#327 Liquid Ecstasy

Max Gadow | virtuellestheater





© Thomas Lenden

22. | 23. April 2020
jeweils 20.00 Uhr

15 | 10 Euro
Karten

>>>English

Liquid Ecstasy ist ein allegorischer Performance-Essay, der über die Möglichkeiten spekuliert, zu einem ursprünglichen Zustand der fließenden Gleichheit zwischen allen Lebensformen zurückzukehren. Es ist eine Erforschung der Beziehung zwischen Menschen und den Flüssigkeiten, die sie umgeben und durchströmen. Es enthüllt die den Menschen innewohnende Angst vor dem Wasser und ihre Besessenheit, es zu zähmen und einzudämmen. Es ist eine rituelle Ode an die Liquidität, erwirkt durch die Transformation des Selbst – in der Hoffnung auf eine flüssige Zukunft und eine Hingabe an ozeanische Gefühle.
Die multimediale Performance erinnert an die Ordnung eines Gottesdienstes und erschließt die Bereiche der Meditation. Mit wenig Handlung und viel Raum zum Nachdenken lädt es zum Verweilen und Abschweifen ein, während atmosphärische Wassergeräusche, pochende Bassdrums oder die verführerische Stimme von Sasa Hara zu hören sind.

Max Gadow (*1989) ist freischaffender Künstler und Theatermacher. Nach dem Studium der Schauspielregie an der HfS Ernst Busch in Berlin studierte er den Masterstudiengang DAS Theatre an der Kunsthochschule in Amsterdam. In seiner Arbeit fokussiert er sich auf die Untersuchung westlicher Mythen und Machtstrukturen und leitet aus diesen performative Vorgänge ab, die dann Teil der Arbeiten von virtuellestheater werden. Die Formate reichen hierbei von Rauminstallationen über Workshops zu Bühnen-Inszenierungen. Popkultur, neue Medien und Technologien werden in diesen Arbeiten regelmäßig mit kanonisiertem Kulturgut hybridisiert und es entstehen meist offene, kaum wiederholbare Formate, die sich aller Mittel der Kunst bedienen.
virtuellestheater hat sich 2015 aus sieben in Hamburg und Berlin lebenden und arbeitenden Künstler*innen gegründet. virtuellestheater ist kein Gruppenname, sondern die Bezeichnung einer bestimmten Herangehensweise an performative Kunst. In Zeiten von neoliberaler Weltbildung möchte virtuellestheater Raum für subversive Kritik von Gegenwart und kulturelle Agilität schaffen. Durch Verwendung nichtlinearer Erzählformen, digitaler Medien und neuer Technik entstehen spekulative Performance-Installationen für ein gutes Leben und eine bessere Zukunft.

Dauer: 60 Minuten.
In englischer Sprache.

Konzept, Realisation Max Gadow, Sven Björn Popp Kollaboration Alain Chaney, Hannah Müller, Emilija Juškaitė, Alina Weber, Lizzie Prentis

Eine Produktion von virtuellestheater und der Hogeschool voor de Kunsten Amsterdam | DAS Theatre.



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