Theater (12+) Die Krähen sind gespalten. Wo heute die Elbe fließt, trennte einst ein großer Gletscher die Population der europäischen Aaskrähen in zwei Entwicklungslinien. Das ist lange her. Die Eiszeit ist Geschichte. Trotzdem kommen Rabenkrähen im Westen und Nebelkrähen im Osten nicht wirklich zusammen. Mischbruten sind selten. Lieber nisten und schwärmen sie mit ihresgleichen. Noch immer klingt das »krah« der einen heller und metallischer als das heisere »krarr« der anderen, bedeuten auch gleich klingende Rufe oft Verschiedenes. Da trägt man ein schwarz-graues Federkleid, während man sich dort schwarz stylt. Alle registrieren mit schräg gelegtem Kopf sorgfältig die Unterschiede und wischen mit schnellem Flügelschlag über Verbindendes hinweg. Dennoch zelebrieren die Krähen alljährlich die Gletscherschmelze. Auf beiden Seiten des Flusses proben sie den gemeinsamen Festakt. Das Publikum ist eingeladen mitzufeiern. Auf grünen Indoor-Auen lagernd, gerät es dabei mitten hinein in ein Spannungsfeld aus Hörensagen, Zuschreibungen und Selbstbildern. Was hindert uns daran, die Spaltung aufzubrechen? Was braucht es, um diese harte Nuss zu knacken? Pick-pick! Sebastian Mauksch & Team entwickeln Theater als Erlebnis- und Erfahrungsraum für Kinder und Jugendliche. Im Zusammenspiel aus Schauspiel, Tanz, Text, Bildenden Künsten, Sound und Technik erkunden sie mit dem Publikum gesellschaftliche Fragen und laden dazu ein, eigene Haltungen und Handlungen zu erproben.
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Kategorie: Produktionen
Tanz hin Tanz her
Ein Aufruf zur Bewegung. Eine Aufforderung zur Bewegung. Ein Ensemble aus professionellen Tänzern und einer Gruppe junger Geflüchteten lädt zum Tanz ein und beleuchtet die Strukturen der Integration: Was bedeutet es, sich in eine*n in eine Gesellschaft oder eine Situation zu integrieren?
Angela Lamprianidou, geboren in Griechenland, studierte Choreogrpahie und neue Techniken der Interpretation am »Institut del Teatre« in Barcelona, wo sie bis vor kurzem lebte und arbeitete. Sie kollaborierte mit Theatern wie dem Mercat de les Flors, dem National Theater von Catalonien, sowie mit der Underground & Off Szene.
Mit Wirkung II: Mit Sprechen
Am zweite Abend von »Mit Wirkung« kommen Expert*innen ins Gespräch und reflektieren über den sich wandelnden Diskurs in Berlin, die umstrittenen Definitionen von Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus sowie die Möglichkeit, die zwei Kämpfe zu vebinden. Die Veranstaltung klingt mit der beduinischen Essenskünstlerin Samar Abu-Fraiha aus, in einem Abend der Gastfreundschaft, Kultur und Verbundenheit.
Der erste Teil von »Mit Wirkung. Eine Relaxed Veranstaltungsreihe über intensiven Themen« findet am 11.12. um 18:00 statt: »Mit Denken«
Mit Sprechen (نتحدث معًا)
في الأمسية الثانية من «مِت ڤيركونغ»، يخوض خبراءٌ في حوار للتأمل في تغيرات الخطاب السائد في برلين، وفي تعريفات معاداة السامية المثيرة للجدل والعنصرية ضد المسلمين، وإمكانية ربط النضالين معًا. تُختتَم الفعالية مع فنانة الطعام البدوية سمر أبو فريحة، في أمسية من الضيافة والثقافة والتواصل.
هذهالفعاليةجزءمن «مِتڤيركونغ: سلسلةفعالياتريلاكسدحولمواضيعجادة»
Soft Arrival: Zwischen 18:00 und 18:30 können die Besucher*innen langsam im Raum ankommen. Circa alle 45′ sind Pausen eingeplant. Jede Pause dauert 15′.
Livestream ab 18:30 hier.
Mit Wirkung I: Mit Denken
Der erste Abend von »Mit Wirkung« ist dem gemeinsamen Lernen gewidmet. In kleinen Gruppen werden Themen rund um Antisemitismus, Rassismus und Repression für eine differenzierte und komplexe Diskussion zugänglich gemacht, die das Publikum einlädt, Fragen zu stellen, zu lesen und sich mit Expert*innen und untereinander auszutauschen.
Der zweite Teil von »Mit Wirkung. Eine Relaxed Veranstaltungsreihe über intensive Themen« findet am 12.12. um 18:00 statt: »Mit Sprechen«
Mit Denken (نفكر معًا)
نُكرِّس الأمسية الأولى من «مِت ڤيركونغ» لنتعلم معًا. في مجموعات صغيرة، سنيسر نقاشاتٍ معقدة حول العنصرية ومعاداة السامية وممارسات القمع. ندعو الحضور إلى طرح الأسئلة، والقراءة، وتبادل الأفكار سويًا ومع الخبراء.
هذهالفعاليةجزءمن «مِتڤيركونغ: سلسلةفعالياتريلاكسدحولمواضيعجادة»
Soft Arrival: Zwischen 18:00 und 18:30 können die Besucher*innen langsam im Raum ankommen. Circa alle 45′ sind Pausen eingeplant. Jede Pause dauert 15′.
Hinweise zur Barrierefreiheit
Bei Fragen zu Barrierefreiheit, meldet euch bitte bei Agnieszka Habraschka.
Agnieszka wird bei der Veranstaltung als Access Person anwesend sein und dich bei allen Fragen/Bedarfen rund um Barrierefreiheit unterstützen.
Vier Gruppen arbeiten auf dem Erdgeschoss und sind ohne Treppen erreichbar.
Eine der Gruppen wird im dritten Stockwerk arbeiten (36 Treppenstufen).
Eine weitere Gruppe wird im vierten Stockwerk arbeiten (54 Treppenstufen).
Wir werden nach Bedarf entscheiden welche Gruppe wo arbeitet.
Soft Arrival: Zwischen 18:00 und 18:30 können die Besucher*innen langsam im Raum ankommen. Circa alle 45′ sind Pausen eingeplant. Jede Pause dauert 15′.
Genereller Hinweis zu Inhalt und sensorischen Reizen
In Mit Wirkung geht es um Antisemitismus und anti-muslimischen Rassismus in Deutschland.
Alle Gruppen beinhalten Beteiligung der Teilnehmenden in Form von Gesprächen oder Vorstellungen des Erarbeiteten in kleiner oder großer Runde (nur wer will).
Erhöhte Lautstärke bei Gruppenarbeit im Saal!
Essensgeruch bei der Gruppenarbeit
Es gibt weiter unten detaillierte Inhaltsangaben, Angaben zu sensorischen Reizen zu jeder Gruppenarbeit und Angaben zu Allergenen der KüFa.
Relaxte Veranstaltung
Die Veranstaltungen finden in einer relaxten Athmosphäre statt.
Verschiedene Formen der Aufmerksamkeit sind willkommen. Es wird verschiedene Sitzmöglichkeiten, Stim Toys*, Decken, Getränke und Speisen (auch glutenfreie und vegane Alternativen) geben. Du kannst dich während der Veranstaltung bewegen, sitzend oder liegend teilnehmen, Stim Toys* benutzen. Du kannst dir selbstständig Pausen nehmen und jederzeit rausgehen, sowie wieder hereinkommen.
Sitzmöglichkeiten
Stühle, Sitzsäcke, Sitzkissen, Teppiche
Rückzugsraum
Es gibt einen Rückzugsraum mit Sitzsäcken, Liegemöglichkeiten, sowie Decken und Stim Toys*.
*Stim Toys sind kleine, beruhigende Objekte wie Stressbälle, Knete oder Druckringe, die besonders neurodivergenten Menschen helfen, ihr Nervensystem zu regulieren.
Was ist eine relaxte Veranstaltung?
Relaxte Veranstaltungen orientieren sich am Format der Relaxed Performance und zielen darauf ab, Barrierefreiheit insbesondere für neurodivergente Menschen, Menschen mit chronischen Krankheiten/Schmerzen/Personen mit unsichtbaren Behinderungen anzubieten. Dabei wird Barrierefreiheit nicht nachträglich hinzugefügt, sondern ist Teil des Veranstaltungskonzepts. Sowie bei Theatervorstellungen, gibt es auch bei Veranstaltungen oft implizite Verhaltensregeln, die es neurodivergenten Menschen oder Menschen mit chronischen Krankheiten/Schmerzen schwer machen, uneingeschränkt teilzunehmen. Beispiele hierfür sind Erwartungen wie, still auf Stühlen zu sitzen, sich wenig zu bewegen oder keine selbstständigen Pausen zu nehmen. Solche Konventionen erschweren vielen Menschen die Teilnahme. Diese Regeln/Erwartungen sollen mit dem Format der relaxten Veranstaltung aufgehoben werden.
Zudem bieten relaxte Formate gerade bei emotional aufreibenden oder mit Trauma verbundenen Themen eine sensible Herangehensweise. Zu Beginn jeder Veranstaltung teilen wir mit euch verschiedene Körperübungen, die das zentrale Nervensystem beruhigen sollen und die ihr für euch oder als Gruppe miteinander ausführen könnt.
Inhaltsangabe/Sensorische Reize/Allergene
Tomer Dotan-Dreyfus reads/liest Jacqueline Kahanoff.
Text auf Englisch, Gespräch auf Deutsch/Englisch
Text in English, conversation in German/ English
Kahanoff:
-Der Text thematisiert jüdische, muslimische und christliche Identitäten sowie Spannungen und Missverständnisse zwischen ihnen.
-Erwähnung der Passahgeschichte, des Exodus und der Zehn Plagen
-Beschreibungen von Identitätskonflikten
-Eine Freundschaft zwischen Kindern unterschiedlicher Religionen zerbricht an kulturellen Unterschieden.
-Diskussion über die zehn Plagen und deren Auswirkungen auf Ägyptische Menschen.
Celan:
-Erkundung von Identität, Intimität und Fremdheit
-Das Gedicht thematisiert Verlust und Schmerz in Verbindung mit persönlicher und kollektiver Geschichte.
-Mögliche Andeutungen von Trauerarbeit, Erinnerung und Schuldgefühlen im Zusammenhang mit Exil und Trennung.
-Schilderung von Nähe, Intimität, Schmerz und Verlust
Lina Majdalanie reads/liest Brecht
Text auf Deutsch/Englisch, Gespräch auf Englisch
Text in German/English, conversation in English
Anrede an den Kongressausschuss für unamerikanische Betätigungen in Washington, 1947
-Der Text beschreibt persönliche Erfahrungen mit Verfolgung durch das NS-Regime und erzwungener Flucht.
-Schilderungen von Leben im Exil vieler Schriftsteller*innen und Künstler*innen sowie der damit verbundenen kulturellen Verluste.
