Die Geschichte einer Stunde

Ein Silent Piece in drei Teilen
von Kate Chopin, mit Motiven aus Charlotte Perkins Gilmans Kurzgeschichte »Die Gelbe Tapete«
Marie Schleef | Jule Saworski | Anne Tismer





© Hendrik Lietmann

Premiere 13. Januar 2022
14. | 15. | Januar 2022
jeweils 20.00 Uhr
16. Januar 2022
18.00 Uhr

13. und 15. Januar mit deutschen, 14. und 16. Januar mit englischen Übertiteln

15 | 10 Euro
(Nur personenbezogene Onlinetickets, keine Abendkasse. Zusätzlich zum Basis-Ticketpreis werden durch den Anbieter Reservix beim Ticketkauf 10% VVK-Gebühr und 2,- Euro Servicegebühr erhoben. Weitere wichtige Informationen zum Vorstellungsbesuch hier.)
Karten

>>>English

Die Geschichte einer Stunde erzählt von Louise Mallard, die vom plötzlichen Unfalltod ihres Mannes erfährt. Ein Zugunglück soll es gewesen sein. Sie bekommt die Nachricht von ihrer Schwester Josephine überbracht – sehr vorsichtig, leidet Louise doch angeblich an einer Herzschwäche. Sie bricht in Tränen aus und sperrt sich ins Schlafzimmer ein. Dort überkommt Louise plötzlich ein ungewohntes Gefühl.
In einer Zeitspanne von genau sechzig Minuten entfaltet und begrenzt Kate Chopin die Utopie einer selbstbestimmten Verwandlung. Die 1894 erschienene Kurzgeschichte ist ein bisher wenig bekanntes Beispiel im Schreiben der amerikanischen Autorin, das nun zur deutschsprachigen Erstaufführung gebracht wird. Für Marie Schleef und ihr Team wird die Kurzgeschichte in Form eines einstündigen Silent Piece zur Grundlage für die Vermessung neuer Erzähl- und Traumräume ohne das gesprochene Wort. Damit schließt das künstlerische Team an Experimente mit visuellen und performativen Erzählformen in den beiden vorausgegangenen Arbeiten an: Nach der Romanadaption von »Die Fahrt zum Leuchtturm« (Volksbühne Berlin, 2018) und der zum 58. Berliner Theatertreffen eingeladenen gemeinsamen Arbeit von Marie Schleef, Jule Saworski, Anne Tismer und Laura AndreßName Her (Ballhaus Ost, 2020) – vollendet Die Geschichte einer Stunde | The Story of an Hour die von Marie Schleef konzipierte Trilogie rund um Räume der Emanzipation, in der Zeit- und Literaturgeschichte auf vergessene, neue Möglichkeitsräume untersucht werden.

Dauer: 1 Stunde
Ohne Lautsprache, mit Übertiteln

Entwicklung Bewegungssprache, Performance und Kostüm Anne Tismer (>>>NEWSTARDANCECOMPANY – MAASA) Idee, Konzept und Regie Marie Schleef Konzept, Bühnenbild und Video Jule Saworski Dramaturgie und Übersetzung Hannah Schünemann Kamera und Schnitt Hendrik Lietmann Licht Leander Hagen Video-Operator, Inspizienz und Superman Ruben Müller Künstlerische Produktionsleitung Michiko Günther und Ayako Toyama Animationsassistenz und Schnitt Anna Luisa Schmid Bühnenbildassistenz Chloe Lovick Kelly Bau Bühne Jörg Fischer Projektberatung Anna Bergel Online und Printmedien Tania Schleef Kommunikation und Netzwerk Wiebke Jahns Übersetzung ins Englische für Kommunikation und Recherche Cameron Seglias

Eine Produktion von Marie Schleef und Team in Kooperation mit dem Ballhaus Ost Berlin sowie in Koproduktion mit dem Kosmos Theater Wien. Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa und die Stiftung Frauen in Europa / TuWas – Stiftung für Gemeinsinn.