine Bühne gibt, um sich sexy zu fühlen in einer Welt, die ihnen sagt, dass sie es nicht sind. Seit Mai 2022 kreiert Magic Dyke* sensationelle Shows und bietet eine Party, die ein sicherer Raum für die SLINTA* (sapphic, lesbian, intersex, non-binary, transgender, agender) Community in Berlin ist. Eine sichere Türpolitik, die nicht aufgrund des Aussehens urteilt, eine von Sex Arbeiter*innen geführte SLINTA*ausschließlich Darkroom, eine sex-positive Atmosphäre und das Bemühen, eine möglichst inklusive Umgebung zu schaffen. Durch sie bekommen die Leute Butches, Studs und andere Sapphics mit masc expression als sexy zu sehen, was ein Gefühl der Euphorie bei all jenen hervorruft,die sich mit Butchness identifizieren oder von ihr angezogen werden.
A Good Year (Escho / CPH) feat. Late Verlane
YETZE Casino Nights ist eine neue Konzertreihe im Nordosten der Stadt. Zum Frühlingsanfang geht’s los mit A Good Year (Escho) aus Kopenhagen, die am 21. März ihren Hybridsound aus Indiepop & Electronica zum ersten Mal live in Deutschland präsentieren – und mit Late Verlane noch einen Special Guest dabeihaben. Schon mit ihren allerersten Tracks haben A Good Year (Albert Hildebrand & Tobias Laust) aus Kopenhagen die aktuell so umtriebige Indie- und Alternative-Szene ihrer Heimatstadt aufgemischt und dabei auch neue Schwerpunkte ins Spiel gebracht: Pop-Understatement trifft auf filmische Arrangements, indem sich das Duo nahtlos zwischen Electronica und akustischen Indie-Sounds bewegt, über Gitarren, Rimshots & Co. auch viel Raum für (oftmals weibliche) Gastvocals lässt. Auf ihre erste Single »YSL«, aufgenommen mit Horse Vision, ließen sie zuletzt unter anderem »Dealerz« (mit Quiet Light & Late Verlane) sowie »Push & Pull« (mit Helena Gao) folgen. Für die allererste Deutschlandshow im temporären YETZE Casino bringen sie spezielle Visuals und mit Late Verlane auch einen musikalischen Bonus-Gast als ihr +1 mit. Doors: 19.00 Uhr A Good Year auf YouTube >> YETZE Casino Night #2: Blurry Records Label Night | Maresz presents »TASTE« | ronja (Roomer) | RIP Swirl (DJ) | 16.4.
Verletzt – FLINTA*-Körper zwischen Funktionserwartungen und medizinischer Praxis
Wie geht es Körpern, die im Sport oder auf der Bühne besonders gefordert sind? Akteur*innen aus Sport, Theater und Medizin sprechen über Schmerzen, Heilung und Leistungsanforderungen, über Zugehörigkeit und Ausschluss. Wer darf mitmachen, wer wird übersehen? Im Fokus stehen Fragen von Fürsorge und Verletzbarkeit, medizinischer Praxis und sozialer Wirklichkeit – und von Körpern zwischen Anpassung, Widerstand und Sichtbarkeit.