-Themen der Zensur sowie kultureller und künstlerischer Unterdrückung
-Anspielungen auf die Schrecken des Krieges
-Erwähnung von Armut, Obdachlosigkeit und der Zerstörung der Lebensgrundlagen in der Nachkriegszeit
-Erwähnungen von staatlicher Kontrolle und Einschränkungen des künstlerischen Ausdrucks
-Hinweis auf die Möglichkeit eines globalen Krieges und der vollständigen Zerstörung der Menschheit
Wir Neunzehn
-akademische Sprache
-Thematisierung politischer Verfolgung und staatlicher Unterdrückung
-Hinweise auf ideologische Säuberungen und öffentliche Demütigung von Kulturschaffenden
-Beschreibungen von existenzieller Bedrohung durch Entzug der Lebensgrundlage (schwarze Listen)
-Metaphorische Sprache, die Gewalt andeutet: (z. B. „Pfahl“ gegen Unschuldige)
-Darstellung von Angst, Einschüchterung und psychischem Druck durch staatliche und wirtschaftliche Machtstrukturen
-Ableismus-unsensibler sprachlicher Ausdruck: Der Text verwendet den Ausdruck „blind gehorchen“, um bedingungslosen Gehorsam und fehlende Reflexion zu kritisieren.
Sisi Bo’wale – COLLAGE AGAINST THE MACHINE
Gespräch auf Englisch/Deutsch
conversation in English/German
Inhaltsangaben:
-Die Gruppenarbeit behandelt Themen wie Antisemitismus, anti-muslimischen und anti-schwarzen Rassismus sowie die Auswirkungen systemischer Unterdrückung.
-Auseinandersetzung mit der Zensur von Stimmen, der Erschaffung von Gegen-Narrativen und der Rolle von Widerstand.
-Die Aktivität reflektiert persönliche oder kollektive Emotionen wie Wut, Trauer, Hoffnung oder Empathie
-Erkundung der Verbindungen zwischen verschiedenen Formen der Unterdrückung und deren Einfluss auf unterschiedliche Gemeinschaften.
-Es wird ein sicherer Raum angestrebt, um komplexe Emotionen und Gedanken in einer unterstützenden Umgebung zu teilen.
Sensorische Reize:
-In der Gruppenarbeit wird mit Scheren und Klebstoffen gearbeitet
-Mögliche Geräusche von Papier, das zerschnitten oder gerissen wird
Dr. Nahed Samour reads/liest Edward Said
Text/Video auf Englisch, Gespräch auf Deutsch
Text/Video in English, conversation in German
-Sehr akademischer Text in schwieriger Sprache
-Erwähnungen von Korruption, Anpassung und Instrumentalisierung von Intellektuellen durch mächtige Institutionen oder Ideologien.
Wael Esakndar views/schaut Black Mirror
Video auf Englisch mit deutschen Untertiteln.
Gespräch auf Englisch
Video in English with German Subtitles.
Conversation in English
Inhaltsnotizen:
-Gewalt und Krieg: Darstellung von militärischen Operationen mit tödlichen Auseinandersetzungen und Waffen.
-Manipulation der Wahrnehmung: Thematisierung von technologischer Manipulation der Realität und ihrer ethischen Konsequenzen.
-Dehumanisierung: Die Episode zeigt, wie Menschen durch Technik dazu gebracht werden, andere als weniger menschlich wahrzunehmen.
-Psychologische Belastung: Darstellung von Trauma, Schuldgefühlen und den psychischen Auswirkungen des Krieges.
-Ethnische und soziale Diskriminierung: Subtext zur Entmenschlichung von Minderheiten und systematischen Unterdrückung.
-Explizite Gewalt: Szenen mit körperlicher Gewalt, Blut und Verletzungen.
Sensorische Reize:
-Lautstarke Schüsse und Explosionen: Häufige, intensive Geräusche durch militärische Auseinandersetzungen.
-Visuell eindringliche Gewaltszenen: Detaillierte Nahaufnahmen von Kämpfen und Verletzungen.
-Düstere Farbpalette: Kalte, dunkle und gräuliche Töne dominieren, das Setting.
-Technologisch verzerrte Audio- und Videoeffekte: Verfremdete Klänge und visuelle Effekte, die die manipulierte Wahrnehmung der Protagonist*innen zeigen.
-Starke Kontraste: Wechsel zwischen intensive und schnellen sowie ruhigen, aber unheimlichen Momenten.
Allex. Fassberg – Writing Group
Schreiben in jeder Sprache möglich, writing possible in any language
Gespräch auf Deutsch/Englisch, Conversation in German/English
Die Schreibgruppe wird sich auf Begriffe konzentrieren, die im Zusammenhang mit der deutschen Debatte über Antisemitismus stehen. Der Austausch ist offen und abhängig von dem was die Teilnehmenden teilen wollen. Es ist daher nicht möglich konkrete Inhaltsangaben zu der Schreibgruppe zu geben.
Mögliche Themen, die angesprochen werden können:
-Erfahrungen mit Antisemitismus
-Erfahrungen mit Rassismus (insbesondere antimuslimischem Rassismus)
-Unterdrückung
-das Zum-Schweigen-Bringen vielfältiger Stimmen
-Ausschluss
KÜFA
Allergene:
-Es gibt glutenhaltiges Brot und eine glutenfreie Alternative
-Milch/Laktose
-Soja
-Knoblauch
-Koriander
-Paprika
Räume
Ein durchgehend zugänglicher, stufenloser und ebenerdiger Zugang (inkl. Bordsteinrampe) von der Straße zum Gebäude und zum Saal von einer Breite mit mind. 150 cm ist vorhanden. Die Bodenoberfläche im Hof ist leicht uneben.
Die meisten Vorstellungen finden im Saal statt, dieser ist ebenerdig.
Der Saal, wird durch eine 194 cm breite Doppeltür betreten. Dann gibt es eine zweite Doppeltür, die ein Eingangsmaß von 180 cm hat. Die dritte Flügeltür, durch die das Publikum in den Saal gelangt, ist 136 cm breit.
Es gibt keinen Aufzug.
Die Bar ist bei gutem Wetter ebenerdig im Hof, bei schlechtem Wetter leider nur über eine Treppe im ersten Stock zu erreichen. Diese Bar ist nicht für Rollstuhlfahrer*innen zugänglich. Es gibt 17 Stufen zwischen dem Erdgeschoss und dem ersten Stock.
Im Veranstaltungssaal/-bereich ist Platz für Rollstühle oder Rollatoren gegeben und es gibt die Möglichkeit der besonders geeigneten Platzreservierung und/oder den Saal vorzeitig zu betreten.
Barrierefreies WC
Es gibt eine rollstuhlgerechte Toilette im Erdgeschoss des Gebäudes. Der Zugang zu dieser Toilette erfolgt über den Flur und ist 198 cm breit. Der Eingang zur Toilette ist 79 cm breit.
Anfahrt
Die nächstgelegene Haltestelle ist U-Bahnhof Eberswalderstr.
Die U Bahn Station verfügt über einen Aufzug. Die U Bahn Station befindet sich an einer Kreuzung mit viel Auto-und Passant*innenverkehr.
Von dort aus führen Teile des Weges ins Ballhaus Ost über Kopfsteinpflaster.
Der Theatereingang ist durch den Torbogen im Hof des Hauses in der Pappelallee 15.
Parkplätze
In der Pappelallee befinden sich Parkplätze im öffentlichen Raum am Straßenrand. Das Theater kann keine eigenen Parkplätze anbieten.
Dramen der Gegenwart #2
Das Festival »Dramen der Gegenwart #2« nimmt Vielfalt und Qualitäten von zeitgenössischen Theatertexten in den Blick. Insgesamt werden rund 20 Theatertexte in einem breiten Spektrum von Formen präsentiert.
Programm am Samstag:
10:00 Koffeindramatik – Lesungs-Speeddating I
12:00 Schreibkammer vs. Writers’ Room
13:00 Perlen & Säue – Ein Drama-Parcours
18:00 Poetikimpuls
19:00 The Playwright Is Present I & II – Das Autor:innen-Ensemble
21:00 The Playwright Is Present III & IV – Das Autor:innen-Ensemble
Programm am Sonntag:
10:00 Koffeeindramatik – Lesungs-Speeddating II
12:00 Kollision 1: „Couple IV“ (Wdh.)
12:30 Kollisionen 2: „sichtbar nur wenn betrachtet. zufällige begegnungen“ (Wdh.)
13:00 Kollisionen 3: „HOMOSPHERE“ (Wdh.)
14:30 Wege und Umwege zur Autor:innenschaft
16:00 Ausklang Dramen der Gegenwart #2
Requiem For The Real
Eine Schauspielerin steht auf der Bühne vor einer großen Leinwand, die Gedanken in ihrer Vergangenheit – und gleichzeitig mit einer VR-Brille in virtuellen Welten. Eine Kaskade miteinander verschränkter, immersiver Erinnerungsräume entsteht. Eine Wirklichkeits-Matroschka, die mit einem innerlich-immersiven Spiel der Darstellerin beginnt, sich über die virtuelle Realitätskonstruktion und die eigentümliche Realität einer Theaterbühne bis in die Wirklichkeitskonstruktionen unserer Welt fortsetzt.
Rabea Kiel und Adolfina Fuck (Matthias Meppelink) verbindet eine langjährige Zusammenarbeit, durch die Angewandten Theaterwissenschaften in Gießen und mit der Performancegruppe Monster Truck. Seit 2021 erforscht das Duo das Medium der virtuellen Realität als performatives Tool mit dem Ziel einer produktiven Zweckentfremdung für das Theater.
Selfie & Ich
In einer mobilen Performance durch vier Neuköllner Privatwohnungen gewährt die Regisseurin Christiane Mudra Einblick in die Lebenswelt psychisch erkrankter Menschen und beschreibt die Situation in Deutschlands Psychiatrien von der NS-Zeit bis heute. Dabei entlarvt »Selfie & Ich« en passant die systemische Deformation unserer ach so glücklichen Leistungsgesellschaft.
investigative
steht für journalistische Langzeitrecherche, die sich vor allem auf Originalquellen stützt und auch unbekannte Fakten aufdeckt.
theater
spielt die Recherchen gezielt in unterschiedlichen Formaten aus. investigative theater experimentiert mit digitalen Tools und sucht die Interaktion mit dem Publikum.
Labor Sonor
Die vierte Ausgabe der LABOR SONOR Konzertreihe 2023 – zurück im Ballhaus Ost mit Konzerten und Performances von Maikon K, dem VanProject und Rabih Beaini. Sonische & ästhetische Experimente zwischen Tanz, Musiktheater und analogem Techno.
Labor Sonor – die Reihe für experimentelle Musik, Film und Performance – präsentiert das Spektrum aktueller experimenteller Formen jenseits genrespezifischer Bestimmbarkeit – von Echtzeitmusik über Elektronik, Performance, audiovisuelle Formate, konzeptuelle Musik, neue komponierte Musik bis zu experimentellem Pop.
Lautsprecher
Kompositionen von S. Ercklentz, E. Grosskopf, R. Hoyer, S. Roigk, S. Weismann, U. Wassermann. Mit Megaphonen, Mikrofonen, Flüstertüten und Handlautsprechern werden die Stimmen zu sich wandelnden Konstellationen choreografiert.
Die Maulwerker, Kollektiv für stimmliche Experimente, integrieren Elemente aus Performance Art, intermedialer Kunst und Choreografie in ihre Musik.
Ur-Oper – Das Finale
Nach einem Jahr der Suche erreichen wir das Finale der Ur-Oper. Nach Stationen in Barbieland, dem spanischen Bürgerkrieg und dem Weltall, findet die Suche nun zu sich selbst, und endet in einer nur scheinbar banalen Geschichte: einer Soap-Opera.
Das Helmi Puppentheater Kollektiv aus Berlin ist seit 2006 am Ballhaus Ost. Sie verbinden viele künstlerische Sprachen und Richtungen in ihren Shows, in denen stets auch die Helmi-Puppen und eine selbstgeschriebene Musik Hauptrollen einnehmen.
Hinweise zur Relaxed Performance
Das Licht im Zuschauerraum wird zu keiner Zeit vollständig abgedunkelt und Geräusche oder Bewegungen von Zuschauer:innen erfahren Akzeptanz und Verständnis.
Es gibt Raum für Interaktionen & alle Reaktionen sind willkommen. Es wird aber keinerlei Interaktion mit dem Publikum erwartet.
Zu erwartende Inhalte:
• laute Musik zu Beginn und dann immer wiederkehrende laute Musik &
Gesang
• Englische Satzfetzen ohne Übersetzung
• Zwischendurch immer wiederkehrende Kraftausdrücke
• Markierung einer Geburt
• Gehaltvolle Handlung „Tritte“
• Themen von : Betrug, Soldaten die im Krieg waren, Patriarchale
Familienstrukturen , Klimakrise (Verschiedene Perspektiven werden
geäußert), Liebe
• Wiederkehrende Sexistische Bemerkungen
Sollte es das Bedürfnis eines privaten Abholdienstes von der nächstgelegenen Haltestelle geben (Eberswalder Straße), bitten wir darum, sich rechtzeitig mit uns in Verbindung zu setzen. Außerdem verweisen wir für Personen ab 65 Jahren gern auf den Kulturbegleitdienst der Malteser, welche in Absprache Ehrenamtliche Kulturpaten für den Weg in die Vorstellungen arrangieren.
Bzgl weiterer nicht aufgeführter Bedürfnisse kann gerne Kontakt mit uns aufgenommen: karten @ ballhausost.de
Die Übersetzung
ما تلاش می کنیم تا شیوه کاری خود را ترجمه کنیم. به زبان های مختلف، به شکل تصاویر و باز به نمایش برگردانیم. به همراه خسرو محمودی، بازیگر، که از اوقات فراغت خود برای ترجمانی رومان به فارسی استفاده می کند و برای او این سوال مطرح است که چگونه می توان „خوک داشتن“ را به درستی ترجمه کرد.
به همراه سباستین کوناس، هنرمند صداپرداز، که درگیر این سوال است که از چه زمان، زبان به موسیقی تبدیل می شود و با احمد جمالی، مترجمی که از شغل روزمره خود می گوید. آنها این سوال ها را مطرح می کنند: تماشاچیِ ما واقعا کیست، چه دریافتی از این کار دارد، در تیاتر چه چیزی را تجربه می کند و چگونه می توان این را ترجمه کرد؟
Sprache ist das Haus, in dem wir wohnen und vorschlag:hammer wollen die Türen ihres Hauses öffnen, andere reinlassen und umbauen. Sie wollen versuchen, ihr Theater zu übersetzen. In einen mehrfach übersetzten Abend über das Übersetzen, in dem sich Inhalt und Form bedingen und der von der Dominanz einer gesprochenen Sprache hinführt zu Multisprachlichkeit und dem Angebot des emanzipierten Selbstdeutens der Bilder. Ein Raum, in dem viele etwas verstehen, aber keiner alles.
vorschlag:hammer entwickeln seit 2009 als Kollektiv Theaterproduktionen. Ihr performatives Erzähltheater hat sich in den vergangenen Jahren für unterschiedlichste ästhetische Strategien geöffnet, zu visuell-atmosphärischen oder körperorientierten Arbeiten. Dabei adaptieren sie sowohl frei bereits existierende Stoffe oder entwickeln recherchebasierte Inszenierungen zu immer neuen Themenfeldern.
Das Krippenspiel
Was wäre, wenn es Weihnachten nicht gäbe? Weihnachten ist für die meisten Menschen das schönste Fest des Jahres, und dennoch geschieht oft alles auf den letzten Drücker. Viele Menschen verbinden Weihnachten nur noch mit Stress und Qualen: Abgehetzt durch die Geschäfte toben, um die notwendigen, immer teurer werdenden Geschenke zu besorgen. Aber in einer Zeit rasender Geschwindigkeit brauchen wir Dinge, die uns innehalten lassen. Eine winterliche Welt feiert den Durchbruch der Liebe und der Hoffnung.
Gott schickt seinen Sohn als kleines hilfloses Kind auf die Erde. Wir erfahren Gottes Nähe zu den Menschen. Er teilt sein Leben mit uns, weiß um Freud und Leid. Er gibt uns Hoffnung, zeigt, wie aus kleinen Ansätzen Großes entstehen kann.»Es begab sich aber zu der Zeit…«, alle kennen den Anfang dieser Geschichte und auch deren Ende, doch in der Zwischenzeit hat sich die Welt verändert.
Auch in diesem Jahr wollen wir wieder einen Vormittag der Freude und Besinnlichkeit mit Erinnerungen und strahlenden Kinderaugen feiern, ein klassisches Krippenspiel. Gemeinsam statt einsam.
2023 zum letzten Mal.
ANTIGONE pitched
»Antigone pitched« unterzieht den Antigone-Stoff einer queeren crip Lesart und reduziert ihn auf drei Figuren und einen gesetzeswidrigen Akt der Fürsorge. Stimmen und Gesten werden verzerrt, entfremdet und bis ins Ungewohnte hysterifiziert: Ein hyperformalisiertes Spiel, das Verkörperung verkompliziert und poetisiert.
Unter dem Label ANTISEPT lädt Julia*n Meding verschiedene Kollaborateur:innen ein, zu selbstermächtigenden Lesarten von chronische Krankheit / Be_hinderung und alternativen Konzepten von Heilung zu arbeiten. Gemeinsam entwickelt die Konstellation Probenstrategien und Formen sinnlicher Vermittlung.
La Memoria Futura
»La Memoria Futura« macht das Material des biografischen Familienarchivs der Abuelas de Plaza de Mayo mit einer ortspezifischen Performance und anschließender Soundinstallation zugänglich. Nach der Premiere in Buenos Aires im Parque de la Memoria bringt das multidisziplinären Team aus Argentinien und Deutschland die Arbeit nun ins Ballhaus Ost und den benachbarten Friedhofspark. Las Abuelas de Plaza de Mayo wurde 1977 in Argentinien von den Müttern von in der letzten argentinischen Diktatur Verschwundenen gegründet. Ihr Ziel ist und war, alle verschwundenen Kinder ausfindig zu machen und an ihre rechtmäßigen Familien zurückzugeben. 1999 gründeten die Abuelas das biografische Familienarchiv für die Enkel, die noch nicht herausgefunden hatten, wer ihre Mütter und Väter gewesen waren. Heute ist dieses Material zu einem der größten mündlichen Archive Lateinamerikas geworden, das aus Dokumenten (Fotos, Schriften, Briefen) und mehr als 2200 Interviews besteht, von denen 144 den Großmüttern gehören, die ihr Zeugnis hinterlassen haben, damit die Weitergabe über Generationen hinweg nicht unterbrochen wird.
Spaßige Sache
Hysterisches Globusgefühl begeben sich gemeinsam mit dem Publikum auf die Suche nach dem puren und befreiten Spaß, einem utopischen Ort, an dem niemandem das Lachen vergeht und alle gleichermaßen viel zu lachen haben.
Das Performancekollektiv Hysterisches Globusgefühl (Berlin/Wien) richten sich mit vollem Herzen und solidarischer Zusammenarbeit mit ihrer künstlerischen Arbeit gegen das heteronormative Patriarchat und entwickeln Utopien für eine antirassistische, klassenlose, queerfeministische und respektvolle Zukunft. 2011 mit dem Jurypreis des Festivals Arena… der jungen Künste für »Macht was: Macht nichts!« ausgezeichnet, wurden die Erfahrungen dieser ersten Produktion Grundlage für weitere Performances, in der öffentlicher und Theaterraum ineinander verschränkt werden. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Frage nach bewusstem Handeln, politischer Interaktion und globalem Unwohlsein.
H I N W E I S :
Es werden diskriminierende Stereotype wiedergegeben und verhandelt. Es gibt Partizipations- und Interaktionsangebote, die nicht angenommen werden müssen. Am Ende des Stücks kommen plötzlich laute und raumgreifende Gebläse zum Einsatz.
SCHRUMPF! Songs & Dances
Für Familien mit Kindern ab 5 Jahren
In der SCHRUMPF-Version von »Songs & Dances about the Weather« über Gletscher und Rainmaking Rituale sehen wir einen Ausschnitt, bewegen uns zusammen mit den Performern, hören ihre Geschichten und erzählen eigene Geschichten über Regen und Wasser.
LOUDsoft ist eine Ideenschmiede für Projekte, die Zugang zu der Welt der klassischen bzw. zeitgenössischen Musik und des Musiktheaters für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern schaffen. LOUDsoft wurde 2018 von der Geigerin und Performerin Daniella Strasfogel gegründet, aus dem Impuls heraus, Familienveranstaltungen zu schaffen, in die sie selber mit ihrer Familie gerne ginge. LOUDsoft versucht, Brücken zwischen den Welten der Kinderkunst und Erwachsenenkunst zu schlagen und interaktive und anspruchsvolle Musikerlebnisse für jungen Menschen und ihre Familien auf die Bühne zu bringen.
Lilith und Samael
Kaum ist die Welt erschaffen, schon beginnt ein Kampf um Selbstbestimmung und Gleichstellung: Lilith, die erste Frau Adams wird zur ersten Kämpferin gegen das Patriarchat. Ihr permanenter Konflikt, sich unterordnen zu müssen entlädt sich in Arien und Songs zeitgenössischer Musik. Der unbedingte Drang zur Selbstbestimmung zeigt sich in zarten aber auch sehr physischem Tanz- und Kampfszenen.
Anna Peschke ist als Regisseurin für Performance, Musiktheater und Peking-Oper in Europa und Asien tätig. Gemeinsam mit dem Komponisten Christoph Enzel entwickelt sie derzeit neben »Lilith und Samael« außerdem »Kinderlieder zum Wald – von einem Erwachsenen zu singenq sowie das Chorstück »Officium für einen verbrannten Wald«.
Hotel Utopia
In »Hotel Utopia« laden Christiane Mudra und Ensemble das Publikum zum Perspektivwechsel ein. Ausgestattet mit Pässen unterschiedlicher Staaten und auf echten Biographien basierenden Daten begeben sich die Zuschauer:innen in einem kafkaesken Transitraum auf die Suche nach Anerkennung in einem neuen Land und begegnen den Herausforderungen der deutschen Willkommenskultur. Erfahrungsberichte von Geflüchteten und Migrant:innen sind ebenso in den Abend verwoben wie sowie Hintergrundgespräche mit Sachbearbeiter:innen und Expert:innen. Auf ihrer Reise durch Wartebereiche und Amtsstuben begegnen die Teilnehmer:innen Geschichten von Flucht und Migration und erleben individuelle (Un-)Freiheit je nach Staatsangehörigkeit, weltpolitischer Lage oder Ranking im „Pass-Index“.
Nach »Selfie & Ich«, einem Abend über psychische Erkrankungen, Leistungsgesellschaft und Glücksterror in Neuköllner Privatwohnungen ist »Hotel Utopia« der zweite Teil einer Trilogie, die sich mit der De-Facto-Bewertung von Menschen in der „Wertegemeinschaft“ auseinandersetzt.
Die Verwandlung
Manuel Gerst bringt Kafkas berühmte Erzählung als Happening aus der Event-Industrie auf die Bühne. Referenzen zu Junggesellen-Abschieden und Aggressionsabbau in der Gruppe treffen auf Aktionskunst und Destruction-Art. Im Spannungsfeld zwischen Versehrtheit und Unversehrtheit wird hier Kafkas Parabel als Geschichte über Behinderung gelesen. Die Aggression gegenüber dem deformierten Anderen aus der Erzählung wird auf der Bühne in Aggression gegen das Objekt gerichtet. Am Ende ist es egal, welche Position das Publikum einnimmt – die Delle bleibt die gleiche. Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Apfel.
In seinen bisherigen Arbeiten hat Manuel Gerst in unterschiedlichen Konstellationen, u.a. unter dem Label Monster Truck, immer wieder bestehende Machtverhältnisse im Theater in Frage gestellt und unterlaufen. In seinen Arbeiten beschäftigt er sich häufig mit dem Themenfeld „Behinderung“ und Ökonomien im Theater. »Die Verwandlung« ist seine erste Arbeit am Ballhaus Ost.
Am 17.11. findet im Anschluss an die Vorstellung ein Nachgespräch statt (Retrospektive Improvisation von Theaterscoutings mit Alisa Tretau).
Dangereuses
Welche Körper und welche Tänze sind für die heutige Zeit notwendig? Was bedeutet es, gefährlich zu sein? Oder dangereuses – eine weibliche Entität im Plural implizierend. In dieser choreografischen Arbeit verstehen sechs Performer*innen das Risiko von Intimität, Sanftheit und Lust als subversive Praxis und durchkreuzen sie mit Elementen der Selbstverteidigung, des Protests, des Trainings und der Vorbereitung auf den Kampf.
Julia B. Laperrière und ihr Team arbeiten in einer intersektionalen Perspektive und interessieren sich für Vertrauen, Respekt und Liebe als Säulen künstlerischer Zusammenarbeit.Die Mischung aus Sprachen, Orten, Praktiken, Menschen und Genres – sowohl künstlerisch als auch identitätsbezogen – setzt sich aus Künstlern zusammen, die sich zwischen vielen Ländern und Kulturen bewegen, und ist ein integraler Bestandteil ihrer Praxis. Indem sie den Tanz durch eine queer-feministische Linse sehen, glauben sie an den Körper als Ort der Veränderung und des Austauschs.
Bodo
Bodo ist 59, hat keinerlei musikalische Ausbildung und kann keine Noten lesen. Im Jahr 2014 hat er das Album North End fertiggestellt, auf dem er alle Tracks selbst komponiert und Ton für Ton mithilfe einer Computersoftware eingespielt hat. Ausgehend von Bodos Musik und Geschichte befassen sich Björnsson/Marx und ein Ensemble aus Profi-Musiker:innen mit dem Dilettantismus als kreative Kraft und ästhetische Strategie. In einer Welt voller Expert:innen wollen sie eine Lanze brechen für den Dilettanten, der den Mut hat, sich auf eigene Faust kreativ zu betätigen und dabei Fach- und Genre-Grenzen zu überschreiten.
Seit 2018 bilden Thorbjörn Björnsson und Julia Marx das Musiktheater-Duo Björnsson / Marx. Gemeinsam entwickeln sie Musiktheaterstücke, deren Themen sich oft an der Nahtstelle zwischen Alltäglichem und Existenziellem, Intimem und Abstraktem bewegen.
Studie von G. Anschütz, Dolomiten 1943
Was tun mit den Fotos von Großvätern in Nazi-Uniformen, die man in Schuhkartons, Fotoalben oder gerahmt auf der Anrichte findet? Unsere Großeltern sind tot, aber diese Fotos bleiben. Und sie werfen Fragen auf: nach dem Fortleben nationalsozialistischer Ideologie in der Familie, nach unserem ganz persönlichen Nazihintergrund und nach unseren Vorstellungen davon, was Männlichkeit sein soll.
Die Anrichte der Großeltern wird zur Bühne, auf der sich die Frontfotografien unserer Großväter in lebensgroße Zeichnungen verwandeln. Nach und nach entsteht so ein performativer Comic, in dem Marie Simons und ihr Kollektiv die alten Fotografien auseinandernehmen, sie übermalen und deren Auswirkungen auf ihre eigene queere Biografie befragen.
Marie Simons, Dennis Dieter Kopp, Nikolaus Kockel, Nora Schön und Angela Queins arbeiten an der Schnittstelle bildender und performativer Künste. Die Gruppe eint eine theoretische wie praktische Auseinandersetzung mit kritischer Männlichkeitsforschung sowie ein intersektionales Verständnis von Feminismus und queeren Identitäten.
Content note: Das Stück behandelt Nationalsozialismus und beinhaltet nationalsozialistische Sprache.
You know the Feeling
»You know the Feeling« ist eine Theaterperformance und ein Konzert. In fünf Covern des Popsongs »People, I’ve been sad« von Christine and the Queens setzen sich Blomen/Moré/Reiniger mit Identifikation, Aneignung und Populismus sowie den gesellschaftlichen Bedingungen von Einsamkeit und Zusammenkommen auseinander.
If you / Disappear, then I’m /Disappearing too
If you / Fall apart, then I’m / Falling behind you
Blomen/Moré/Reiniger sind ein Theaterkollektiv und kennen sich aus ihrem Studium an der Universität Hildesheim. Sie interessieren sich für die Verschneidungen von Theater und Wirklichkeit und lassen in ihren Bühnenstücken autobiografische Erzählungen auf fiktive Figuren treffen; als intime und zugleich öffentliche Verhandlung ihrer Gegenwart.
Am 10.2. im Anschluss an die Vorstellung: Karaoke Night mit Soroa an der Bar!
Recycling of Life
«Recycling of life» spekuliert über den ewigen Kreislauf des Lebens und der Dinge: Musikalisch, spielerisch, zwischen Ausstellungssetting und liebevollem Chaos. Auf jeden Fall mehr bless this mess als Marie Kondō. Antje Schupp und ihr Team verwerten Erinnerungen, Erfahrungen, Wissen und unser aller Krempel!
19:00 Café und Ausstellung
20:00 Vorstellung
im Anschluss Café und Ausstellung
Antje Schupp ist Regisseurin, Performerin, Autorin, Dozentin und liebt spartenübergreifende Projekte. Mit Ayman Nahle, Filmemacher aus Beirut, verbinden sie 4 Arbeiten, mit dem Ausstatter Christoph Rufer zahllose. Yanik ist Musiker und Komponist. Antje und Yanik sind 2023/24 Artists in Residence an der Kaserne Basel.
Die Performance ist Teil unserer Gastspielreihe Berlin Basel Smash: vom 23.2. bis 9.3. zeigen wir im Ballhaus Ost drei Stücke aus der Stadt am Rhein. Auf »Recycling of Life« von Antje Schupp | Ayman Nahle | Yanik Soland folgen »Court Fantasies« und »screening invisibilities« Zino Wey.
Court Fantasies
Mithilfe von Zukunftsvisionen rütteln die Performerinnen Salma Said und Miriam Coretta Schulte am starren, vermeintlich unveränderlichen Asylsystem. Sie laden das Publikum ein zu einem Blick in zukünftige Archive:
Es ist 2099 und weltweit herrscht das Recht auf Bewegungsfreiheit für alle. Die gigantische Fiktion, die Menschen einst in die Kategorien “verdient Visum” und “verdient kein Visum” eingeteilt hat, haben wir nach jahrelanger Anstrengung hinter uns gelassen. Aber was, wenn genau diese Freiheit bedroht wird? Heute Abend versammeln wir uns, um die aktuellen Verunsicherungen zu verstehen. Und uns zu erinnern, wie die Aktivist*innen von damals mit unglaublicher Arbeit die Zukunft hervorgebracht haben. Wir erwarten euch mit Liebe zu den Archiven und Leidenschaft für den Kampf, eure Salma und Miriam.
Über die Künstler*innen
Salma Said und Miriam Coretta Schulte sind Partnerinnen in crime, friendship und performance. Das Duo entwickelt seit 2018 eine künstlerische Praxis, in der das situative Wissen über ihre unterschiedlichen Hintergründe und Kontexte, die Lust am Experiment mit Aktivismus und Imagination verknüpft werden. Ihre erste gemeinsame Arbeit »behind your eyeballs« wurde 2023 als Teil von »Introducing…« beim Berlin Performing Arts Festival im Ballhaus Ost gezeigt.
Die Performance ist Teil unserer Gastspielreihe Berlin Basel Smash: vom 23.2. bis 9.3. zeigen wir im Ballhaus Ost drei Stücke aus der Stadt am Rhein. Auf »Recycling of Life« von Antje Schupp | Ayman Nahle | Yanik Soland folgen »Court Fantasies« und »screening invisibilities« Zino Wey.
screening invisibilities
»screening invisibilities« ist eine assoziative Auseinandersetzung mit der Unsichtbarkeit. Eine Begegnung mit der Ambivalenz dieses politischen Begriffs und eine Befragung unseres Umgangs damit. Gemeinsam mit einem Ensemble aus hörenden und Tauben Künstler*innen initiiert der Basler Regisseur Zino Wey eine Befragung unserer Wahrnehmung. Wann wird der Körper zum Sprachmedium? Welchen Sprachformen sind wir uns gewohnt zu begegnen? Und wen machen wir unsichtbar, obwohl wir sie sehen können? Aus Gebärden, Gesten, Bewegung, Tanz und Musik werden eigene Körpersprachen entwickelt und ein neuer (Sprech-)Raum entworfen, der nach Gemeinsamkeiten und nicht nach Unterschieden fragt.
Ein poetisch-politisches Manifest für die Sichtbarkeit.
Eine Performance in Gebärden – und Lautsprache.
Für «screening invisibilities» versammelt Zino Wey ein diverses Ensemble aus Performance, Tanz, Gebärdensprachkunst und Musik zur gemeinsamen Auseinandersetzung und Begegnung.
Wey arbeitet seit 2012 als Regisseur, Bühnenbildner und Autor in unterschiedlichen performativen Kontexten an Stadt- und Staatstheatern wie auch in der freien Szene. Mit dem Ballhaus Ost verbindet ihn, wie auch viele der beteiligten Künstler*innen, eine kontinuierliche Zusammenarbeit.
Die Performance ist Teil unserer Gastspielreihe Berlin Basel Smash: vom 23.2. bis 9.3. zeigen wir im Ballhaus Ost drei Stücke aus der Stadt am Rhein. Auf »Recycling of Life« von Antje Schupp | Ayman Nahle | Yanik Soland folgen »Court Fantasies« und »screening invisibilities« Zino Wey.
Falla
Im Laufe der Geschichte wurde die weibliche Geschlechtsidentität oft durch das Fehlen des Phallus eingeengt. In »Falla« thematisieren die Choreografin Julia B. Laperrière und die Musikerin Pia Achternkamp diese problematische Idee aus einer queer-feministischen Perspektive und nutzen den Umschnalldildo als transformatives Werkzeug. Lustig, spielerisch und rock’n roll!
Julia B. Laperrière ist eine französisch-kanadische Choreografin, die seit 2016 in Berlin lebt. Als Künstlerin, die sich zwischen Berlin, Montpellier und Montreal bewegt, ist die heterogene Mischung aus Sprachen, Orten, Praktiken, Menschen und Genres – sowohl künstlerisch als auch identitätsbezogen – ein wesentlicher Bestandteil ihrer Praxis. In letzter Zeit hat sie sich für die Darstellung des weiblichen Körpers auf der Bühne, neue Intimitäten und gefährliche Tänze interessiert. Julia und Pia arbeiten seit 2020 zusammen.
Am 15.3. findet im Anschluss an die Vorstellung ein Nachgespräch mit den Künstlerinnen statt.
H I N W E I S :
Teil der Vorstellung sind laute Geräusche und flackernde Lichter.
Es gibt Nacktheit. Die Performer*innen erzählen während der Performance persönliche Sexgeschichten.
Das Leuchten / The Glow
Ich träume von einem Berg, auf dem Wasser stand. Wie eine Haube aus Schnee im Winter auf einem Dach lag eine tiefe blaue Schicht Wasser auf dem Berg. Ein Kajakfahrer war in ihm unterwegs.
Fasziniert von der Idee des Social Dreaming lädt SEE! Kollektiv die Zuschauer*innen in eine Welt aus Licht, Tanz und Beats. Die Bühne wird zu einem fragilen, aber spektakulären Ort, an dem es möglich scheint, sich von den Ideologien unserer Wirklichkeit zu emanzipieren. Es pulsiert. Der Raum verändert sich. Es leuchtet!
Das Performancekollektiv SEE! (SE Struck, Alexandra Knieps) aus Köln entwickelt seit 2005 hybride Performanceformate und inszeniert mit autarker Formensprache offene Netzwerke, die auf Theaterbühnen und im urbanen sozialen Kontext immer die Vergemeinschaftung und Teilhabe thematisieren. Am Ballhaus Ost waren sie das erste Mal 2015 mit »Volumenjoker« und zeigten zuletzt »Bioswop«. »Das Leuchten / The Glow« ist ihre erste Premiere in Berlin.
SENSITIVITY ADVICE:
In der Performance werden Sinus-Töne und tiefe Bässe verwendet. Zeitweise sind die Zuschauer:innen grellem Gegenlicht ausgesetzt.
Die Suche nach der Ur-Oper
Ur-Oper #14 »ICH FRIDA Du DIEGO«
In der Kunstwelt ist das Verhältnis zwischen zwei Künstler*innen häufig ein Tanz zwischen Rivalität und Inspiration. Es gibt einen Funken des Wettbewerbs, der sie antreibt, sich selbst zu übertreffen, obwohl ihre Symbiose von der Leidenschaft für ihre Arbeit genährt wird. Im Atelier vermischen sich die Farben ihrer Leinwände in der Luft und erzeugen eine kreative Atmosphäre. Ihre Arbeiten unterscheiden sich von Tag und Nacht: einer zeichnet die Wirklichkeit in scharfen Kontrasten und harten Linien, der andere strahlt in den Farben von Traum und Fantasie. Trotz ihrer Unterschiede finden sie einen gemeinsamen Rhythmus. Ihre Augen sprechen eine Sprache. Doch unter der Oberfläche brodelt es. Jeder Erfolg des anderen ist ein Ansporn, sich selbst zu hinterfragen. Jede Anerkennung ist ein stiller Ruf nach Selbstverbesserung. Sie sind Gefährten und Konkurrenten zugleich, gefangen in einem ewigen Kreislauf aus Bewunderung und Eifersucht.
Gemeinsam mit der Künstlerin Okka-Esther Hungerbühler , die sich in ihren Werken mit traumhaftartigen Materialien im Mikrokosmus beschäftigt, begibt sich das Helmi auf die Suche nach der Uroper.
Das
Helmi Puppentheater Kollektiv aus Berlin ist seit 2006 am Ballhaus Ost. Sie verbinden viele künstlerische Sprachen und Richtungen in ihren Shows, in denen stets auch die Helmi-Puppen und eine selbstgeschriebene Musik Hauptrollen einnehmen.
Mit ihrer Reihe »Die Suche nach der Ur-Oper« bespielen sie seit Januar 2023 monatlich eine kleine neue Bühne an der Bar des Ballhaus Ost. Denn: Worüber man nicht sprechen kann, weil es irgendwie so groß und unfassbar ist, darüber kann man vielleicht singen. (Emir Tebatebai)
multiple memberships
In einem Solo mit Polaroidkamera inszeniert Rodrigo Zorzanelli, ausgehend von persönlichen Erfahrungen der Einbürgerung und des Coming Out als nichtbinär, performative Selbstporträts. Die Fotos maskieren, brillieren, verstören den Raum und den Körper.
Rodrigo Zorzanelli performt, schreibt und produziert in der Berliner freien Theater und Performance Szene. Rodrigos Arbeit beschäftigt sich mit Non-Binarität, feministischer Autofiktion, unsichtbaren Strukturen, Bürokratie und Zugehörigkeit. »multiple memberships« ist Rodrigos erste Arbeit am Ballhaus Ost.
Meet Your Dancestors!
Tentacular Figurings laden zu einem undisziplinierten, r/evolutionären Familien*treffen ein. Die Zuschauer*innen begegnen spekulativen Verkörperungen unserer gemeinsamen, queeren Vorfahr*innen. Gebt euren „sapiens“ an der Garderobe ab und Meet Your Dancestors!
Tentacular Figurings ist ein forschendes, multi-disziplinäres Performancekollektiv. Kernteam sind Mika Bangemann und Eddie N. von Seckendorff. Seit 2021 entwickeln sie in ihren Performances uneindeutige Körper jenseits des Menschlichen. »Meet Your Dancestors!« ist ihre erste Arbeit am Ballhaus Ost.
Queerokratia
»Queerokratia – Bundeskonferenz für Selbstbestimmung«. Hier sollen Queer- und TIN*-Politik, Aktivismus und Selbstorganisation in Berlin zusammenkommen. Über die Grenzen politischer Organisations- und Aktionsformen hinweg wollen wir fragen: Was sind progressive queere Politiken heute? Welche Rollen spielen verschiedene Akteur*innen dabei?
 
Programm
 
30.5. / 17:00-18:30 / Kick Off im Ballhaus Ost
1.6. /ab 23:00/ Party im Aeve
2.6. / 12:00-15:00 / Abschluss mit Präsentation der Ergebnisse im Ballhaus Ost
2.6. / 17:00-21:00 / Ausstellung des von Fadi Aljabour kreierten Veranstaltungsraumes: eine politisch-poetische Rauminstallation für die Queerokratie Konferenz in der Vierten Welt
Bleibt ihr noch zum Essen?
Markus&Markus Theaterkollektiv
Builders of the Country
Das von Rodrigó Balogh und Márton Illés geschriebene und inszenierte Stück erzählt von den gesellschaftlichen Veränderungen im sozialistischen und später im freien, demokratischen Ungarn. Es würdigt die unsichtbaren Baumeister*innen der ungarischen Geschichte. Die Inszenierung ist von realen Ereignissen und Personen inspiriert, lässt aber viel Raum für Fantasie. Wie wirken sich die vielen Opfer auf ihre familiären und persönlichen Beziehungen aus?
Independent Theater Hungary (das Unabhängige Theater Ungarn) gibt es seit 2007. Unser Ziel ist es, ein Gespräch über soziale Themen anzustoßen, die uns alle betreffen, und auf diese Weise die Aufmerksamkeit auf die persönliche Verantwortung zu lenken: was wir als Einzelne tun können, um die Situation zu verbessern.
Labor Sonor
Heather Frasch + Parallax»Atmospheric Ghosts Lights II«
– Pause –
Zacarias Maia »my homage to the new complexity«
»Two directions«
– Pause –
Sophie Watzlawick + Marcello S. Busato »Où ces limites qui nous guettent, se mettent à vaciller«
Labor Sonor – die Reihe für experimentelle Musik, Film und Performance – präsentiert Heather Frasch mit dem norwegischen Trio Parallax – Sophie Watzlawicks neuen 16mm-Film mit Live-Musik von Marcello Busato – und den Basler Perkussionisten und Performer Zacarias Maia.
Labor Sonor – die Reihe für experimentelle Musik, Film und Performance – präsentiert das Spektrum aktueller experimenteller Formen jenseits genrespezifischer Bestimmbarkeit – von Echtzeitmusik über Elektronik, Performance, audiovisuelle Formate, konzeptuelle Musik, neue komponierte Musik bis zu experimentellem Pop.
Trauma Kink
»Trauma Kink« ist ein Stück darüber, wie frühe und erwachsene Traumata unsere Wahrnehmung von Intimität und Vergnügen bestimmen. Es eröffnet das Gespräch über Trauma auf natürliche Weise, durch die Geschichten von fünf Künstler*innen, die sich dem Publikum in einem performativen Ansatz öffnen, der bekenntnishafte Elemente mit Fiktion und hedonistischem Imaginären verbindet.
Ein Stück über Trauma und Hedonismus, jenseits von Lexikondefinitionen, aber vor allem über die heilende Kraft der Verletzlichkeit.
Giuvlipen, Romania’s first Roma feminist theater company, creates bold, experimental and a highly performative art since 2014. Founded by Mihaela Dragan and Zita Moldovan, we spotlight silenced Roma voices through performative stories, seeking partners to amplify our impact. Giuvlipen offers groundbreaking Roma feminist theater that challenges social norms and amplifies marginalized voices through innovative, performative storytelling.
Berliner Amateur*innen
In der Audio-Installation bilden die Stimmen von Amateur-Fußballer\*innen eine alternativ Erzählung zum hochkommerziellen Profi-Fußball. Während im Theatergarten beim gemütlichen Viewing ausgewählte EM-Spiele laufen, werden in der Umkleidekabine Geschichten abseits von Glamour und Ruhm hörbar.
Hieu Hoang und Kristofer Gudmundsson arbeiten hauptsächlich als Theatermacher. Fußball verfolgen sie seit jeher und umgekehrt verfolgt der Fußball sie. So hartnäckig, sodass sie nach jahrzehnterlanger Pause das Fußballspielen im Amateur*innenbetrieb wieder aufgenommen haben. »Berliner Amateur*innen« ist ihre erste gemeinsame Arbeit am Ballhaus Ost, dem sie jeweils schon über zehn Jahre verbunden sind.
family creatures
Gemeinsam mit einer schleckenden Zunge, einem melodramatischen Vorhang, einem Hund, drei Schwänen und einer großen Schwester machen wir uns auf die Suche nach den Merkwürdigkeiten von F\*A\*M\*I\*L\*I\*E.
PINSKER+BERNHARDT machen Performance für ein junges und generationsübergreifendes Publikum. Mit einer absurd-fragmentarischen und spielerisch-konfrontativen Ästhetik projizieren sie dabei gesellschaftliche Phänomene und kollektive Biographien in räumliche Anordnungen und Objekte.
Fighting 4 Fear
In der multimedialen Performance untersuchen zwei Künstlerinnen und zwei jugendlichen Kickboxerinnen die Verhältnisse zwischen weiblicher Angst und patriarchaler Dominanzkultur und erproben Kampfsport als Mittel, Angst in Stärke zu transformieren.
Zwischen Performance, Theater und Video arbeiten die Künstlerinnen Klara Kirsch und Milena Bühring seit 2020 im Duo und in wechselnden Konstellationen. »Fighting 4 Fear« ist ihre erste Arbeit am Ballhaus Ost, für die sie zum zweiten Mal mit dem Dramaturgen Enrico Bordieri kollaborieren.
Normans Norm
Was heißt eigentlich normal? Und wer entscheidet das? Kommt auf den Rummel, drehen wir eine Runde auf dem Disco-Karussell! Gemeinsam setzen wir den Dancefloor der Normalität in Bewegung und tanzen gegen gesellschaftliche Fliehkräfte.
Sebastian Mauksch & Team inszenieren Theater für junges Publikum als gemeinsamen Erlebnis- und Erfahrungsraum für Publikum und Performer*innen. Mit dem Ballhaus Ost entstanden u.a. »Warum der Hund das Fleisch durch den Fluss trägt«, »Junge Leute« oder »Fennymore oder wie man Dackel im Salzmantel macht« (Einladungen zu Augenblick Mal! und Wildwechsel 2021).
Dogs of Love
Das queere Performancekollektiv ONCE WE WERE ISLANDS untersucht in »Dogs of Love« die innige Verbindung zweier Menschen, die Raum und Zeit überdauert. Ausgehend von ihrer eigenen Liebe zueinander im Hier und Jetzt, entfernen sich die beiden Performer* im Verlauf der Performance voneinander und durchschreiten die Zeit. Auf dem virtuellen Weg in die Zukunft bzw. in die Vergangenheit erkunden und durchleben sie die ebenso reale wie fiktive Geschichte queerer Zweisamkeit. Verortet im Zwischenraum von bildender Kunst, Performance, Tanz und wissenschaftlicher Forschungsarbeit nutzen Chris Gylee und Richard Aslan für »Dogs of Love« (auto)biografische Erzählung ebenso wie akribische Recherche zu Lebensrealitäten, die das Bewusstsein heteronormativer »Normalität« sprengen. Es entsteht ein halbfiktiver Stammbaum queerer Zugehörigkeit, in dem Reinaldo Arenas ebenso vorkommt wie Marsha P. Johnson, Sylvia Rivera, Jack Bee Garland, Audre Lorde und Samuel R. Delany. Chris Gylee und Aslan arbeiten als queeres Performancekollektiv unter dem Namen ONCE WE WERE ISLANDS seit 2012 im unerschöpflichen Feld zwischen den Disziplinen und kombinieren dafür Theater, Film, Choreographie und wissenschaftliche Forschungsarbeit. Die beiden Performer* nutzen für ihre poetischen Arbeiten (auto-) biografische Erzählung ebenso wie akribische Recherche zu queeren Lebensrealitäten. Ausgangspunkt ihrer Projekte sind sowohl ausgewählte Forschungsfragen, als auch eine starke Verbindung zu Menschen, die die Welt aus einer Perspektive betrachten, die für sie ungewohnt ist. Ihre Mitstreiter:innen können Spezialist:innen sein, eine besondere Lebenserfahrung oder Geschicklichkeit haben, über Dinge auf faszinierende Art und Weise nachdenken oder einfach für eine spielerische Erforschung offen sein. Ihre kontinuierliche Recherchearbeit widmet sich mannigfaltigen Phänomenen wie Queerness, Empathie, Marginalisierung und Aktivismus. Um diese Arbeitsschwerpunkte umzusetzen, nutzen sie Elemente von Performance, Theater, Installation und Choreografie als Rohmaterial. Das Ergebnis ist eine Reihe zeitgenössischer Rituale in enger Verknüpfung zu performativen Mechanismen und Laboratorien. Diese gleichsam aufgeladenen Räume eröffnen unheimliche Erfahrungen, provozieren überraschende Denkmuster und werfen ein Licht auf menschliche Interaktion.
Atom Eier Uhr
Fennymore oder Wie man Dackel im Salzmantel macht
»Sag JA! Ja oder Nice! Du hast die Wahl! Oder tanz den Monbijou-Ta-Ta-Ta-Tanz? Entscheide dich, Fennymore!« Was ist das für eine seltsame Kleinstadt, in der es ständig regnet und alle einen Regenhut tragen müssen? Wo Doktor Uhrengut – Bürgermeister, Arzt, Hutmonopolist und Turnvereinsvorsitzender in einer Person – ständig die schöne, neue Welt besingt? Es ist Wahl und Doktor Uhrengut möchte jetzt Bürgermeister auf L-L-L-Lebenszeit werden. Fennymore, das ist die kindliche Hauptfigur der Geschichte, darf auch mitwählen. Doch vorher durchstreift er die Kleinstadt und trifft auf Tante Else in ihrer Kneipe »Zum Dackel im Salzmantel«, Fizzy aus dem Getränkelager, den Sportlehrer Herrn Muckenthaler, das eigensinnige Fahrrad Monbijou und – Moment! – war das da eben etwa der Tod?! »Fennymore oder Wie man Dackel im Salzmantel macht« ist eine interaktive Schauspiel-Performance mit dem Publikum als Hauptfigur. Die Bühne ist eine begeh- und erlebbare Kunstinstallation mit klangkomponierten Licht-Räumen. Am Ende steht die Bürgermeisterwahl auf Lebenszeit. Der Ausgang ist abhängig vom Wahlergebnis und entscheidet sich bei jeder Vorstellung aufs Neue. Kirsten Reinhardt arbeitet als freie Schriftstellerin. Ihr Debüt »Fennymores Reise oder wie man Dackel im Salzmantel macht« wurde 2009 als unveröffentlichtes Manuskript mit dem Oldenbuger Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet und in fünf Sprachen übersetzt. Seither erschienen zwei weitere Kinderromane und ein Bilderbuch im Carlsen Verlag. Sebastian Mauksch ist freier Regisseur und Dramaturg für Performance-Theater. Er leitete die Jugend-Spielstätten der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, seine Arbeiten mit P14 gastierten auf zahlreichen Festivals. Ab 2008 inszenierte er Uraufführungen im Ballhaus Ost mit Texten von David Lindemann, Helene Hegemann und Anne Tismer. Für die Berliner Festspiele forscht er über die Kunst der Adoleszenz.
All In
Was geschieht, wenn aus Zweisamkeit Dreisamkeit wird? »All In« beschäftigt sich mit triadischen Liebesbeziehungen, in welchen sich drei Menschen in der Konstellation eines Dreiecks begegnen. Zu dritt zu lieben hinterfragt so gut wie alles, was wir über Liebe zu wissen glauben, und erfordert von den Beteiligten, sich auf ein neues Terrain zu begeben, wo es nur wenig Erfahrungen und Vorlagen gibt, auf die sie zurückgreifen können. Drei Performer:innen verweben gesammeltes Interview-Material von Menschen mit triadischer Beziehungserfahrung zu einem mehrstimmigen Geflecht aus Schauspiel, Tanz und Gesang, das die Vielfalt von Liebesformen in den Vordergrund stellt. Das gesellschaftlich anerkannte duale Beziehungsmodell wird in Frage gestellt und dazu angeregt, anders über Liebe nachzudenken und neue Räume und Möglichkeiten zu öffnen. Und das nicht nur für die Liebe, sondern für alle Lebensbereiche, in denen wir uns durch das Festhalten an scheinbar festgeschriebenen Modellen selbst beschränken. Daniel Hellmann ist Tanz- und Theaterschaffender, Sänger und Performer und lebt und arbeitet zwischen Zürich und Berlin. Layton Lachman ist Performer:in, Tänzer:in und Choreograf:in und lebt seit Kurzem in Berlin, nachdem sie ihre Arbeiten sieben Jahre lang in San Francisco verwirklicht hatte. Anne Welenc ist Schauspielerin und Performancekünstlerin und lebt in Berlin. All In ist die erste gemeinsame Arbeit der drei Künstler:innen.
Traumboy und Traumgirl
Daniel ist Sexarbeiter. In der Solo-Performance »Traumboy« berichtet er von seinen Erfahrungen als Prostituierter. Er erzählt, warum er diese Arbeit aufgenommen hat, beschreibt seine Kunden und ihre Wünsche. Das Publikum erlebt einen jungen Mann, der sich gern prostituiert. Einziges Problem: das Stigma. Kim ist Schauspielerin. Sie ist auch Sexarbeiterin, hat mal Seife verkauft, ist Barfrau, Deutsche, Polin… In »Traumgirl« verhandelt Kim, wie es ist, im Grenzbereich zwischen „richtiger Arbeit“, Performance und sogenannter „Drecksarbeit“ zu arbeiten. »Traumboy und Traumgirl« bewegen sich zwischen Dokumentartheater und Autofiktion und hinterfragen die Doppelmoral einer durchkapitalisierten und übersexualisierten Gesellschaft sowie die Bedeutung von Sex und Arbeit im neoliberalen System. Die Körper auf der Bühne werden zu Projektionsflächen für Ängste, Fantasien und Widersprüche. Was darf eine Frau / ein Mann von sich offenbaren? Was nicht? Und wer bezahlt den Preis? Daniel Hellmann ist Tanz- und Theaterschaffender, Sänger und Performer. Seine Arbeiten untersuchen Körper, Körperbeziehungen und Begehren, und hinterfragen gesellschaftliche Normen in den Feldern von Sexualität, Menschen- und Tierrechten. Nach Requiem for a Piece of Meat und All In ist »Traumboy« die dritte Arbeit, die Daniel Hellmann im Ballhaus Ost präsentiert. Anne Welenc ist Schauspielerin und Performerin. Ihre Arbeiten sind recherchebasiert und beschäftigen sich mit Transzendenz. Sie interessiert sich für die Verbindung klarer Narrative mit surrealen Elementen.
Krispy Dream. Ein Portier denkt über sein Leben nach
Die Stückentwicklung erzählt von einem Portier. Ein Außenseiter, der da arbeitet, wo andere wohnen. In der Lobby in einer Stadt, die niemals schläft. Eine Geschichte über Arbeitswelten, den American Dream und eine Figur, die in sich zusammenfällt, wenn sie keine mehr sein kann.
Meta Imbiss, gegründet von Stella Nikisch und Nathalie Schatz, vermischt Popkultur mit Theater, denkt Inhalt und Ästhetik zusammen und kollaboriert gerne, kurzum: Es steht für fire, fun und fashion.
Ambient 2: War of the Worlds
In seiner Ambient-Theater-Reihe entwickelt Daniel Schrader entspannte Formen von Sprechtheater. Mit Kopfhörern auf den Ohren und dem Blick in der Landschaft erleben die Teilnehmenden das SciFi-Hörspiel »Krieg der Welten« von H.G. Wells, Parkleben und Live-Interventionen der Performer:innen.
Eintritt frei am 2.9. im Rahmen des Kultursommerfestival. Anmeldung unter: karten@ballhausost.de
Junge Leute
In seinem Dokumentarfilm »barfuß und ohne hut« portraitierte Jürgen Böttcher 1964 „Junge Leute“ mit ihren Zukunftsvisionen im Freiraum zwischen Schule und Arbeitsleben. Mitten im Wedding verwandelt sich der Humboldthain Club nun in eine Beach-Bar an der Ostseeküste und sechs Performer*innen wagen mit dem Publikum ein Reenactment: Mit Musik, im Rausch, in Bewegung, aber auch in Entspannung gleicht es Szenen des Films mit eigenen beruflichen Hoffnungen und Wünschen ab.
Sebastian Mauksch & Team inszenieren partizipatives Theater für Kinder und Jugendliche und forschen für die Berliner Festspiele über die Kunst der Adoleszenz. Ihre Arbeiten wurden u.a. AUGENBLICK MAL! – Das Festival des Theater für junges Publikum sowie zu WILDWECHSEL – Das Kinder- u. Jugendtheaterfestival im Osten Deutschlands eingeladen.
TWO. is not a solo
Lisa Verbelen wird dieses Mal kein Solo machen. In »TWO.« bildet sie ein Duo mit dem gefeierten Jazzmusiker Hendrik Lasure. »TWO.« ist eine Übung, um das Denken in Gegensätzen umzukehren und zu erfahren, was zwischen zwei Extremen liegt. Erwarten Sie ein musikalisches und theatralisches Konzert, Worte und Musik, die Sie fühlen und denken lassen, sowohl hart als auch weich, sowohl dunkel als auch hell, mit Rauch und Feuer, Wasser in der Wüste, weder hässlich noch schön, alles Yin und Yang, über Sie und mich.
Lisa Verbelen (1988) studierte Theatralische Performance an der De Toneelacademie in Maastricht und einen Master in Musiktheater am Konservatorium von Den Haag. Zusammen mit fünf anderen gründete sie 2013 das Theaterkollektiv BOG.
Hendrik Lasure (1997) studierte Klavier am Königlichen Konservatorium von Brüssel und wurde bei seinem Abschluss 2017 mit dem Toots Thielemans Jazz Award ausgezeichnet.
The extended voice
Margarete Huber »Kartographie« (2022, UA)
Rebecca Saunders »O« (2017)
Travis Just »Quintet 1: Five Voices« (2006/ Version 2022)
Andrea Neumann »Rencontre 5« (2022, UA)
Boris Filanovsky »Mariupol« (2022, UA)
Das Programm »The extended voice« wird Vokalmusik des 21. Jahrhunderts im Spannungsfeld der Koordinaten extended vocal techniques, Sprache als musikalisches Material und Stimme als Körperlichkeit in Bewegung präsentieren.
Die Maulwerker sind Vokalensemble, Musikperformer:innen, Musiktheatermacher:innen, Komponist:innenkollektiv. Sie sind Spezialist:innen in den Schnittmengen von Musik und Theater, Musik und Sprache, in der Durchdringung von Musik und Raum, von Klang und Stille.
SCHRUMPF! The extended voice
Die Maulwerker präsentieren nagelneue Stücke, die ganz frisch für sie geschrieben wurden, zeigen euch die speziellen Klänge, die sie über die Jahre entwickelt und perfektioniert haben und bringen euch diese erweiterten Techniken bei. Zusammen bringen wir das Ballhaus Ost zum Klingen mit unserem Blubbern, Rufen, Trällern, Zischen und noch viel mehr!
Die Maulwerker sind Vokalensemble, Musikperformer:innen, Musiktheatermacher:innen, Komponist:innenkollektiv. Sie sind Spezialist:innen in den Schnittmengen von Musik und Theater, Musik und Sprache, in der Durchdringung von Musik und Raum, von Klang und Stille.
Bei SCHRUMPF! präsentieren Berliner Ensembles ihre aktuellen Produktionen – in Familienformat. Neue Kunstformen werden entdeckt, Orte erkundet, Bewegungen ausprobiert, Klängen wird gelauscht – und alle können mitmachen.
Daniella Strasfogel ist Geigerin, Performerin und Vermittlerin in Berlin. Sie ist Gründungsmitglied des Solistenensemble Kaleidoskop in Berlin und hat 2018 LOUDsoft gegründet, aus dem Impuls, multidimensionale Musikerlebnisse für und mit Familien zu schaffen.
ANAL.IZANDO
. . . in the dark, starry sky in the middle of the sea — still mirroring water — I cannot tell where the line is between sea and sky; looking into my own eyes, I see both reality and fantasy reflecting back at me . . .
Ich habe mehrere meiner Ichs getroffen: Ich bin also nie allein; ich bin nicht nur ein Ding, ich bin nicht nur mein Körper. Ich bin ein Fragezeichen. »ANAL.IZANDO« existiert innerhalb dieses ____?____ als eine kontinuierliche Transformation durch nicht-binäre Figuren – mythologische, technologische, körperliche und nicht-körperliche – als Projektionen meines utopischen Bewusstseins. In einem konstanten Zustand des Werdens schwingt sie in einer Ekstase eines vielschichtigen Ichs. Diese Solo-Performance umreißt das komplexe und paradoxe Bestreben, einen konstanten Zustand der Veränderung, der Reflexion, des Schattens, der Ekstase und meines Fragezeichens zu umarmen, und gleichzeitig Lust in die Geschichten zu schreiben, die wir über Transformation und Werden erzählen.
ronald berger ist Tänzer:in und Performer:in, non-binär, aus Costa Rica und lebt in Berlin. Die Verbindung zur Natur und ihren performativen Qualitäten, haben ronald geprägt. Der Konflikt zwischen xieser Sexualität und dem stark katholischen, chauvinistischen Kontext xieses Heimatlandes inspiriert Debatten, Analysen und Fragen nach sozialem Verhalten.
H I N W E I S:
Das Stück befasst sich unter anderem mit Themen der Sexualität und enthält Darstellungen von Nacktheit.
In dieser Vorstellung werden Stroboskopeffekte genutzt.
Planet Lubunya
Planet Lubunya ist eine queere Sci-Fi Theaterproduktion mit verschiedenen Performance-Praktiken und Live-Musik. Eine kritische Weltraumreise, die die Ränder der Normativität auf der Suche nach der ultimativen Utopie mit Humor umzüngelt.
Das Projekt wurde von İrem Aydın (Berlin) und Efe Durmaz (İstanbul) im Jahr 2020 als Format für digitale Solidarität zwischen queeren Menschen in der Türkei und Deutschland initiiert. Jetzt startet es als Theaterproduktion mit (hauptsächlich) Berliner Künstler:innen und ist auf dem Weg zu interstellaren Kollaborationen mit Kreativen aus einer Vielzahl von Orten.
Gasoline Queen
Ein Kleinstadtsvolksfest wird zum queeren Musical: die Verkäuferin und aufstrebende Sängerin Milena und die professionelle Rennfahrerin Anna – ehemals beste Freundinnen, beide inmitten ihrer Quarterlife Crises – treffen nach langer Funkstille aufeinander und müssen die Verletzungen und die Nostalgie rund um ihre Freundinnenschaft während der Wahl zur Gasoline Queen unter einen Hut bringen.
cmd+c wurde von dem Paar Marina Prados und Paula Knüpling mit dem Anliegen gegründet, queere Strukturen vor und hinter der Bühne zu schaffen und sich fair, respektvoll und kreativ auseinanderzusetzen. Arbeiten waren bereits an der Volksbühne, der Schaubude und dem Ballhaus Ost zu sehen, zuletzt »Ladybitch – ein Theaterabend über den Untergang Franz Kramers«
Bioswop
Sechs Performer:innen tauschen ihre Biografien untereinander. Biografien als Texte und Haltungen, die in unseren Körpern gespeichert sind. Ein Kiefer tanzt die Haltungschoreo vom Aufstiegswillen, ein Rückrad hat die perfekte Schamdrehung verinnerlicht. Jeder Lebenslauf ist ein singuläres Narrativ, das uns nie nur alleine gehört.
Das Performancekollektiv SEE! (SE Struck, Alexandra Knieps) aus Köln entwickelt seit 2005 hybride Performanceformate und inszeniert mit autarker Formensprache offene Netzwerke, die auf Theaterbühnen und im urbanen sozialen Kontext immer die Vergemeinschaftung und Teilhabe thematisieren. Am Ballhaus Ost waren sie das erste Mal 2018 mit »ok panik« und zeigten zuletzt das Tanzsolo »Sonderbare IRRE«, das bereits ihre dritte Einladung zum Theaterfestival FAVORITEN war.
Das kranke Haus
Im Rahmen vom NO LIMITS – Disability & Performing Arts Festival 2022
„Wer sagt eigentlich, was krank ist – und was gesund? Als Götter in Weiß hinterfragen das Kollektiv vorschlag:hammer und das Theater Hora vermeintliche Gewissheiten des Gesundheitswesens – und haben dabei viel Spaß.“ (Valeria Heintges, nachtkritik.de)
H I N W E I S:
Die Vorstellung findet mit verdunkeltem Zuschauerraum statt und es wird über die Themen Krankenhaus, Operation und Tod gesprochen.
The Dan Daw Show
Im Rahmen vom NO LIMITS – Disability & Performing Arts Festival 2022
Nominiert für die National Dance Awards 2021 gibt die intime Performance einen Einblick in die glänzende und schweißtreibende Zerrissenheit des Lebens, gleichzeitig mit Scham und Stolz zu leben.
H I N W E I S :
Das Stück ist Publikum ab 16 Jahren empfohlen. Es finden darin Darstellungen von Kink-Erfahrungen, Erstickung, Demütigung, dominantem Verhalten und expliziter Sexualität und Sprache statt und es werden Fremdheitsgefühle beschrieben. Teil der Vorstellung sind laute Geräusche, blinkende Lichter und sexy Menschen mit Behinderung.
Schiffbruch mit Zuschauenden (Fünf Etüden)
Führt uns die Klima- und Coronakrise unsere Fragilität vor Augen, experimentieren Sebastian Blasius und seine Kompliz:innen in fünf prototypischen Etüden mit einem Theatermodell, das von eben diesen Erfahrungen ausgeht: Was sind die Potenziale eines ‚Theaters des Unsouveränen‘?
Der Regisseur, Choreograph und Theaterwissenschaftler Sebastian Blasius (*1979) realisiert Projekte an der Schnittstelle von darstellender, bildender und akustischer Kunst. Am Ballhaus Ost zeigte er zuletzt »Die Räuber der Geschichte«.
Am 25.11.2022 findet im Anschluss an die Vorstellung mit dem Team das Gespräch »Vom Versuch, Theater von Fragilität ausgehend zu denken« statt, moderiert von Dr. Marcus Quent (Universität der Künste, Berlin).
Sexy Straight White People
»Sexy Straight White People« ist eine Theaterperformance über die Macht von Geschlechteridentitäten. vT.corp fordern Seh-, Lebens- und Sexualgewohnheiten heraus, um die Lebensweisen und Liebesformen des Mainstream zu hinterfragen.
Hannah Müller und Max Gadow sind ein sexy white artist couple aus Hamburg. Seit 2015 unter dem Namen virtuellestheater bekannt und mit Beginn 2020 verschmolzen zu vT.corp, sind sie am Ballhaus Ost bereits ein eingespieltes Team. Zuletzt luden sie dort im Rahmen von »It’s about time« Freund:innen ein, mit ihnen Zeit zu verbringen. Ganz nah am Zeitgeist und überaus versiert in der Transformation zwischen den Künsten, bilden ihre Performances Hybride aus Videokunst, Darstellenden Künste, Musik und Ausstellung.
Homecoming – Greatest Hits!
13 queere Künstler:innen entwickeln eine Sammlung von multi-medialen Kunstwerken – eine EP, ein Buch, Filme, ein Online-Archiv und ein Live-Event – als Antwort auf die queere Sprache Damiá und die politischen und künstlerischen Fragen, die sie aufwirft.
Das Werk ist digital über ein Website-Archiv – www.queertongue.com – und in limitierter Auflage in analogen Formaten erhältlich. Am 02. Dezember 2022 wird die EP online veröffentlicht.
Ein Fan aus Thüringen
Es war einmal ein Fan aus Thüringen. Der war verzaubert von einer berühmten Tennisspielerin aus Westdeutschland. Doch eines Tages erschien eine fiese, stöhnende Gegnerin aus Jugoslawien auf der Bildfläche…
Das Stück erzählt die Geschichte des Attentats auf die Tennisspielerin Monica Seles im Kontext der globalen politischen Geschehnisse Anfang der 1990er Jahre und sucht Auswege aus den medialen Märchen von Gut und Böse, Ost und West, Täter und Opfer.
Im Zentrum der Regiearbeiten von Demjan Duran steht die Auseinandersetzung mit seinem Geburtsland Jugoslawien. Anhand des Forschens in der Vergangenheit gräbt er Themen ins und fürs Heute hervor, und setzt sie in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext. »Ein Fan aus Thüringen« ist sein erstes Stück in Berlin.
Fleshdance
Die dokumentarische Performance dreht sich um die Bedeutung des Körpers – des Fleisches – in der heutigen Gesellschaft. Drei Performer:innen navigieren durch Livemusik, Live-Video und europaweite Interviews mit Protagonist:innen aus Pornoindustrie, Kirche, Nahrungsmittelindustrie, uvm.
H I N W E I S :
Teil der Vorstellung sind laute Geräusche und flackernde Lichter (Stroboskopeffekte).
Content Note
Die Performance thematisiert u.a. die Themen sexueller Missbrauch und Kannibalismus und arbeitet auf Videoebene mit Bildmaterial von rohem Fleisch.
Liquid Ecstasy
Die multimediale Performance ist ein allegorischer Essay über die Möglichkeiten, zu einem ursprünglichen Zustand der fließenden Gleichheit zwischen allen Lebensformen zurückzukehren. Mit wenig Handlung und viel Raum zum Nachdenken lädt es zum Verweilen und Abschweifen ein, während atmosphärische Wassergeräusche pochende Bassdrums oder die verführerische Stimme von Baby Marcel zu hören sind.
Max Gadow fokussiert sich in seinen Regiearbeiten auf die Untersuchung westlicher Mythen und Machtstrukturen und leitet aus diesen performative Vorgänge ab. Die Formate reichen hierbei von Rauminstallationen über Workshops zu Bühnen-Inszenierungen.
KLITTERN (aesopica)
Ein Schaf trifft abseit der Herde auf einen Wolf. Um nicht gefressen zu werden, erdenkt es eine List und bittet den Wolf, begleitet von dessen Flötenspiel noch ein letztes Mal tanzen zu dürfen…
Anhand einer Fabel, die dem antiken Dichter und Sklaven Aesop zugeschrieben wird, entwirft das Theaterstück unterschiedliche Figurationen von Widerstand innerhalb asymmetrischer Machtverhältnisse.
Queens
Mary Stuart und Elizabeth I. sind in »Queens« zwei abgehalfterte, untote Drag-Queens, die seit rund 500 Jahren ein gemeinsames Dasein in Limbo fristen. Bis ihnen ein Erdbeben die Tore zur Gegenwart öffnet…
Anne Welenc feiert mit dem Stück ihr Autorinnen- und Regie-Debüt. Zuletzt war sie als Schauspielerin in transdisziplinären Performance-Projekten wie »All in« und »Traumgirl« zu sehen. In »Queens« setzt sie diese Praxis fort, indem sie den klassischen Theaterstoff durch Impulse aus verwandten darstellenden Künsten erweitert.
H I N W E I S:
Teil der Vorstellung sind laute Geräusche, flackernde Lichter (Stroboskopeffekte) und Nebel. Es finden darin Darstellungen und Erwähnungen von Erdbeben, Naturkatastrophen, Tod, Mord und expliziter Sexualität statt.
Dos Vidas. Zwei Leben
Wieviel Ungleichheit verträgt eine globale Freundschaft? Jorge Antonio Arias Cortez wurde im Mai 1985 in Oruro im bolivianischen Altiplano geboren, Nicola Fritzen im Oktober 1978 in Berlin. Für »Dos Vidas« unterziehen die zwei befreundeten Schauspieler ihre Biografien einem Vergleichs- und Stresstest – mit allen Extremen, Höhepunkten und schmerzhaften Details.
Seit 1991 erforscht KLARA unterschiedliche Theatersprachen, neue Dramaturgien und die Vermischung von fiktionalen und dokumentarischen Spielweisen. Die beiden Protagonisten von »Dos Vidas« kennen sich bereits aus dem mehrjährigen Rechercheprozess der letzten Arbeit »Palmasola«, die 2022 am Ballhaus Ost zu sehen war.
Im Anschluss an die Vorstellung am Sonntag wird ein Gesprächsformat für deutsch-spanische Sprachlern-Tandems stattfinden. Alle Sprachlevel sind willkommen und keine Anmeldung notwendig.
Después de la representación del domingo, hablaremos de lo que hemos visto en alemán y en español (tandems) para practicar nuestros conocimientos lingüísticos. Si es necesario, ¡con manos y pies – todos los niveles de idiomas son bienvenidos! El intercambio lingüístico es gratuito.
The Crossing (Die Überquerung)
Jenseits einer unvorstellbaren Leere liegt eine Welt, die nur von queeren Menschen bewohnt wird. Das Theaterstück erzählt davon, wie Risse in dieser Utopie entstehen. Geschrieben und aufgeführt in der queeren Sprache Damiá, stellt »The Crossing (Die Überquerung)« die Frage, ob neue Worte der Ort sein könnten, an dem wir endlich ein Zuhause bauen.
»The Crossing (Die Überquerung)«, durchweg in der queeren Kunstsprache Damiá verfasst, die Aslan selbst seit der Jugend entwickelt, war ursprünglich als Live-Performance konzipiert. Die Verfilmung entstand, nachdem die Premiere 2022 wegen COVID abgesagt worden war. Der Film ist zwei Wochen lang, vom 28. Februar bis zum 13. März 2023, kostenlos online verfügbar. Der Text wird für das Publikum mit Untertiteln ins Englische und Deutsche übersetzt.
Chris Gylee und Aslan arbeiten als queeres Performancekollektiv unter dem Namen ONCE WE WERE ISLANDS seit 2012 im unerschöpflichen Feld zwischen den Disziplinen und kombinieren dafür Theater, Film, Choreographie und wissenschaftliche Forschungsarbeit. Die beiden Performer* nutzen für ihre poetischen Arbeiten (auto-) biografische Erzählung ebenso wie akribische Recherche zu queeren Lebensrealitäten.
bye, bye, bye
Das Theaterkollektiv copy & waste stellt sich an die Seite der Sterbenden und montiert ihre fiebrigen Erzählungen, großen Songs und jenseitigen Bilder zu einem vielstimmigen Monolog für einen Schauspieler. Hannes Schumacher spielt und spricht Dostojewski und Kleist, Milow und Weil, Hölderlin und Schulze-Erdel und schlüpft in die Kostüme grosser Gemälde und Filmszenen.
copy & waste realisiert seit 2007 Theater und Performances, zuletzt über den Kollaps der Städte, das Ende der Arbeit und den Abgesang auf die Natur. »bye, bye, bye« ist nach der Vertheaterfilmung »Besides, it’s always been the others who died« der zweite Teil ihrer Reihe »Theater des Todes«.
Im Anschluss an die Vorstellung am 4.3. findet an der Bar der dritte Teil von »Die Suche nach der Ur-Oper« von Das Helmi statt.
The Eating Show
Drei Vokalist:innen kochen ein kulinarisches Erlebnis aus den Internet-Heil-Phänomenen Eating Show (Muk-bang) und ASMR, scharf gewürzt mit einem globalen sozialen Problem: rassistisch motivierte Gewalt gegen Asiat:innen, vom 20. Jahrhundert bis aktuellen Asian Hate durch COVID-19. Mit einer Fusionsklangküche aus Internetkult, experimentaler Vokalmusik und asiatischer Weltmusik zeigt das Stück ungehörte Perspektiven von den Asiat:innen und lädt das Publikum dazu ein, die eigene Rolle in der postmigrantischen Gesellschaft zu hinterfragen.
H I N W E I S :
Das Stück thematisiert anti-asiatische Gewalt und ist daher einem Publikum ab 16 Jahren empfohlen.
Hang Su ist Komponist der neuen Musik. Er arbeitet an performativen Projekten und experimentiert mit neuen Formen von Musiktheater.








